Chytridiomycota, Begeißelte Chitinpilze
1 Subzentren
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Ob im Wasser noch schwimmend,
Schon am Rande versunken,
Hin zur Küste, aufs Ufer geschwemmt,
Sterbende, tote, lebende Wesen liegen zuhauf.
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Hyphen[3], widerstandsfähig mit Zellwand umhüllt,
Bohren, umgebende Nährstoffe lösend,
Sich mehrfach verzweigend, hinein in den wertvollen Stoff.
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An jeden Wachstum begehrenden Ort,
Lassen am Rand nur dünne Beläge
Für netzwerkverbreitete Information.
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Zwischen Vakuolen bilden sich Zentren,
Mit eignem Regulierungsbedarf.
Zum Glück wurde ein Kern[6] mit ihnen verschoben,
Übernimmt das Kommando für den eignen Bereich.
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So gerüstet, ob nun vielfach verästelte Hyphen gewählt,
Oder wiederholt zur Blase geformt,
Helfen dezentrale, hierarchisch gegliederte Zentren
Dem Netzwerk zum unausgesproch‘nen Erfolg!
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Fußnoten
[1] Rhizoide: Fadenartige, wurzelähnliche, trichale oder unseptierte Auswüchse zum Festheften von Thallophyten
[2] Mit unbedeutender Zellwand
[3] Hyphen: Einzellreihige zellwandumgebene Fäden von Pilzen mit Spitzenwachstum, mit oder ohne Querwände
[4] Saftvakuolen: Hauptsächlich mit Wasser gefüllte, mit verschiedenen Ionen versehene Vakuolen
[5] Protoplast, Protoplasma: Gesamter Inhalt einer Zelle
[6] Zellkern: Chromosomen einschließendes, cisternenumgebenes Organell der Eukarya, in dem u. a. im Zuge der Mitose, auch der Meiose, die Verdopplung der Chromosomen stattfindet
Eingestellt am 15. März 2025
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Chytridiomycotina, Töpfchenpilze i.w.S.
1 Wiederholte Anläufe
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Was brachte Chytros[1] dazu,
Flagellen[2] basal zu diversifizieren?
Spielte mit Mitochondrienform[3], -zahl und -größe,
Mit Ribosomenverpackung und ihrem -ort,
Ob parallel oder schräg, legt jede Gruppe selbst für sich fest.
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Auch Verbindungsstücke zwischen den beiden,
Wurzelstrukturen[10], homogen oder gestreift,
Tubuli[11], strahlend, oft auch gebündelt,
Variieren sie mit einiger Phantasie.
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Flagellengrenzen zum Centrioläquivalent[12],
Verdichten mit Platten die einen,
Moderne verzichten oft wieder darauf,
Erscheinen vielleicht ohne Sinn.
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War dieses Spiel schon am Anfang gelaufen,
Oder doch erst zu späterer Zeit
Als Chytros‘ vegetative Struktur
Längst schon differenzierte Formen annahm?
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Waren es Spiele ohne tieferen Sinn,
Ohne Nutzen zu bringen
Für Ausdauer, Tempo, Wirtschaftlichkeit?
Erfolg im Kampf um Nahrung, um Nischen, zeigen Chytridiomycota[13] bis heut.
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Schon Milleromyces[14],
Vor vierhundert Millionen Jahren,
In tiefsten devonischen[15] Schichten in
Schottlands Rhynie[16] gefunden,
Lebte, wie manch eines der jetzigen Glieder
Nahe der Küste im Wassermilieu.
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War damals sein Opfer!
An ihren quirlig geordenten Zweigen nistete Milleromyces sich ein;
Mit Rhizoiden[19] sitzt eine Kugel den Armen vorwitzig auf,
Füßchengleich ankernd in damals aktivem Gewebe,
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Hohl ist die Kugel,
Kein Flagellat[22] blieb erhalten,
Folglich bleibt auch für immer verborgen,
Welcher Klasse Milleromyces zugehört.
Selbst seine Verwandtschaft mit Chytros gilt,
Weil Ansatzstellen und Geißelanhänge zwangsläufig fehlen, als
Völlig ungewiss.
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Immerhin zeigt uns dieses Fossil
Das Mindestalter der einfachsten Pilze;
Ist fast schon Staffage. –
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Eine kleine Gruppe von Pilzen blieb
Bis in die heutige Zeit;
Eintausend Arten, vielleicht etwas mehr;
Vermitteln die Basis der Fungi Evolution. –
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Liefern Kladen[27] verschied‘ner Fasson,
Oft korreliert mit der Geißelbasis Struktur,
Bilden Genealogien unterschiedlichster Ebenen ab.
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Komplizierte Gabelungen kladistischer[28] Bäume,
Basal, oft wegen unzureichender Zahl von Proben,
Statistisch kaum unterstützt,
Geben für Ahnentafeln noch keine Gewähr.
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Wer wagt die Prognose über Anzahl und Namen der Klassen[29]
In dieser alten Verwandtschaft der Pilze?
Eine einzige Klasse nur in diesem Phylum[30],
Wird seiner Diversität nicht gerecht.
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Wenige Beispiele vier verschiedener Genealogien
– Ob als Ordnung bezeichnet,
Als Klasse später vielleicht,
Bleibt im Weiteren undiskutiert –
Sollen mögliche Wege ihrer Entwicklung
Während Hunderter Millionen Jahren nachvollzieh‘n.
Eine Gruppe steht schon heut separat:
Blastocladiales wurden zum Stamm hierarisch erhöht.
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Fußnoten
[1] Chytros: Name für hypothetischen Vorfahren der Chytridiomycota
[2] Flagellum, Geißel (Eukaryageißel): Charakterisiert durch ihren internen Bau aus 9 peripheren, etwas schräg nach innen gestellten Doppelmikrotubuli (Querschnitt durch die Geißel) und einem zentralen Tubulipaar, das etwas Abstand voneinander hält. Dyneinarme verbinden die Mikrotubuli. Die Geißel ist von der Zellmembran umgeben und gefüllt mit Cytosol. Am Übergang der Geißelbasis in den Zellkörper treten spezielle Verstrebungen, Verstärkungen, auf; eine dünne Querplatte trennt oft den untersten, in die Zelle integrierten Teil, der in seiner Struktur einem Centriol entspricht: Es fehlen die beiden zentralen Mikrotubuli und die peripheren Zwillinge wurden zu Drillingen. Die in der Zelle gelegenen Teile der Geißel sind noch durch verwandtschaftsabhängig gestaltete Haltestrukturen verwurzelt.
[3] Mitochondrien: Gelten als Kraftwerke der Zellen, da sie Energie für die zellulären Prozesse liefern; es lassen sich Außen- und Innenmembran unterscheiden, wobei die innere Membran auf einen zellwandlos gewordenen Endosymbionten (ein Alpha-Proteobacterium) zurückgeht, während die äußere Membran der Plasmamembran der eukaryotischen Zelle entspricht; prokaryotische Chromosomen weisen ebenfalls auf einen aufgenommenen prokaryotischen Endosymbionten als Ursprung der Mitochondrien hin.
[4] ER (Abkürzung für Endoplasmatisches Retikulum): Intrazelluläres Membransystem aller eukaryotischen Zellen. Es besteht aus lipiddoppelmembranumschlossenen Hohlräumen, die ein zusammenhängendes System bilden und mit der Kernhülle in Verbindung stehen
[5] Cisternen (Zelle): Abkömmlinge des endoplasmatischen Retikulums in hohler und oft flacher Form; Zellvesikel auch Zellkerne sind damit umgeben, besitzen den gleichen Grundbau wie die Zellmembran.
[6] Microbodies: Gruppe membranumhüllter Zellorganellen, in deren enzymreichen Reaktionsräumen vom Cytoplasma abgetrennte Stoffwechselprozesse ablaufen; in ihnen werden verschiedene Subtypen zusammengefasst: Peroxisomen, Glyoxisomen und Glykosomen
[7] Lipide: Ein Triglycerid aus Glycerin (mit drei [–OH]-Gruppen) und drei Fettsäuren, die als Fettsäurereste unter Wasserabspaltung ans Glycerin gebunden und eine Bindungsgruppe –C–O–(C=O)– ergeben
[8] Centriol als Mikrotubuliorganisationszentrum: Zylinderförmige Struktur im Doppelpack nahe der Kernhülle, die sich in vielen lebenden Zellen befindet. Centriolen haben eine Größe von etwa 170 × 500 Nanometern; sind an der Bildung des Mikrotubuliorganisationszentrums beteiligt, das die Mikrotubulispindel für die Chromosomen-, bzw. Kernteilung bildet. Centriolen kommen in den meisten tierischen Zellen vor, sowie in Pflanzen, nicht jedoch bei Rhodophyta, Rotalgen und Magnoliatae, Bedecktsamer; auch nicht bei Unbegeißelten Chitinpilzen. Charakteristisch ist ihr spezieller Bau aus 9 x 3 Mikrotubuli.
[9] Geißel, Flagellum
[10] Geißelwurzel: Die in der Zelle gelegenen Teile der Geißel sind durch verwandtschaftsabhängig gestaltete Haltestrukturen verwurzelt.
[11] Mikrotubuli: Röhrenförmige Proteinkomplexe innerhalb eukaryotischer Zellen und in Geißeln; Hohlröhren aufgebaut aus den Dimeren α- und β-Tubulinen; funktionieren bei vielen wesentlichen zellulären Prozessen, einschließlich Mitose und Meiose. Mikrotubuli sind gerichtete Strukturen, deren Enden wegen ihrer Polymerisationsrichtung mit plus und minus bezeichnet werden; das α-Tubulin-Ende wird minus-Ende genannt, das β-Tubulin plus-Ende; bilden die Grundlage für das Cytoskelett und spielen eine wichtige Rolle in der Ausbildung der Kernteilungsspindel und im Vesikeltransport.
[12] Centrioläquivalent, Kinetosom: Geißelbasis mit charakteristischem Bau aus neun Mal drei kurzen Microtubuli
[13] Chytridiomycota: Begeißelte Chitinpilze (Fungi – Opisthokonta – Eukarya)
[14] Milleromyces †: Chytridiomycetenähnlicher Pilz aus der Rhynie-Chert
[15] Devon-Zeit: vor etwa 416 – 359 Millionen Jahren
[16] Rhynie: Hauptortschaft in der schottischen Grafschaft Aberdeenshire im mittleren Nordosten Schottlands
[17] Palaeonitella † (Characeae; nicht separat behandelt – Charophyceae – Streptophyta – Plantae – Eukarya)
[18] Armleuchteralgen: Charophyceae (Streptophyta – Plantae – Eukarya)
[19] Rhizoide: Fadenartige, wurzelähnliche, trichale oder unseptierte Auswüchse zum Festheften von Thallophyten
[20] Zoospore: Mitotisch entstandene, einzellige, eigenbewegliche Verbreitungseinheit
[21] Gameten: Für sexuelle Fortpflanzung vorgesehene haploide Zellen
[22] Flagellat: Begeißelter, einzelliger Organismus; oder als Eigenschaft: mit Geißel versehen
[23] Hyphochytriomycetes: Hyphochytriopilze (Straminipila – „Wimpeola“ – Chromalveolata – Eukarya)
[24] Chytridiomycota
[25] Sequenzanalysen: Analysen der Nucleoidreihenfolge (A, C, G, T) in der DNA
[26] Gen: Erbanlage, Erbfaktor; Einheit der genetischen Information; Abschnitt auf der DNA der bestimmte Proteinbausteine codiert oder eine bestimmte regulatorische Funktion hat
[27] Klade (engl. clade): Eine geschlossene Abstammungsgemeinschaft (Monophylum); eine systematische Einheit, die den letzten gemeinsamen Vorfahren und alle seine Nachfahren enthält.
