E

EAS, Extrazelluläre amyloide Substanzen: Lassen sich wie Amylose mit Jodlösungen blau anfärben

eDNA, Umwelt-DNA, Environmental DNA: Bezieht sich auf genetische Spuren, die Organsimen hinterlassen, ohne davon Konkretes (Zelle, etc.) finden zu können

Ebola (Flüsschen): bringt ihr Wasser zur Dua, fließt weiter zum Mongalla, der es dem Congo (Demokratische Republik Kongo) übergibt

Ebola-Virus: Ebola sp. (Filoviridae – Einzelsträngige (–)-RNA-Viren – RNA-Viren – Viren – Bacteria)

Ecdysozoa: Häuter, Häutungstiere (Protostomia – Bilateria – Animalia – Opisthokonta – Eukarya)

Echte Frösche: Rana (Ranidae – Neobatrachia – Anura – Batrachia – Lissamphibia -…)

Echte Frösche: Ranidae – Neobatrachia – Anura – Batrachia – Lissamphibia – Amphibia –…)

Echte Pflanzen: Plantae (Eukarya)

Echte Pilze, Chitinpilze: Fungi (Opisthokonta – Eukarya)

Echte Tiere: Animalia (Opisthokonta – Eukarya)

Echte Trüffel: Tuber spp. (Tuberaceae; nicht separat behandelt – Pezizomycetes – Pezizomycotina – Ascomycota – Dikarya –…)

Echter Mehltau: Erysiphales (Leotiomycetes – Apothecienascomycota – Unitunicate Ascomycota – Inoperculate Ascomycota – Pezizomycotina –…)

Echtes Gewebe, Parenchym: Hierbei sind die Zellen allseits mit den Nachbarzellen durch gemeinsame Zellwände verbunden.

Echtes Labkraut: Galium verum (Rubiaceae – Gentianales – Lamianae – Asteridae – Superastereidae – …)

Echtzellkerner, Eukarya: Die evolutiv jüngste, fortgeschrittenste der drei bekannten Domänen sind die Eukarya mit echten Zellkernen, mit interner Kompartimentierung aus unterschiedlich gestalteten Zisternen und Vesikeln, sowie hochkomplexen Chromosomen

Edelkoralle: Corallium rubrum (Corallinidae – Der Scleralcyonacea Rest – Scleralccyoacea s. l. – Octocorallia – Anthozoa – …); (Abbildung unter „4.2 Cnidaria … Corallinidae, 2 Der Korallenstock“)

Ediacarium-Zeit: vor ca. 635 – 542 Millionen Jahren

Egge(n): Geräte mit Zinken versehenen, beweglichen, massiven Gittern, oder mit rotierenden Walzen, vielfach auch Scheiben zum Auflockern oder Zerkleinern der oberen Krume von gepflügten Feldern. Eggen wird heute häufig sogar statt Pflügen vorgenommen, um den Boden schonender zu bearbeiten, denn Pflügen bricht den Oberboden um und stört damit die naturgemäße, günstige Schichtung der Mikroben bezüglich Sauerstoff und Nährstoffgehalt; außerdem werden dadurch etablierte Hyphennetzwerke arbusculärer Mykorrhizapilze zum Nacheilt der Pilze und Pflanzen zerrissen.

EHEC: Enterohämorrhagische Escherichia coli

Eidechsen: Lacertidae (Scincomorpha – Autarchoglossa – Scleroglossa – Squamata – Lepidosauria –…)

Eimutterzellen: Diploide Zellen, die nach Meiose vier Eizellen bilden

Einfachbindung (Chemie): Eine Form der kovalenten Bindung zwischen zwei Atomen, bei der zwei Bindungselektronen beteiligt sind; die beiden Atome sind somit über ein Elektronenpaar miteinander verbunden, was in Strukturformeln mit einem einfachen Strich ausgedrückt wird, in den in diesem Werk gezeigten Darstellungen als dünne grüne Linie).

Einfache Septen: Septen, die nicht zu zweit eine Schnalle bilden

Einfacher Septenporus: Eine zentrale Öffnung der Querwand, ohne irgendwelche besonders geformte Porenränder

Einnischen: Ein Organismus, der sich allmählich in einer neuen ökologischen Nische ausbreitet

Einsiedlerkrebse: Pagurus spp. (Decapoda – Eumalacostraca - Malacostraca – Crustacea – Thoracopoda – …)

Einstrahlung: Strahlungsenergie, die von der Sonne ausgeht. Die Einstrahlung, die auf der Erde ankommt, wird Globalstrahlung genannt. Damit ist nicht nur die direkte Sonnenstrahlung gemeint, sondern auch diffuse Strahlung, die etwa durch Wolken oder Smog gebrochen wird.

Einzelsträngige DNA: Nur ein DNA-Strang liegt vor, ist also nicht mit einem Gegenstück gepaart

Einzelsträngige RNA, single stranded, ss: nur ein Nucleotidstrang liegt vor

Eisen (26Fe) besitzt 26 Protonen; 30 Neutronen kommen noch hinzu; (26Fe, Anzahl der Protonen = Ordnungszahl 26); wird meist als Fe2+, kaum als Fe3+ von Organismen aufgenommen

Eiweißketten (=Proteine): Aus Aminosäuren aufgebaute, komplexe Moleküle. Die [–NH2]-Gruppe einer Aminosäure wird mit der Hydroxylgruppe [–OH] der Säurefunktion [–COOH] unter Wasserabspaltung verknüpft, dabei entsteht eine charakteristische Abfolge von Atomen: [–C–N–C–C–N–]n, wobei das unmittelbar dem [N] benachbarte [C] einen doppelbindigen Sauerstoff [–C=O] trägt

Eizellen: Unbewegliche, nährstoffreiche, weibliche, haploide Keimzellen

Ektoderm: Äußeres Keimblatt der Embryogenese; im Zuge der Gastrulation außen verbliebene Zellschicht der Blastula

Ektomykorrhiza: Eine Symbiose, Mykorrhiza, aus Pilzen (-myko-) und Pflanzenwurzeln (-rhiza). Bei dieser Mykorrhiza wachsen die Hyphen ausschließlich in den Zellwänden der Wurzel (Ekto-; außerhalb des Zellinneren). Der Molekültransfer (Wasser und Nährionen vom Pilz zur Wurzel; Zucker und andere Substanzen von der Wurzel zum Pilz) erfolgt über ausgedünnte Zellwände (Restzellwände) beider Partner. Hyphen bilden außerdem eine dichte Hülle (Mantel) um die Wurzel, aus der Hyphen in den Boden hineinreichen, über die Wasser und Nährionen an die interzellulär wachsenden Hyphen und letztlich an die Wurzel gehen; oftmals stehen vom Mantel auch Cystiden (Mantelcystiden) ab.

Ektomykorrhizapilze: Pilze, die mit ihrem Mycel Ektomykorrhizen bilden

Ektoparasit: Parasit, der außerhalb des Körpers sitzt, nur oberflächlich in ihn eindringt und auf ihm lebt und trotzdem Nahrung vom Wirt bekommt

Elaphomyces: Hirschtrüffel (Elaphomycetaceae – Eurotiales – Eurotiomycetidae – Eurotiomycetes – Bitunicate Ascomycota –…)

Elaphomyces granulatus: Körniger Hirschtrüffel (Elaphomycetaceae – Eurotiales – Eurotiomycetidae – Eurotiomycetes – Bitunicate Ascomycota –…); (Abbildung unter “5.1 Ascomcota … Elaphomycetaceae, 1 Versteckt und doch wieder nicht”)

Elektrisches Potential, Aktionspotential: Eine vorübergehende charakteristische Abweichung des Membranpotentials einer Zelle vom Ruhepotential; ein Aktionspotential mit zelltypischem Verlauf bildet sich und breitet sich als elektrisches Signal über die Zellmembran aus. Aktionspotentiale bilden sich durch kurzfristige und kurzzeitige Änderungen der Membranleitfähigkeit infolge von Wechselwirkungen besonderer spannungsgesteuerter Ionenkanäle in der Membran; die zeitabhängige unterschiedliche Aktivierung führt zum „Laufen“ des Aktionspotentials entlang der Axonmembran; für eine Auslösung des Aktionspotentiallaufs ist eine bestimmte Schwellenhöhe des Potentials, also die Stärke des Reizes, erforderlich

Elektrisches Potential (Membranpotential): Elektrische Spannung, die aufgrund von Ladungsunterschieden (unterschiedliche Konzentrationen verschiedener Ionen) in zwei von Lipiddoppelmembranen getrennten Räumen entsteht. (Abbildung unter „1 Bacteria … Mycobacteria, 1 Signalausfall“)

Elektrochemischer Gradient: räumliche Unterschiede der Teilchenmengen bestimmter Ionen (chemischer Gradient) sowie die daraus resultierenden Spannungsunterscheide (elektrischer Gradient)

Elektrolyte: Wichtige in Flüssigkeit gelöste Mineralien des Körpers; gehen bei Durchfallerkrankungen oft in erheblichem Maße verloren

Elektromagnetische Kraft = elektromagnetische Wechselwirkung: Anziehung (bzw. Abstoßung) unterschiedlich (gleich) geladener Teilchen; bindet z. B. das Elektron an den Atomkern

Elektronen: Negativ geladene Bestandteile von Atomen, die den positiv geladenen Atomkern umgeben. Sie sind an den Atomkern gebunden und bilden die sogenannte Elektronenhülle des Atoms

