M
M!: Abkürzung für Mitose
Männliche Gameten, Spermien, Spermatozoide, Spermatozoen: Reife, haploide Keimzellen, die im Normalfall zu eigenständiger Bewegung fähig sind
Mäuse: Mus spp. (Murinae – Muridae – Muroidea – Myomorpha – Rodentia –…)
Magenschleimhaut: Innere Auskleidung des Magens
Magenstiel: Außen, unterhalb des Manubriums gelegene, röhrenförmige Fortsetzung des Magens
Magenraum (Nesseltiere): Einheitlicher oder gegliederter Verdauungsraum von Nesseltieren
Magentaschen (Nesseltiere): Taschenförmige Abgrenzungen in Polypen und Quallen, von in den Verdauungsraum vorspringenden Mesenterien gebildet
Magma: Gesteinsschmelze, die in Erdmantel und Erdkruste vorkommt und in Vulkanen (Lava)
sichtbar wird
Magnesium, Mg: Als Ion doppelt positiv geladen, das im Zentrum des Chlorophylls von Stickstoff des Purinringsystems festgehalten wird; es ist für Fotosynthese und Kohlenstofffixierung von entscheidender Bedeutung; (12Mg), besitzt zwölf Protonen; 14 Neutronen kommen noch hinzu. (12Mg, Anzahl der Protonen = Ordnungszahl 12); als Ion doppelt positiv geladen, Mg2+ und wird als solches aufgenommen
Magnoliatae: Bedecktsamer (Spermatophytina – Spermatophyta s.str. – Aneurophytales – Progymnospermophytina – Spermatophyta s.l. -…)
Mais: Zea mays (Panicoideae – BOP-Verwandtschaft – Poaceae – Poineae – Poales – …)
Maischen: Arbeitsverfahren beim Bierbrauen bei dem das Malz mit geeigneten Hefen vermischt wird
Makroalgen: Kein verwandtschaftsbezeichnender Begriff; mit bloßem Auge erkennbare Algen mit Größen von wenigen Millimetern bis zu 60 Metern
Makroevolution: Unter Makroevolution wird eine Evolution verstanden, die von außen betrachtet, sofort ins Auge fällt, die sich in unterschiedlichster Verwandtschaftszugehörigkeit ausdrückt, wie Knochenfische (Teleostei), Knorpelfische (Chondrichthyes), Schildkröten (Testudines), Schlangen (Serpentes), Krokodile (Crocodylia), Huftiere (Ungulata), Beuteltiere (Marsupialia), Säugetiere (Mammalia), Nagetiere (Rodentia), Bedecktsamer (Magnoliatae), Apfel (Malus domestica), Orange (Citrus sinensis), Avocado (Persea americana), etc.
Makrogameten: Weibliche Gameten; die größeren bei Anisogamie
Makrokonidien: Im Gegensatz zu Mikrokonidien, die von der Gattung Microsporum (Arthrodermataceae) zusätzlich gebildet werden
Makronährelemente: Ein Begriff aus der Pflanzen- und Bodenkunde; hier für Fungi entlehnt; Nährstoffe, die in größeren Mengen für das Wachstum von Pflanzen notwendig sind; hierzu zählen neben den ohnehin für das Leben notwenigen Elementen C, H und O, besonders Stickstoff, Phosphor, Schwefel, Kalium, Calcium und Magnesium in unterschiedlicher Ionen- oder in gebundener Form.
Makrophagen: Fresszellen; weiße Blutkörperchen, Zellen des Immunsystems; dienen der Beseitigung von Mikroorganismen durch Phagocytose; bildeten sich aus Monocyten
Malediven: Inselstaat südwestlich von Sri Lanka
Malaria-Erreger: Plasmodium falciparum (Haemosporidia – Aconodasida – Apicomplexa – „Wimpeola“ – Chromalveolata –…)
Malononitril: [N≡C–C–C≡N]; (Abbildung unter „Grundlegendes, 3 Vom Eise befreit“)
Malonylsäure, Malonsäure: COOHCH2COOH
Maltose: Disaccharid aus zwei α-1-4 verknüpften Glucosemolekülen; (Abbildung unter "5 Fungi ... Saccharomycetaceae, 4 und heute?")
Maltotriose: Trisaccharid aus drei α-1-4 verknüpften Glucosemolekülen; (Abbildung unter "5 Fungi ... Saccharomycetaceae, 4 und heute?")
Malus domestica: Kulturapfel (Pomoideae – Rosaceae – Rosales – ZyFaRoFaCu-Verwandtschaft – Rosanae –…)
Malvaceae: Malvengewächse (Malvales – Malvanae – Rosidae – Superrosidae – Eudicotyle –…)
Malven: Malva spp. (Malvaceae – Malvales – Malvanae – Rosidae – Superrosidae –…)
Malz: Kurz gekeimtes und getrocknetes Getreide; dabei bildeten sich Enzyme, die Stärke in kleinere Zuckermoleküle abbauten, besonders Disaccharide, wie Maltose.
Mammalia: Säugetiere (Cynodontia – Therodontia – Therapsida – Synapsida – Amniota – …)
Mandeln: Prunus amygdalus (Prunoideae– Rosaceae – Rosales – ZyFaRoFaCu-Verwandtschaft – Rosanae – …)
Mandibeln: Am Oberkiefer von Gliederfüßern das erste Paar der Mundgliedmaßen
Mangan: Gelangt als Mn2+ bei Silikatverwitterung in die Bodenlösung und wird als solches aufgenommen
Mangroven: Mangrovenwälder bestehen aus Bäumen und Sträuchern verschiedener Pflanzenfamilien mit insgesamt fast 70 Arten, die sich an die Lebensbedingungen der Meeresküsten und brackiger Flussmündungen durch aus dem Wasser herausragende Wurzeln angepasst haben.
Mangrovenqualle: Cassiopea xamachana (Cassiopeidae; nicht separat behandelt – Discomedusae – Scyphozoa – Medusozoa – Cnidaria –…); (Abbildung unter „4.2.1 Medusozoa … Discomedusae, 6 Mangrovenquallen“)
Mangrovenzone: Gezeitenbereiche vorwiegend tropischer Küsten mit Wassertemperaturen über 20oC
Mannose: Einfachzucker ähnlich der Glucose, doch steht die [–OH]-Gruppe am C2 in die gleiche Richtung wie das [–CH2OH] am C5, damit auch in gleicher Richtung wie die [–OH]-Gruppe am C3 der Glucose. (Abbildung unter „5.2 Basidiomycota, 6 Erfunden und doch wieder vielfach vergessen“)
Mannit(ol): Zuckeralkohol der Mannose, [C6H14O6]; (Abbildung unter „5.2 Basidiomycota, 6 Erfunden und doch wieder vielfach vergessen“)
Mantelaktinie: Adamsia palliata (Actinaria – Hexacorallia – Anthozoa – Cnidaria – Animalia –…)
Mantelcystiden: Cystiden des Ektomykorrhizenmantels
Manubrium: Lange Röhre als Fortsetzung des Magens und Träger der Mund-After-Öffnung
Margelopsis haeckelii: Haeckels Margelopsis (Aplanulata – Anthoathecata – Leptolina – Hydrozoa – Medusozoa –…)
Margulis, Lynn (1938 – 2011): Amerikanische Biologin und Hochschullehrerin
Maria von Aragón (1482-1517): Infantin von Aragón und Kastilien und als zweite Ehefrau Emanuel des Glücklichen von 1500 bis zu ihrem Tod Titularkönigin von Portugal.
Marschland: Generell flache Landstriche ohne natürliche Erhebungen, bestehen aus angeschwemmten Sedimenten und liegen in etwa auf Höhe des Meeresspiegels
Marshall, Berry James (*1951), Mikrobiologe: Entdecker von Helicobacter pylori, als Erreger von Magengeschwüren; 2019 Nobelpreis für Physiologie und Medizin
Maskieren (Pflanzenfarbstoffe): Ein Farbstoff übertönt andere, so dass diese nicht mehr optisch zu erkennen sind
Mastigonemen (allgemein): Dünnste Härchen an einer mikroskopisch kleinen Struktur
Mastigophoren, Rhabdoiden: Nesselkapseln mit rundum etagiert angeordneten Mastigonemen in der unteren Hälfte des ausgestülpten Nesselkapselschlauchs; (Abbildung unter „4.2.1 Medusozoa … Cubozoa, 4 was noch dazugehört“)
Mastzellen: Zellen des Immunsystems, die eine Rolle bei der angeborenen Immunantwort spielen; Sie produzieren eine Reihe von biologisch aktiven Substanzen, darunter vor allem Histamin und kommen im ganzen Körper verteilt vor
Materie, Antimaterie: Elementarteilchen unserer Materie haben jeweils ein kurzlebiges Gegenstück, das positiv geladene Proton ein negativ geladenes Antiproton, das Elektron ein positiv geladenes Positron, das Neutron ein ebenfalls neutrales Antineutron, etc.; stößt Materie mit Antimaterie zusammen, so zerstrahlen beide zu Energie
Matrix: Zwischen festen Teilen (z. B. Zellen oder Fasern) liegende amorphe Substanzen, um Stabilität und Zusammenhalt zu geben
Matrixproteine: Innerhalb der Virushülle gelegene Proteine
Matrize: Vorlage, Template
Matrizen-RNA: RNA, die als Vorlage dient, genomische DNA zu bilden
Maul- und Klauenseuche, MKS, verursacht von Aphthovirus (Picornaviridae – Unbehüllte (+)-ss-RNA-Viren – Einzelsträngige (+)-RNA-Viren – RNA-Viren – Viren –…); (Abbildung unter „1. Bacteria ... Picornaviridae, 5 Maul- und Klauenseuche“)
Mauser: Regelmäßiges Abwerfen und Neuwachstum von Federn
MBp, Megabasenpaare: eine Million Basenpaare = eintausend Kilobasenpaare (KBp)
Mechanorezeptoren: Auf körperliche Reize reagierende Sinneszellen
Mediterraneis: Region rund um das Mittelmeer
Mediveale Zeiten: Zeit des Mittelalters
Medusen, Quallen (Cnidaria): Ein freischwimmendes, schirmförmiges Lebensstadium der Nesseltiere
Medusoide (Hydrozoa, Cnidaria): An Polypen festsitzende, reduktiv abgewandelte Medusen
Medusozoa: Medusentiere (Crindaria – Animalia – Opisthokonta – Eukara)
Meerstiefmütterchen, Seestiefmütterchen: Renilla reniformis (Renillidae – Pennatulacea – Scleralcyonacea s. l. – Octocorallia – Anthozoa – …); (Abbildung unter “4.2 Cnidaria … Renillidae, 1 Meerstiefmütterchen”)
Megabasenpaare, MBp: eine Million Basenpaare = eintausend Kilobasenpaare (KBp)
Megascleren (Schwämme): Scleren (Spicula) werden nach ihrer Größe eingeteilt, wobei keine klare und scharfe Größenklassifizierung vorgenommen werden kann. Megascleren streuen im Bereich von 0,1 – 1 mm (ausnahmsweise bis zu Dutzenden cm) Länge; Microscleren liegen im Bereich von 0,01 – 0,15 (0,3) mm.