[28] Kladistisches Prinzip: Jedem Verzweigungspunkt der Evolution liegt immer ein hypothetischer Vorfahre zu Grunde, dem alle gemeinsamen Merkmale der ihm folgenden Verwandtschaften zugeschrieben werden; dieser hypothetische Organismus tritt heute nicht mehr in Erscheinung, muss aber zwangsläufig für die weiteren evolutiven Schritte als Stammsippe gefordert werden
[29] Klasse (der Organismen): Hierarchische Ebene zwischen Unterklasse und Unterabteilung; „-mycetes“ als Klassencharakterisierende Endung von Pilzen; für Unterabteilung „-mycotina“; für Unterklasse „-mycetidae“
[30] Phylum: Stamm, Abteilung
Eingestellt am 15. März 2025
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Chytridiales, Töpfchenpilze i.e.S.
1 Kompakt
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Platz sparen heißt der Chytridiales Devise.
Alles, was wichtig ist, wird vom ER[1] umhüllt:
Ein bis drei Mitochondrien[2]
Mit je einem Microbody[3] gepaart,
Liegen bequem an wenigen Tropfen Lipid[4].
Der Ribosomen[5] Gesamtheit schmiegen
Der Einfachheit halber sie dicht an den Kern[6].
Nehmen des Nucleus[7] Hülle gleichfalls in Pflicht,
Binden zum platzsparenden Päckchen
Den ganzen Komplex.
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Ein Rumposom[8],
Den meisten von ihnen zu eigen,
Liegt als Cisterne[9] schräg nach außen orientiert
An der Basis der Geißel[10], trägt,
Vorgestülpt von der nach außen orientierten Lipiddoppelmembran[11],
Eine Fülle enggeordneter gleichlanger Finger.
Ein Organell, nur manchen Chytridiomycoten bekannt,
Bleibt ein Rätsel bezüglich Funktion.
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Ihr Inhalt dringt zur Gänze in Zellen,
Bläht sich zur Sphäre,
Oder schickt Rhizoide[14] zum Nahrungserwerb.
Gibt alles für der Nachkommen Wohlergehen[15],
Doch manche bewahren sich Protoplastenportionen[16],
Ihres eigenen Fortkommens willen[17]
Für Bildung neuer Schwärmerkohorten,
Um Nischen[18], einmal gefunden, komplett zu besiedeln;
Kommen Konkurrenten damit zuvor.
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Alles, was pflanzlichen Ursprungs,
Auch, was sein Leben lange schon gab,
Gilt als wohlfeile Quelle,
Gibt Zoosporen den nötigen Halt. –
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Algen[19] galten anfangs als Beute,
Bald schon, was ins Süßwasser fiel,
Zuletzt auch Wurzeln und Knollen,
Falls feuchter Boden Schwärmer am Leben erhielt.
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Fußnoten
[1] ER (Abkürzung für Endoplasmatisches Retikulum): Intrazelluläres Membransystem aller eukaryotischen Zellen. Es besteht aus lipiddoppelmembranumschlossenen Hohlräumen, die ein zusammenhängendes System bilden und mit der Kernhülle in Verbindung stehen
[2] Mitochondrien: Gelten als Kraftwerke der Zellen, da sie Energie für die zellulären Prozesse liefern; es lassen sich Außen- und Innenmembran unterscheiden, wobei die innere Membran auf einen zellwandlos gewordenen Endosymbionten (ein Alpha-Proteobacterium) zurückgeht, während die äußere Membran der Plasmamembran der eukaryotischen Zelle entspricht; prokaryotische Chromosomen weisen ebenfalls
[3] Glyoxisomen: Microbodies, deren Hauptaufgabe der Abbau von Lipiden (Fetten) ist
[4] Lipide (Fettes Öl): Ein Triglycerid aus Glycerin (mit drei [–OH]-Gruppen) und drei Fettsäuren, die als Fettsäurereste unter Wasserabspaltung ans Glycerin gebunden und eine Bindungsgruppe –C–O–(C=O)– ergeben
[5] Ribosom: Organell aus ribosomaler RNA und Proteinen. Es dient zur Translation der mRNA-Informationen in Proteine. Meist sind mehrere Ribosomen über die mRNA kettenartig verbunden, um zugleich mehrere Ablesevorgänge hintereinander ablaufen lassen zu können
[6] Kernkappenorganell: Die gesamten Ribosomen des Flagellaten sind von Cisternen umhüllt und so gegen das Cytoplasma abgegrenzt, zugleich aber an den Zellkern gebunden.
[7] Zellkern: Chromosomen einschließendes, cisternenumgebenes Organell der Eukarya, in dem u. a. im Zuge der Mitose, auch der Meiose, die Verdopplung der Chromosomen stattfindet
[8] Rumposom: Bildung einer ER-Cisterne an der Peripherie eines Flagellaten; die zur Oberfläche des Flagellaten hinorientierte Lipidoppelmembran der Cisterne, stülpte sich dicht fingerartig aus, wodurch sich in Aufsicht im Wesentlichen nur die Fingerenden erkennen lassen. Über die Bedeutung dieses Organells wird noch gerätselt.
[9] Cisternen: Abkömmlinge des endoplasmatischen Retikulums in hohler und oft flacher Form; Zellvesikel auch Zellkerne sind damit umgeben, besitzen den gleichen Grundbau wie die Zellmembran.
[10] Flagellum, Geißel (Eukaryageißel): Charakterisiert durch ihren internen Bau aus 9 peripheren, etwas schräg nach innen gestellten Doppelmikrotubuli (Querschnitt durch die Geißel) und einem zentralen Tubulipaar, das etwas Abstand voneinander hält. Dyneinarme verbinden die Mikrotubuli. Die Geißel ist von der Zellmembran umgeben und gefüllt mit Cytosol. Am Übergang der Geißelbasis in den Zellkörper treten spezielle Verstrebungen, Verstärkungen, auf; eine dünne Querplatte trennt oft den untersten, in die Zelle integrierten Teil, der in seiner Struktur einem Centriol entspricht: Es fehlen die beiden zentralen Mikrotubuli und die peripheren Zwillinge wurden zu Drillingen. Die in der Zelle gelegenen Teile der Geißel sind noch durch verwandtschaftsabhängig gestaltete Haltestrukturen verwurzelt.
[11] Lipidmembran (Bacteria, Eukarya): Lipide, bestehend aus einem mit drei Hydroxylgruppen [–OH] versehenen Glycerinmolekül, an dem zwei Fettsäuren und ein Cholin unter Wasserabspaltung angeknüpft sind, zeigen einen hydrophilen Kopf (Glycerin und Cholin) und den hydrophoben Fettsäureschwanz; nach dem Motto Gleich zu Gleich gesellt sich gern, ordnen sich die hydrophilen Köpfe zum einen und die hydrophoben Schwänze zum anderen nebeneinander an und bilden eine geschlossene Schicht; eine Doppelmembran entsteht dann, wenn sich zwei solcher Schichten, hydrophobe Schwänze zueinander gereckt, aneinanderlegen
[12] Monopolare Keimung: Es entsteht nur ein Keimschlauch
[13] Zoospore: Mitotisch entstandene, einzellige, eigenbewegliche Verbreitungseinheit
[14] Rhizoide: Fadenartige, wurzelähnliche, trichale oder unseptierte Auswüchse zum Festheften von Thallophyten
[15] Holokarp: Für die Fortpflanzung wird der ganze Körperinhalt aufgebraucht, somit kann sich diese Einheit nur einmal vermehren.
[16] Protoplast, Protoplasma: Gesamter Inhalt einer Zelle
[17] Polykarp (Chytridiomycota): Bei dieser Art Fortpflanzung werden, von einer Spore ausgehend, mehrere Zoosporangien ausgebildet
[18] Nischen (ökologische): Meist begrenzte Gebiete mit ziemlich einheitlichen Lebensbedingungen; durch spezifische abiotische und biotische Faktoren bestimmt
[19] Algen: Eine organismenreichübergreifende Bezeichnung für überwiegend im Wasser lebende Thallophyten
Eingestellt am 15. März 2025
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Chytridiales-Flagellat; schematische Darstellung (Filzstift- und ppt-generiert; Reinhard Agerer)
Plasmalemma (rote Linie); – Zellkern (blau); – Lipidtropfen (gelb); – Microbody (schwarz und schraffiert), assoziiert mit Lipidtropfen; – Mitochondrien (schwarz, mit Einstülpungen); – Ribosomen (schwarze Punkte) durch ER-Cisternen dicht an den Zellkern gebunden, Kernkappenorganell; – Rumposom (fingerförmige Ausstülpungen, links unten); – Mikrotubli (grün). Zwei Geißelquerschnitte in unterschiedlicher Höhe: Anordnung der peripheren Doppelmikrotubuli und deren Verbindungen zum Plasmalemma.
Nach: Quelle nicht mehr nachvollziehbar; um Hinweise wird gebeten; eigenem Vorlesungsmanuskript entnommen.
Eingestellt am 15. März 2025
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Chytridiales, Töpfchenpilze i.e.S.
2 Vielfraß (AP)
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Leicht rotierend rudert Euglena[1],
Den Schatten fliehend, zum Licht.
Plötzlich stößt ein rasender Schwärmer sie aus der Bahn!
Unbeirrt aber trachtet sie weiter, doch schwer nur kommt sie voran.
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Matter wird sie nach einiger Zeit,
Verspürt ein Stechen im Leib,
Legt, fast schon am Ende, sich völlig zur Ruh,
Eine Blase sitzt nun seitlich ihr auf.
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Euglenentod[2] freut sich der Beute,
Entzieht, was er nur braucht, der grünen, sonst wendigen Alge,
Treibt, weil der Hunger noch lang nicht gestillt,
Suchend, um weiteres Futter zu finden, Rhizoide[3] hervor.
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Wie aufgespießt hängt ein Dutzend und mehr
Ausgesaugte Euglenen unter der reichlich ernährten Blase.
Mit Zoosporen[4] gefüllt, bereitet sie,
Einen Porus andeutend, ihr Ausschwärmen vor.
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Flagellenschwingend[5] drücken die Schwärmer
Gegen das leicht nur verschlossene Tor,
Verlassen, um wieder Euglenen zu jagen,
Den restlos entleerten Ballon[6].
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Polyphagus[7] nennt sich der Vielfraß,
Nicht nur der vielen Euglenen wegen, die er verzehrt,
Auch Pollenkörner kommen ihm recht,
Wenn sie im Frühjahr flottieren im Teich.
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Begegnet ein männlicher Vielfraß dem Weibchen,
Treibt er Rhizoide gegen die Partnerin vor,
Nimmt, dort zur Blase sich weitend, einen Kern[8] von ihr auf,
Dauerzygote[9] zu bilden.
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Erst nach Wiedererwachen
– Auch der Euglenen Population –
Entschwimmt der Zygote nach der Meiose[10]
Die nächste Generation.
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Fußnoten
[1] Euglena spp.: Augentierchen (Euglenozoa – Discoba – Excavata – Eukarya)
[2] Euglenentod: Polyphagus spp. (Chytridiales – Chytridiomycotina – Chytridiomycota – Begeißelte Chitinpilze - Fungi –…)
[3] Rhizoide: Fadenartige, wurzelähnliche, trichale oder unseptierte Auswüchse zum Festheften von Thallophyten
[4] Zoospore: Mitotisch entstandene, einzellige, eigenbewegliche Verbreitungseinheit
[5] Flagellum, Geißel (Eukaryageißel): Charakterisiert durch ihren internen Bau aus 9 peripheren, etwas schräg nach innen gestellten Doppelmikrotubuli (Querschnitt durch die Geißel) und einem zentralen Tubulipaar, das etwas Abstand voneinander hält. Dyneinarme verbinden die Mikrotubuli. Die Geißel ist von der Zellmembran umgeben und gefüllt mit Cytosol. Am Übergang der Geißelbasis in den Zellkörper treten spezielle Verstrebungen, Verstärkungen, auf; eine dünne Querplatte trennt oft den untersten, in die Zelle integrierten Teil, der in seiner Struktur einem Centriol entspricht: Es fehlen die beiden zentralen Mikrotubuli und die peripheren Zwillinge wurden zu Drillingen. Die in der Zelle gelegenen Teile der Geißel sind noch durch verwandtschaftsabhängig gestaltete Haltestrukturen verwurzelt.