Elektronen auf eine höhere Bahn: Elektronen befinden sich um den Atomkern nur auf bestimmten Energieniveaus (Bahnen, Schalen); sie können sich von einem Niveau auf das nächsthöhere nur begeben, wenn sie eine Mindestenergie aufnehmen, die dem Energieunterschied zum höheren Niveau entspricht; dies wird durch Lichtquanten bewerkstelligt; beim „Zurückspringen“ auf die nächstniedrigere Energieebene wird die zuvor aufgenommene Energie gezielt wieder abgegeben

Elsinoe: Erreger der Brennfleckenkrankheit, der Anthraknose (Elsinoaceae; nicht separat behandelt – Myriangiales – Dothidiomycetes – Bitunicate Ascomycota – Inoperculate Ascomycota –…)

Elsinoe ampelina, Anthraknose des Weins (Elsinoaceae; nicht separat behandelt – Myriangiales – Dothidiomycetes – Bitunicate Ascomycota – Inoperculate Ascomycota –…); (Abbildung unter „5.1 Ascomycota … Myriangiales, 2 Vitis‘ starrende Augen“)

Elsinoe veneta: Rubus-Anthraknose (Elsinoaceae; nicht separat behandelt – Myriangiales – Dothidiomycetes – Bitunicate Ascomycota – Inoperculate Ascomycota –…); (Abbildung unter „5.1 Ascomycota … Myriangiales, 1 Ohne Fruchtkörper dennoch geschützt“)

Embryo (Mensch): Kind in den ersten eineinhalb Schwangerschaftsmonaten

Emmental: Schweizer Hügellandschaft im Berner Mittelland; die Emme ist der namengebende Fluss

Emmentaler Käse: Einer der wenigen (der erste) Käse, die mit zwei Bakteriensippen hergestellt werden, die in Gemeinschaft fermentieren, nämlich Propionsäurebakterien (Propionibacteria – Actinobacteria – Grampositive – Bacteria) und Lactobacillus (Lactobacillaceae – Lactobacillales – Firmicutes – Grampositive – Bacteria)

Emmer: Triticum dicoccum (Triticeae – Poideae – BOP-Verwandtschaft – Poaceae – Poineae – …)

Empfängnishyphen (Pezizomycotina, Pucciniomycotina): Treten bei Pezizomycotina oft an die Stelle von Trichogynen, ragen dabei weit über die Oberfläche hinaus, besitzen dann kein typisches Ascogon, oder es fehlt von vorneherein (Pucciniomycotina); sind in der Lage, in ihrer Basis mit dem vom Spermatium eingespeisten männlichen Kern ein Dikaryon zu bilden.

En miniature: im Kleinsten

En passant: Im Vorübergehen

3‘-Ende von Nukleinsäuren: Kohlenstoffatome der beteiligen Fünfer-Zucker (Ribose, bzw. Desoxyribose) werden, wenn sie nicht in Ringform vorliegen, vom C des Aldehyds ausgehend, mit den Ziffern 1 bis 5 belegt, wobei das letzte C (das C der [–CH2OH]-Gruppe) somit C5 darstellt. Folglich ist in Ringform des Zuckers das C unmittelbar am Sauerstoff, das die [–CH2OH]-Gruppe trägt, C4. Benachbart zum C4 liegt somit C3. Das 3‘-Ende des Zuckers ist das nächste C, das nicht die [–CH2OH]-Gruppe trägt. (Abbildung unter „1 Bacteria … DNA Viren, 1 Konservativ“)

5‘-Ende von Nukleinsäuren: Kohlenstoffatome der beteiligen Fünfer-Zucker (Ribose, bzw. Desoxyribose) werden, wenn sie nicht in Ringform vorliegen, vom C des Aldehyds ausgehend, mit den Ziffern 1 bis 5 belegt, wobei das letzte C (das C der [–CH2OH]-Gruppe) somit C5 darstellt. Folglich ist in Ringform des Zuckers das C unmittelbar am Sauerstoff, das die [–CH2OH]-Gruppe trägt, C4. Benachbart zum C4 liegt somit C3. Das 5‘-Ende des Zuckers ist somit die [–CH2OH]-Gruppe, das übernächste C ist C3 und stellt somit das 3‘-Ende dar. (Abbildung unter „1 Bacteria … DNA Viren, 1 Konservativ“)

Endemisch (Verbreitung): Nur in geographisch engbegrenzten Bereichen vorkommende Arten

Endoascus: Bitunicate Asci besitzen zwei funktionell differierende Ascusschichten, einen Exoascus, der bei Reife des Ascus‘ aufreißt und nach unten zu strumpfartig sich faltend zusammenzieht, dabei übt er auf den inneren Teil, auf den Endoascus, weiteren Druck aus, der sich im Inneren fortsetzt und durch diese Druckerhöhung die Ascosporen durch seinen Porus hinausschleudert.

Endocarp (Frucht): Die den/die Samen umgebende Fruchtwand besteht aus drei Schichten, aus dem innen liegenden Endocarp (wird bei Steinfrüchten holzig, steinhart), dem sich nach außen zu das Mesocarp (wird bei Steinfrüchten fleischig) anschließt und mit dem Exokarp, das die Oberfläche als mehr oder weniger dicke Haut bildet.

Endocytose: Aufnahme eines Partikels aus der Zellumgebung mit Hilfe eines aus der Zellmembran durch Einstülpung entstandenen Vesikels

Endodermis: Bildet einen Zylinder um das Leitbündelsystem der Wurzel. Die radial orientierten Zellwände der endodermalen Zellen enthalten eine wasserundurchlässige Schicht aus Lignin, Fett und Suberin, die verhindert, dass Wasser und die darin gelösten Stoffe unkontrolliert über die Radialwände in die Leitbahnen diffundieren können. Sie können dann nur durch die Zelle diffundieren oder transportiert werden.

Endogone lactiflua: Milchende Knotentrüffel (Endogonales; nicht separat behandelt – Mucoromycetes – Zygomycota – Multikarya – Unbegeißelte Chitinpilze – Fungi –…); (Abbildung unter „5 Fungi … Mucoromycetes, 6 Schutz oder Lockmittel“)

Endomykorrhiza: Symbiose zwischen Pilzhyphen und Pflanzenwurzeln, bei der die Hyphen in die Zelle eindringen

Endophytisch, Endophyten (Pilze): Symptomlos im Wirt wachsend; zumindest sind keine Symptome erkennbar, die auf schädigenden Einfluss hindeuten würden; erst nach Absterben besiedelter Teile des Wirtes, beginnen Endophyten sich asexuell oder sexuell zu vermehren.

Endolithisch: Innerhalb von Steinen (oder von steinharten Kalkexoskeletten)

Endoplasmatisches Retikulum, ER: Intrazelluläres Membransystem aller eukaryotischen Zellen; besteht aus lipiddoppelmembranumschlossenen Hohlräumen, die ein zusammenhängendes System bilden, und das mit der Kernhülle in Verbindung steht; (Abbildung unter „Eukarya, 6 Infrastruktur“)

Endosom: Mikrobenumschließendes Vesikel, entstanden aus einer Zellmembraneinstülpung

Endoskelett: Ist im Innern des Organismus gelagert, entweder permanent zellintern oder von Zellen zu selbständigen Strukturen ausgeschieden und zusammengelagert

Endosomenmembran: Lipiddoppelmembran

Endosporen (allgemein): Sporen, die in einem Behälter gebildet werden

Endosporen (Bacteria): Werden im Innern von Bakterienzellen gebildet und können lange Zeit überdauern; Sie weisen eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Hitze, Kälte, Austrocknung, verschiedene Arten von Strahlung, chemische Agentien, Lysozyme und extreme pH-Werte auf.

Endosymbiont: Aufgenommener, womöglich etwas abgewandelter Organismus, der zu seinem und zum Vorteil des Herberggebers in der fremden Zelle lebt

Endosymbiontentheorie: Eine heute allgemein akzeptierte Theorie, die mehrfach gut begründet davon ausgeht, Mitochondrien und Chloroplasten eukaryotischer Zellen seien auf Endocytose eines einzelligen, nicht vollkommen verdauten Organismus‘ zurückzuführen. Für Mitochondrien kommen dafür Alpha-Proteobakterien in Frage.

Endosymbiotisch (Endosymbiose): Organismen dringen in anderer Lebewesen Zellen zu beiderseitigem Vorteil ein

Endothelzellen: Als geschlossene Schicht in Blut- und Lymphgefäßen auftretende Zellen

Endotoxine: Bestandteile der Lipopolysaccharide der äußeren Zellmembran gramnegativer Bakterien; sind häufig hitzestabil und werden von lebenden gramnegativen Bakterien durch Abspaltung von Vesikeln, beziehungsweise beim Absterben freigesetzt.