Mehrfachzucker: Wenn mehrere Zuckermoleküle aneinandergeknüpft sind; dies können gleiche oder unterschiedliche Zuckermoleküle sein
Meiose, meiotisch, abgekürzt R!: Meiose dient der Reduktion eines diploiden Chromosomensatzes zu haploiden Sätzen. Dabei werden einander entsprechende Chromosomen, im Kern sich dann mittig in einer Ebene gegenüberstehend, gepaart und anschließend in entgegengesetzter Richtung („polwärts“) separiert. Dieser Vorgang wird auch als Reduktionsteilung (oft abgekürzt als R! und zugleich stellvertretend für die ganze Meiose verwendet) bezeichnet. Da die voneinander getrennten haploiden Chromosomen schon zu Chromatiden verdoppelt sind, schließt sich an die Reduktionsteilung noch eine mitotische Teilung an, so dass vier haploide Kerne letztlich vorliegen. (Abbildung unter „Eukarya, 10 Reduktion“)
Meiosporangium: Eine sporenbildende Zelle, gelegentlich im Zuge der Sporenbildung geteilt (Basidiomycota), in der Karyogamie (K!) und Meiose (R!), also Verschmelzung haploider Kerne und anschließend den doppelten Chromosomensatz reduzierende Kernteilungen erfolgen und danach Meiosporen entstehen.
Meiosporen: Sporen, die unmittelbar infolge Meiose entstanden sind oder sich darauf mittelbar zurückführen lassen, falls Mitosen sie in den Meiosporangien schon vermehrten.
Melanine (Fungi): Bräunliche bis schwarze Substanzen von Fungi, die ihren Ausgang von Pentaketiden nehmen (entstanden aus fünf Acetaten) und nicht von DOPA, wie dies für Animalia zutrifft.
Melanesien: Besteht aus fünf Ländern: Indonesien, Papua-Neuguinea, Fidschi, den Salomonen und Vanuatu, sowie dem Territorium Neukaledonien
Melonen: In subtropischen Gebieten kultivierte Kürbisgewächse mit großen, saftreichen Früchten
Melonenquallen: Beroe spp. (Bolinopsidae; nicht separat behandelt – Atentaculata – Ctenophora – Animalia – Opisthokonta –…)
Melzers Reagens: Lösung von elementarem Jod [I], Kaliumdid [KJ] und Chloralhydrat [HC(OH2)C(Cl3)] in Wasser
Membrankappenporen (Basidiomycota): Einfacher Porus, den das Plasmalemma kappenförmig überbrückt; es spaltet sich dabei in seine beiden Hälften und die fehlende Hälfte der Lipiddoppelmembran wird im Porus ergänzt; (Abbildung unter „5.2 Basidiomycota, 5 Interne Pforten“)
Membranpotential: Eine elektrische Potentialdifferenz (Spannung) zwischen Außen- und Innenseite einer Zellmembran
Meningitis: Hirnhautentzündung
Menschenpocken: Orthopoxvirus variolae, früher Variola virus genannt (Poxviridae – Herkömmlich transkribierende Doppelstrang-DNA-Viren – Doppelstrang-DNA-Viren – DNA-Viren – Viren – Bacteria)
Menthol: Aus Minzen gewonnenes ätherisches Öl; (Abbildung unter „5.1 Ascomycota … Arthrodermataceae, 3 Therapie“)
Meristematische Zonen, Meristeme: Ständig teilungsaktive apikale Zonen aus undifferenzierten Zellen, die immer neue Zellen für Differenzierung in verschiedene Gewebe liefern
Merosporangium: Zylindrische Sporangiole; (Abbildung unter „5 Fungi … Dimargaritales, 1 Ganz schön unverschämt“)
Merismopedia: Tafelblaualge (Cyanobacteria – Bacteria); (Abbildung unter „1 Bacteria … Cyanobacteria, 2 Blaualgen“)
MERS-CoV: Middle East Respiratory Syndrome Corona Virus
Mertens Riesenaktinie: Stichodactyla mertensii (Actinaria – Hexacorallia – Anthozoa – Cnidaria – Animalia –…); (Abbildung unter “4.2 Cnidaria … Actinaria, 6 Auf Gegenseitigkeit”)
Mertensia ovum (Mertensiidae, nicht separat behandelt - Tentaculata – Ctenophora – Animalia – Opisthokontha –…); (Abbildung unter „4 Animalia … Ctenophora, 3 Fangzahl erhöhen“)
Mesenterien (Polypen): Scheidewände im Innern von Polypen, die den Gastralraum aufteilen; (Abbildung unter „4.2 Cnidaria, … Anthozoa, 1 Mehrfach vorgesorgt“)
Mesocarp (Frucht): Mittlere Schicht der Fruchtwand, die bei Steinfrüchten fleischig wird.
Mesoderm (Bilateria): Mittleres der drei Keimblätter (Ektoderm, Mesoderm, Entoderm), die während der Embryogenese entstehen
Mesogloea: Gallertartiges Gewebe bei Ctenophora (Rippenquallen) und Cnidaria (Nesseltieren), den Hohltieren, das den Zwischenraum zwischen der Gastrodermisschicht innen und der Epidermisschicht außen füllt. Sie ist zunächst zellfrei, bei den meisten Gruppen wandern jedoch verschiedene Zellen in die Schicht ein. Es handelt sich dabei aber nicht um ein drittes Keimblatt, nicht um ein Mesoderm.
Mesohyl (Schwämme): Zwischen äußerem und innerem Pinacoderm (bzw. Choanocyten) liegt die schleimige Matrix der Schwämme mit Versteifungselementen und wandernden Zellen verschiedenster Art; (Abbildung unter „4.1 Porifera, 4 Vergrößerung“)
Mesophil: Microorganismen, deren Wachstumsoptima zwischen 20 und 45o C liegen
Mesopotamien (= Zwischen den Flüssen), Zweistromland: Kulturlandschaft, die durch die großen Flusssysteme des Euphrat und Tigris geprägt wird; heute in Irak gelegen
Mesotrophes Gewässer: Mesotroph werden Gewässer der Trophiestufe II genannt, die sich in einem Übergangsstadium von der Oligotrophie zur Eutrophie befinden. Der Nährstoffgehalt ist höher und Licht kann noch in tiefere Wasserschichten eindringen. Mit zunehmender Dichte des Phytoplanktons ändert sich die Eindringtiefe des Lichtes. Die Sichttiefe beträgt noch mehr als zwei Meter.
Metabolismus, Stoffwechsel: Ein komplexes Netzwerk einzelner Reaktionen. Gruppen von Reaktionen, die unmittelbar aufeinander folgen, werden Stoffwechselwege genannt; Gesamtheit aller Vorgänge im Organismus, bei denen Stoffe umgewandelt und transportiert werden.
Metagenenese, Metagenetischer Generationswechsel: Ein homophasischer Generationswechsel (d.h. zwei verschiedene Generationen bei gleichem, bei diploidem, Chromosomenbestand); typisch z.B. für Medusozoa.
Metamorphose (allgemein): Signifikante Umgestaltung einer Struktur
Metamorphose (Animalia): Entwicklung von der Zygote zum geschlechtsreifen Tier über selbständige Larvenstadien
Metaphase (Kernteilung, Mitose): In der Metaphase werden die stark kondensierten Metaphase-Chromosomen durch die Mikrotubuli als Spindelfasern zwischen den (Spindel)polen in der Äquatorialebene ausgerichtet. Die Metaphase ist abgeschlossen, wenn alle Chromosomen in dieser Metaphase-Platte angekommen, aufgereiht und ihre Kinetochoren von beiden Polen her mit Mikrotubuli verbunden sind. (Abbildung unter „Eukarya, 8 Die große Trennung“)
Metaphase I: Metaphase der ersten meiotischen Teilung, der Reduktionsteilung (Abbildung unter „Eukarya, 10 Reduktion“)
Metaphase II: Metaphase der zweiten meiotischen Teilung, der an die Reduktionsteilung anschließenden mitotischen Teilung (Abbildung unter „Eukarya, 10 Reduktion“)
Metaphasenplatte, Äquatorialebene (Kernteilung): Wenn Chromosomen in der Mitte zwischen den Polen in einer Ebene angeordnet sind; (Abbildung unter „Eukarya, 8 Die große Trennung“)
Metazoa: entspricht Animalia
Meter pro Sekunde: ms-1, Geschwindigkeit
Methan [CH4]: Kohlenstoffatom mit vier Wasserstoffatomen in Tetraederform, mit Kohlenstoff im Zentrum
Methanhydrat: Bildet eine kubische Kristallstruktur. Die sich wiederholende Einheit (Elementarzelle) besteht aus 46 Wassermolekülen und 8 Methanmolekülen.