[6] Holokarp: Für die Fortpflanzung wird der ganze Körperinhalt aufgebraucht, somit kann sich diese Einheit nur einmal vermehren.
[7] Polyphagus spp.: Vielfraß (Chytridiales – Chytridiomycotina – Chytridiomycota – Begeißelte Chitinpilze - Fungi –…)
[8] Zellkern: Chromosomen einschließendes, cisternenumgebenes Organell der Eukarya, in dem u. a. im Zuge der Mitose, auch der Meiose, die Verdopplung der Chromosomen stattfindet
[9] Dauerzygote: Zygote, die der Überdauerung dient, meist gekennzeichnet durch dicke, widerstandsfähige, oft auch dunkle Wand
[10] Meiose, meiotisch: Meiose dient der Reduktion eines diploiden Chromosomensatzes zu haploiden Sätzen. Dabei werden einander entsprechende Chromosomen, im Kern sich dann mittig in einer Ebene gegenüberstehend, gepaart und anschließend in entgegengesetzter Richtung („polwärts“) separiert. Dieser Vorgang wird auch als Reduktionsteilung (oft abgekürzt als R! und zugleich stellvertretend für die ganze Meiose verwendet) bezeichnet. Da die voneinander getrennten haploiden Chromosomen schon verdoppelt sind, schließt sich an die Reduktionsteilung noch eine mitotische Teilung an, so dass vier haploide Kerne in letztlich vier Zellen liegen.
Eingestellt am 15. März 2025
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Polphagus euglenae (Tusche, Kreide; Reinhard Agerer)
Eine einzige zentrale Blase bildet der Augentierchentod, holt sich mit Rhizoiden immer wieder Euglenen als Mahlzeit, die er mit den feinen Fäden infiziert, sich an ihrem Inhalt zu bedienen. Nur noch deformiert ist die Beute zu erkennen, die zuvor schon nur als Ruhestadium vorhanden war.
Zeichnung nach Gäumann (1964), S. 35, Abb. 25
Eingestellt am 15. März 2025
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Chytridiales, Töpfchenpilze i.e.S.
3 Krebs (AP)
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Dunkle, krautige Büsche aus fiederspaltigen Blättern[1],
Überragt von weißlila, gelbaugigen Blüten,
In langen Reihen das Feld überziehend,
Sammeln als Vorrat gewonnenen Zucker[2],
Deponieren ihn, Rhizomen[3] zum Ferntransport gebend,
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Hübsch fühlen die Verborgenen sich!
Wohlgeformt, ohne entstellende Falten und Gruben,
Mit rötlichen, nicht zu tief liegenden Augen[6];
Bedauern, dass niemand im Dunkel des Bodens,
Die vollrunden Formen bewundernd,
Ihrer bezaubernden Schönheit erliegt.
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Nicht lange bewahren sie ihren Stolz!
Pusteln, klein, wie Sandkörner ihrer Umgebung zuerst,
Rasch sich zur Warze, zum rundlichen Hügel,
Zur hässlichen Wucherung weitend,
Fühlen manche von ihnen sich krank,
Von innen verwundet durch eine drückende Last. –
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Synchytrium[7] öffnet in Massen die rundlichen Blasen,
Schiebt ihr Protoplasma[8] hervor,
Teilt es, formt Sporenbehälter[9],
Drückt sie den Warzen unter die Haut
Bis sie dem Andrang platzend erliegen
Und wimmelnde Schwärmer[10] die Wunden umgeben.
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Suchen in feuchten Poren, in Ritzen,
Verzweigten Wasserkanälen das Weite,
Schwimmen an Wurzeln, Rhizome und junge Knollen heran,
Lösen, ihre Geißel[11] verlierend,
Nach wohlverdienter, dringender Ruh
Der hübschen Kartoffel[12] Zellwand und nisten sich ein.
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Wachsen auf Kosten der Zelle zur vielkernigen Sphäre heran,
Sezernieren listig Hormone[13] in die Umgebung,
Animieren benachbarte Zellen, sich weiter und weiter zu teilen und
Lassen auf ihren Befehl hin sich biologisch ernähren.
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Unzählige Schwärmer durchziehen bald schon den Boden,
Suchen und finden nicht allein Wurzeln und Knollen,
Auch Partner, denen sie ihren Kern[14] übergeben,
Dann als Zygote[15] zur Ruhe sich setzen, in die Kartoffel tiefer sich drängend,
Nahrung aufnehmend, zur Dauerform[16] werden;
Nach Wiedererwachen des Lebens
Um ihren Kreislauf[20] von vorn zu beginnen.
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Zum Glück der Kartoffeln
Stecken Bauern sie meistens nicht in zu feuchte Böden,
Um ja nicht auf diese wilden Gesellen zu treffen,
Die nichts anderes tun, als die Schönheit verderben.
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Fußnoten
[1] Fiederspaltige Blätter: Im Gegensatz zu gefiederten Blättern, die voneinander bis zur Blattrhachis getrennte Blattfiedern bilden, bleiben bei fiederspaltigen Blättern sie basal über Teile der Blattfläche verbunden.
[2] Glucose, Traubenzucker: Ringförmiger Zucker mit sechs [C]-Atomen [C6H12O6]; der Ring besteht aus fünf [C]-Atomen und einem Sauerstoffatom; das restliche [C]-Atom hängt als [–CH2OH]-Gruppe an einem dem Sauerstoff benachbarten [C]-Atom; vier [–OH]-Gruppen stehen an [C]-Atomen des Rings, wobei [–CH2OH] und die dem Sauerstoff benachbarte [–OH]-Gruppe in gleicher Richtung stehen, alle anderen wechseln sich richtungsmäßig ab
[3] Rhizom (Plantae): Unterirdisch wachsender Stengel
[4] Stärke: Gemisch aus Amylose und Amylopectin; Speicherpolysaccharid der Pflanzen
[5] Sprossknollen: Knollen, an unterirdisch wachsenden Sprossen (Rhizomen) gebildet
[6] Sorte Quarta
[7] Synchytrium endobioticum: Verursacher des Kartoffelkrebses (Chytridiales – Chytridiomycotina – Chytridiomycota – Begeißelte Chitinpilze – Fungi –…)
[8] Protoplast, Protoplasma: Gesamter Inhalt einer Zelle
[9] Zoosporangium: Sporangium mit Zoosporen
[10] Zoospore: Mitotisch entstandene, einzellige, eigenbewegliche Verbreitungseinheit
[11] Flagellum, Geißel (Eukaryageißel): Charakterisiert durch ihren internen Bau aus 9 peripheren, etwas schräg nach innen gestellten Doppelmikrotubuli (Querschnitt durch die Geißel) und durch ein zentrales Tubulipaar, das etwas Abstand voneinander hält. Dyneinarme verbinden die Mikrotubuli. Die Geißel ist von der Zellmembran umgeben und gefüllt mit Cytosol. Am Übergang der Geißelbasis in den Zellkörper treten spezielle Verstrebungen, Verstärkungen, auf; eine dünne Querplatte trennt oft den untersten, in die Zelle integrierten Teil, der in seiner Struktur einem Centriol entspricht: Es fehlen die beiden zentralen Mikrotubuli und die peripheren Zwillinge wurden zu Drillingen. Die in der Zelle gelegenen Teile der Geißel sind noch durch verwandtschaftsabhängig gestaltete Haltestrukturen verwurzelt.
[12] Kartoffel: Solanum tuberosum (Solanaceae – Solanales – Lamianae – Asteridae – Superasteridae – …)
[13] Phytohormone: Hormone von Pflanzen
[14] Zellkern: Chromosomen einschließendes, cisternenumgebenes Organell der Eukarya, in dem u. a. im Zuge der Mitose, auch der Meiose, die Verdopplung der Chromosomen stattfindet
[15] Zygote: Diploide Zelle, die nach der Verschmelzung zweier haploider Kerne im Zuge der sexuellen Fortpflanzung entstand
[16] Dauerzygote: Zygote, die der Überdauerung dient, meist gekennzeichnet durch dicke, widerstandsfähige, oft auch dunkle Wand
[17] Zoosporen
[18] Haploid: Zellkerne mit einfachem Chromosomensatz; ausgedrückt als n
[19] Meiose, meiotisch: Meiose dient der Reduktion eines diploiden Chromosomensatzes zu haploiden Sätzen. Dabei werden einander entsprechende Chromosomen, im Kern sich dann mittig in einer Ebene gegenüberstehend, gepaart und anschließend in entgegengesetzter Richtung („polwärts“) separiert. Dieser Vorgang wird auch als Reduktionsteilung (oft abgekürzt als R! und zugleich stellvertretend für die ganze Meiose verwendet) bezeichnet. Da die voneinander getrennten haploiden Chromosomen schon verdoppelt sind, schließt sich an die Reduktionsteilung noch eine mitotische Teilung an, so dass vier haploide Kerne in letztlich vier Zellen liegen.
[20] Lebenskreislauf, Lebenszyklus, Entwicklungszyklus, Entwicklungskreislauf: Ein Kreislauf (eigentlich ist es eine Schraube, weil immer Neues entsteht, das zwar dem Anfänglichen gleicht, doch zeitlich später kommt), in dem sexuelle Fortpflanzung erfolgt. Zusätzlich kann noch in regelmäßigem Wechsel eine Phase der asexuellen Vermehrung eingeschlossen sein.
Eingestellt am 15. März 2025
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Synchytrium endobioticum, Entwicklungszyklus (ppt-generiert; Reinhard Agerer)
Eine Kartoffel (gelbe Fläche) wird von einer Zoospore belegt, die ihre Geißel verliert (resorbiert) und ihren Protoplasten in eine Kartoffelzelle entlässt, der sich anschließend davon ernährt und sich vergrößert.
Durch mitotische Teilungen wird beim Größerwerden die Anzahl der Kerne erhöht, wonach sich nach einiger Zeit eine mehrkernige Cyste entwickelt.
Der gesamte Protoplast stülpt sich als blasenförmige Struktur aus, unterteilt sich in einzelne mehrkernige zellwandbegrenzte Kammern, die sich je zu Zoosporangien entwickeln. In diesem Zusammenhang scheidet der Parasit Hormone aus, die die Kartoffel veranlassen, krebsartige Wucherungen zu bilden; damit greift der Pilz in den Metabolismus der Kartoffel ein, um zu seinem Nutzen mehr Gewebe bilden zu lassen. Zwei Vorgänge werden dabei verwirklicht: Hypertrophie (Vermehrung der Zellen) und Hyperplasie (Vergrößerung der Zellen).
Zoosporen, funktionell bestimmt als Gameten wirkend, schwärmen aus diesen Behältern aus.
Treffen zwei konträrgeschlechtliche Gameten (mit Punktkern, bzw. mit Kringelkern als Zeichen dafür) gleichgestaltete Flagellaten (Isoflagellaten) aufeinander, vollziehen sie Plasmogamie (P!) und unmittelbar anschließend Karyogamie (K!). Weil gleichgestaltete Gameten die Zygote bilden (Punktkern in Kringelkern als Zeichen dafür), wird folglich von Isogamie gesprochen.
Die diploide Zygote findet Kontakt zur Kartoffel, entlässt den Protoplasten. Die Zygote wächst heran und bildet eine diploide Dauerzygote.