Endwirt (Viren, Bakterien): Hauptwirt, der pathogenverursachte Schäden trägt

Enteroblastisch-phialidisch: Enteroblastisch bedeutet, bei der Konidienbildung werden nur die inneren Zellwandschichten der konidienbildenden Zelle zur Konidienbildung herangezogen; bei phialidischer Bildung liegt der konidienbildenden Zelle eine Flaschenform zugrunde; außerdem werden die Konidien in Serie gebildet, wobei die älteste Konidie an der Spitze der Kette steht, die jüngste an der Mündung der Phialide. (Abbildung unter „5.1 Ascomycota … Botryospheriales, 1 Schon wieder einer“)

Enterocyten: Hochaufragende Zellen des Epithels, das des Dünndarms und des Dickdarms Lumen auskleidet

Enterohämorrhagisch: Darmblutungen auslösend

Enterothallische Konidienbildung: Konidien bilden sich in Hyphenzellen, wobei immer Zellen dazwischen frei davon bleiben; kollabierende, konidienlose Zellen dazwischen vereinzeln die entstandenen Konidien. (Abbildung unter „5.1 Ascomycota … Botryosphaeriales, 1 Schon wieder einer“ und unter „5.1 Ascomycota … Onygenaceae, 1 Eine besondere Nische“)

Enteroviren: Enterovirus spp. (Picornaviridae – Unbehüllte (+)-ss-RNA-Viren – Einzelsträngige (+)-RNA-Viren – RNA-Viren – Viren –…)

Enterovirus sp.: Kinderlähmungsvirus, Poliomyelitisvirus. (Picornaviridae – Unbehüllte (+)-ss-RNA-Viren – Einzelsträngige (+)-RNA-Viren – RNA-Viren – Viren –…) (Abbildung unter „1 Bacteria … Picornaviridae, 3 Poliomyelitisviren“)

Enterovirus Coxsackie-A: Verursacher der Hand-Fuß-Mund-Krankheit bei Menschen (Picornaviridae – Unbehüllte (+)-ss-RNA-Viren – Einzelsträngige (+)-RNA-Viren – RNA-Viren – Viren –…); (Abbildungen unter „1 Bacteria … Picornaviridae, 6 Nicht zu verwechseln“)

Entoderm: Inneres Keimblatt der Embryogenese; im Zuge der Gastrulation nach innen gebrachte Zellschicht der Blastula

Entomophthora muscae: Fliegentöter (Entomophthoromycetes – Zygomycota – Multikarya – Unbegeißelte Chitinpilze – Fungi – …); (Abbildung unter „5 Fungi … Entomophthoromycetes, 1 Empusa muscae“ und unter „5 Fungi … Entomophthoromycetes, 2 Der Sprung ins Leere“)

Entomophthoromycetes: Verengtsporige Jochpilze (Zygomycota – Multikarya – Unbegeißelte Chitinpilze – Fungi – Opisthokonta –…); (Abbildung unter „5 Fungi … Kickxellomycetes, 1 Verschluss“)

Entorrhiza: Wurzelgallner (Entorrhizomycota – Dikarya – Unbegeißelte Chitinpilze – Fungi – Opisthokonta -…)

Entorrhiza casparyana: Casparys Wurzelgallner (Entorrhizomycota – Dikarya – Unbegeißelte Chitinpilze – Fungi – Opisthokonta -…); (Abbildung unter „5 Fungi … Entorrhizomycota, 1 Tief versteckt und doch entdeckt“ und unter „5 Fungi … Entorrhizomycota, 2 Von wegen Lösung des Rätsels“)

Entrophosporoide Azygosporenbildung: Sie kennzeichnet eine terminale, leere Blase; wogegen die Azygospore unterhalb der Blase als Hyphenerweiterung gebildet wird. (Abbildung unter „5 Fungi … Glomeromycota, 1 Auf die Mischung kommt es an“)

Entwicklungsbiologen: Befassen sich mit molekularen und zellulären Mechanismen, die der Entwicklung von komplexen, vielzelligen Organismen aus einer einzelnen Zelle zu Grunde liegen.

Entwicklungszyklus, Entwicklungskreislauf, Lebenskreislauf, Lebenszyklus: Ein Kreislauf (eigentlich ist es eine Schraube, weil immer Neues entsteht, das zwar dem Anfänglichen gleicht, doch zeitlich später kommt), in dem sexuelle Fortpflanzung erfolgt. Zusätzlich kann noch in regelmäßigem Wechsel eine Phase der asexuellen Vermehrung eingeschlossen sein. (Abbildungen unter „3.1 Rhodophyta, 6 Geplättet“)

Entwicklungszyklus, Entwicklungskeislauf, diplo-haplontisch: Hier wechseln sich auf Grund einer Befruchtung (B! oder getrennt ausgedrückt: P! + K!) entstandene diploide und auf Grund von Meiose (R!) gebildete haploide Generationen regelmäßig ab. (Abbildungen unter „3.1 Rhodophyta, 6 Geplättet“)

Environmental DNA, Umwelt-DNA, eDNA: Bezieht sich auf genetische Spuren, die Organsimen hinterlassen, ohne davon Konkretes (Zelle, etc.) finden zu können

Enzephalitis: Entzündung des gesamten Hirngewebes oder Teilen davon

Enzym: Protein, das, an spezielle Moleküle angepasst, Synthese oder Abbau katalysiert. Meistens werden mehrere Enzyme zu einem Komplex verbunden, um eine räumliche Nähe zwischen den einzelnen, aufeinanderfolgenden Syntheseschritten herzustellen

Enzymkomplexe: Meistens werden mehrere Enzyme zu einem Komplex verbunden, um eine räumliche Nähe zwischen den einzelnen, aufeinanderfolgenden Syntheseschritten herzustellen

Enzystieren: Sich mit dauerhafter Wand umgeben; zur Cyste werden

Eozän-Zeit: vor etwa 56-23 Millionen Jahren

Ephyra: Larvenform bei Medusozoa; Scheibe mit kurzen, zweilappigen, flügelartigen Anhängen

Epidemie, epidemisch: Auftreten einer ansteckenden Krankheit in einem bestimmten begrenzten Verbreitungsgebiet, wobei eine große Zahl von Menschen gleichzeitig von der Krankheit befallen wird

Epidermis (Animalia, allgemein): Außenschicht eines Tieres

Epidermis (Bilateria): Auch Oberhaut genannt, als äußerste Schicht der Haut, die eigentliche Schutzhülle gegenüber der Umwelt; besteht aus mehrschichtigem, verhornendem Plattenepithel

Epidermis (Plantae): Äußerste, einzelllagige Schicht von Blättern, Stengeln und Blütenorganen; bei Wurzeln wird sie Rhizodermis genannt

Epigäisch, Epigäen (Fungi): Auf dem Boden wachsende Fruchtkörper

Epithel (Animalia): Ein- oder mehrlagige Zellschichten, die alle inneren und äußeren Körperoberflächen von Echten Tieren (Animalia) bedecken

Epithelmuskelzellen (Nesseltiere): Epithelzellen mit basalen Ausläufern, in denen Actinomyosinkomplexe für Bewegungsvorgänge liegen

Epiphyll: Auf einem Blatt (wachsend)

Epizoochorie: Verbreitung von Diasporen an der Körperoberfläche von Tieren

Epoxid: Eine Doppelbindung wird mit Sauerstoff aufgebrochen, so dass ein Dreierring aus zwei Atomen Kohlenstoff (C) und einem Atom Sauerstoff (O) entsteht. (Abbildung unter „5.1 Ascomycota … Aspergillus, 1 Fatal“)

Epstein-Barr-Virus: Human gammaherpesvirus 4; Verursacher des Peifferschen Drüsenfiebers (Herpesviridae – Herkömmlich transkribierende Doppelstrang-DNA-Viren – Doppelstrang-DNA-Viren – DNA-Viren – Viren – Bacteria)

ER (Abkürzung für Endoplasmatisches Retikulum): Intrazelluläres Cisternensystem aller eukaryotischen Zellen. Es besteht aus lipiddoppelmembranumschlossenen Hohlräumen, die ein zusammenhängendes System bilden und mit der Kernhülle in Verbindung stehen

Erbsen: Pisum sativum (Faboideae – Fabaceae – Fabales – ZyFaRoFaCu-Verwandtschaft – Rosanae –…)

Erdmittelalter: vor 252 – 66 Millionen Jahren

Erdnuss: Arachis hypogaea (Faboideae – Fabaceae – Fabales – ZyFaRoFaCu-Verwandtschaft – Rosanae –…)

Ergosterol, Ergosterin: Essenzieller Bestandteil aller pilzlichen und Mykoplasmen Zellmembranen; (Abbildung unter „5.1 Ascomycota … Pneumocystidales, 1 Ungelöstes Rätsel“)

Erkennungssequenzen: Bestimmte, fünf bis sechsgliedrige Basenfolgen der DNA, die von Enzymen spezifisch erkannt werden, um dort anzudocken; organismen-, positions- und enzymabhängig können die Basenfolgen variieren

Ernährungsweisen: saprotroph, symbiotisch, parasitisch

Erregungsleitung: Weiterleitung einer elektrischen Erregung, eines Membranpotentials

Erste meiotische Teilung: Reduktionsteilung

Erythrem: Mit dem bloßen Auge erkennbare Rötung der Haut

Erythrose-phosphat: Erythrose [CH2OH(CHOH)2CHO] ist ein linearer Zucker mit vier Kohlenstoffatomen; ein terminales Ende ist mit zwei [H]-Atomen und einer [–OH]-Gruppe versehen, das andere mit einer Aldehydgruppe [–CHO]; beim Phosphat der Erythrose ist die [–OH]-Gruppe des terminalen [–CH2OH] durch einen Phosphatrest [–PH2O4] ersetzt; (Abbildung unter „Grundlegendes, 15 Zuckerlabyrinth“)