Methanogene: Methan bildende Organismen (Archäen)
Methanogenese: Bildungsweise von Methan
Methanol, Methylalkohol: (CH3OH)
Methanopyrus kandleri (Euryarchaeota – Archaea)
Methionin: Schwefelhaltige Aminosäure; (Abbildung unter „Grundlegendes, 1 Das Experiment“ und unter „2 Archaea, 2 Was von Bakterien sie trennt“)
Methyl (eigentlich Methylrest): [–CH3]
Methylamin: [CH3NH2]
Methylieren: Ein vorliegendes Molekül mit einer Mehthyl-[–CH3]-Seitengruppe versehen
Methylketone: Ketone, die als Rest einer nicht endständigen [–C=O]-Gruppe mindestens eine Methyl-[ CH3–]-Gruppe enthalten; folgen der allgemein der Formel [CH3–C(O)–R]; Aroma- und Geschmacksstoffe besonders von Roquefort
Methylobacterium (Alpha-Proteobacteria – Gramnegative – Bacteria): Aerobe Bakterien, rötliche Kolonien bildend, häufig in Biofilmen vertreten; können Methylgruppen verwerten
MHD: Mindeshaltbarkeitsdatum
Microbodies: Gruppe von Zellorganellen mit einfacher Lipidmembran, in deren enzymreichen Reaktionsräumen, vom Cytoplasma abgetrennt, Stoffwechselprozesse ablaufen; in ihnen werden verschiedene Subtypen zusammengefasst: Peroxisomen, Glyoxisomen und Glykosomen
Microcyten, Mikromeren: Bei der Blastulabildung entstehende kleinere Zellen
Microscleren (Schwämme): Scleren (Spicula) werden nach ihrer Größe eingeteilt, wobei keine klare und scharfe Größenklassifizierung vorgenommen werden kann. Microscleren liegen im Bereich von 0,01 – 0,15 (0,3) mm Länge; Megascleren streuen im Bereich von 0,1 – 1 mm (ausnahmsweise bis zu Dutzenden cm)
Microsporidiensporen (Microsporidia): Einzellige Infektionspropagulen mit einem oder zwei Zellkernen und mit internem, ausschleuderbarem Schlauch; (Abbildung unter „4.2 Cnidaria … Microsporidia, 2 Unausweichlich”)
Middle East Respiratory Syndrome Corona Virus: MERS-CoV
Mikroaerophil: Wachstum bei Sauerstoffgehalt von weniger als 21 %
Mikroben: Mikroskopisch kleine Lebewesen, die einzeln nicht mit bloßem Auge erkennbar sind, zum Beispiel Bakterien und Archäen. Die meisten dieser Mikroorganismen sind Einzeller, zu ihnen zählen jedoch auch wenigzellige Lebewesen (einige Pilze und Algen, viele Amoebozoa, Chromalveolata, Rhizaria und Excavata) entsprechender Größe
Mikrobiologen: Biologen, die sich mit Mikroorganismen beschäftigen
Mikrobiom: Gesamtheit der Mikroorganismen, die in oder auf einem mehrzelligen Wesen leben; dabei kann sich deren Zusammensetzung nach Ort und Zeit unterscheiden
Mikroevolution: Unter Mikroevolution wird landläufig eine Evolution verstanden, die von außen betrachtet, nicht offensichtlich ist; so gilt manchen (je nach Einstellung) die Entstehung von Formen und Unterarten, ja von Arten, nur als Mikroevolution, als eine Evolution, die, wenn auch schwierig, doch Laien irgendwie nachvollziehbar erscheint.
Mikrogameten: Männliche Gameten; die kleineren bei Anisogamie
Mikromeren, Microcyten: Bei der Blastulabildung entstehende kleinere Zellen
Mikrometer, µm: Tausendstel Millimeter (10-3 mm); Millionstel Meter (10-6 m)
Mikromorphologie: Oberflächenstrukturen, äußeres Aussehen mikroskopisch kleiner Teile
Mikronährelemente, Spurenelemente: Als Mikronährelemente gelten für Pflanzen Bor (B), Kupfer (Cu), Mangan (Mn), Molybdän (Mo) und Zink (Zn)
Mikronesien: Mikronesien ist ein Sammelbegriff für über 2000 tropische Inseln und Atolle, die auf über sieben Millionen Quadratkilometern des westlichen Pazifischen Ozeans verstreut sind. Geographisch liegen die meisten Inseln nördlich des Äquators und nord-nordöstlich von Neuguinea.
Mikroorganismen: Mikroskopisch kleine Organismen, die als Einzelwesen nicht mit bloßem Auge zu erkennen sind; dazu rechnen Bakterien und viele Pilze, auch einzellige Algen
Mikropyle: Kleine Öffnung, durch die Fortpflanzungsorgane ein- oder austreten können
Mikrotubuli: Röhrenförmige Proteinkomplexe innerhalb eukaryotischer Zellen und in Geißeln; Hohlröhren aufgebaut aus den Dimeren α- und β-Tubulinen; funktionieren bei vielen wesentlichen zellulären Prozessen, einschließlich Mitose und Meiose. Mikrotubuli sind gerichtete Strukturen, deren Enden wegen ihrer Polymerisationsrichtung mit plus und minus bezeichnet werden; das α-Tubulin-Ende wird minus-Ende genannt, das β-Tubulin plus-Ende; bilden die Grundlage für das Cytoskelett und spielen eine wichtige Rolle in der Ausbildung der Kernteilungsspindel und im Vesikeltransport. (Abbildung unter „Eukarya, 2 Transportschienen“ und unter „Eukarya, 8 Die große Trennung“)
Mikrotubuli, astrale: gehen von den MTOCs Richtung Cytoplasma; (Abbildung unter „Eukarya, 8 Die große Trennung“)
Mikrotubuli (Kinetochor-): gehen von den MTOCs Richtung Chromosomen und setzen am Centromer an; (Abbildung unter „Eukarya, 8 Die große Trennung“)
Mikrotubuli, polare: gehen von den MTOCs Richtung Chromosomen; (Abbildung unter „Eukarya, 8 Die große Trennung“ und unter „Eukarya, 12 Sprachlos“)
Mikrotubulischienen: Wie Eisenbahnschienen wirken Mikrotubuli auf denen Dynein und Kinesin ihre Ware transportieren
Mikrotubuli-Tripletts: Kurze Mikrotubuli in Dreierreihen des zylinderförmigen Centriols
Mikrotubuliorganisationscentrum, MTOC: Zellorganell, das die Bildung der Mikrotubuli organisiert; (Abbildung unter „Eukarya, 8 Die große Trennung“)
Mikrovillí: Fingerförmige, meist unverzweigte, dichte Ausstülpungen der Zellmembran, um der Zelle Oberfläche zu vergrößern; erhalten ihre Stabilität durch Actinfilamente, nicht durch Mikrotubuli oder gar durch ein Axionem
Milben: Acari (Apulmonata – Lipoctena – Arachnida – Euchelicerata – Chelicerata –…)
Milchsäure: [CH3CHOHCOOH]; (Abbildung unter „Grundlegendes, 1 Das Experiment“)
Milchsäurebakterien, Milchsäuregärer: Bakterien die im Zuge der Gärung Milchsäure produzieren.
Milchsäuregärung: Prozesse des Energiestoffwechsels von Lebewesen, bei denen Glucose und andere Monosaccharide zu Milchsäure abgebaut werden
Milchzucker, Lactose: Zweierzucker aus Glucose und Galactose, die über eine β-1,4-glycosidische Bindung miteinander verknüpft sind
Milchsäurerest: [CH3CHOHCO–]
Miller Stanley Lord, 1930 – 2007: amerikanischer Biochemiker
Milleromyces †: Chytridiomycetenähnlicher Pilz aus der Rhynie-Chert
Mimivirus: Täuschvirus, täuschte ein Bakterium vor (Mimiviridae - Herkömmlich transkribierende Doppelstrang-DNA-Viren – Doppelstrang-DNA-Viren – DNA-Viren – Viren – Bacteria)
Minze: Mentha (Lamiaceae – Lamiales – Lamianae – Asteridae – Superasteridae –…)
Mississisppian-, Unterkarbon-Zeit: vor 359 – 318 Millionen Jahren
Mitochondrial: Von/in/durch Mitochondrien
Mitochondrien: Gelten als Kraftwerke der Zellen, da sie Energie für die zellulären Prozesse liefern; es lassen sich Außen- und Innenmembran unterscheiden, wobei die innere Membran auf einen zellwandlos gewordenen Endosymbionten (ein Alpha-Proteobacterium) zurückgeht, während die äußere Membran der Plasmamembran der eukaryotischen Zelle entspricht; prokaryotische Chromosomen weisen ebenfalls auf einen aufgenommenen prokaryotischen Endosymbionten als Ursprung der Mitochondrien hin. (Abbildung unter „Eukarya, 5 Kraftwerkstypen“)
Mitochondrien, Cristae-Typ: Des Mitochondriums innere, seine eigentlich eigene Zellmembran, stülpt sich zur Oberflächenvergrößerung scheidenförmige Strukturen ein. (Abbildung unter „Eukarya, 5 Kraftwerkstypen“)
Mitochondrien, Diskus- oder Stielscheiben-Typ: Des Mitochondriums innere, seine eigentlich eigene Zellmembran, stülpt sich zur Oberflächenvergrößerung scheibenförmige (diskusförmige) Strukturen ein. (Abbildung unter „Eukarya, 5 Kraftwerkstypen“)
Mitochondrien, Tubuli-Typ: Des Mitochondriums innere, seine eigentlich eigene Zellmembran, stülpt sich zur Oberflächenvergrößerung fingerförmige Strukturen ein. (Abbildung unter „Eukarya, 5 Kraftwerkstypen“)
Mitose, mitotisch, abgekürzt M!: Im Kern mittig in einer Ebene versammelte Chromosomen bildeten je zwei identische Chromatiden, die bei der Mitose durch Mikrotubuli separiert werden und, von einer Zellwand getrennt, als identische Chromosomensätze der entstandenen Zellen wirken
Mitosespindel: Von zwei MTOCs ausgehende, spindelförmige Anordnung der Mikrotubuli bei Mitose (und Meiose); (Abbildung unter „Eukarya, 8 Die große Trennung“)
MKS: Maul- und Klauenseuche, verursacht von Aphthovirus (Picornaviridae – Unbehüllte (+)-ss-RNA-Viren – Einzelsträngige (+)-RNA-Viren – RNA-Viren – Viren –…); (Abbildung unter „1 Bacteria … Picornaviridae, 5 Maul- und Klauenseuche“)
MMR-Impfung: Masern (Measles morbillivirus, Paramyxoviridae, nicht separat behandelt), Mumps (Orthorubulavirus parotitidis, Paramyxoviridae, nicht separat behandelt), Röteln (Rubivirus rubellae)
Mnemiopsis leidyi: Seewalnuss (Bolinopsidae; nicht separat behandelt – Tentaculata – Ctenophora – Animalia – Opisthokonta –…); (Abbildung unter „4 Animalia … Ctenophora, 3 Fangzahl erhöhen“)
Moderner Mensch: Homo sapiens (Homo spp. – Hominini – Homininae – Hominidae – Hominoidea –…)
Modernere Menschen: Homo spp. (Hominini – Homininae – Hominidae – Hominoidea – Catarrhini –…)
Module (Zelle): Separate Arbeitsräume für spezielle Arbeitsschritte
Möchtegernlebenwesen: Viren; sie verloren wichtige Organelle und sind für Vermehrung auf Fremdorgansimen angewiesen
Möchtegernstern (Asteroid = Planetoid = Kleinplanet): Eigentlich „Möchtegernplanet“; kleine Himmelskörper, die hauptsächlich zwischen den Umlaufbahnen von Mars und Jupiter die Sonne umkreisen; die meisten Asteroiden, liegen im Größenbereich von 40-80 km Durchmesser: Steins (ca. 6,5 x 4,5 km) und Lutetia (ca. 120 x 75 km)
Möhre, Karotte, Gelbe Rübe: Daucus carota (Apiaceae – Apiales – Campanulanae – Asteridae – Superasteridae –…)
Molekül: Aus mehreren Atomen zusammengesetzte Substanz
Molekulare Uhr: Bezeichnung für eine Methode der Genetik, mit der anhand von DNA-Sequenzierungen der Zeitpunkt der Aufspaltung zweier Arten von einem gemeinsamen Vorfahren abgeschätzt wird. Je mehr Mutationen (Unterschiede in den DNA-Sequenzen) nach einer Aufspaltung entstanden sind, desto länger war vermutlich die Evolutionsdauer seit diesem Zeitpunkt. Schwierig ist es, die Mutationsrate zu bestimmen und damit die Laufgeschwindigkeit der molekularen Uhr zu ermitteln. Zumeist werden Mutationsraten für ganze Organismengruppen gemittelt, um einen Richtwert zu erhalten. Zur Kalibrierung des Alters der Verzweigungen im ermittelten molekularen Stammbaum werden, sofern verfügbar, Fossilien, die den Organismen der Verzweigungsstellen vermutlich entsprechen, verwendet, deren ungefähres Alter bekannt ist. Große Schwankungen für die Zeitangaben der Organismenaufspaltung in zwei eigenständige Verwandtschaften sind daher nicht verwunderlich. Sie werden in den entsprechenden Diagrammen oft als Dutzende Millionen Jahre überspannende Balken angeben.