Nach der Überdauerung findet in der Zygote die Meiose (R!) statt; einige Mitosen schließen sich an, um Zoosporen in höherer Zahl zu bilden. Sie werden als konträrgeschlechtliche Zoosporen frei, die den Entwicklungskreislauf erneut beginnen können.
Wie für Parasiten üblich, wird auch von Synchytrium endobioticum ein Nebenkreislauf (violette Pfeile) etabliert, um über wiederholte asexuelle Vermehrung das Infektionspotential beträchtlich zu erhöhen. Sexuelle Fortpflanzung dauert länger, ist außerdem nicht in gleicher Weise vermehrungsproduktiv. Sexuelle Fortpflanzung dient aber der Erhöhung genetischer Diversität.
In Kreisen dargestellt, zeigt sich im sexuellen Kreislauf (HFF; Hauptfruchtform, braun) ein haploider Organismus, dessen Zygote allein diploid ist. Der Nebenkreislauf (NFF; Nebenfruchtform, violett) dient der schnellen Vermehrung, was für Parasiten von entscheidender Bedeutung ist, um mit aller Macht wieder Wirte zu finden, die möglicherweise nicht unmittelbar nebeneinanderstehen oder zur Infektion nicht (mehr) geeignet sind. Somit wird auch die Wahrscheinlichkeit eines Zusammentreffens mit der größeren Zoosporenzahl erhöht.
Eigenem Vorlesungsmanuskript entnommen.
In den nachfolgenden neun Abbildungen ist der Entwicklungszyklus einer Powerpoint-Präsentation ähnlich aufgebaut
Eingestellt am 15. März 2025
Eine Kartoffel (gelbe Fläche) wird von einer Zoospore belegt, die ihre Geißel verliert (resorbiert) und ihren Protoplasten in eine Kartoffelzelle entlässt, der sich anschließend davon ernährt und sich vergrößert.
Durch mitotische Teilungen wird beim Größerwerden die Anzahl der Kerne erhöht, wonach sich nach einiger Zeit eine mehrkernige Cyste entwickelt.
Der gesamte Protoplast stülpt sich als blasenförmige Struktur aus, unterteilt sich in einzelne mehrkernige zellwandbegrenzte Kammern, die sich je zu Zoosporangien entwickeln. In diesem Zusammenhang scheidet der Parasit Hormone aus, die die Kartoffel veranlassen, krebsartige Wucherungen zu bilden; damit greift der Pilz in den Metabolismus der Kartoffel ein, um zu seinem Nutzen mehr Gewebe bilden zu lassen. Zwei Vorgänge werden dabei verwirklicht: Hypertrophie (Vermehrung der Zellen) und Hyperplasie (Vergrößerung der Zellen).
Zoosporen, funktionell bestimmt als Gameten wirkend, schwärmen aus diesen Behältern aus.
Treffen zwei konträrgeschlechtliche Gameten (mit Punktkern, bzw. mit Kringelkern als Zeichen dafür) gleichgestaltete Flagellaten (Isoflagellaten) aufeinander, vollziehen sie Plasmogamie (P!) und unmittelbar anschließend Karyogamie (K!). Weil gleichgestaltete Gameten die Zygote bilden (Punktkern in Kringelkern als Zeichen dafür), wird folglich von Isogamie gesprochen.
Die diploide Zygote findet Kontakt zur Kartoffel, entlässt den Protoplasten. Die Zygote wächst heran und bildet eine diploide Dauerzygote.
Nach der Überdauerung findet in der Zygote die Meiose (R!) statt; einige Mitosen schließen sich an, um Zoosporen in höherer Zahl zu bilden. Sie werden als konträrgeschlechtliche Zoosporen frei, die den Entwicklungskreislauf erneut beginnen können.
Wie für Parasiten üblich, wird auch von Synchytrium endobioticum ein Nebenkreislauf (violette Pfeile) etabliert, um über wiederholte asexuelle Vermehrung das Infektionspotential beträchtlich zu erhöhen. Sexuelle Fortpflanzung dauert länger, ist außerdem nicht in gleicher Weise vermehrungsproduktiv. Sexuelle Fortpflanzung dient aber der Erhöhung genetischer Diversität.
In Kreisen dargestellt, zeigt sich im sexuellen Kreislauf (HFF; Hauptfruchtform, braun) ein haploider Organismus, dessen Zygote allein diploid ist. Der Nebenkreislauf (NFF; Nebenfruchtform, violett) dient der schnellen Vermehrung, was für Parasiten von entscheidender Bedeutung ist, um mit aller Macht wieder Wirte zu finden, die möglicherweise nicht unmittelbar nebeneinanderstehen oder zur Infektion nicht (mehr) geeignet sind. Somit wird auch die Wahrscheinlichkeit eines Zusammentreffens mit der größeren Zoosporenzahl erhöht.
Eigenem Vorlesungsmanuskript entnommen.
Eingestellt am 15. März 2025
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Chytridiales, Töpfchenpilze i.e.S.
4 Froschpest (AP)
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Weit schwimmen sie nicht, bevor sich ihr Schicksal entscheidet!
Nach wenigen Centimetern nur ist ihr Vorrat verbraucht,
Finden sie dann den richtigen Ort, sind sie gerettet,
Ansonsten wartet der Tod.
Keratin[1] suchen sie: Federn, ins Wasser gefallen,
Oder der Frösche[2] feuchtkühle Haut.
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Alle lieben sie sehr!
Auch Salamander[6] verpönen sie nicht.
Ihre chemische Nase leitet sie hin.
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In der Amphibien[10] durchfeuchteten Haut
Verlieren sich oft ins umgebenden Wasser,
Quellen, die Bátrachochýtrium[11] so liebt.
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Landen sie sicher auf einem Opfer,
Bohren sich wild entschlossen in ihre Nahrung;
Kapseln sich nach der Anstrengung kurzzeitig ab.
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Vergrößern sich, eingebettet in Delikatessen!
Nach Zoosporangienbilden[14] steht ständig ihr Sinn,
Öffnen kaminartig durch der Amphibien Haut sich,
Um mit Schwärmern[15]
Die Beute zu reinfizieren,
Oder um neue Opfer zu finden.
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Ermattet und eingeschränkt in der Bewegung
Lebt Rana vegetierend im feuchtkühlen Schutz dahin. –
Plötzlich überrascht ihn der Tod!
Sein Herz schlägt noch einmal, dann hält es still.
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Fußnoten
[1] Keratin: Sammelbegriff für verschiedene wasserunlösliche Faserproteine, die von Tieren gebildet werden und Hornsubstanz charakterisieren; entsprechend ihrer molekularen Konformation, als α-Helix oder β-Faltblatt unterscheidet man α- und β-Keratin; zu Büdeln treten in hierarchischer Ordnung mehrere Fibrillen zu Fasern zusammen und sind umso steifer, je stärker ihre Komponenten durch Disulfidbrücken der Aminosäure Cystein quervernetzt sind
[2] Frösche: Anura (Batrachia – Lissamphibia – Amphibia – Tetrapoda – Rhipidistia –…)
[3] Rana: Echte Frösche (Ranidae – Neobatrachia – Anura – Batrachia – Lissamphibia -…)
[4] Ambystoma: Eigentliche Querzahnmolche (Ambystomatidae; nicht separate behandelt – Caudata – Batrachia – Lissamphibia – Amphibia -…)
[5] Pseudacris (Hylidae – Neobatrachia – Anura – Batrachia – Lissamphibia -…)
[6] Salamander: Caudata (Batrachia – Lissamphibia – Amphibia – Tetrapoda – Rhipidistia –…)
[7] Aminosäuren: Organische Säuren mit einer Amino-[–NH2] Seitengruppe. Biologisch bedeutend sind hauptsächlich jene Aminosäuren, die an dem der Säuregruppe benachbarten Kohlenstoffatom diese Gruppe besitzen
[8] Proteine: Aus Aminosäuren aufgebaute, komplexe Moleküle. Die [–NH2]-Gruppe einer Aminosäure wird mit der Hydroxylgruppe [–OH] der Säurefunktion [–COOH] unter Wasserabspaltung verknüpft, dabei entsteht eine charakteristische Abfolge von Atomen: [–C–N–C–C–N–]n, wobei das unmittelbar dem [N] benachbarte [C] einen doppelbindigen Sauerstoff [–C=O] trägt, das zweite der beiden benachbarten den Aminosäurerest
[9] Zucker: Kohlenstoffverbindungen mit einem doppelbindigen Sauerstoff [–C=O] am Ende der Kette, wenn in offener Form dargestellt, oder als Ringform mit einem einfachgebundenen Sauerstoff im Ring, und einer oder mehreren [–OH]-Gruppen; Summenformel meist [Cn(H2O)n]
[10] Amphibien: Amphibia (Tetrapoda – Rhipidistia – Sarcopterygii – Osteognathostomata – Gnathostomata –…)
[11] Bátrachochýtrium spp.: Chytridiomycose der Frosch- und Schwanzlurche (Chytridiales – Chytridiomycotina – Chytridiomycota – Begeißelte Chitinpilze – Fungi –…); auch in der separaten Ordnung Rhizophydiales geführt.
[12] Esterasen: Können hydrolytisch Ester von niederen Carbonsäuren in Alkohol und Carbonsäure spalten
[13] Proteasen: Proteine oder Peptide abbauende Enzyme, dabei lösen sie durch Hydrolyse die Bindungen zwischen ihren Aminosäuren auf
[14] Zoosporangium: Sporangium mit Zoosporen
[15] Flagellat: Begeißelter, einzelliger Organismus; oder als Eigenschaft: mit Geißel versehen
Eingestellt am 15. März 2025
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Batrachochytrium dendrobatidis und B. salamandrivorans in Kultur
Morphologie der Arten von Batrachochytrium in vitro.
a) Kultur von Batrachochytrium dendrobatidis mit
zahlreichen reifen Sporangien (schwarzer Pfeil) die Zoosporen
enthalten, und leere Sporangien (weißer Pfeil);
b) In vitro zeichnet sich Batrachochytrium
salamandrivorans durch überwiegend monozentrische
Thalli (schwarzer Pfeil) aus, er hat wenige kolonienbildende
Thalli (weißer Pfeil) und eingekapselte Zoosporen mit
Keimschläuchen (Sterne); Maßstab 100 μm.
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Batrachochytrium_species,_morphology_in_culture.jpg
Autor: Amphibien-Chytridiomykose: eine Übersicht mit Schwerpunkt auf Pilz-Wirt-Interaktionen . In: Veterinary Research 2015; Bd. 46, Nr. 137, doi:10.1186/s13567-015-0266-0
Lizenz: Commons Attribution 4.0 International; unverändert
Eingestellt am 15. März 2025
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Chytridiomykose bei Atelopus varius
Bauchseitige Haut des Hinterbeins von Atelopus varius aus dem westlichen Panama. Zwei Sporangien, im Stratum cornuum sichtbar, beinhalten zahleiche Zoosporen von Batrachochytrium sp. Jedes flaschenförmige Sporangium besitzt an der Hautoberfläche eine charakteristische Entlassungsröhre (Pfeil). Zoosporen zeigen sich in den Entlassungsröhren der beiden Sporangien. Bei dieser akuten Infektion fällt keine ausgeprägte Keratose auf. Gewebe wurde in neutal-gepuffertem 10% Formalin fixiert, in Paraffin eingebettet, 6 µm dick geschnitten und mit Hämatoxylin und Eosin gefärbt. Messtrich entspricht 35 µm.
Autoren: Peter Daszak, Lee Berger, Andrew A. Cunningham, Alex D. Hyatt, D. Earl Green, and Rick Speare
Lizenz: Gemeinfrei; unverändert
Eingestellt am 15. März 2025
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Chytridiales, Töpfchenpilze i.e.S.