Escherichia coli: (Enterobacteriaceae – Gamma-Proteobacteria – Gramnegative – Bacteria); gehört zum normalen Mikrobiom des menschlichen Darms; einige Stämme aber können Durchfallkrankheiten verursachen

Esel: Equus asinus asinus (Hippomorpha – Mesaxonia – Ungulata – Übrige Laurasiatheria – Laurasiatheria – …)

Essigsäure: CH3COOH; sie ist häufig in Lösung dissoziiert; d. h. sie liegt in Ionenform vor [H+ + CH3COO]; (Abbildung unter „Grundlegendes, 1 Das Experiment und unter „Grundlegendes, 12 Energiespender“)

Essigsäurebakterien: Zeichnen sich dadurch aus, dass sie aus Zuckern und Alkoholen durch eine unvollständige Oxidation Ketone und Säuren bilden, die letztlich als Essigsäure ausgeschieden werden. Besonders wichtig ist die Umwandlung von Ethanol in Essigsäure. Obligat aerob, gramnegativ, stäbchenförmig (Acetobacteraceae; nicht separat behandelt – Rhodospirillales; nicht separat behandelt – Alpha-Proteobacteria – Gramnegative – Bacteria)

Essigsäurerest: [CH3CO–]

Ester: Organische Verbindungen aus einem Alkohol mit einer Säure: Art der Verknüpfung [–C–C(=O)–O–C–]; (Abbildung unter „Archaea 2, Was sie von Bakterien trennt“)

Esterasen: Können hydrolytisch Ester von niederen Carbonsäuren in Alkohol und Carbonsäure spalten

Ethanol, Ethylalkohol: der Alkohol schlechthin, [CH3CH2OH]

Ether, Äther: Verbindungen, bei denen zwei Kohlenstoffmolekülreste über ein zentrales Sauerstoffatom verbunden sind [–C–O–C–]; vorstellbar als eine Verbindung entstanden aus zwei Alkoholen unter Wasserabspaltung: [R1–C–O–C–R2], wobei R1 und R2 gleiche oder verschiedene organische Moleküle darstellen. Der einfachste Ether ist Dimethylether [H3C–O–CH3]; (Abbildung unter „2 Archaea 2, Was sie von Bakterien trennt“)

Ethnie: Menschengruppe (insbesondere Stamm oder Volk) mit einheitlicher Kultur

Euchromatin: Nicht so stark wie das Heterochromatin anfärbbare Bereiche des Chromosoms

Eudicotyle: Zweikeimblättrige i.e.S. (Dicotyle s.l. – Magnoliatae – Spermatophytina – Spermatophyta s.str. – Trimerophyta –…)

Euglena spp.: Augentierchen (Euglenozoa – Discoba – Excavata – Eukarya)

Eukarp (Chytridiomycota): Bei dieser Art Fortpflanzung bleiben Teile des Protoplasten, sie werden abgegrenzt, zurück, wovon der Pilz erneut auswachsen und neue Fortpflanzungseinheiten bilden kann

Eukarya: Die evolutiv jüngste, fortgeschrittenste der drei bekannten Domänen sind die Eukarya mit echten Zellkernen, mit interner Kompartimentierung aus unterschiedlich gestalteten Zisternen und Vesikeln, sowie hochkomplexen Chromosomen

Eukaryo(n)t: Organismus mit echtem cisternenumgrenztem Zellkern

Eukaryontengenom: In Kerne, in Chromosomen der Eukarya eingeschlossenes Genom

Eukaryotische Algen: Algen mit echtem Zellkern

Eumedusoid (Hydrozoa, Cnidaria): Am Hydropolypen festsitzendes, als ein erstes reduktiv leicht abgewandeltes medusenähnliches Stadium; (Abbildung unter „4.2.1 Hydrozoa, 5 Der Hydromedusen Reduktion“)

Eumetazoa: Animalia ohne Parazoa (also ohne Porifera und Placozoa)

Europäischer Igel: Erinaceus europaeus (Erinaceomorpha – Lipotyphla – Laurasiatheria – Boreoeutheria – Placentalia –…)

Europäischer Maulwurf: Talpa europaea (Talpidae – Soricomorpha – Lipotyphla – Laurasiatheria – Boreoeutheria -…)

Eurythelen: Nesselkapselschlauch mit zwei unterschiedlichen Bereichen, wenn explodiert: Basal mit kurzem, geradem Anteil, an dem weit spiralig ein Haarkranz emporläuft, an den sich ein engschraubiger Schlauch anschließt, dessen Schraubung in diesem Zustand in Seitenansicht kaum mehr erkennbar ist und in Spitzenansicht keine Höhlung erkennen lässt; (Abbildung unter „4.2.1 Cnidaria … Cubozoa, 4 was noch dazugehört“)

Eutrophes Gewässer: Eutroph sind Gewässer der Trophiestufe III mit hohem Phosphatgehalt und daher hoher Produktion von Biomasse. Das Plankton ist sehr arten- und individuenreich. Das Wasser ist trüb und meist durch unterschiedliche Algen grünlich bis gelbbraun gefärbt. Die Sichttiefe liegt in der Regel unter zwei Metern.

Eutunicater Ascus (Pezizomycotina): Im Gegensatz zu prototunicaten Asci bilden eutunicate eine Ascuswand mit Vorrichtungen zu aktivem Abschuss der Sporen; (Abbildung unter „5.1 Ascomycota … Inoperculate Ascomycota, 1 Einfallsreich“)

Evolution: Stammesgeschichtliche Entwicklung von niederen zu weiterentwickelten (zu oft höheren) Formen des Lebendigen

Evolution, reduktive: Evolutive Weiterentwicklung durch Verlust verschiedener Merkmale

Evolutionsbiologen: Forscher, die sich mit der Evolution, der stammesgeschichtlichen Entwicklung der Organismen befassen und versuchen, einflussreiche, dafür womöglich entscheidende Merkmale aufzudecken

Exoascus: Bitunicate Asci besitzen zwei funktionell differierende Ascusschichten, einen Exoascus, der bei Reife des Ascus aufreißt und nach unten zu strumpfartig sich faltend zusammenzieht, dabei übt er auf den inneren Teil, auf den Endoascus, weiteren Druck aus, der sich im Inneren fortsetzt und durch diese Druckerhöhung die Ascosporen durch seinen Porus hinausschleudert.

Exocarp (Frucht): Äußerste Begrenzung der Frucht; meist ein dünner, oft häutiger Abschluss

Exocytose: Ausscheiden eines Partikels aus der Zelle mit Hilfe eines sich in die Zellmembran integrierenden Vesikels; der Partikel wird damit durch Ausstülpung ausgeschieden

Exoenzyme (Pilze): Von Pilzen durch die Zellwand ausgeschiedene Enzyme, die extrahyphal Substanzen in „mundgerechte“ Portionen, kleinere Moleküle, zerlegen, die dann durch die Zellwand aufgenommen werden. (Abbildung unter „5 Fungi … Glomeromycota, 3 Welch eine Chance zu beiderseitigem Gewinn“)

Exoskelett: Wird von Zellen zu selbständigen Strukturen ausgeschieden und zusammengelagert und auf der Oberfläche des Tieres abgelagert

Exosporen: Sporen, die nach außen gebildet werden

Exotoxine: ausgeschiedene Giftstoffe

Expirationströpfchen: ausgeatmete Tröpfchen

Exploitieren: Ausbeuten einer Ressource

Exploration: Erkundung der Umgebung, um geeignete Stellen für Besiedlung und Gewinnung von Nahrung zu finden

Exponentielles Wachstum: Wachstumsprozess, bei dem sich die Bestandesgröße jeweils in gleichen Zeitschritten immer um denselben Faktor vervielfacht; ein solcher Verlauf kann bei einer exponentiellen Zunahme durch die Verdopplungszeit angegeben werden. (Beispiel aus der Erzählung, wie jemand Unmögliches verlangte: so viel Weizenkörner zu bekommen, wie nach ständiger Verdopplung in Summe bis zum 32. Schachbrettfeld zusammenkommen: 1 + 2 + 4 + 8 + 16 + 32 + 64 + 128 + …  u.s.w.)

Exsudat (Plantae): Flüssige Ausscheidung an die Oberfläche des Blattes, Wurzel, etc.