Molekularbiologen: Beschäftigen sich hauptsächlich mit verschiedensten organischen Molekülen, um Organismen zu erforschen
Molekularbiologisch: Anhand von organischen Molekülen Organsimen erforschend; oftmals auf Verwandtschaften anhand Analysen und Vergleichen von Nukleinsäuren und Proteinen bezogen
Molekularer Sauerstoff: O2
Molekularer Schwefel: S2
Molekularer Stickstoff: N2
Molekularer Wasserstoff: H2
Molekularphylogenie: Auf Molekülähnlichkeiten (meistens von DNA, doch mitunter auch von Proteinen) basierende Schlüsse bezüglich Stammesgeschichte bzw. Verwandtschaftslinien von Organismen
Molke: Wässrig-grünlichgelbe Flüssigkeit, die bei der Käseherstellung entsteht; nach Abtropfen, oder Gerinnung durch leichte Erwärmung, flüssiger, aufgefangener Teil der geronnenen Milch
Molybdän: (42Mo) besitzt 42 Protonen; 50 oder 52 – 56 Neutronen kommen noch hinzu; (42Mo, Anzahl der Protonen = Ordnungszahl 42)
Monadal: Sind eukaryotische Organismen, oder Stadien davon, die sich mit Geißeln bewegen
Monaxone (Schwämme): Spicula weisen nur eine Spiegelbildebene auf; (Abbildung unter „4.1 Porifera … Calcarea, 1 Separat von allen anderen“)
Mondfisch: Mola mola (Molidae – Tetraodontiformes – Percomorpha – Acanthopterygii – Acanthomorpha –…)
Monoblepharis: Einwimperpilz (Monoblepharidales – Chytridiomycotina – Chytridiomycota – Begeißelte Chitinpilze – Fungi –…)
Monochasium: Sympodium bei dem je nur ein Seitenzweig, anstelle der Hauptachse die Führung, das Weiterwachsen übernimmt
Monociliat: Mit nur einer Geißel versehen
Monocyten: Im Blut zirkulierende Zellen des Immunsystems und Vorläufer u. a. der Makrophagen. Ihre Aufgabe ist die Zerstörung körperfremder Strukturen durch Phagocytose und die Aktivierung der erworbenen Immunabwehr durch Antigenpräsentation; Monocyten wandern ausdifferenziert als Makrophagen ins Gewebe.
mono- und diphosphoryliert: z. B. Ribose, die mit einem oder zwei Phosphatgruppen (PO43-) verknüpft ist
Monözisch: Weibliche und männliche Geschlechtsorgane sind auf ein und demselben Individuum
Monoklonale, molekulare, Antikörper: Monoklonale Antikörper sind Antikörper, die von einer bestimmten Zelllinie gebildet werden und sich gegen eine Stelle des Antigens richten; sie werden meist gentechnisch gewonnen. Natürlich vorkommende Antikörper sind meist polyklonal, d. h. gegen mehrere Stellen des Antigens gerichtet.
Monopartites Genom: Aus nur einem Teil bestehendes Genom
Monophletisch (Monophylie, Monophylum): Ist ein Taxon, das sämtliche Nachkommen einer (im allgemeinen hypothetischen) Stammart umfasst; oft kann sich die Wissenschaft dabei nur auf noch existierende Organismen beschränken; es handelt sich somit um eine geschlossene Abstammungsgemeinschaft (Monophylum)
Monopodiale Verzweigung: Eine Verzweigung, bei der die Seitenachsen immer kürzer als die Hauptachse und dieser immer untergeordnet sind
Monopolare Keimung: Es entsteht nur ein Keimschlauch
Monosporangium: Zelle, in der eine Monospore entsteht
Monosporen: Bei Rhodophyta; asexuell (nur durch Mitosen) gebildete Sporen zur asexuellen Vermehrung von Sporophyten und/oder Gametophyten
Monotypisch: Nur eine Art im Taxon (Gattung, Familie, etc.)
Monozentrisch (Chyridiomycota): Nur ein Zentrum (Zoosporangium) ausbildend
Morchella esculenta: Speisemorchel (Morchellaceae; nicht separat behandelt – Pezizomycetes – Pezizomycotina – Ascomycota – Dikarya –…); (Abbildung unter “5.1 Ascomycota … Pezizomycetes, 2 Hoch hinaus“)
Morchellaceae; nicht separat behandelt: Morcheln (Pezizomycetes – Pezizomycotina – Ascomycota – Dikarya – Unbegeißelte Chitinpilze –…)
Morcheln: Morchella (Morchellaceae; nicht separat behandelt – Pezizomycetes – Pezizomycotina – Ascomycota – Dikarya –…)
Morphologisch, Morphologie: Äußere Merkmale wie Habitus, Oberflächen, Farben und Formen betreffend
Morula: Ein frühes ontogenetisches Stadium der Animalia; ein kugeliger Zellhaufen von 16 – 32 Zellen nach den ersten Teilungen der Zygote; (Abbildung unter „4.1 Porifera … Demospongiae, 1 Der Schwämme Mehrzahl“)
Motorproteine: Ausgeprägt gestaltverändernde Proteine, die vornehmlich unter ATP-Verbrauch der Bewegungserzeugung in Zellen dienen; mit diesen Proteinen werden Vesikel, Zellorganelle u. a., entlang Actinfilamenten und Mikrotubuli transportiert; auch Cystoskelettelemente (Actinfilamente, Mikrotubuli) können damit gegeneinander verschoben werden. Ein Transportprotein ähnelt in gewisser Weise einem Männchen, das mit zwei Beinen marschiert und als Rucksack etwas transportiert.
Mottenschildläuse, White flies: Aleyrodidae; nicht behandelt (Sternorrhyncha – Hemiptera – Acercaria – Neoptera – Pterygota –…)
Motoren (bakterielle Motoren): In der Lipiddoppelmembran verankerte etagierte Proteine, die rotierend ein Flagellum als Fortbewegungsorgan antreiben
Mozart, Wolfgang Amadeus (1756 - 1791): Musiker und Komponist. Sein umfangreiches Werk genießt weltweite Popularität und gehört zum Bedeutendsten im Repertoire klassischer Musik
mRNA-Impfstoff: mRNA, deren Basensequenzen auf spezielle Oberflächenproteine der Viren abgestellt sind; damit werden über Ribosomen der Zellen die als Antigen wirkenden Oberflächenproteine produziert, worauf das Immunsystem mit Antikörperbildung antwortet und so gewappnet ist, falls eine Infektion erfolgt.
