Einführung zum Gesamtstammbaum

Der Gesamtstammbaum zeigt die basalen Zusammenhänge der Organismenevolution, nachdem sich die Grundvoraussetzungen für das Entstehen von Leben entwickelt hatten. Unter „Die Anfänge“ (Menüpunkt Anfänge) werden die vorangegangenen, dafür unerlässlichen Schritte dargestellt, unter „Grundlegendes“ (Menüpunkt Grundlegendes) einige zelluläre Abläufe besprochen und illustriert, auf deren Evolution jedoch nicht im Einzelnen eingegangen werden kann. Auf entscheidende Lebensvorgänge, wie Fotosynthese, Stoffwechsel, molekularen Energiegewinn, Molekülbau und -umbau u.a., wird dort verwiesen.

Nachdem die ersten lebenden Zellen mit noch einfach angeordneter Erbsubstanz (DNA) sich entwickelt hatten – Bakterien und Archäen, die oft als Prokaryoten zusammengefasst werden – waren offenbar Voraussetzungen gegeben für die Evolution von Lebewesen mit Zellkernen und Zellorganellen, die den Prokaryoten noch unbekannt sind. Diese als Eukarya (Echtzellkerner) bezeichneten Organismen entwickelten sich weiter zu sieben Organismen-Reichen: Plantae (Echte Pflanzen), Animalia (Echte, vielzellige Tiere), Fungi (Echte Pilze), Amoebozoa (Amöbentiere), Chromalveolata (Bläschenumgrenzte), Rhizaria (Wurzelfüßer) und Excavata (Ausgehöhlte), wobei Fungi und Animalia auf gemeinsame Vorfahren, die Opisthokonta (Schubgeißler), zurückgehen.

Für diese insgesamt neun Organismenreiche (zwei prokaryotische und sieben eukaryotische) werden jeweils detaillierte Stammbäume gezeigt. Das als Copyright bekannte Zeichen am Ende von Namen deutet an, dass von hier aus eigenständige Stammbaumäste abzweigen. Solche Zeichen treten auch in ausführlich dargestellten Stammbäumen auf (Plantae, Animalia, Fungi, Bacteria), falls es an bestimmten Stellen nötig war. Sie werden separat angeordnet und zwar in Richtung der im Stammbaum präsentierten Evolution (Menüpunkte Stammbaum). Generell finden sich für jeden angeführten Organismennamen detaillierte Ausführungen separat (Menüpunkte Texte).

Balken in der Graphik repräsentieren die dargestellten Hierarchieebenen. Die konkrete Anzahl wird nach dem Kürzel dHE (dargestellte Hierarchie-Ebene) angegeben. Nicht alle vorhandenen Ebenen sind berücksichtigt; aus Übersichtlichkeits- und Umfangründen mussten gelegentlich einige Ebenen zu einer einzigen zusammengezogen werden. Die Darstellung der evolutiven Zusammenhänge leidet darunter jedoch nicht.

Die Artenvielfalt der Organismen-Reiche zeigt die Zahl bekannter (bA) und geschätzter Artenzahl (gA) aus. Solche Schätzungen wurden auf unterschiedlichste Weisen gewonnen, auf die hier nicht eingegangen werden kann; sie sind mit großen Unsicherheiten behaftet. Generell gilt, je kleiner Organismen, je merkmalsärmer sie sind, desto schwieriger wird es, Artenzahlen überschlagsmäßig zu erfassen. Dies trifft besonders auf Bakterien und Archäen zu, da noch viele Prokaryoten nicht auf ihre Zugehörigkeit zu Bacteria oder Archaea getestet werden konnten, nachdem Woese et al. erst 1990 Archaea als dritte Organismen-Domäne (neben Bacteria und Eukarya) etabliert hatten. Daher wird hier für Bacteria und Archaea eine gemeinsame Artenzahl angegeben

Die evolutive Vielfalt wird auch gut durch die Anzahl der Zweig-Enden (ZE) ausgedrückt. An ihnen stehen zumeist Familiennamen; gelegentlich enden die Zweige mit Namen höherer oder niedrigerer systematischer Ränge.

Die Stammbäume durch die verwendete Schriftgröße so angelegt, dass Einträge ohne weiteres auf dem Desktop und „Tablet Landscape“ lesbar sind; auf „Tablet Portrait“ und „Smartphone Landscape“ lassen sich die Namen mit einiger Mühe erkennen; am Smartphone aber können sie mit der Zoom-Funktion vergrößert und die ganze Darstellung verschoben werden.

Aktualisiert am 21. Januar 2024