5 Weltweit bedroht (AP)
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Südafrikanische Xenopus[1]-Arten,
Wie der Glattklauenfrosch[2],
Arrangieren sich – wie lange wohl schon? – mit Batrachochytrium[3],
Gaben ihm Platz in der Haut,
Hielten erfolgreich ihn im Zaum
Als er von Federn und Klauen,
Im Boden hochwertige Nahrung ihm gebend,
Auf des Froschs Keratin[4] übersprang.
.
Unbekannt bleibt,
Bevor er gesetzte Grenzen erkannte und,
Domestiziert, sich mit knappen Ressourcen[7] beschied.
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Reisen nicht selten rund um die Welt.
Der Glattklauenfrosch, ein Zierstück unter Amphibien[10],
Trug den Schmarotzer kontinente- und länderweit.
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Kontakt mit heimischen Fröschen,
Brachten Batrachochytrium in unabgehärtete Populationen,
Durchseuchte als Neomycot[11]
Alteingesess‘ne Amphibienfaunen, sorgten für vielfachen Tod.
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Anfällige Frösche tötet er gern.
Gestresst von der Hochlagen Temperaturen,
Des Winters Kälte während der Hibernation[12],
Von der Sonne ungewöhnlicher Hitze,
Leidet der Frösche Widerstandskraft;
Sterben folglich dahin.
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Mit Hilfe von Xenopus laevis[13],
Der Mensch trägt bedeutende Schuld daran,
Wirkt Batrachochytrium als Mittel der Evolution,
Schwächt Populationen, verantwortet anderer Extinktion[14].
Der Spitzmäulige Tagfrosch[15] war wohl der erste,
Der von der Erde durch diesen Pilz verschwand.
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Fußnoten
[1] Xenopus: Krallenfrösche (Pipidae; nicht separat behandelt – Anura – Batrachia - Lissamphibia – Amphibia –…)
[2] Glattklauenfrosch: Xenopus laevis (Pipidae; nicht separat behandelt – Anura – Batrachia – Lissamphibia – Amphibia –…)
[3] Batrachochytrium dendrobatides: Chytridpilz (Chytridiales – Chytridiomycotina – Chytridiomycota – Begeißelte Chitinpilze – Fungi –…); auch in der separaten Ordnung Rhizophydiales geführt.
[4] Keratin: Sammelbegriff für verschiedene wasserunlösliche Faserproteine, die von Tieren gebildet werden und Hornsubstanz charakterisieren; entsprechend ihrer molekularen Konformation, als α-Helix oder β-Faltblatt unterscheidet man α- und β-Keratin; zu Büdeln treten in hierarchischer Ordnung mehrere Fibrillen zu Fasern zusammen und sind umso steifer, je stärker ihre Komponenten durch Disulfidbrücken der Aminosäure Cystein quervernetzt sind
[5] Schmarotzer, Parasit: Ein Organismus lebt auf Kosten eines anderen
[6] Population: Eine Gemeinschaft von Tieren, Pflanzen oder Pilzen, etc., deren Glieder in kompatibler sexueller Beziehung leben.
[7] Ressourcen: Natürlich vorhandene Bestände von etwas, was zum Fortkommen, zum Leben, benötigt wird
[8] Frösche: Anura (Batrachia – Lissamphibia – Amphibia – Tetrapoda – Rhipidistia –…)
[9] Terrarianer: Terrarienfreunde
[10] Amphibien: Amphibia (Tetrapoda – Rhipidistia – Sarcopterygii – Osteognathostomata – Gnathostomata –…)
[11] Neomycot: Unter Neomycoten werden Pilze verstanden, die bewusst oder unbewusst vom Menschen in Gebiete eingeführt wurden, in denen sie natürlicherweise zuvor nicht vorkamen
[12] Hibernation: Winterschlaf
[13] Xenopus laevis: Glatter Krallenfrosch (Pipidae; nicht separat behandelt – Anura – Batrachia - Lissamphibia – Amphibia –…)
[14] Extinktion: Aussterben
[15] Spitzmäuliger Tagfrosch: Wissenschaftlicher Name nicht mehr nachvollziehbar
Eingestellt am 15. März 2025
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Chytridiales, Töpfchenpilze i.e.S.
6 Nicht nur aggressiv
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Lebende Wirte wehren sich tapfer gegen einen Aggressor!
Zigmillionen Jahre lange Erfahrung
Lehrte sie, Parasiten[1] vor Ort zu bekämpfen,
Bevor sie dann doch Zutritt erzwingen.
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Denn auch Schmarotzer finden oft Wege,
Abwehrmittel gekonnt zu umgehen!
Ein Wechselspiel beider[2] Ideen und Kräfte
Entscheidet über Verlust und Gewinn.
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Erste Versuche, lebende Zellen als Nahrung zu wählen,
Scheiterten sicherlich kläglich,
Zwangen Aggressoren,
Weiter mit Toten, vielleicht mit erheblich Geschwächten, sich zu begnügen.
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Saprotrophe[3] Verwandte der Chytridiales
Verspürten der Evolution begnügsames Wirken
Oft im Verborgenen, im Übergang zwischen Wasser und Land:
Lebten von allerlei Resten friedlich und gut.
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Auch heute bescheiden sich viele der Arten,
Nehmen Rücksicht, obgleich sehnsüchtig schielend danach,
Auf lebende Pflanzen,
Warten aber, was ihnen der Tod alles beschert. –
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Auch sie begannen mit rhizoidtragenden[4] Blasen,
Lebten als Holokarpe[5] für nur geringere Zeit,
Erkannten den Vorteil der Eukarpie[6]
Bauten am Ende den Thallus[7] noch aus zur Polykarpie [8]
.
Fußnoten
[1] Parasit, Schmarotzer: Ein Organismus lebt auf Kosten eines anderen.
[2] Parasit und Wirt
[3] Saprotroph: Nur von toter organischer Masse lebend
[4] Rhizoide: Fadenartige, wurzelähnliche, trichale oder unseptierte Auswüchse zum Festheften von Thallophyten
[5] Holokarp (Chytridiomycota): Für die Fortpflanzung wird der ganze Körperinhalt aufgebraucht, somit kann sich diese Einheit nur einmal vermehren.
[6] Eukarp (Chytridiomycota): Bei dieser Art Fortpflanzung bleiben Teile des Protoplasten, sie werden abgegrenzt, zurück, wovon der Pilz erneut auswachsen und neue Fortpflanzungseinheiten bilden kann
[7] Thallus: Pflanzenköper, der nicht in Spross, Blatt und Wurzel gegliedert ist
[8] Polykarp (Chytridiomycota): Bei dieser Art Fortpflanzung werden, von einer Spore ausgehend, mehrere Zoosporangien ausgebildet
Eingestellt am 15. März 2015
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Chytridiales, Töpfchenpilze i.e.S.
7 Zwischengedanken (HP)
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Einen runden Porus mit Deckel zu bilden,
Wie bei manchen Töpfchenpilzen der Fall,
Benötigt sicherlich viele Versuche,
Zeit, welche die Evolution wohl in Menge besitzt.
Auch Pezizomycetes[1], die fernen Verwandten
Verschließen Behälter mit einem Cap. –
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Zu Anfang war ein unpräformiertes Öffnen wohl Mode,
Dem Zoosporenbehälter[2] ein wichtiges Ziel.
Warum ein Porus zum Sporen Freisetzen geeigneter sei,
Braucht Hypothesen und dann fundierten Beweis.
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Ein Porus, nicht größer als eines Schwärmers[3] mittlerer Bauch,
Verhülfe Zoosporen zu katapultähnlichem Start,
Wenn sie den Porus anfangs verlegten und
Überdruck im Sporangium[4] herrscht.
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Jegliches Protoplasma[5] der Blase
Wird zwar zur Bildung von Sporen[6] verbraucht,
Als Reste vielleicht noch vorhanden,
Oder als Flagellatenprodukt,
Könnten den Druck Innern erhöhen.
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Was wäre der Vorteil dieser Methode?
Ein passiver Antrieb brächte die Sporen auf Trab,
Weg vom Zentrum verbrauchter Ressourcen;
Ein Beweis steht freilich immer noch aus.
Und ein Deckel, was soll er letztlich bewirken?
Einen größeres Loch, das Mengen Flagellaten in kürzester Zeit zu schwärmen erlaubt? –
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Gälte als fortpflanzungssichernde Neuheit der Evolution;
Gameten[11] aber, in Mengen geformt, müssen einander erst finden,
Vielleicht durch Signalpheromone[12] gelenkt.
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Gezieltes Suchen durch Rhizoide[13],
Verhinderte mancher Gameten verpasstes Rendezvous,
Garantierte erhöhte Nachkommensrate
Sowie Neukombination genetischer Fracht.
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Doch der Töpfchenpilze Gameten warten auf solche durchgehenden Neuerungen,
Die ihnen Vorteile hätten verschafft.
Ihre nahen Verwandten aber aus der Chytridiomycota-Sippe
Preschten mit neuen Ideen voran.
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Fußnoten
[1] Pezizomycetes: Operculate Schlauchpilze (Pezizomycotina – Ascomycota – Dikaryota – Unbegeißelte Chitinpilze – Fungi –…)
[2] Zoosporangium: Sporangium für Zoosporen
[3] Flagellat: Begeißelter, einzelliger Organismus; oder als Eigenschaft: mit Geißel versehen
[4] Zoosporangium
[5] Protoplast, Protoplasma: Gesamter Inhalt einer Zelle
[6] Zoospore: Mitotisch entstandene, einzellige, eigenbewegliche Verbreitungseinheit
[7] Osmose: Osmose ist die Diffusion eines Lösungsmittels (z. B. Wasser) durch eine für eine bestimmte Substanz nur in einer Richtung durchlässige Membran. Ziel der Diffusion des Wassers ist es, einen Konzentrationsausgleich zwischen den beiden durch die Membran getrennten Räume zu erreichen. Ist z. B. die Zuckerkonzentration innerhalb einer Zelle höher als außen, so wird so lange Wasser in die Zelle aufgenommen, bis es zu einem Konzentrationsausgleich kommt. Ist die Zuckerkonzentration innerhalb der Zelle niedriger, so wird Wasser nach außen entweichen. Als Folge würde sich im ersten Fall die Zelle ständig vergrößern, bis sie unter Umständen sogar platzt, im zweiten Fall würde sie kollabieren. Das Zerplatzen kann durch eine widerstanderzeugende Zellwand verhindert werden.
[8] Zucker: Kohlenstoffverbindungen mit einem doppelbindigen Sauerstoff [–C=O] am Ende der Kette, wenn in offener Form dargestellt, oder als Ringform mit einem einfachgebundenen Sauerstoff im Ring, und einer oder mehreren [–OH]-Gruppen; Summenformel meist [Cn(H2O)n]
[9] Zygote: Diploide Zelle, die nach der Verschmelzung zweier haploider Kerne im Zuge der sexuellen Fortpflanzung entstand
[10] Wie von Polyphagus unternommen
[11] Gameten: Für sexuelle Fortpflanzung vorgesehene haploide Zellen
[12] Pheromone: Von Organismen produzierter und abgesonderter (Duft)stoff, der Stoffwechsel und Verhalten anderer Individuen der gleichen Art beeinflusst
[13] Rhizoide: Fadenartige, wurzelähnliche, trichale oder unseptierte Auswüchse zum Festheften von Thallophyten
Eingestellt am 15. März 2025
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Dikarya, Zweikernpilze
1 Auf dem Weg
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Mit Hyphen[1] durchzogen sie, wie die Vorfahren schon,
Was ihnen Nahrung versprach;
Doch per Zufall, ohne Sinn für ein Ziel,
Wuchsen sie auf und davon, irgendwohin.
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Wie oft schon verloren sie jegliche Spur,
Nachdem sie, was sie durchzogen,
Weil die Quelle erschöpft, wieder verließen und
Organische Leere rundherum nur war.
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Doch die führende Spitze[2] sorgte vor!