mRNA, messenger RNA, Boten RNA: Der DNA übersetzter genetischer Code in für tRNAs ablesbare Matrizen
(+)-mRNA: mRNA, deren Basentripletts in richtiger Reihenfolge stehen, um mit ihrem Code eine bestimmte Aminosäure anzuzeigen; daher werden mRNAs immer als (+)-mRNA angesehen, obwohl die Polarität nicht angegeben wird
ms-1: Meter pro Sekunde, Geschwindigkeit
MTOC, Mikrotubuliorganisationscentrum: Zellorganell, das die Bildung der Mikrotubuli organisiert; (Abbildung unter „Eukarya, 8 Die große Trennung“)
Mucigenasen: Schleimschichten abbauende Enzyme
Mucor: Köpfchenschimmel (Mucorales; nicht separat behandelt – Mucoromycetes – Zygomycota – Multikarya – Geißellose Chitinpilze –…); (Abbildung unter „5 Fungi … Mucoromycetes, 1 Schöne Überraschung“)
Mucoromycetes: Jochpilze i.e.S. (Zygomycota – Multikarya – Unbegeißelte Chitinpilze – Fungi – Opisthokonta –…); (Abbildung unter „5 Fungi … Kickxellomycetes, 1 Verschluss“)
Mullis, Kary (1944-2019); Biochemiker, entwickelte 1985 die PCR-Methode; Nobelpreis 1993
Multiciliat: sind Zellen mit mehreren Geißeln
Multiflagellat: Mit vielen Flagellen, Geißeln
Multinucleär, plurinuclear, polyenergid: Vielkernig
Multiplex: ein Kunstname für eine noch nicht näher definierte Verwandtschaftsgruppe
Multipolare Ingression: Einwanderung von Zellen in die Höhlung der Blastula von mehreren Stellen ausgehend
Multipolare Neuronen: Häufig vorkommende Form einer Nervenzelle, die viele Dendriten, aber nur ein Axon besitzt
Multiresistent: Gegen viele Wirkstoffe, vornehmlich Antibiotika, resistent
Multiseriat: Viele Fäden, Trichome, sind „in Serie“ miteinander zum dickeren, multiseriaten Faden verklebt
Mumie: Durch konservierende Behandlung vor Verwesung geschützte Leiche
Mund-After-Öffnung (Rippenquallen, Nesseltiere): Körperöffnung, die zugleich als Mund und After verwendet wird
Mundarme, Mundtentakel, Mundfahnen, Mundlappen (Quallen): Cnidocytentragende unregelmäßig geformte, unmittelbar dem Mundrand, am Ende des Mundrohrs (Manubrium) entspringende Auswüchse
Mundfeld, Mundscheibe (Coelenterata, Hohltiere): Bereich zwischen Mund-After-Öffnung und Tentakelkranz
Mundkegel (Cnidaria): Mundöffnung liegt nicht in der Ebene, sondern auf einer kegelförmigen Erhöhung
Mundrohr (Nesseltiere): Die Mundöffnung ist auf das Ende einer langen Röhre verlegt
Mundscheibe (Nesseltiere): Bereich zwischen Mund-After-Öffnung und Tentakelkranz
Mundtentakel, Mundarme (Quallen): Cnidocytentragende unregelmäßig geformte, unmittelbar dem Mundrand, am Ende des Mundrohrs (Magenstiel, Manubrium) entspringende Auswüchse
Muraminsäuren: Abbildung unter „1 Bacteria, 1 Steckbrief“
Murein: Zellwand fast aller Bakterien; an kettenförmig verbundenen Zuckermolekülen, hängen Ammoniumgruppen (–NH2) und diese sind wieder mit verschiedenen Molekülen verknüpft. Charakteristisch dafür ist die N-Acetyl-Muraminsäure. Diese Ketten werden noch durch kurze Folgen von Aminosäuren verbunden und ergeben so einen sehr stabilen Sack um die Zelle. (Abbildung unter „1 Bacteria 1 Steckbrief“)
Mureinsacculus: Der Bakterien Murein umgibt die Zelle sackähnlich wegen der Zellwand widerstandsfähigen, massiven Konstruktion
Muschelkalk: Die fossilreichen Gesteine dieser Einheit enthalten nicht nur Muscheln, sondern vor allem die den Muscheln äußerlich ähnlichen Brachyopoda bzw. deren massenhaft neben- und übereinandergeschichtete Bauch- und Rückenschalen. Der Ablagerungszeitraum des Muschelkalks erstreckt sich etwa auf den Zeitraum vor 243 bis 235 Millionen Jahren
Muscheln: Bivalva (Mollusca – Schizocoelia – Spiralia – Protostomia – Bilateria –…)
Musca domestica: Stubenfliege (Muscidae – Calyptratae – Cyclorrhapha s.s. – Cyclorhapha s.l. – Brachycera –…)
Mutation: Spontan auftretende, dauerhafte Veränderung des Erbguts
Mycel: Gesamtheit dicht oft wachender Hyphen; (Abbildung unter „5 Fungi, 2 Spitzenwachstum“)
-mycetidae: Unterklassencharakterisierende Endung von Pilzen
-mycetes: Klassencharakterisierende Endung von Pilzen
Mycobacterium leprae: Mycobacteria (Actinobacteria – Grampositive – Bacteria); Verursacher von Lepra
Mycon: Name für hypothetischen Vorfahren der Fungi; abgeleitet vom griechischen mýkēs (μύκης) für Pilz
Mycosphaerella gráminícola: Erreger der Blattdürre von Weizen und anderen Gräsern (Mycosphaerellaceae; nicht separat behandelt – Capnodiales – Dothidiomycetes – Bitunicate Ascomycota – Unitunicate Ascomycota –…)
-mycota: Abteilungcharakterisierende Endung von Pilzen
-mycotina: Unterabteilungcharakterisierende Endung von Pilzen
Myelin: Lipidmembran mit besonders hohem Anteil an Lipiden, die zu knapp der Hälfte aus Phospholipiden bestehen; bilden sich hautsächlich in Zellen um Nerven
Myelitis: Rückenmarkentzündung
Mykologie: Wissenschaft bezüglich Pilze
Mykorrhiza: Eine Symbiose zwischen Pilz (Myko-) und Pflanze über Pilzhyphen und Wurzeln (-rhiza)
Mykose: Erkrankung, die durch eine Infektion mit Pilzen verursacht wird
Mykotoxine: Von Pilzen produzierte Giftstoffe
Myosin: Eine Familie von Motorproteinen eukaryotischer Zellen. Kooperiert mit anderen Motorproteinen wie Kinesin und Dynein wesentlich den intrazellulären Transport von Biomakromolekülen, Vesikeln und Zellorganellen längs des Cytoskeletts; ist aber allein an Actinfilamenten tätig.
Myotoxisch: wirken Substanzen die Muskeln schädigen oder gar zerstören
Myriangium duriaei: Anthraknose (Elsinoaceae; nicht separat behandelt – Myriangiales – Dothidiomycetes – Bitunicate Ascomycota – Inoperculate Ascomycota –…); (Abbildung unter „5.1 Ascomycota … Myriangiales, 1 Ohne Fruchtkörper dennoch geschützt“)
Myriarden: Zehntausende, Ungezählte
Myxosporidiensporen (Myxosporidia): Erste, haploide, Sporengeneration der Myxosporidia; aufgebaut aus sechs Zellen: zwei Polkapselzellen, zwei Zellen, die zu einer zweikernigen amöboiden Zelle verschmolzen sind und zwei Kapsel(Hüll)-Zellen, die vier anderen umgebend; (Abbildung unter „4.2 Cnidaria … Myxosporidia, 1 Der Myxosporidia infizierende Sporen“)
Myxosporidia (Myxozoa – Cnidaria – Animalia – Opisthokonta – Eukarya)
Myxozoa: Parasitische Nesseltiere (Cnidaria – Animalia – Opisthokonta – Eukarya)
N
n: einfacher Chromosomensatz (haploid)
2n: doppelter Chromosomensatz (diploid)
n+n: Dikaryon
N-Acetyl-Glucosamin:: Zucker, entstanden aus 1,4-β-Glucosen, an deren C2 eine [–NHCOCH3]-Gruppe hängt; anders ausgedrückt, an deren C2 eine [–NH2]-Gruppe, eine Aminogruppe, hängt, bei der ein Wasserstoffatom durch ein Acetyl [CH3CO–] ersetzt ist. (Abbildung unter „1 Bacteria, 1 Steckbrief“ und unter „2 Archaea, 2 Was sie von Bakterien trennt“)
N-Acetyl-Muraminsäure: Ein Sechserzucker (Glucose) mit N-Acetylgruppe [–NHCOCH3] am C2 und am C3 mit einer [–OCCH3COOH]-Gruppe (Abbildung unter „1 Bacteria, 1 Steckbrief“ und unter „2 Archaea, 2 Was sie von Bakterien trennt“)
N-Acetyl-Talasaminuronsäure: Ein Sechserzucker mit N-Acetylgruppe [–NHCOCH3] am C2 und am C5 mit einer [–COOH]-Gruppe; (Abbildung unter „2 Archaea, 2 Was sie von Bakterien trennt“)
N2: Molekularer Stickstoff
N2:O: Lachgas
Nachtschattengewächse: Solanaceae (Solanales – Lamianae – Asteridae – Superasteridae – Eudicotyle –…)
NAD: Nicotinamid-di-Nucleotid. Anstelle eines dritten Phosphats wie am ATP wird hier das zweite Phosphat mit einer Ribose verknüpft, die als Seitenkette ein Nicotinamid trägt. Dieses NAD kann mit Wasserstoff beladen werden und wird dann zum NADH + H+ (Abbildung unter „Grundlegendes, 12 Energiespender“)
NADH2 (=NADH + H+): Nicotinamid-Adenin-Di-Nucleotid mit zusätzlichem Wasserstoff und einem damit gekoppelten Proton (H+). Anstelle eines dritten Phosphats, wie am ATP, wird hier das zweite Phosphat mit einer Ribose verknüpft, die als Seitenkette ein Nikotinamid trägt. Dieses NADH + H+ kann zum einen verwendet werden, den Wasserstoff auf andere Moleküle zu übertragen, um sie zu reduzieren; damit werden diese energiereicher. Zum anderen kann es aber auch dazu dienen, meist drei ATPs aufzubauen (ein drittes Phosphat wird dabei an ADP angehängt); es selbst ändert sich zum NAD, das wiederum zum NADH + H+ regeneriert werden kann; (Abbildung unter „Grundlegendes, 12 Energiespender“)
NADPH + H+, NADPH2: Nicotinamid-Adenin-Di-Nucleotid-Phosphat mit zusätzlichem Wasserstoff und einem damit gekoppelten Proton (H+). Anstelle eines dritten Phosphats wie am ATP wird hier das zweite Phosphat mit einer Ribose verknüpft, die als Seitenkette ein Nikotinamid trägt. Dieses NADPH + H+ kann verwendet werden, den Wasserstoff auf andere Moleküle zu übertragen, um sie zu reduzieren; damit werden diese energiereicher¸ (Abbildung unter „Grundlegendes, 12 Energiespender“)
Nährionen: Ionen, die für die Ernährung von Organismen von Bedeutung sind
Nähragar, Nährboden: Aus Agar gewonnene, sich verfestigende Substanz, versetzt mit speziellen, für bestimmte Organismen zum Wachstum nötigen Nährstoffen
Nährpolypen, Fresspolypen: Typische, mit Fangtentakel versehene, sich mit Beute versorgende Polypen
Nagelhaut: Ständig nachwachsende Haut, die den Nagel vom Nagelwulst aus am Rand bedeckt
Nagetiere: Rodentia (Glires – Euarchontoglires – Boreoeutheria – Placentalia – Theria – …)
Nahrungsvesikel: Durch Endocytose entstandene Verdaungsvesikel, die tote Partikel oder Organismen enthalten können; verdaut wird, was verfügbar (Proteine, Fette, Zucker, Nucleinsäuren, Cellulose, etc.)