Extinktion: Aussterben

Extraintestinal: Außerhalb des Verdauungsraums; außerhalb des Körpers, extrakorporal

Extratentakuläre Tochterpolypenbildung (Scleractinia, Nesseltiere): Den Fußscheiben von Polypen entspringen Tochterpolypen mit eigener Fußscheibe, die wiederum Ursprung von Tochterpolypen ist

Extrazellulär: Außerhalb der Zelle

Extremophilie: Wachstum unter extremen Bedingungen, was pH-Wert (extreme Säuren, z. B. pH 1, extreme Basen, z.B. pH 11), hohe Drücke oder Temperaturen (hohe, tiefe) betrifft

Exumbrella: Konvexe Oberseite einer Qualle

F

FAD: Flavin-Adenin-Dinucleotid; an Stelle des Nicotinamids im NAD, ist in diesem Energieträger Flavin als zweites Nucleotid gesetzt

FADH2: Wie auch NAD+ mit zwei Wasserstoffatomen zum NADH2 reduziert werden kann und damit zum Wasserstoffüberträger wird, so kann auch das FAD+ mit Wasserstoff zu FADH2 reduziert werden

Faeces: Kot, Kacke

Fäkaliendüngung: Düngung mit Fäkalien, mit festen, den Körper verlassenden, für die Ernährung nicht benötigten oder unbrauchbaren Nahrungsbestandteile

Fäkal-oral: Beschreibt einen möglichen Infektionsweg der Mikroben von Fäkalien direkt oder indirekt zum Mund

Färberflechte: Roccella tinctoria (Arthoniomycetes – Bitunicate Ascomycota – Inoperculate Ascomycota – Pezizomycotina – Ascomycota –…)

Faltproteine, Chaperone: Proteine, die neusynthetisierte Proteine bei ihrer Faltung unterstützen

Faltung von Proteinkomplexen: Entsprechend möglicher Bildungsstellen von Wasserstoffbrücken, falten sich Proteine zusammen; die gefaltete Endgestalt hängt von Art und Folgen der Aminosäuen ab

Familie (der Organismen): Hierarchische Ebene zwischen Unterfamilie und Ordnung

FaPy, FormamidoPyrimidinsynthese-Weg

Faserzellen (Placozoa): Zellen mit langausgezogenen, verdünnten, verflochtenen Bereichen; (Abbildung unter „4 Animalia … Placozoa, 4 Wie sieht Placon heute aus?“)

Favia sp.: Sternkoralle (Faviidae – Scleractinia – Hexacorallia – Anthozoa – Cnidaria –…); (Abbildung unter “4.2 Cnidaria … Scleractinia, 4 Einige Beispiele”)

Federfollikel: Sackförmige Vertiefung, in der Federn Halt finden und mit Nährstoffen versorgt werden

Federkiel: Federschaft und Federspule zusammengenommen

Federrami: Des Federschaftes Verzweigung erster Ordnung

Federschaft, Federrhachis: Oberer Teil der Feder, der mit seitlichen Rami und Strahlen versehen ist und so die Fahne bilden

Federspule: Ramifreier unterer Teil der Feder

Federstrahlen: Des Federschaftes Verzweigung zweiter Ordnung

Femur (Spinnentiere, Insekten): Drittes, mittleres Beinglied

Ferment: älteres Wort für Enzym

Fermentieren i.e.S.: Vergären eines Stoffes mit Hilfe von Mikroorganismen unter Sauerstoffausschluss (anaerob)

Fetoembryopathie: Sammelbegriff für angeborene Erkrankungen und Fehlbildungen, die durch unterschiedliche Störungen in der Entwicklung der frühen Leibesfrucht (als Embryo oder als Fötus) verursacht werden

Fett, festes Lipid: in diesem Fall weisen die an Glycerin hängenden Fettsäuren kaum Doppelbindungen auf. Damit erhält die Struktur der Fettsäure eine mehr oder weniger gestreckte Gestalt, wodurch ein geregeltes Aneinanderlegen ermöglicht wird und somit eine Verfestigung eintreten kann

Fettes Öl, Lipid: Ein Triglycerid aus Glycerin (mit drei [–OH]-Gruppen) und drei Fettsäuren, die als Fettsäurereste unter Wasserabspaltung ans Glycerin gebunden und eine Bindungsgruppe –C–O–(C=O)– ergeben

Fettsäuren: Langkettige Kohlenwasserstoffe mit einer Säuregruppe [–COOH] an einem ihrer Enden; (Abbildung unter „Grundlegendes, 5 Unterseeisch“ und unter „Grundlegendes, 16 Energiereserven“)

Fettsäurereste:  Sind die langkettigen Kohlenstoff-Wasserstoffverbindungen (Fettsäuren), die ihre [–OH]-Gruppe der [–COOH]-Funktion durch Verbinden mit einem anderen Molekül ersetzt haben; als Teilmoleküle eines komplexen Moleküls werden sie als Reste, eben als Fettsäurereste bezeichnet

Feuchtigkeitsfilme (Boden): Des Bodens Poren und Kanälchen sind meist nicht vollständig mit Wasser gefüllt, Feuchtigkeitsfilme kleiden sie oftmals nur aus

Feuerqualle, Cyanea capillata (Cyanidae; nicht separat behandelt – Discomedusae – Scyphozoa – Medusozoa – Cnidaria –…); (Abbildung unter „4.2.1 Medusozoa … Discomedusae, 2 Cyanea“)

FFP2-Masken (Filtering Face Piece): Partikelfilternde Halbmaske, die Mund und Nase umschließt, ihre Dichtlinie verläuft über die Nasenpartie, da sie einen formbaren Nasenbügel besitzt, der eine Anpassung an das Gesicht optimiert. FFP2-Masken fangen mindestens 94 % der in der Luft befindlichen Partikel bis zu einer Größe von 0,6 μm auf.

Fibrine: Nicht in Wasser lösliche Blutproteine; der Fibrinbelag hilft dem Wundverschluss

Fiedern (allgemein): Seitenstrahlen meist gleicher Gestalt einer gemeinsamen Achse entlang

Fiederspaltige Blätter: Im Gegensatz zu gefiederten Blättern, die voneinander bis zur Blattrhachis getrennte Blattfiedern bilden, bleiben bei fiederspaltigen Blättern sie basal über Teile der Blattfläche verbunden.

Filamente: Fadenartige Formen

Firmicutes: Grampositive (Bacteria)

Fische: Teleostei i.e.S. (Actinopterygii – Osteognathostomata – Gnathostomata – Umericingulata – Lacertipinnatae –…)

Fissuren: Vertiefte Linien in einer sonst glatten Oberfläche; Linien auf der Zunge; oft auch als Risse in einer sonst intakten Schleimhaut definiert; Restauratoren bezeichnen damit Risse in einem Gemälde

Fitness (biologische): Je mehr nachkommenerzeugende Nachkommen entstehen, umso fitter ist ein Organismus

Flagellat: Begeißelter, einzelliger Organismus; oder als Eigenschaft: mit Geißel versehen

Flagellin: Globuläres Protein, das sich zu vielen selbst zu einem Hohlzylinder anordnet und im westlichen das Flagellum der Prokaryoten (Bakterien und Archäen) bildet

Flagellum, Geißel (Archäengeißel): Aus vielen globulären Proteinen zusammengesetzte, nichthohle Peitsche

Flagellum, Geißel (Bakteriengeißel): Aus vielen globulären Flagellinproteinen zusammengesetzte Hohlröhre

Flagellum, Geißel (Eukaryageißel): Charakterisiert durch ihren internen Bau aus 9 peripheren, etwas schräg nach innen gestellten Doppelmikrotubuli (Querschnitt durch die Geißel) und durch ein zentrales Tubulipaar, das etwas Abstand voneinander hält. Dyneinarme verbinden die Mikrotubuli. Die Geißel ist von der Zellmembran umgeben und gefüllt mit Cytosol. Am Übergang der Geißelbasis in den Zellkörper treten spezielle Verstrebungen, Verstärkungen, auf; eine dünne Querplatte (Terminalplatte) trennt oft den untersten, in die Zelle integrierten Teil, der in seiner Struktur einem Centriol entspricht: Es fehlen die beiden zentralen Mikrotubuli und die peripheren Zwillinge wurden zu Drillingen. Die in der Zelle gelegenen Teile der Geißel sind noch durch verwandtschaftsabhängig gestaltete Haltestrukturen verwurzelt. (Abbildung unter „Eukarya, 12 Sprachlos“)

Flavivirus sp.: Gelbfiebervirus (Flaviviridae – Behüllte (+)-ss-RNA-Viren – Einzelsträngige (+)-RNA-Viren – RNA-Viren – Viren –…); (Drei Abbildungen unter „1 Bacteria … Flaviviridae, 1 Gelfiebervirus“)

Flavivirus sp.: West-Nil-Virus (Flaviviridae – Behüllte (+)-ss-RNA-Viren – Einzelsträngige (+)-RNA-Viren – RNA-Viren – Viren –…); (Abbildung unter „1 Bacteria … Flaviviridae, 2 West-Nil-Virus“)

Flavonoide: Flavonoide zählen zur Gruppe der Polyphenole. Bestehen aus zwei aromatischen Ringen, die über einen nichtaromatischen sauerstoffhaltigen Kohlenstoff-Sechserheterozyklus verbunden sind. In der Natur gibt es rund 8000 Verbindungen, deren Vielfalt durch verschiedene Doppelbindungen im sauerstoffhaltigen Ring, durch unterschiedliche Seitengruppen an den aromatischen Ringen und durch das Anhängen von Zuckern entsteht. (Abbildung unter "1 Bacteria … Rhizobiaceae, 3 Ende und Neubeginn")

Flechten: Symbiosen aus Pilzen und Algen

Flechtenthallus: Algenumgebendes Hyphengeflecht unterschiedlichster Formen, auf/in dem die Fruchtkörper der Flechte (des Pilzes) entstehen

Flechtgewebe, Plectenchym (Fungi): Der Bau ausgewachsener Fruchtkörper gleicht im Schnitt oft einem echten Gewebe, einem Parenchym, bei dem die Zellen allseits mit den Nachbarzellen durch gemeinsame Zellwände verbunden sind. Beim Flechtgewebe, dem Plectenchym, verkleben verzweigte Hyphen sekundär zu einer dichten Versammlung, wobei die Zellen des Plectenchyms durch Vergrößern und gegenseitiges Abplatten sich in ihrer Gestalt gelegentlich kaum von Zellen echten Gewebes unterscheiden lassen, doch die Zellverbindungen (Poren), zeigen den Verlauf der Hyphen; in ihrer Ontogenese wird der Aufbau aus einzelnen Fäden ohnehin deutlich.