Sie trug Verantwortung für ein erstes Erkunden,
Nach hinten zu geben Befehl,
Wenn günstig die Lage, weitere Hyphen
Zur Verstärkung zu fordern, und, wenn erschöpft die Ressourcen[3],
Zu signalisieren, hier lohnt sich der Einsatz nicht mehr.
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Sie selbst wächst, auf Besserung hoffend, immer noch weiter,
Braucht freilich, findet doch momentan sie nichts mehr,
Unterstützung für Wachstum von hinten.
Hofft nicht vergeblich, denn Nachschub kommt prompt.
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Minikanäle[6] halten sie offen für Austausch von Zelle zu Zelle,
Für Signale nach hinten.
In beiderlei Richtung läuft der Transport.
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Jede Zelle wirkt zwar als eigener Herr,
Doch, weil vollkommen identisch
– Denn alle gingen durch ständiges Teilen auf eine erste zurück –
Fällt zu koordinieren ihnen nicht schwer.
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Fußnoten
[1] Hyphen: Einzellreihige, zellwandumgebene Fäden von Pilzen mit Spitzenwachstum, mit oder ohne Querwände
[2] Hyphenspitze
[3] Ressourcen: Natürlich vorhandene Bestände von etwas, was zum Fortkommen, zum Leben, benötigt wird
[4] Trichal (Algen, Pilze, u.a.): Gebaut aus einzellreihigem Faden, wobei jede Zelle funktionell nur einen Zellkern besitzt, n, 2n (oder n+n, Dikaryon, bei Pezizomycotina und Agaricomycotina)
[5] Hyphen
[6] Querwandporen, Septenporen: Septen, Querwände, von Hyphen (auch Trichome von Rotalgen) sind meist mit einem Porus versehen, der benachbarte Zellen miteinander verbindet. Meist aber sind diese Öffnungen sekundär wieder verschlossen. Diese Verschlüsse sind geeignet, Verwandtschaften zu erkennen.
Eingestellt am 15. März 2025
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Dikarya, Zweikernpilze
2 Ohne Nachkommen kein wirkliches Leben (HP, SP)
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Ihrer Hyphen[1] Inter-Kommunikation schaffen sie
Wie ihre Verwandten, durch einfache Brücken:
Über Anastomosen[2] tauschen sie Wichtiges aus,
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Manchmal, die Umstände kennen wir nicht,
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Weil größer[14], wächst auch des Kerns Bedürfnis für Raum,
Übernimmt – warum auch nicht? –
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Teilen sie, einen Schritt mehr, entlang Chromatiden[25]
Zu vier haploiden[26] Kernen den vormals einzigen diploiden Kern;
Um ihrer Kerne Zahl zu vermehren[27],
Schlagen mitotisch[28] womöglich noch einmal sie zu:
Acht genügen den meisten, manchen nur vier, oder formen noch mehr.
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Im Innern der Blase teilen sie jedem der Kerne
Eine Portion Protoplasma zu[29],
Um nach Öffnen der Blase sie zu verstreu‘n.
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Viele wollen solche Behälter behalten,
Treiben nach außen Ellipsoide für je einen Kern[32],
Um Sporen ein- oder mehrfach zu bilden[33],
Vielleicht für Hyphen jeweils zum Start.
.
Fußnoten
[1] Hyphen: Einzellreihige, zellwandumgebene Fäden von Pilzen mit Spitzenwachstum, mit oder ohne Querwände
[2] Anastomosen: Stellen sekundär miteinander verbundener Röhren oder hohler Trichome
[3] Glycogen: Ein hochverzweigtes Polysaccharid aus meist α-1,4 verknüpfter Glucose (mitunter α-1,6 am freien [–CH2OH] des Glucoserings); Speicherprodukt von Tieren, Pilzen und Bakterien
[4] Lipide (Fettes Öl): Ein Triglycerid aus Glycerin (mit drei [–OH]-Gruppen) und drei Fettsäuren, die als Fettsäurereste unter Wasserabspaltung ans Glycerin gebunden und eine Bindungsgruppe –C–O–(C=O)– ergeben
[5] Nährionen: Ionen, die für die Ernährung von Organismen von Bedeutung sind
[6] Zellkern: Chromosomen einschließendes, cisternenumgebenes Organell der Eukarya, in dem u. a. im Zuge der Mitose, auch der Meiose, die Verdopplung der Chromosomen stattfindet
[7] Dikaryon, dikaryotisch: Zwei konträrgeschlechtliche haploide (n) Kerne [werden als (+)- und (–)-Kerne oder als α- und β-Kerne bezeichnet; unterscheiden sich ihre Behälter in Größe oder die Dikaryen bildenden Kerne in der Wanderungsrichtung, kann auch von männlichen (wandern zu ihren Partnern, die stationär bleiben) und weiblichen Kernen gesprochen werden], bilden funktionell eine Einheit (n+n), ohne miteinander zum diploiden Kern (2n) verschmolzen (K!) zu sein; sie teilen sich mitotisch synchron, um damit zwei Dikaryen zu bilden, sich zu verdoppeln. Im Entwicklungskreislauf erfolgt zwar zunächst die Plasmogamie (P!), doch die Karyogamie (K!) zum diploiden (2n) Kern wird erst kurz vor der Meiose (R!) vollzogen. Man spricht hier auch von verzögerter Karyogamie. Dikaryen treten bei Taphrinomycotina, Pezizomycotina, Pucciniomycotina, Ustilaginomycotina und Agaricomycotina auf.
[8] Schon bei Olpidium brassicae, eine Art der Chytridiomycota ließ sich erkennen, dass ein kompatibles Kernpaar nach Plasmogamie nicht sofort zum diploiden Zellkern verschmolz, sondern getrennt noch eine Weile (im zweigeißligen Zustand) vorlag.
[9] Zygote: Diploide Zelle, die nach der Verschmelzung zweier haploider Kerne im Zuge der sexuellen Fortpflanzung entstand
[10] Die beiden aufeinanderzuwachsenden, dann sich treffenden Papillen, die normalerweise einer Anastomosenbildung vorausgehen, können hier als kaum differenzierte Zygophoren betrachtet werden
[11] Diploid: Zellkerne mit doppeltem Satz zusammenpassender, homologer Chromosomen; ausgedrückt mit 2n
[12] Karyogamie: Verschmelzung zweier haploider Zellkerne; abgekürzt K!
[13] Dieses Gesätz formuliert eine Hypothese
[14] Weil diploid
[15] Protoplast, Protoplasma: Gesamter Inhalt einer Zelle
[16] Zellorganell (Organell): Zellorganelle treten nur bei Eukarya auf; sie sind durch Membranen oder flache Cisternen vom Cytoplasma abgegrenzt.
[17] Anastomose
[18] Vergrößerte Zygote
[19] Mikrotubuli: Röhrenförmige Proteinkomplexe innerhalb eukaryotischer Zellen und in Geißeln; Hohlröhren aufgebaut aus den Dimeren α- und β-Tubulinen; funktionieren bei vielen wesentlichen zellulären Prozessen, einschließlich Mitose und Meiose. Mikrotubuli sind gerichtete Strukturen, deren Enden wegen ihrer Polymerisationsrichtung mit plus und minus bezeichnet werden; das α-Tubulin-Ende wird minus-Ende genannt, das β-Tubulin plus-Ende; bilden die Grundlage für das Cytoskelett und spielen eine wichtige Rolle in der Ausbildung der Kernteilungsspindel und im Vesikeltransport.
[20] Spindelpolkörper als Mikrotubuliorganisationszentrum: Elektronendichte Körper besonderen Baus, dienen bei Rhodophyta und Unbegeißelten Chitinpilzen der Kernteilung; an ihnen setzt die Kernteilungsspindel an, um Chromosomen in die Tochterkerne zu ziehen
[21] Ohne Centromere an ihren Flanken
[22] Chromosom: Genetische Informationseinheit aus unterschiedlichen Mengen DNA (oder selten RNA bei Viren) diverser Basensequenzen
[23] Homologe Chromosomen: Gleichartige, von zwei Partnern stammende Chromosomen, die sich hinsichtlich Form, Struktur und Abfolge der Genorte genau entsprechen.
[24] An gegenüberliegende Positionen
[25] Chromatid: Einer der beiden identischen Teile, in die ein Chromosom schon während der ersten meiotischen Teilung oder in der mitotischen Prophase dupliziert wird und (am Centromer) noch zusammenhängen
[26] Haploid: Zellkerne mit einfachem Chromosomensatz; ausgedrückt als n
[27] Meiose, meiotisch: Meiose dient der Reduktion eines diploiden Chromosomensatzes zu haploiden Sätzen. Dabei werden einander entsprechende Chromosomen, im Kern sich dann mittig in einer Ebene gegenüberstehend, gepaart und anschließend in entgegengesetzter Richtung („polwärts“) separiert. Dieser Vorgang wird auch als Reduktionsteilung (oft abgekürzt als R! und zugleich stellvertretend für die ganze Meiose verwendet) bezeichnet. Da die voneinander getrennten haploiden Chromosomen schon verdoppelt sind, schließt sich an die Reduktionsteilung noch eine mitotische Teilung an, so dass vier haploide Kerne in letztlich vier Zellen liegen.
[28] Mitose, mitotisch: Im Kern mittig in einer Ebene versammelte Chromosomen bildeten je zwei identische Chromatiden, die bei der Mitose durch Mikrotubuli separiert werden und, von einer Zellwand getrennt, als identische Chromosomensätze der entstanden Zellen wirken
[29] Freie Zellbildung (Ascomycota; keine Zellzerklüftung!): Dabei werden, auf unterschiedliche Weisen beginnend, um den Zellkern mit Zellmembransystemen Protoplasmaportionen des Sporangiums herausgeschnitten; da dies um jeden Zellkern individuell geschieht, bleiben zwischen den separierten Portionen noch Protoplasmareste erhalten, die bei der Sporenbefreiung eine osmotisch wirkende Rolle innehaben.
[30] Aplanosporen: Nichteigenbewegliche, geißellose Sporen
[31] Endosporen (allgemein): Sporen, die in einem Behälter gebildet werden
[32] Exosporen: Sporen, die nach außen gebildet werden
[33] Hefen i.w.S.: Von Fungi (Echten Pilzen) durch Knospung gebildete Einzelzellen unterschiedlichster Form; Knospungsstellen sind als Narben in der Zellwand erkennbar; im weiten Sinne können sie von Ascomycota (Schlauchpilzen) wie von Basidiomycota (Ständerpilzen) gebildet werden; als Hefen in engerem Sinne werden jene der Ascomycota bezeichnet
Eingestellt am 15. März 2025
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Dikarya, Zweikernpilze
3 Womit sie sonst noch spielen
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Den zellenverknüpfenden Poren[1]
Gilt ihr spezielles Interesse,
Kontrollieren doch diese Wesen und Menge der Information,
Der Waren Zugang und des Verbrauchs.
.
Zweischichtig verharren in einer Gruppe der Hyphen[2] Wände,
Bei anderen werden sie lamelliert, bisweilen bedeutend imprägniert,
Gestalten zur Umwelt die lebenserhaltenden Grenzen,
Stellen zum eigenen Vorteil rigiden Substraten[3] sich in den Weg.
Begnügen mit Totem sich[4], mit verblichenen Wesen,
.
Der Spindelpolkörper[7] Gestalt und Duplikation,
Der Kernteilungstubuli[11] Menge, ihr Anheftungsort,
Sind nicht entschieden noch, bleiben im offenen Spiel.
.
Oft ernähren sie sich von Zuckersubstanzen[12].
Hyphen helfen recht wenig dabei,
Denn als Tröpfchen, als
Hauchdünne Schichten liegen mitunter sie vor;
Zu schnell eilten sie über den Tropfen hinaus,
Ohne ausführlich zu nutzen das Angebot.