Nanometer, nm: Millionstel Millimeter (10-6 mm); Tausendstel Mikrometer (10-3 µm); Milliardstel Meter (10-9 m)
Narbentyp der Hefeknospung: Hat die Tochterzelle ihre finale Größe erreicht, bricht sie von der Mutterzelle ab; es bleibt eine Narbe an beiden Zellen zurück, während die nächste Tochterzelle bereits ihren Anfang nimmt. Dies kann sich mehrfach wiederholen (auch gleichzeitig), so dass im Extremfall bis mehr als ein Dutzend Narben die ursprüngliche Zelle belegen kann. (Abbildung unter „5.1 Ascomycota, 1 Einheitlich und doch wieder nicht“)
NASA: National Aeronautics and Space Administration (Weltraumbehörde der USA)
Nasenviren: Rhinoviren, Enterovirus sp. (Picornaviridae – Unbehüllte (+)-ss-RNA-Viren – Einzelsträngige (+)-RNA-Viren – RNA-Viren – Viren –…); (Abbildung unter „1 Bacteria … Picornaviridae, 2 Rhinoviren“)
Nasopharyngeal: Nasen-Rachenraum bezogen
Natrium (11Na), besitzt elf Protonen; 12 Neutronen kommen noch hinzu; (11Na, Anzahl der Protonen = Ordnungszahl 11); wird als Na+ aufgenommen
Natriumhydrogencarbonat, Natron: NaHCO3
Naturbelassen: Ohne chemisch-synthetische Pestizide und künstliche Dünger bewirtschaftet
Naupliuslarven: Primärlarven (Eilarven) der Krebstiere, die durch drei Beinpaare und ein unpaares medianes Auge gekennzeichnet ist
Nausithoe aurea (Coronatae – Scyphozoa – Medusozoa – Cnidaria – Animalia –…); (Abbildung unter „4.2.1 Medusozoa … Coronatae, 2 Nausithoe“)
Nausithoe eumedusoides (Coronatae – Scyphozoa – Medusozoa – Cnidaria – Animalia –…)
Nausithoe punctata (Coronatae – Scyphozoa – Medusozoa – Cnidaria – Animalia –…)
Nausithoidae: Coronatae (Scyphozoa – Medusozoa – Cnidaria – Animalia – Opisthokonta –…)
Neandertaler Mensch: Homo neandertalensis (Homo – Hominini – Homininae – Hominidae – Hominoidea –…)
Nebenblätter, Stipel: Blätter mancher Magnoliatae tragen (meist) an der Blattstielbasis kleine blatt- oder schuppenartige Gebilde
Nebenkreislauf, Nebenfruchtform: Eine asexuelle Vermehrung, die nicht direkt in den Entwicklungskreislauf (Hauptkreislauf, Hauptfruchtform) eingeschaltet ist, sondern für eine seiner Phasen der schnellen, oft explosionsartigen Vermehrung dient
Nectophoren: Schwimmglocken: Glockenartig umgewandelte, mit der Exumbrella am Zentralpolypen ansitzende, im Subumbrellarraum undifferenzierte, kontraktionsfähige Medusoide, die einen Polypenstock vorantreiben können; (Abbildung unter „4.2.1 Medusozoa… Siphonophorae, 2 Differenzierung und Arbeitsteilung auf die Spitze getrieben“)
Negativ phototrop: Wachstum weg vom Licht
Negatives Merkmal: Ein Merkma,l das eine Verwandtschaft, eine Art, etc., nicht besitzt
Negri, Adelchi (1876 – 1912): Italienischer Pathologe, Namensgeber und Entdecker der Negri-Körperchen bei Tollwut
Neisseria: z. B. Neisseria meningitidis (Meningokokken; nicht separat behandelt), Erreger einer Meningitis und Neisseria gonorrhoeae (Gonokokken), Erreger der Geschlechtskrankheit Gonorrhoe, auch Tripper genannt. (Beta-Proteobacteria)
Nekrosen: Absterben mehrerer Zellen in begrenztem Gebiet
Nektar: Von Bedecktsamern abgeschiedene zuckerhaltige Flüssigkeit, um Bestäuber anzulocken
Neocallimastix: Rumenpilz (Neomastigales – Chytridiomycotina – Chytridiomycota – Begeißelte Chitinpilze – Fungi –…)
Neocallimastigales: Rumenpilze (Chytridiomycotina – Chytridiomycota – Begeißelte Chitinpilze – Fungi – Opithokonta –…)
Neomycot: Unter Neomycoten werden Pilze verstanden, die bewusst oder unbewusst vom Menschen in Gebiete eingeführt wurden, in denen sie natürlicherweise zuvor nicht vorkamen
Neophyt: Unter Neophyten werden Pflanzen verstanden, bewusst oder unbewusst vom Menschen in Gebiete eingeführt wurden, in denen sie natürlicherweise zuvor nicht vorkamen.
Neosiphonia: Ceramiales – Rhodophyta – Plantae – Eukarya); (Abbildung unter „3.1 Rhodophyta … Ceramiales, 2 Polysiphonia als Beispiel“)
Neovirion: Analoger Ausdruck zu Neozoon und Neophyt
Neozoon: Unter Neozoon werden Tiere verstanden, bewusst oder unbewusst, oder durch des Menschen Einfluss in Gebiete eingeführt wurden, in denen sie natürlicherweise zuvor nicht vorkamen.
Nephrophil: nervenfreundlich, an Nerven sich lagernd
Nephrotoxin: Nervengift
Neptunsgehirn: Diploria cerebriformis (Faviidae – Scleractinia – Hexacorallia – Anthozoa – Cnidaria –…); (Abbildung unter „4.2 Cnidaria … Scleractinia, 4 Einige Beispiele“)
Nervenzellen: Hochspezialisierte, für Reize sehr sensible Zellen, die für Aufnahme und Weiterleitung von Informationen entlang der Kommunikationswege des Nervensystems zuständig sind
Nesselfäden: Nesselzellen tragende Fäden des Bauchraums, die zum Beutefang herausgepresst werden können
Nesselgifte: Meist Proteine, insbesondere Enzyme wie Phospholipasen, Cytolysine und ionenkanalhemmende Neurotoxine; diese Neurotoxine wirken in der Hauptsache auf das Nervensystem, wo sie die Bildung von Aktionspotentialen unterbinden und so Krampf und Lähmungserscheinungen bewirken.
Nesselkapseln: In Nesselzellen gebildete, kapselartige Gebilde, die bei Reizung der Nesselzellen ihr schlauchartiges Fangorgan hervorschleudern
Nesseltiere: Cnidaria (Animalia – Opisthokonta – Eukarya)
Nesselzellen, Cnidocyten: Zellen in der Epidermis der Cnidaria, zum Beutefang und zur Abwehr dienend; bei Reizung wird ein Nesselschlauch ausgeschleudert, der häufig ein hochwirksames Gift in das Opfer injiziert
Nesselzellsäckchen: In Säckchen zusammengefasste Nesselzellen
Netzflügler: Neuroptera (Neuropteroidea – Neuromecoptera – Holometabola – Neoptera – Pterygota –…)
Neue Welt: Die beiden Amerikas (Nordamerika und Südamerika zusammen)
Neuraminidase: Spaltet Sialinsäurereste von Proteinen ab. Dadurch unterstützt die Neuraminidase sowohl die Infektion als auch die Ausschleusung von Viren aus bereits infizierten Zellen.
Neuromuskuläre Synapsen: An Muskelfasern ansitzende Synapsen
Neurone: Nervenzellen
Neuropeptide: Als Neurotransmitter dienende kurzkettige Peptide
Neuropil: Nervengeflecht zwischen Zellkörpern
Neurotransmitter: Moleküle, die von einer Nervenzelle abgegeben und von einer anderen aufgenommen werden, wodurch Signale im Nervensystem weitergeleitet werden. Als bedeutende Neurotransmitter gelten z. B. Adrenalin, Acetylcholin, Serotonin, Dopamin, Glycin und GABA.
Neutraler pH: pH (Potential des Wasserstoffs) von 7, reines Wasser
Neutrinos: Gehören zu den Leptonen, sind elektrisch ungeladen und in den Nachweisgrenzen masselos; sie zeigen keine Wechselwirkung mit Atomen
Neutronen, Protonen: Bausteine der Atomkerne; die positiv geladenen Protonen sind mit neutralen Neutronen assoziiert. Die Elemente unterscheiden sich hauptsächlich durch die Anzahl ihrer Protonen
Neutrophile Bakterien: pH-neutrales Medium bevorzugende Bakterien
–NH2: Ammoniumgruppe
Neutrophile Granulocyten: Spezialisierte Immunzellen der Wirbeltiere. Beim Menschen sind sie mit einem Anteil von 50–65 % die häufigsten weißen Blutkörperchen
Neutronenstern: Ein Stern, dessen wesentlicher und namensgebender Bestandteil Neutronen sind. Ein Neutronenstern ist ein Endstadium in der Sternentwicklung eines massereichen Sterns
Nexin: Ein hochelastisches Protein aus der Gruppe der Mikrotubuli-assoziierten Proteine; funktionelles Protein der eukaryotischen Geißel.(Abbildung unter „Eukarya, 12 Sprachlos“)
Nichtreduzierbare Komplexitat: Designisten (und Kreationisten) nehmen gerne für ihre Ansichten äußert komplexe Organe dafür als Beispiel, deren Funktion vollkommen zusammenbräche, würde nur ein entscheidender Baustein fehlen. Sie vergessen dabei jedoch, dass der komplexe Bau nach und nach erst entstanden ist und auch funktionell sich weiterentwickelt hat. Nur wer davon ausgeht, alles wäre schon so seit jeher existent, kann daher von einer nichtreduzierbaren Komplexität sprechen, weil, nicht verwunderlich, die Funktion beeinträchtigt wird oder gänzlich ausfällt, wenn ein entscheidendes Teil fehlt. So wie ein Auto nicht fährt, fehlen z. B. Räder. Der Bakterien Flagellen und das menschliche Auge dienen meist der Argumentation.