Flechtgewebe, Plectenchym (generell): Aus einem Flechtgewebe besteht ein Organismenkörper, wenn er sekundär aus einzelnen Fäden zusammengesetzt ist.

Fleckfieber: Rotfleckiger Hautausschlag, der unter anderem Gesicht und Extremitäten befallen kann, begleitet von einem charakteristischen Fieberverlauf

Fledermaustiere: Yangochiroptera (Chiroptera – Übrige Laurasiatheria – Laurasiatheria – Boreoeutheria – Placentalia –…)

Fledertiere: Chiroptera (Übrige Laurasiatheria – Laurasiatheria – Boreoeutheria – Placentalia – Theria –…)

Fleischfesser: Carnivora s.l. (Carnivora s.s. – Euarchonta – Euarchontoglires – Boreoeutheria – Placentalia –…)

Fleming, Alexander (1881–1945): Mediziner und Bakteriologe, Entdecker des Penicillins; Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 1945

Fliegentöter: Entomophthora muscae (Entomophthoromycetes – Zygomycota – Multikarya – Unbegeißelte Chitinpilze – Fungi – …)

Fliehkraft: Fliehkraft, auch Zentrifugalkraft, ist eine Trägheitskraft, die bei Dreh- und Kreisbewegungen auftritt und radial von der Rotationsachse nach außen gerichtet ist. Sie wird durch die Trägheit des Körpers verursacht. (Wikipedia)

Flimmerepithel: Atemwege sind mit dem sogenannten respiratorischen Epithel, auch Flimmerepithel genannt, ausgekleidet. Es ist für Selbstreinigung der Atemwege erforderlich. Das Epithel ist mit Millionen von Härchen, den Flimmerhärchen, bedeckt.

Flöhe: Siphonaptera (Antiliophora – Mecopteroida – Neuromecoptera – Holometabola – Neoptera - …)

Flor (Vorhang): Vorhang mit abstehenden Fäden und Schlingen

Flughunde: Pteropodidae (Pteropodoidea – Yinpterochiroptera – Chiroptera – Übrige Laurasiatheria – Laurasiatheria –…)

Flussdiagramm: Graphische Darstellung von Arbeitsabläufen, die das Durchlaufen von zu bearbeitenden Objekten durch verschiedene Bearbeitungsstadien zeigt und die Reihenfolge von Operationen wiedergibt

FMN: Oxidiertes Flavinmononucleotid (Abbildung unter „1 Bacteria … Quorum Sensing, 5 Vibrio fisheri“)

FMNH2: Reduziertes Flavinmononucleotid (Abbildung unter „1 Bacteria … Quorum Sensing, 5 Vibrio fisheri“)

Fötus: Sich entwickelndes menschliches Kind ab der neunten Schwangerschaftswoche; davor spricht man von Embryo

Foraminiferen: Foraminifera (Retaria – Rhizaria – Eukarya)

Forensik: Sammelbegriff für wissenschaftliche und technische Arbeitsgebiete, in denen kriminelle Handlungen systematisch untersucht werden.

Formiat: Ameisensäure [H–COOH] in seiner ionischen Form [H–COO- + H+]; (Abbildung unter „Grundlegendes, 12 Energiespender“)

Formol: [H2C=O]; (Abbildung unter „Grundlegendes, 3 Vom Eise befreit“)

Formyl: Ameisensäure [H–COOH] in seiner Ionische Form [H–COO- + H+]

Formylmethionin, Formyliertes Methionin: Das Methionin, eine Aminosäure, trägt, wenn formyliert, am Stickstoff noch einen Formylrest (–CHO), eine Aldehydgruppe, oder anders ausgedrückt, das anstelle des (–NH2) die Gruppe [–NHCHO] trägt; (Abbildung unter „2 Archaea, 2 Was sie von Bakterien trennt“)

Fotoautotrophie: Hierbei wird Licht als Energiequelle benutzt. Die Organismen sind zusätzlich in der Lage, ihre energiehaltigen, komplexen Kohlenstoffverbindungen eigenständig aus CO2-Molekülen zu gewinnen. Sie werden damit für ihre Ernährung unabhängig von fremden organischen Substanzen

Fotoheterotrophie: Im Gegensatz zur Chemoheterotrophie bezieht die Fotoheterotrophie Energie nicht aus Mineralien oder aus organischen Substanzen, sondern entnimmt die Energie dem Licht. Heterotrophie bezeichnet die Notwendigkeit, für den Baustoffwechsel auf bereits energiereiche Kohlenstoffverbindungen zurückgreifen zu müssen. Ein eigenständiger Aufbau energiereicher Kohlenstoffverbindungen aus CO2 ist nicht möglich)

Fotoreduktorisch, Lichtreduktion (= Fotoreduktion): Reduktion einer Substanz durch Zufuhr von Lichtenergie

Fotosynthetisch, Fotosynthese: Umwandlung von Lichtenergie in Energie organischer Moleküle. Dabei wird letztlich CO2 über komplexe Vorgänge zu energiereicher Glucose aufgebaut. Mit Hilfe von Chlorophyll (Licht!), erzeugtem ATP (zyklischer Elektronentransport) und NADPH2 (azyklischer Elektronentransport) werden von Zellen Zucker synthetisiert

Fototropismus: Wachstum in Richtung Licht

Fränkische Alb: Das Mittelgebirge zieht sich in nördlich-südwestliche Richtung von Lichtenfels am Main vorbei an Bamberg und Nürnberg im Westen und Bayreuth und Regensburg im Osten sowie Ingolstadt an der Donau im Süden bis zum Ostrand des von der Wörnitz durchflossenen Meteoritenkraters Nördlinger Ries, durch den sie von der westlich anschließenden Schwäbischen Alb getrennt ist.

Frankia alni: Scheint die einzige Art der Gattung zu sein, obwohl sie Aktinorhizen an verschiedensten Sträuchern und Bäumen, so unterschiedlicher Verwandtschaften wie Fagales (z. B. Betula), Cucurbitales (z. B. Coriaria) und Rosales (z. B. Hippophae, Dryas) bilden; es wäre erstaunlich, verbürgen sich nicht wirtsverwandtschaftsspezifische Arten darin

Freie Zellbildung (Ascomycota; keine Zellzerklüftung!): Dabei werden, auf unterschiedliche Weisen beginnend, um den Zellkern mit Cisternensystemen Protoplasmaportionen des Sporangiums herausgeschnitten; da dies um jeden Zellkern individuell geschieht, bleiben zwischen den separierten Portionen noch Protoplasmareste erhalten, die bei der Sporenbefreiung eine osmotisch wirkende Rolle innehaben. (Abbildung unter 5.1 Ascomycota … Saccharomycotina, 1 Sie lieben Zucker zumeist“ und unter „5.1 Ascomycota … Taphrinales, 1 Der eigene Weg“ und unter „5.1 Ascomycota … Pezizomycotina, 1 Aufs Feinste geregelt“).

Fresspolypen, Nährpolypen, Gastrozoide: Typische, mit Fangtentakel versehene, sich mit Beute versorgende Polypen

Fresszellen: Weiße Blutkörperchen. Sie dienen der Beseitigung von Mikroorganismen durch Phagocytose und stellen stammesgeschichtlich die vermutlich ältesten Teile der angeborenen Immunabwehr dar. Können zu Makrophagen fusionieren und mehrkernige Riesenzellen bilden, um größere Fremdkörper durch Phagozytose zu umschließen und zu verdauen.

Frösche: Anura (Batrachia – Lissamphibia – Amphibia – Tetrapoda – Rhipidistia –…)

Froschlaich: Gelege von Fröschen

Frostschutzmittel: Senkt den Gefrierpunkt einer Flüssigkeit

Fruchtbarer Halbmond: Sichelförmiges Gebiet, das die hügeligen Randbereiche des südwestasiatischen Gebirgsbogens zwischen Palästina und dem Nordwestiran einschließlich des Zweistromlandes (Euphrat und Tigris) umfasst.

Frucht(folge)wechsel: Zeitliche Abfolge der auf einer landwirtschaftlichen Fläche angebauten Nutzpflanzenarten im Ablauf der Vegetationsperiode und Jahre. Die Fruchtfolge soll die Bodenfruchtbarkeit erhalten bzw. verbessern, verwandtschaftsspezifischen Parasiten über einige Jahre ihre Wirte entziehen und so sie zum lokalen Absterben zu bringen oder die Zahl ihrer Propagulen zumindest entscheidend zu verringern. 