.
Lassen Hyphen an Septen[13] zerfallen,
Oder finden andere Wege zu einzelnen, kleineren Zellen,
Den leckeren Tropfen damit zu besiedeln;
Falls Arthropoden[14] naschen daran, verbreiten sie,
An Mundwerkzeuge geklebt,
Entstandene Zellen zu zuckerhaltigen anderen Stellen.
.
An winzigem Ort nur wird die Wandung der Hyphe erweicht:
Eine Beule zum Ellipsoid, zur Kugel, sich dehnend,
Schnürt sich, lediglich ausdünnend an sich der Hyphe Wandung,
Und mit einzelnem Zellkern bestückt,
– Von der bildenden Zelle vorausschauend mitotisch geteilt –
Schnürt sich von ihrer Mutterzelle vollkommen ab.
.
Sie selbst übernehmen das Teilungsprinzip,
Knospen laufend, bei guter Ernährung
Gleichgestaltete Einheiten ab:
Besiedeln den Tropfen als Hefen[15].
.
Fußnoten
[1] Querwandporen, Septenporen: Septen, Querwände, von Hyphen (auch Trichome von Rotalgen) sind meist mit einem Porus versehen, der benachbarte Zellen miteinander verbindet. Meist aber sind diese Öffnungen sekundär wieder verschlossen. Diese Verschlüsse sind geeignet, Verwandtschaften zu erkennen.
[2] Hyphen: Einzellreihige, zellwandumgebene Fäden von Pilzen mit Spitzenwachstum, mit oder ohne Querwände
[3] Substrat: Allgemeine Bezeichnung für feste, unterstützende, tragende oder nährende Substanz
[4] Saprotroph: Nur von toter organischer Masse lebend
[5] Exoenzyme (Pilze): Von Pilzen durch die Zellwand ausgeschiedene Enzyme, die extrahyphal Substanzen in „mundgerechte“ Portionen, kleinere Moleküle, zerlegen, die dann durch die Zellwand aufgenommen werden.
[6] Parasitisch, parasitär: Schmarotzend leben auf Kosten lebender Organismen
[7] Spindelpolkörper als Mikrotubuliorganisationszentrum: Elektronendichte Körper besonderen Baus, dienen bei Rhodophyta und Unbegeißelten Chitinpilzen der Kernteilung; an ihnen setzt die Kernteilungsspindel an, um Chromosomen in die Tochterkerne zu ziehen
[8] Chromosom: Genetische Informationseinheit aus unterschiedlichen Mengen DNA (oder selten RNA bei Viren) diverser Basensequenzen
[9] Mitose, mitotisch: Im Kern mittig in einer Ebene versammelte Chromosomen bildeten je zwei identische Chromatiden, die bei der Mitose durch Mikrotubuli separiert werden und, von einer Zellwand getrennt, als identische Chromosomensätze der entstanden Zellen wirken
[10] Meiose, meiotisch: Meiose dient der Reduktion eines diploiden Chromosomensatzes zu haploiden Sätzen. Dabei werden einander entsprechende Chromosomen, im Kern sich dann mittig in einer Ebene gegenüberstehend, gepaart und anschließend in entgegengesetzter Richtung („polwärts“) separiert. Dieser Vorgang wird auch als Reduktionsteilung (oft abgekürzt als R! und zugleich stellvertretend für die ganze Meiose verwendet) bezeichnet. Da die voneinander getrennten haploiden Chromosomen schon verdoppelt sind, schließt sich an die Reduktionsteilung noch eine mitotische Teilung an, so dass vier haploide Kerne in letztlich vier Zellen liegen.
[11] Kernteilungstubuli: Chromosomen und Chromatiden separierende Mikrotubuli
[12] Zucker: Kohlenstoffverbindungen mit einem doppelbindigen Sauerstoff [–C=O] am Ende der Kette, wenn in offener Form dargestellt, oder als Ringform mit einem einfachgebundenen Sauerstoff im Ring, und einer oder mehreren [–OH]-Gruppen; Summenformel meist [Cn(H2O)n]
[13] Septum (Algen, Pilze): Querwand eines einzellreihigen Fadens, eines Trichoms, eines Zellausläufers, einer Hyphe
[14] Arthropoda: Gliederfüßer (Panarthropoda – Ecdysozoa – Protostomia – Bilateria – Animalia –…)
[15] Hefen i.w.S.: Von Fungi (Echten Pilzen) durch Knospung gebildete Einzelzellen unterschiedlichster Form; Knospungsstellen sind als Narben in der Zellwand erkennbar; im weiten Sinne können sie von Ascomycota (Schlauchpilzen) wie von Basidiomycota (Ständerpilzen) gebildet werden; als Hefen in engerem Sinne werden jene der Ascomycota bezeichnet
Eingestellt am 15. März 2025
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Dimargaritales
1 Ganz schön unverschämt (AP)
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Fast schon stolz steh'n die Hyphen[1], Köpfchen nach oben gedreht,
Senkrecht aus fremder Hyphen Geflecht[2];
Entwenden sie anderer emsiger Arbeiten Lohn.
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Dringen sie ein in Mucor[7] und in Verwandte,
Zerlegen, saugen, brauchbaren Inhalt heraus,
.
Erhobenen Hauptes, mit kürzeren Zellen büschlig behaart,
Den Winden entgegen,
Hoffen auf Treffer der maßlosen Saat.
.
Besonderen Sexappeal zeigen sie nicht,
Nur undifferenziert wachsen die Hyphen den Partnern entgegen;
Gametangien[12], kaum um ihr Ausseh'n bemüht,
Ummanteln die blässliche Dauerzygote[13].
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Zu Lieblingen der Evolution zählen sie kaum.
Zu ausgespitzt, und doch wieder nicht,
Erweist sich ihr Lebensgehabe,
Um Ahnen vieler Arten zu sein.SL
.
Fußnoten
[1] Hyphen: Einzellreihige, zellwandumgebene Fäden von Pilzen mit Spitzenwachstum, mit oder ohne Querwände
[2] Mycel: Gesamtheit dicht oft wachender Hyphen
[3] Hyphen
[4] Hyphen
[5] Haustorien, Senker (Pilze): Spezielle seitliche Ausstülpungen von Hyphen, die in Zellen fremder Organismen eindringen, dabei aber nicht direkten Kontakt zum Protoplasten bekommen, bleibt doch die Zellmembran der Wirtszellen erhalten; sie vergrößert sich hingegen, um den voluminöser werdenden Eindringling zu umhüllen, es werden zudem Zellwandmoleküle des Wirts dazwischen abgelagert, die allerdings unter dem Einfluss des Parasiten dünnschichtig bleiben und sich nicht, wie für eine Zellwand typisch wäre, geregelt ordnen. Über diese Haustorien werden Substanzen dem Protoplasten entnommen.
[6] Zellwand: Eine aus Polymeren aufgebaute Hülle, die Zellen von Pflanzen, Bakterien, Pilzen, Algen und Archäen umgibt
[7] Mucor: Köpfchenschimmel (Mucorales; nicht separat behandelt – Mucoromycetes – Zygomycota – Multikarya – Geißellose Chitinpilze –…)
[8] Schmarotzer, Parasit: Ein Organismus lebt auf Kosten eines anderen
[9] Wirt (Parasiten): Opfer eines Parasiten
[10] Merosporangium: Zylindrische Sporangiole
[11] Zweisporig
[12] Gametangien: Behälter für Gameten; oder für Zellkerne, die, ohne Gameten zu bilden, dazu bestimmt sind, früher oder später über Karyogamie der sexuellen Fortpflanzung zu dienen
[13] Dauerzygote: Zygote, die der Überdauerung dient, meist gekennzeichnet durch dicke, widerstandsfähige, oft auch dunkle Wand, gelegentlich mit Oberflächenstrukturen
SL Benjamin RK (1959) The merosporangiferous Mucorales. Aliso 4: 321-433
Eingestellt am 15. März 2025
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Tieghemiomyces californicus
Habitusskizze mit Hauptmerkmalen der Sporangienträger; X 30. – b-c. Unreife und reife Haustorien; X 1080. – d. Basis des Sporangienträgerstiels; X 495. – e. Terminalbereich eines jungen Sporophors mit Ursprung der Seitenzweige; X 300. – f. Terminalbereich des Sporophors mit Anordnung des sich entwickelnden fertilen Zweigsystems; X 485. – g. Ursprung und Anordnung eines sporangiolenbildenden Ästchens; X 750. – h. Ursprung der Merosporangien an fertilen Zellen eines jungen sporangiolenbildenden Ästchens; X 1860. – i-k. Anordnung von Merosporanien an drei reifen sporangiolenbildenden Ästchen; X 1860. – l. Reife Sporen; X 1860. – m. Reife Dauerzygote im optischen Schnitt mit Ursprung; X 400. [zu den Vergrößerungsangaben: Diese Zahlen beziehen sich auf eine etwa DIN A5 Seite]
Aus Zycha et al. (1969), Seite 297, Abb. 148; mit Genehmigung des Verlags, www.borntraeger-cramer.de; und Benjamin (1959), Seite 71, Legende.
Eingestellt am 15. März 2025
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Diversisporales, Unterscheidlichsporer
1 Von Riesen und Schilden
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Fünf- bis zehnmal so groß
Und dies seit devonischen[3] Zeiten sogar,
– Zu welcher Ordnung sie Forscher auch stellten –
Gelten Gigasporaceen[4], wie schon der Name verrät,
Als Riesen ihrer gesamten Verwandtschaft.
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Vielleicht liegt es an der seitlichen Blase,
Größere Azygosporen[7] für ihre Zukunft zu formen,
Die ihren Verwandten als riesige Bälle
Wohl sie unterstützend, entsprießen.
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Gigaspora[10], der einfache Riese,
Umgeben von inneren Schichten der Wand,
Nach außen, löst die begrenzenden äußeren Lagen
Mit Hyphe und
– Signale der nahenden Wurzel verkünden ihr dies –
Versucht sie die alles ihr Bietende möglichst umgehend zu treffen.
Nur so kommt es rasch zum Erfolg.
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Genügend Reserven hortet sie dafür in ihrer Spore,
Ihr Glück um bei Fehlschlag es neu zu versuchen!
Denn Hyphenstückchen, alt, noch mit Reserven gefüllt,
Helfen ihr, wie Glomus[13] dies glückt, überhaupt nicht.
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Vesikel[14], als Zwischenspeicher in Wurzeln, benötigt Gigaspora sicherlich nicht,
Denn groß genug sind die Sporen,
Alle Reserven, von Pflanzen zum Vorrat genommen,
Darin für baldige Treffen mit Wurzeln zu sichern.
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Doch was führt sie mit den Helferzellen[15],
– Im Boden als kleine, meist rundliche Bläschen liegend,
Nach außen zu mit spitzen Kegeln bewehrt – im Sinn?
Ohne damit, zu klein gestaltet sind sie dafür,
Reserven zu speichern,
Von denen nicht einmal Spuren jemand geseh'n.
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Auch Scutellospora[16], die Schwester,
Führt sie[17] als Erkennungszeichen mit sich.
Deren Ornament aber wirkt friedlicher:
Nur Pusteln formt sie. Wozu?
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Einen Schild schiebt Scutellospora, großflächig, rund,
Einer kleinen Beule der inneren Wandschicht entspringend,
Nach allen Seiten zur flächigen Rundung verbreitert,
Unter der äußeren Wandung entlang.