Nickel (28Ni): besitzt 28 Protonen; 30 – 36 Neutronen kommen noch hinzu; (28Ni, Anzahl der Protonen = Ordnungszahl 28)
Nicotinamid: Stickstoffheterozyklus aus fünf C- und einem N-Atom; ein C-Atom trägt eine Carboxylgruppe [–COOH] deren Hydoxylgruppe [–OH] durch eine Aminogruppe [–NH2] ersetzt ist [–CONH2] ]; (Abbildung unter „Grundlegendes, 1 Das Experiment“)
Nischen (ökologische): Meist begrenzte Gebiete mit ziemlich einheitlichen Lebensbedingungen; durch spezifische abiotische und biotische Faktoren bestimmt
Nitrat: [NO3−]
Nitratbakterien (Bakterien, die unter aeroben Bedingungen zur Energiegewinnung Nitritionen [NO2-] zu Nitrationen [NO3-] oxidieren
Nitrifizierer, Ammoniumoxidierer: Oxidieren zur Energiegewinnung [NH4+] zu Nitrit [NO2-]
Nitrile: Kohlenstoff-Stickstoffverbindungen, mit dreifacher Bindung zwischen [C] und [N], z. B. [H3–C≡N]
Nitritionen: [NO2−]
Nitrobacter: Nitritoxidierer; stäbchenförmige Bakterien, die unter aeroben Bedingungen zur Energiegewinnung Nitritionen [NO2−] zu Nitrationen [NO3−] oxidieren; werden deshalb oft als Nitratbakterien bezeichnet
Nitrogenasen: Die einzigen Enzyme, die in der Lage sind, Stickstoff aus der Luft in bioverfügbaren Stickstoff umzuwandeln. Diesen Vorgang bezeichnet man als Stickstofffixierung. Der gesamte Prozess der biologischen Stickstofffixierung ist relativ komplex und erfordert das Zusammenwirken mehrerer Enzyme, von denen die Nitrogenase das Wichtigste ist. Um das Enzym gegen Sauerstoff zu schützen, haben Bakterien verschiedene Anpassungen entwickelt, etwa dicke Schleimkapseln oder besonders dickwandige Zellen. Bakterien, die sauerstoffbildende Photosynthese betreiben, trennen stickstofffixierende Zellen (Heterocysten) räumlich von Sauerstoff freisetzenden Zellen oder sie assimilieren Stickstoff nur nachts, wenn die Lichtreaktion der Photosynthese ruht. Nur Prokaryoten besitzen diese Enzyme. Wurzelknöllchenbakterien schirmen Nitrogenase mit Leghämoglobin ab.
nm, Nanometer: 10-9 m, 10-6 mm, 10-3 µm
NN (Geographie): Höhe bezogen auf den Meeresspiegel.
NO: Stickstoffmonoxid
NO2−: Nitrit
NO3−: Nitrat
nod-Faktoren: Unterschiedliche Substanzen, jedoch mit ähnlichem Grundbau. Eine N-Acetyl-Glucosamin-Kette, β-1,4-verknüpft, trägt, verbunden mit einem der N-Acetyl, eine Fettsäure unterschiedlichster Art.
NOR; Nucleolus-Organisator: Sekundäre Einschnürung an der der Satellit sitzt. Die nucleosomfreie DNA dieser Dünnstelle bildet den Nucleolus aus, wenn das Chromosom von der Transportform in die Funktionsform (im Arbeitskern) übergeht. Die Anzahl der Nucleoli in einem Zellkern entspricht daher meist der Anzahl der Satelliten, bei Pflanzen meist nur 1 pro einfachem Chromosomensatz (Lüttge et al. 2010). (Abbildung unter „Eukarya, 7 Gordischer Knoten“)
Nord-Ost-Passat: Ständige Winde unterschiedlicher Stärke, die von Nordosten nach Südwesten als Druckausgleich zu den am Äquator noch oben gerichteten Luftmassenbewegungen strömen; sie sind eigentlich von Norden nach Süden gerichtet, werden aber durch die Erdrotation (Reibung am Boden hält sie fest) abgelenkt, so dass sie von Nordosten her kommen; diese Winde starten so um den 28. Grad nördl. Breite.
Noroviren: Auslöser von Gasteroenteritis und Diarrhöe (Calicivirdae – Unbehüllte (+)-ss-RNA-Viren –Einzelsträngige (+)-RNA-Viren – RNA-Viren – Viren –…); (Abbildung unter „1 Bacteria … Caliciviridae, 2 Der Menschen Norovirus“)
Noséma apis: Parasit der Westlichen Honigbiene (Microsporidia – Myxozoa – Cnidaria – Animalia – Opisthokonta -…)
Noséma bombycis: Parasit der Seidenraupen (Microsporidia – Myxozoa – Cnidaria – Animalia – Opisthokonta -…)
Noséma ceranae: Parasit der Östlichen Honigbeine (Microsporidia – Myxozoa – Cnidaria – Animalia Opisthokonta –…)
Opisthokonta -…)
Nostoc: Gallertkugel (Cyanobacteria – Bacteria); (Abbildung unter „1 Bacteria … Cyanobacteria, 2 Blaualgen“)
Nucleasen: Nucelinsäuren abbauende Enzyme
Nucleinsäuren: generelle Bezeichnung für DNA und RNAs
Nucleobasen: A, T, C, G (U in RNA)
Nucleocapsid: Einheit proteinassoziierter Chromosomen
Nucleolus: Wird bei der Kernteilung aufgelöst und seine RNA in Gestalt der Ribosomen in das Cytoplasma entlassen; besteht aus. ca. 40% Protein und ca. 60% RNA und der DNA des Nucleolusorganisators Lüttge et al. 2010); (Abbildung unter „Eukarya, 6 Infrastruktur“)
Nucleolus-Organisator, NOR: Sekundäre Einschnürung an der der Satellit sitzt. Die nucleosomfreie DNA dieser Dünnstelle bildet den Nucleolus aus, wenn das Chromosom von der Transportform in die Funktionsform (im Arbeitskern) übergeht. Die Anzahl der Nucleoli in einem Zellkern entspricht daher meist der Anzahl der Satelliten, bei Pflanzen meist nur 1 pro einfachem Chromosomensatz (Lüttge et al. 2010). (Abbildung unter „Eukarya, 7 Gordischer Knoten“)
Nucleoproteine (Viren): Proteine, die das Virenchromosom unmittelbar umgeben
Nucleoside: Aus Nucleinsäurebasen (z. B. Adenin) und Zucker (z.B. Ribose) zusammengesetzte Bausteine (z. B. Ribose-Adenin)
Nucleosom: Aggregate aus Histonen, um die sich der DNA-Doppelstrang windet. (Lüttge et al. 2010). (Abbildung unter „Eukarya, 7 Gordischer Knoten“)
Nucleotide (generell): ATP, TTP, CTP, GTP, UTP
Nucleotide: Die Nucleotide Desoxyribonucleotid- bzw. Ribonucleosittriphosphate (ATP, TTP, CTP, GTP, UTP) werden als Einzelbausteine unter Abspaltung von zwei Phosphaten zu DNA bzw. zu RNA verknüpft
Nucleotidsequenzen: Basensequenzen der DNA
Nucleus: Zellkern
Nüstern: Nasenlöcher größerer Tiere, besonders beim Pferd
Nystacin: Antimycoticum, Fungizid, aus Streptomyces noursei gewonnen.
O
Obelia geniculata: Gekniete Obelia (Leptothecata – Leptolina – Hydrozoa – Medusozoa – Cnidaria –…); (Abbildung unter 4.2.1 Medusozoa ... Leptotheca, 2 Obelia genicdulata")
Obergärig (Bier): Dabei schwimmen die Hefekolonien nach dem Brauvorgang obenauf und können abgeschöpft werden; Hefen gären bei Temperaturen von 18 – 24 °C
Oberhaut (Epidermis): Besteht aus einem mehtrschichtigen, verhornenden Plattenepithel. Die äußere Hornschicht enthält abgestorbene Hornzellen. Sie bildet die oberste Schutzbarriere der Haut. Die darunter liegende Schicht liefert Nachschub für die Hornschicht. Sie aus der Basalzell- und der Stachelschicht zusammen. In der Basalzellschicht, der untersten Schicht der Epidermis, befinden sich Stammzellen, aus denen sich die hornbildenden Zellen, die sogenannten Keratinozyten, entwickeln.
Oberkarbon-, Pensylvanian-Zeit: vor 318 – 299 Millionen Jahren
Objekt der Evolution: Wirken der Evolution auf einen Organismus
Obligat: unerlässlich, erforderlich, ohne Wahlfreiheit
Obligate Parasiten: Parasiten, Organismen, die auf Kosten eines anderen leben und zumindest in einer ihrer Lebensphasen auf lebende Organismen unbedingt angewiesen sind
Ocellen: Kleine einfache Augen von Invertebraten mit basalen lichtempfindlichen Zellen
Ochse, Kastrierter Stier: Bos taurus (Bovini – Boodontia – Bovidae – Pecora – Ruminatia –…)
Octocorallia: Achtarmkorallen (Anthozoa – Cnidaria – Animalia – Opisthokonta – Eukarya)
Octoradial: Köper, dessen Strukturen nach acht Richtungen orientiert sind
Ödem: Ansammlung von Flüssigkeit, die aus dem Gefäßsystem stammt, im interstitiellen Raum
Ökosysteme: Bezeichnen eine je unterschiedlich ausgeprägte Lebensgemeinschaft von verschiedenen Organismen (Tiere, Pflanzen, Pilze, Bakterien, etc.) in ihrer unbelebten Umwelt (Steine, Erde, Wasser etc.)
Ökologische Nischen: Meist kleine Gebiete, Habitate, mit relativ einheitlichen Lebensbedingungen
Ökotop: Bezeichnet die räumliche Ausdehnung und seine unbelebten Bestandteile, in dem sich ein bestimmtes Zusammenwirken von Umweltfaktoren abspielt.
Öl: Flüssiges Fett; in diesem Fall weisen die an Glycerin hängenden Fettsäuren viele Doppelbindungen auf. Damit erhält die Struktur der Fettsäure mehrere Knicke, wodurch ein geregeltes Aneinanderlegen erschwert wird und somit keine Verfestigung eintreten kann
Östliche Honigbiene: Apis cerana (Apidae – Aculeata – Apocrita – Hymenoptera – Holometabola –…)
Ohrenqualle: Aurelia aurita (Ulmariidae; nicht separat behandelt – Discomedusae – Scyphozoa – Medusozoa – Cnidaria –…); (Abbildung unter "4.2.1 Medusozoa ... Discomedusae, 5 Ohrenqualle")
Oktaeder: Von acht Dreiecken begrenzter Körper
Oktokorallen: Octocorallia (Anthozoa - Cnidaria – Animalia – Opisthokonta – Eukarya)
Oligochaeta: Wenigborstler (Clitellata – Annelida – Schizocoelia – Spiralia – Protostomia –…)
Oligonucleotide: kürzere Ketten aus Nucleotiden
Oligotrophe, nährstoffarme Gewässer: Gewässer der Trophiestufe I mit wenig Nährstoffen und daher geringer organischer Produktion. Die geringe Phosphatzufuhr begrenzt das Pflanzen- und Algenwachstum. Das Plankton ist zwar artenreich, aber individuenarm. Das Wasser ist sehr klar, erscheint blau bis dunkelgrün. Die Sichttiefe ist in der Regel größer als 6 m, mindestens aber 3 m.