Fruchtkörper (Fungi): Komplexe Hyphengeflechte, die Überdauerungsorgane Konidien oder Sporangien enthalten oder diese oberflächlich tragen

Fruchtkörpergrundtypen (Pezizomycotina): Nicht wenige Arten bilden anfangs geschlossene Fruchtkörper, in denen zunächst in einer Höhlung das Hymenium angelegt wird; erst danach öffnen sie sich, es freizulegen (hemiangiocarpe, halbgeschlossene Bildung). Andere aber legen es von Anfang an offen (gymnocarpe, nackte Bildung). In diesen Fällen ist das Hymenium von Beginn an eine durchgehende Schicht, aufgrund meist einer einzigen Gametangiogamie. Viele Arten lassen aber zunächst in einem geschlossenen Primordium, einzelne Hymenien durch je eine Gametangiogamie entstehen, die durch sterile Ränder getrennt sind; lassen die trennenden Bereiche bei Reife und beim Öffnen verschwinden, so dass ein einziges, durchgehendes Hymenium vorgegaukelt wird; dies charakterisiert ein Pseudothecium. Anderer Arten Fruchtkörper bleiben als Kleistothecium für immer geschlossen (angiocarpe Bildung), warten auf Zerfall oder wollen sich fressen lassen. (Abbildung unter "5.1 Ascomycota ... Pezizomycotina, 3 Fruchtkörper")

Fruchtkörpertypen: Fruchtkörper unterschiedlicher Gestalt

Fruchtkörperwand (Pezizomycotina): Ascogene Hyphen und Hymenium zu schützen, errichten Pezizomycotina auf unterschiedliche Weise die Fruchtkörper mit stabilen, unterschiedlich dicken und dichten Wänden, geschichteter Struktur mit oft pilzmelaninimprägnierter Außenschicht.

Fructose: Meist ringförmiger Zucker mit sechs [C]-Atomen [C6H12O6]; der Ring besteht aus vier [C]-Atomen und einem mittigen Sauerstoffatom; die restlichen [C]-Atome hängen als [–CH2OH]-Gruppen an den Sauerstoff benachbarten [C]-Atomen; drei [–OH]-Gruppen binden an [C]-Atomen des Rings

Fructose-bis-phosphat: Die [–OH]-Gruppen der [–CH2OH]-Seitenketten der ringförmig geschlossenen Fructose sind mit Phosphat verknüpft; (Abbildung unter „Grundlegendes, 12 Energiespender“ und unter „Grundlegendes, 15 Zuckerlabyrinth“)

Fructose-ein-Phosphat: gemeint ist Fructose-6-Phosphat

Fructose-6-phosphat: Nur eine der [–OH]-Gruppen der terminalen [–CH2OH]-Seitenketten der Fructose sind mit Phosphat verknüpft und zwar jene, die der Keto-Gruppe [–C=O] am entferntesten liegt. In Ringform ist diese Position nur an der benachbarten [–OH]-Gruppe zu erkennen; (Abbildung unter „Grundlegendes, 15 Zuckerlabyrinth“)

Fuchsin: Wird eingesetzt, um DNA in Zellkeren oder in Bakterien nachzuweisen; auch Chromosomen lassen sich damit anfärben. Verdacht auf Kanzerogenität

Fumarole: Dampfaustrittsstellen in vulkanisch aktiven Gebieten

Fünf-C-Zucker, Fünferzucker: Ein Zucker aus 5 C-Atomen

Fungi: Echte Pilze, Chitinpilze (Opisthokonta – Eukarya)

Fungia: Pilzkorallen (Scleractinia – Hexacorallia -  Anthozoa – Cnidaria – Animalia –…); (Abbildung unter “4.2 Cnidaria … Scleractinia, 4 Einige Beispiele”)

Fungizid: Substanz (oft von Bakterien oder Pilzen stammend, wenn nicht synthetisch gewonnen), die gegen Pilze wirkt

Furunkel: Eitrige Hautentzündung, tiefer liegender Natur

Fußscheibe, Fußplatte: Der flächig verbreiterte Anheftungsbereich des Fußes

G

G: Abkürzung für die Nucleobase Guanin; eine bizyklische, eine Purin-Base (Buchstabencode der DNA und RNA); (Abbildung unter „Grundlegendes, 5 Unterseeisch“)

GABA: Wichtigster hemmender Neurotransmitter im Gehirn von Menschen und anderen Säugetieren. Wenn es an eine Nervenzelle bindet, kann diese vorübergehend keine Impulse mehr empfangen und weiterleiten

Gären (Bier, Wein, etc.): Enzymatischer Prozess, bei dem Kohlenhydrate, hauptsächlich Glucose unter anaeroben Bedingungen zu Ethanol und Kohlendioxid abgebaut werden

Gärung, gären (allgemein): Mikrobieller Abbau organischer Stoffe zur Energiegewinnung ohne Einbeziehung von Sauerstoff

Galactosid: mit Galactose verknüpfte Substanz

Galactose: Ringförmiger Zucker mit sechs [C]-Atomen [C6H12O6]; der Ring besteht aus fünf [C]-Atomen und einem Sauerstoffatom; das restliche [C]-Atom hängt als [–CH2OH]-Gruppe an einem dem Sauerstoff benachbarten [C]-Atom; vier [–OH]-Gruppen stehen an [C]-Atomen des Rings, wobei [–CH2OH] stehen

α-Galactose: Die dem Sauersoff benachbarte [–OH]-Gruppe zeigt in die entgegengesetzte Richtung wie die [–CH2OH]-Gruppe; (Abbildung unter „1 Bacteria … Actinorhiza, 1 Eintritt“)

β-Galactose: Die dem Sauersoff benachbarte [–OH]-Gruppe nimmt die gleiche Richtung ein wie die [–CH2OH]-Gruppe; (Abbildung unter „1 Bacteria … Actinorhiza, 1 Eintritt“)

α-Galacturonsäure: Ein C6-Zucker zum Sechserring geschlossen, dessen C6 keine Alkoholgruppe [–CH2OH], sondern eine Säuregruppe [–COOH] ist); Abkömmling der Galactose; (Abbildung unter „1 Bacteria … Actinorhiza, 1 Eintritt”)

β-Galacturonsäure: Ein C6-Zucker zum Sechserring geschlossen, dessen C6 keine Alkoholgruppe [–CH2OH], sondern eine Säuregruppe [–COOH] ist); Abkömmling der Galactose; (Abbildung unter „1 Bacteria … Actinorhiza, 1 Eintritt”)

Galle (Plantae, Fungi): Vergrößerung des Wirtsgewebes veranlasst von Parasiten oder Symbionten

Gallengang: Galle transportierende Wege; Lebergallengänge und der Gallengang zum Dünndarm werden unterschieden

Gametangien: Behälter für Gameten; oder für Zellkerne, die, ohne Gameten zu bilden, dazu bestimmt sind, früher oder später über Karyogamie der sexuellen Fortpflanzung zu dienen

Gametangiogamie: Für sexuelle Fortpflanzung verschmelzende Gametangien

Gameten: Für sexuelle Fortpflanzung vorgesehene haploide Zellen

Gametophyt: Bildet mitotisch, da selbst haploid, haploide Zellen (Gameten); oder nur Kerne, die direkt oder nach einer dikaryotischen Phase zur Karyogamie bestimmt sind; (Abbildungen unter „3.1 Rhodophyta, 6 Geplättet“ und unter „3.1 Rhodophyta … Batrachospermales, 2 Der Fortpflanzung Lauf“)

Gametothallus: Gameten bildender Thallus; Gametophyt, haploid, n

Gamma-Partikel (Blastocladiomycotina): membran-umschlossene, tassenförmige Parikel von womöglich Glycogen; (Abbildung unter „5 Fungi … Blastocladiomycotina, 1 In ihrer Weise einzigartig“)

Ganglion: Ansammlung von Nervenzellkörpern (Perikarya), aus der eine Verdickung des Nervenstrangs resultiert

Ganglion, sensibles: Liefert Informationen von sensorischen Rezeptoren im Köper zum zentralen Nervensystem

Ganglioside: Wasserunlösliche Lipide, die in der äußeren Hälfte der Lipidmembran nahezu aller Wirbeltiere vorkommen; insbesondere die Membranen von Nervenzellen sind reich an Gangliosiden; sie sind über ihren fettlöslichen Anteil in der äußeren Hälfte der Lipiddoppelmembran verankert.

Garnelen: Die Bezeichnung fasst in einer Gruppe als nicht direkt miteinander verwandte Krebstiere zusammen

Garten-, Feuerbohnen: Phaseolus vulgaris, P. coccineus (Faboideae – Fabaceae – Fabales – ZyFaRoFaCu-Verwandtschaft – Rosanae –…)

Gartensalat, Kopfsalat: Lactuca sativa (Cichorioideae – Asteraceae – Asterales – Campanulanae – Asteridae –…)

Gasteroenteritis: Schleimhautentzündung des Magen-Darm-Traktes

Gasteromyceten, Bauchpilze: Agaricomycotina, deren Basidien und damit auch Basidiosporen bis zur Reife in einer sterilen Schicht (Peridie) eingeschlossen sind und danach erst die Fruchtkörper sich in irgendeiner Weise öffnen, oder auch geschlossen bleiben, wenn sie von Tieren gefressen werden sollen. Damit wird keine Verwandtschaft umschrieben, sondern ein Organisationstyp von Fruchtkörpern. Solche Pilze können epigäisch oder hypogäisch wachsen.