Zu fest scheint diese für das Durchdringen mit Hyphen:
Eine Hyphe, abgeflacht, verzweigt sie mehrfach eng dichotom[18],
Was nach außen schon wollte;
Flachgedrückt bleiben die Enden, wie zierlicher Schmuck,
Zwischen Außen- und Innenwand liegen;
Doch Keimporen[19] vergessen sie nicht. –
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Erstaunlich, wie lang der Riesensporer Verwandtschaft[20] schon lebt;
Denn in ältesten Silikatsinterschichten[21], die derzeit bekannt auf der Welt,
Liegen als Zeugen silurisch[22]-devonischer Zeit Scutellosporen,
Genau so, wie die Gattung auch heute den Forscher entzückt.SL
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Fußnoten
[1] Chlamydosporer: Glomales (Glomeromycota – Multikarya – Unbegeißelte Chitinpilze – Fungi – Opisthokonta –…)
[2] Azygosporer: Eine verwandtschaftsübergreifende Bezeichnung für acaulosporoide Azygsporen bildende Arten; kommen in den Familien Acaulosporaceae (Diversisporales) und Archaeosporaceae (Archaeosporales) vor
[3] Devon-Zeit: vor etwa 416 – 359 Millionen Jahren
[4] Gigasporaceae; nicht separat behandelt: Riesensporige (Diversisporales – Glomeromycota – Multikarya – Unbegeißelte Chitinpilze – Fungi –…)
[5] Archaeosporaceae; nicht separat behandelt: Altsporige (Archaeosporales – Glomeromycota – Multikarya – Unbegeißelte Chitinpilze – Fungi –…)
[6] Acaulosporaceae; nicht separat behandelt: Ungestieltsporige (Diversisporales – Glomeromycota – Multikarya – Unbegeißelte Chitinpilze – Fungi –…)
[7] Azygospore: Strukturell einer Dauerzygote durch zygotenartige Merkmale ähnlich; Hinweise dazu geben suspensorähnliche Strukturen oder Reste, die als reduzierte Gametangien gedeutet werden können.
[8] Terminal: Am distalen, am entfernten Ende
[9] Suspensorartiger Auswuchs
[10] Gigaspora: Riesensporer (Gigasporaceae; nicht separat behandelt – Diversisporales – Glomeromycota – Multikarya – Unbegeißelte Chitinpilze –…)
[11] Keimen (allgemein): Ein kürzeres oder längeres Ruhestadium beenden, zu aktivem Leben wecken mit Entwicklung weiterführender Strukturen (Zoosporen, Gameten, Keimvesikel, Keimschlauch, Wurzeln, Spross, Blätter, etc.)
[12] Hyphen: Einzellreihige, zellwandumgebene Fäden von Pilzen mit Spitzenwachstum, mit oder ohne Querwände
[13] Glomus: Glomaceae; nicht separat behandelt (Glomales – Glomeromycota – Multikarya – Unbegeißelte Chitinpilze –…)
[14] Vesikel (Arbuskuläre Mykorrhiza): Reservestoff-, Lipidbehälter
[15] Auxiliarzellen, Helferzellen (Gigasporaceae): Gehäufte, miteinander (über Hyphen) verbundene, dünnwandige Zellen, ohne mikroskopisch erkennbaren Inhalt, mit kurzen Spitzen oder Beulen als Auswüchse; als Helferzellen werden sie bezeichnet, wird doch angenommen, für irgendetwas müssen sie doch gut sein; Hinweise darauf fehlen noch
[16] Scutellospora: Schildsporer (Gigasporaceae; nicht separat behandelt – Diversisporales – Glomeromycota – Multikarya – Unbegeißelte Chitinpilze –…)
[17] Auxiliarzellen
[18] Dichotom: gegabelt
[19] Keimporen: Vorgebildete Öffnungsstellen eines biologischen Ruhestadiums, um die Keimung zu erleichtern
[20] Riesensporige: Gigasporaceae; nicht separat behandelt (Diversisporales – Glomeromycota – Multikarya – Unbegeißelte Chitinpilze – Fungi –…)
[21] Silikatsinter: Silikatstein, der durch Ablagerung aus silikathaltigen Quellen oder schnell fließenden Gewässern entstanden ist
[22] Silur-Zeit: Vor etwa 444 – 416 Millionen Jahren
SL Dotzler N, Krings M, Taylor TN, Agerer R (2006) Germination shields in Scutellospora (Glomeromycota: Diversisporales, Gigasporaceae) from the 400 million‑year‑old Rhynie chert. Mycol Progress 5: 178‑184.
Eingestellt am 15. März 2025
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Charakeristika von Glomaceae und Gigasporaceae
Links oben: Auxiliarzellen von Scutellospora sp. (WVAFES, DIA 51)
Rechts oben: Keimschild von Scutellospora sp. (WVAFES, DIA 49)
Links unten: Glomus invermaium; deutliche, artcharakteristische Wandschichtung erkennbar (WVAFES, DIA 20)
Rechts unten: Scutellospora weresubeae; deutliche, artcharakteristische Wandschichtung erkennbar (WVAFES, DIA 57)
Einschub: Scutellospora sp. aus Rhynie-Chert; aufgetriebene Blase unterhalb der Azygospore, daran ein kleiner Auswuchs; beides als Gametangienreste interpretierbar (Nora Dotzler, Original)
Eingestellt am 15. März 2025
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Keimschild von Scutellospora (Tusche, Kreide; Reinhard Agerer)
Oben: Eine innere Schicht der Sporenwand (hellbraun) treibt eine Hyphe zwischen sich und die äußere Wand (dunkelbraun), die sie nicht durchbrechen kann, sondern sich deshalb, dichotom sich verzweigend, zwischen die beiden Schichten schiebt.
Mitte: Aufsicht auf einen jungen Keimschild; dichotome Verzweigung der Hyphe, wobei sich die Äste den Nachbarn anschmiegen und so die Dichotomie immer mehr verschoben wird. Im Zentrum liegt der Ausgangspunkt der sich zwischen die beiden Schichten schiebenden Hyphe.
Rechts: Rand eines fertigen Keimschilds mit unterschiedlich breiten und langen Loben; Keimporen sind angedeutet, durch die und die äußere Wand (dunkelbraun) sich die Keimhyphen schieben werden.
Eingestellt am 15. März 2025
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Entwicklungszyklus der Glomeromycota, gezeigt an Glomaceae und Gigasporaceae (ppt-generiert, Reinhard Agerer)
Eine siphonale (haploid-mehrkernige, septenlose) Hyphe penetriert eine Rhizodermiszelle, bildet dabei ein Appressorium, das Eindringen zu erleichtern. Eingedrungen in die Zelle, bildet die Hyphe Schlingen; davon ausgehend, besiedeln intrazellulär wachsende Hyphen Nachbarzellen.
In darunter liegenden Wurzelzellschichten bilden sich an inter- und intrazellulär wachsenden Hyphen Arbuskel als Haustorien in den Zellen; die Baum- oder Strauchform wird dabei deutlich; wie die Hyphen sind auch die Arbuskel septenlos und mit mehreren Kernen versehen. Gelegentlich entstehen auch schon arbuskelähnliche Strukturen an den Schlingen. Hier ist anzumerken, alle Ästchen, auch die dünnsten, sind noch vom Pflanzenplasmalemma überzogen, und somit aus dem eigentlichen Inneren der Zelle ferngehalten.
An den Hyphen entstehen (nicht bei Gigasporaceae) inter- oder intrazellulär mit großem Lipidtropfen gefüllten Vesikel. Auch sie besitzen mehrere Kerne.
Außerhalb der Wurzel bilden sich bei Glomaceae und anderen chlamydosporigen Familien, die dickwandigen, haploid-vielkernigen Chlamydosporen, als Überdauerungsorgane, die nach einer möglichen Ruhepause erneut Rhizodermiszellen kolonisieren; hier an der gleichen Wurzel dargestellt, doch werden meist naheliegende Wurzeln kolonisiert, denn die Ausbreitung des Pilzes in der Wurzel erfolgt vornehmlich durch sein Schritthalten mit dem Wachstum der Wurzel. Die violetten Pfeile deuten einen Nebenkreislauf an, der für Glomeromycota charakteristisch und auch die einzige Vermehrungsweise ist, da ihnen sexuelle Fortpflanzung generell fehlt.
Für Gigasporaceen gilt bis hierher der gleiche Verlauf des Entwicklungskreislaufes mit Ausnahme der Bildung von Vesikeln. Nur übernehmen hier Azygsoporen (wie auch bei allen anderen Glomeromycota, die Azygosporen bilden) die Kolonisation der Wurzel.
Anstelle der intraradikalen Vesikel werden von Gigasporaceae im Boden wurzelnah Auxiliarzellen gebildet; hier dargestellt an den Helferzellen von Scutellospora, die nur Pusteln an der Oberfläche besitzen und nicht spitze Kegel wie Gigaspora. Der gesamte Entwicklungszyklus läuft somit als haploider Nebenkreislauf ab; die dünne, violette Kreislinie deutet dies an.
[Auxiliarzellen nach: Franke T (2002) The myco-heterotrophic Voyria flavescens (Gentianaceae) and its associated fungus. Mycol. Progress 1 (4): 367 – 376.]
In den nachfolgenden sechs Abbildungen ist der Entwicklungszyklus einer Powerpoint-Präsentation ähnlich aufgebaut
Eingestellt am 15. März 2025
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Eine siphonale (haploid-mehrkernige, septenlose) Hyphe penetriert eine Rhizodermiszelle, bildet dabei ein Appressorium, das Eindringen zu erleichtern. Eingedrungen in die Zelle, bildet die Hyphe Schlingen; davon ausgehend, besiedeln intrazellulär wachsende Hyphen Nachbarzellen.
In darunter liegenden Wurzelzellschichten bilden sich an inter- und intrazellulär wachsenden Hyphen Arbuskel als Haustorien in den Zellen; die Baum- oder Strauchform wird dabei deutlich; wie die Hyphen sind auch die Arbuskel septenlos und mit mehreren Kernen versehen. Gelegentlich entstehen auch schon arbuskelähnliche Strukturen an den Schlingen. Hier ist anzumerken, alle Ästchen, auch die dünnsten, sind noch vom Pflanzenplasmalemma überzogen, und somit aus dem eigentlichen Inneren der Zelle ferngehalten.
An den Hyphen entstehen (nicht bei Gigasporaceae) inter- oder intrazellulär mit großem Lipidtropfen gefüllten Vesikel. Auch sie besitzen mehrere Kerne.
Außerhalb der Wurzel bilden sich bei Glomaceae und anderen chlamydosporigen Familien, die dickwandigen, haploid-vielkernigen Chlamydosporen, als Überdauerungsorgane, die nach einer möglichen Ruhepause erneut Rhizodermiszellen kolonisieren; hier an der gleichen Wurzel dargestellt, doch werden meist naheliegende Wurzeln kolonisiert, denn die Ausbreitung des Pilzes in der Wurzel erfolgt vornehmlich durch sein Schritthalten mit dem Wachstum der Wurzel. Die violetten Pfeile deuten einen Nebenkreislauf an, der für Glomeromycota charakteristisch und auch die einzige Vermehrungsweise ist, da ihnen sexuelle Fortpflanzung generell fehlt.
Für Gigasporaceen gilt bis hierher der gleiche Verlauf des Entwicklungskreislaufes mit Ausnahme der Bildung von Vesikeln. Nur übernehmen hier Azygsoporen (wie auch bei allen anderen Glomeromycota, die Azygosporen bilden) die Kolonisation der Wurzel.
Anstelle der intraradikalen Vesikel werden von Gigasporaceae im Boden wurzelnah Auxiliarzellen gebildet; hier dargestellt an den Helferzellen von Scutellospora, die nur Pusteln an der Oberfläche besitzen und nicht spitze Kegel wie Gigaspora. Der gesamte Entwicklungszyklus läuft somit als haploider Nebenkreislauf ab; die dünne, violette Kreislinie deutet dies an.
[Auxiliarzellen nach: Franke T (2002) The myco-heterotrophic Voyria flavescens (Gentianaceae) and its associated fungus. Mycol. Progress 1 (4): 367 – 376.]
Eingestellt am 15. März 2025
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