Oligozän-Zeit: Vor 34 – 23 Millionen Jahren
Olpidium brassicae: Verursacher der Kohlkeimlinge Umfallkrankheit (Olpidiaceae; nicht separat behandelt – Spizellomycetales – Chytridiomycotina – Chytridiomycota – Fungi –…); (Abbildungen unter „5 Fungi … Spizellomycetales, 2 Wahlfreiheit“)
Oncom: Fermentierte Erdnüsse
Ontogenese (oft Ontogenie): Vorgang der Entwicklung des Individuums von der Zygote ab; oder seiner Organe
Onychomykose: Infektion der Hand- oder Fußnägel durch pathogene Pilze
Onygena spp.: Hornpilze (Onygenaceae – Onygenales – Eurotiomycetidae – Eurotiomycetes – Bitunicate Ascomycota -…)
Onygena corvina: Gewöll-Hornpilz (Onygenaceae – Onygenales – Eurotiomycetidae – Eurotiomycetes – Bitunicate Ascomycota -…); (Abbildung unter „5.1 Ascomycota … Onygenaceae, 2 Was die einen gekotzt, kommt den anderen recht“)
Onygena equina: Hörner- und Hufpilz (Onygenaceae – Onygenales – Eurotiomycetidae – Eurotiomycetes – Bitunicate Ascomycota -…); (Abbildung unter „5.1 Ascomycota … Onygenaceae, 2 Was die einen gekotzt, kommt den anderen recht“)
Oocyte: Eizelle
Oogamie: Verschmelzung eines haploiden, beweglichen Spermatozoids mit einer unbeweglichen, nährstoffreichen Eizelle
Oogonien: Eizellbehälter
OP-Masken: Genormtes Medizinprodukt mit dem Zweck, Übertragung von Krankheitserregern durch Tröpfcheninfektion während der Operation zu reduzieren.
Opak: undurchsichtig
Operculum: Deckel, daher operculater Ascus; Ascus mit Deckel
Operculat (Pezizomycotina): Asci bilden einen Deckel, ein Operculum, zum Öffnen des Ascus.; (Abbildung unter „5.1 Ascomycota … Inoperculate Ascomycota, 1 Einfallsreich“)
Ophiocordyceps: Kernkeulen (Cordycipitaceae – Hypocreales – Hypocreomycetidae – Sordariomycetes – Perithecienascomycota –…)
Opine: Dicarbonsäuren, die durch Kondensation (Wasserabspaltung) von zwei α-Ketosäuren an eine Aminosäure entstehen
-opsida: Klassencharakterisierende Endung von Pflanzen
Operon: auf der DNA von Prokaryoten, gelegentlich auch von Eukaryoten, bestehend aus Promotor, Operator und Genen, die ein oder mehrere Proteine codieren
Operator (DNA): Abschnitt auf dem Operon in der Nähe des Promotors bezeichnet, an die ein Regulator (Repressor oder Aktivator) binden kann und dadurch die Affinität des Promotors zur RNA-Polymerase erniedrigt bzw. erhöht. Damit wird die Transkription der Gene im Operon reguliert.
Opisthokont begeißelt: Die Geißel inseriert am hinteren Ende des Flagellaten und schiebt den Körper voran. (Abbildung unter 5 Fungi … Spizellales, 1 Spizelloflagellat und unter „5 Fungi … Chytridiales, 1 Kompakt“ und unter „5 Fungi … Blastocladiomycotina, 1 In ihrer Weise einzigartig“)
Opportunistisches Pathogen, opportunistischer Parasit: Normalerweise nichtpathogene, nichtparasitische Organismen nutzen nur geschwächte Organismen (z. B. immunsupprimierte Personen) für dann parasitisches Wachstum
Orangen: Citrus sinensis (Rutaceae – Sapindales – Malvanae – Rosidae – Superrosidae -…)
Organomoleküle: Moleküle, die auf einem oder mehreren, in einer Kette verbundenen Kohlenstoffatomen basieren
Ordnung (der Organismen): Hierarchische Ebene zwischen Familie und Unterklasse
Ordoviz-Zeit: vor ca. 485 – 443 Millionen Jahren
Organell: Lipidmembranumgrenzte Bereiche einer Zelle eigener Funktion, z. B. Zellkern, Mitochondrien, Chloroplasten, etc.; oder als Zelle, weicht sie signifikant in Gestalt und Funktion von anderen ab, z. B. Drüsenzelle, Exkretionszelle
Organik: Organische Stoffe
Organisationsstufenwechsel: Wechsel zwischen zwei komplett unterschiedlichen Typen der Zellorganisation, z. B. zwischen Hefen- und Hyphenwachtum
Orgelpfeifenkoralle: Tubipora musica (Tubiporidae – Malacalcyonacea – Octocorallia – Anthozoa – Cnidaria –…); (Abbildung unter „4.2 Cnidaria … Tubiporidae, 1 Orgelpfeifenkorallen“)
Orographie: Beschreibende Darstellung des Reliefs der Erdoberfläche
Orselline, Orseille, Orcein: Gemisch verschiedener Farbstoffe abgeleitet aus der Orsellinsäure; (Abbildung unter 5.1 Ascomcota … Arthoniomycetes, 1 Sonderbar“)
Orsellinsäure: Organische Säure, die sich von Benzoesäure ableitet, in der zwei Hydroxylgruppe und eine Methylgruppe als Substituenten hinzugefügt wurden. (Abbildung unter 5.1 Ascomcota … Arthoniomycetes, 1 Sonderbar“)
Orient: Gebiete, die von Nordafrika, einschließlich Ägypten und Marokko, über den Nahen Osten mit Ländern wie Iran und Irak, bis hin zum Fernen Osten mit Ländern wie China und Japan reichen
Orthohepadnavirus: Hepatitis B Virus, HBV (Hepadnaviridae – Revers transkribierende Doppelstrang DNA-Viren – Doppelstrang DNA-Viren – RNA-Viren – Viren – Bacteria)
Orthohepadnaviren: Säugetierhepadnaviren (Hepadnaviridae – Revers transkribierende Doppelstrang DNA-Viren – Doppelstrang DNA-Viren – RNA-Viren – Viren – Bacteria)
Orthopoxvirus variolae: Menschenpocken (Poxviridae – Herkömmlich transkribierende Doppelstrang-DNA-Viren – Doppelstrang-DNA-Viren – DNA-Viren – Viren – Bacteria)
Oryzaviren: Reisviren (Reoviridae – Doppelsträngige RNA-Viren – RNA-Viren – Viren – Bacteria)
Oscillatoria: Schwingalge (Cyanobacteria – Bacteria); (Abbildung unter „1 Bacteria … Cyanobacteria, 2 Blaualgen“)
Osculum (Schwämme): Hauptöffnung von Schwämmen, durch die Wasser, eingesaugt durch Wandporen, zusammen mit Stoffwechselprodukten wieder ausgestoßen wird; (Abbildung unter „4.1 Porifera, 4 Vergrößerung“)
Osmostress (Osmose): Osmose ist die Diffusion eines Lösungsmittels (z. B. Wasser) durch eine für eine bestimmte Substanz nur in einer Richtung durchlässige Membran. Ziel der Diffusion des Wassers ist es, einen Konzentrationsausgleich zwischen den beiden durch die Membran getrennten Räume zu erreichen. Ist z. B. die Salzkonzentration oder Zucker-Konzentration innerhalb einer Zelle höher als außen, so wird so lange Wasser in die Zelle aufgenommen, bis es zu einem Konzentrationsausgleich kommt. Ist die Konzentration innerhalb der Zelle niedriger, so wird Wasser nach außen entweichen. Als Folge würde sich im ersten Fall die Zelle ständig vergrößern, bis sie unter Umständen sogar platzt, im zweiten Fall würde sie kollabieren. Zumindest das Zerplatzen infolge Osmosestresses kann durch eine widerstanderzeugende Zellwand verhindert werden.
Ostioli: Kleine (maximal 20 µm im Durchmesser) zuführende Öffnungen ins Innere von Schwämmen; externe Ostioli führen von der Umgebung in den Schwamm hinein; interne von Kanälen ins Choanosom); (Abbildung unter „4.1 Porifera, 4 Vergrößerung“)
Otto Normalverbraucher: Der Nachname „Normalverbraucher“ stammt von Lebensmittelkarten, die im Zweiten Weltkrieg und noch mehrere Jahre danach ausgegeben wurden. Lebensmittelmarken mit dem Aufdruck „Nur für Normalverbraucher“ gingen an Personen, denen kein besonderer Bedarf zuerkannt wurde – anders als etwa Schwerstarbeitern, Schwangeren und Kriegsversehrten. Otto hieß seit der Kaiserzeit im Berlinischen eine Sache, über die in Anredesätzen Hochachtung ausgedrückt wurde, einen Braten etwa: „Das ist aber ein Otto!“ (wikipedia.org/wiki/Otto_Normalverbraucher)
Ovarien, Ovariolen: Weibliches Geschlechtsorgan, Produktionsort der Eizellen
Ovarien: Eizellen produzierende Organe
Ovipar: Eizellen oder Zygoten verlassen das Mutterzoon
Oxalacetat: [COOHCOCH2COO− + H+]
Oxalessigsäure: [COOHCOCH2COOH]
Oxea (Schwämme): Silicat-Megaspiculum leicht gebogener gleichdicker Form mit zwei zugespitzten Enden; (Abbildung unter 4.1 Porifera, … Heterscleromorpha, 1 Heterogen“)
Oxidative Phosphorylierung: Ein wesentlicher Prozess, durch den Zellen Energie in Form von Adenosintriphosphat (ATP) gewinnen. Dieser Vorgang findet in den Mitochondrien statt, den Kraftwerken der Zellen, und spielt eine zentrale Rolle bei der Umwandlung von Nährstoffen in nutzbare Energie; nutzt dafür Energie, die während der Atmungskette freigesetzt wird
Oxidieren: Ein Atom oder Molekül mit Sauerstoff verbinden; allgemeiner: eines Atoms oder Ions Entzug von Elektronen
Oxidiertes Flavinmononucleotid: FMN (Abbildung unter „1 Bacteria … Quorum Sensing, 5 Vibrio fisheri“)
Oxyhexaster (Schwämme): Strahlende, vielendige, räumliche Spicula mit scharfen Dornen von einem zweigeteilten Zentrum ausgehend; (Abbildung unter 4.1 Porifera, … Heterscleromorpha, 1 Heterogen“ und unter „4.1 Porifera … Hexactinellida, 1 Einzigartig“)
Ozon, O3: Ein aus drei Sauerstoffmolekülen bestehendes, instabiles Molekül; beim Zerfall entsteht ein Sauerstoffradikal, das stark oxidierend wirkt und diverse Moleküle angreifen und zerstören kann