Gastral: Den Magen betreffend, zum Magen gehörend (Magen mitunter im weiten Sinn, als Verdauungsraum verstanden)

Gastralfilamente (Nesseltiere): Wulste von Mesenterien, oft nur als Fäden an ihnen hängend

Gastralraum (Schwämme, Nesseltiere): Großraum nahe des Osculums, oder des Mund-Afters, in den alle zuführenden engeren, dann weiteren, wasserführenden Kanäle oder Taschen münden; (Abbildung unter „4.1 Porifera, 4 Vergrößerung“ und unter „4.2 Cnidaria, … Anthozoa, 1 Mehrfach vorgesorgt“)

Gastralsepten: Mesenterien

Gastraltaschen: Taschenartige Strukturen, die durch Mesenterien abgetrennt sind; (Abbildung unter „4.2 Cnidaria, … Anthozoa, 1 Mehrfach vorgesorgt“)

Gastraltaschenblindsäcke (Cubozoa): Gastraltaschen bilden nach außen Blindsäcke, die in die Subumbrellarhöhle hineinhängen

Gastrodermis, Gastroderm (Nesseltiere): Epithel des Verdauungstraktes; (Abbildung unter „4.2 Cnidaria, … Anthozoa, 1 Mehrfach vorgesorgt“)

Gastrodermiszellen: Zellen des Verdauungstraktes

Gastrovaskularsystem: Verdaungsgefäßsystem

Gastrozoide, Fresspolypen, Nährpolypen: Typische, mit Fangtentakel versehene, sich mit Beute versorgende Polypen; (Abbildung unter „4.2.1 Medusozoa … Siphonophorae, 2 Differenzierung und Arbeitsteilung auf die Spitze getrieben“)

Gastrula: Im Verlauf der Ontogenese der Eumetazoa stülpt sich die Blastula zur Gastrula ein, bildet dadurch ein zweizellschichtiges Stadium

Gastrulation: Vorgang der Gastrulabildung, dabei stülpt sich im typischen Fall die Blastula zur Gastrula ein, bildet dadurch ein zweizellschichtiges Stadium

Gasvakuolen: Verschiedene Bacteria wie auch Archaea bilden im Cytoplasma liegende, gasgefüllte Vakuolen, die, Prokaryoten entsprechend, nicht von einer Membran umhüllt sind.

Gattung, Genus (pl. Genera): Gesamtheit von Arten, die in wesentlichen Eigenschaften übereinstimmen und sich damit von anderen Gattungen trennen lassen

GAU: Größter anzunehmender Unfall

GC, GC-Verhältnis: Die Häufigkeit von G (Guanin) und C (Cytosin) im Vergleich zu A (Adenin) und T (Thymin) ist ein Charakteristikum verschiedener Organismen

Gebärmutter, Uterus: Dickwandiges, muskulöses Hohlorgan

Gefiedert: Organ, das Fiedern trägt

Gefiederte Blätter: Tragen bis zur Blattrhachis voneinander getrennte Blattfiedern, bleiben nicht basal über Teile der Blattfläche verbunden.

Gehäuse (Perithecium): Wand des Peritheciums mit oft stark differenzierten und oft auch melaninimprägnierten Hyphen

Geißel, Flagellum (Bakteriengeißel): Aus vielen globulären Flagellinproteinen zusammengesetzte Hohlröhre

Geißel, Flagellum (Eukaryageißel):Charakterisiert durch ihren internen Bau aus 9 peripheren, etwas schräg nach innen gestellten Doppelmikrotubuli (Querschnitt durch die Geißel) und einem zentralen Tubulipaar, das etwas Abstand voneinander hält. Dyneinarme verbinden die Mikrotubuli. Die Geißel ist von der Zellmembran umgeben und gefüllt mit Cytosol. Am Übergang der Geißelbasis in den Zellkörper treten spezielle Verstrebungen, Verstärkungen, auf; eine dünne Querplatte trennt oft den untersten, in die Zelle integrierten Teil, der in seiner Struktur einem Centriol entspricht: Es fehlen die beiden zentralen Mikrotubuli und die peripheren Zwillinge wurden zu Drillingen. Die in der Zelle gelegenen Teile der Geißel sind noch durch verwandtschaftsabhängig gestaltete Haltestrukturen verwurzelt. (Abbildung unter „Eukarya, 12 Sprachlos“)

Geißeltyp (Eukarya, anisokont): Trägt der Flagellat zwei Geißeln, so sind sie gleichgestaltet aber ungleich lang

Geißeltyp (Eukarya, heterokont): Trägt der Flagellat zwei Geißeln, so sind sie ungleich gestaltet; eine ist mit zwei Reihen seitlicher Haare ausgestattet und ragt nach vorne, die andere ist glatt und peitschenartig nach hinten gerichtet

Geißeltyp (Eukarya, isokont): Trägt der Flagellat zwei Geißeln, so sind sie gleichgestaltet und auch gleichlang

Geißeltyp (Eukarya, opisthokont): Die Geißel inseriert am hinteren Ende des Flagellaten und schiebt den Körper voran.

Geißeltyp (Eukarya, Schubgeißel): Die Geißel ist am hinteren Ende des Flagellaten angebracht und schiebt den Körper voran

Geißeltyp (Eukarya, Zuggeißel): Die Geißel ist am vorderen Ende des Flagellaten angebracht und zieht den Körper voran

Geißelwurzel, Rhizoplast: Wird gelegentlich als eigenständiges Organell der Zelle gesehen, damit wird der in der Zelle gelegene Teil der Geißel bezeichnet, der verwandtschaftsabhängig gestaltete Haltestrukturen der Geißel besitzt. (Abbildung unter „5 Fungi … Blastocladiomycotina, 1 In ihrer Weise einzigartig“)

Gekniete Obelia: Obelia geniculata (Leptothecata – Leptolina – Hydrozoa – Medusozoa – Cnidaria –…)

Gelatine: Aus tierischen Knochen und Häuten stammende, bei Erkalten gelatinierende, sich verfestigende Substanz

Gelbe Haarqualle: Cyanea capillata (Cyanidae; nicht separat behandelt – Discomedusae – Scyphozoa – Medusozoa – Cnidaria –…); (Abbildung unter „4.2.1 Medusozoa … Discomedusae, 2 Cyanea“)

Gelbe Rübe, Möhre, Karotte,: Daucus carota (Apiaceae – Apiales – Campanulanae – Asteridae – Superasteridae –…)

Gelbe Seefeder: Veretillum cynomorium (Veretillidae – Pennatulacea – Scleralcyonacea s. l. – Octocorallia – Anthozoa – …); (Abbildung unter „4.2 Cnidaria … Veretillidae, 1 Gelb und dann doch nur rosa“)

Gelbfieber-Virus: Flavivirus sp. (Flaviviridae – Behüllte (+)-ss-RNA-Viren – Einzelsträngige (+)-RNA-Viren – RNA-Viren – Viren –…)

Geleitzellen (Schwämme): Begleitende, führend transportierende Zellen

Gelelektrophorese: Eine Mischung aus zu trennenden Olgonucleotiden wandert unter dem Einfluss eines elektrischen Feldes durch ein Gel; je nach Größe und negativer Ladung der Moleküle bewegen sich diese unterschiedlich schnell durch das Gel; dabei wandern die kleinen Nucleotide als Anionen am schnellsten in Richtung der positiv geladenen Kathode, größere langsamer; so werden die Stücke nach ihrer Länge aufgetrennt

Gemäßigte Klimazone: Erstreckt sich parallel zu den Breitenkreisen vom 45. Breitengrad bis zu den Polarkreisen.

Gemeine Fichte: Picea abies (Pinineae – Pinales – Conifera – Coniferopsida – Spermatophytina –…)

Gemeiner Holzbock, Gewöhnliche Zecke: Ixodes ricinus (Actinotricha – Acari – Apulmonata – Lipoctena – Arachnida – …)

Gemmae, Gemmulae, Gemmen (Eukarya): Überdauerungsfähige Mehrzellgebilde oft rundlicher Gestalt

Gemüsezwiebel: Allium cepa (Alliaceae – Asparagales – Lilianae – Liliidae – Dicotyle s.l. –…)

Gen: Erbanlage, Erbfaktor; Einheit der genetischen Information; Abschnitt auf der DNA der bestimmte Proteinbausteine codiert oder eine bestimmte regulatorische Funktion innehat

Genea: Pyronemataceae; nicht separat behandelt (Pezizales – Pezizomycetes – Pezizomycotina – Ascomycota – Dikarya –…)

Genea hispidula: Stachlige Bechertrüffel¸ Pyronemataceae; nicht separat behandelt (Pezizales – Pezizomycetes – Pezizomycotina – Ascomycota – Dikarya –…); (Abbildung unter „5.1 Ascomycota … Pezizomyctes, 4 Trüffel“)

Genea verrucosa: Höckerige Bechertrüffel¸ Pyronemataceae; nicht separat behandelt (Pezizales – Pezizomycetes – Pezizomycotina – Ascomycota – Dikarya –…); (Abbildung unter „5.1 Ascomycota … Pezizomyctes, 3 Ab in den Boden“ und unter "5.1 Ascomycota … Pezizomycetes, 4 Trüffel“)

Generationswechsel (allgemein): Zwei Generationen (ungleich oder gleich gestaltet, im zweiten Fall dann aber mit Kernphasenwechsel, lösen in Folge sich ab)

Generationswechsel, heteromorph: Die haploide Generation (Gametophyt) und die diploide Generation (Sporophyt) sind ungleich gestaltet

Generationswechsel, isomorph: Die haploide Generation (Gametophyt) und die diploide Generation (Sporophyt) sehen sich gleich

Generative Zellen: Gameten

Genetisch gepuffert: Diploide Kerne sind genetisch gegen mutative Einflüsse gepuffert, weil das homologe Partnerchromosom womöglich nicht in gleicher Weise verändert wird und so eine negative Veränderung nicht unmittelbar zum Ausdruck kommen muss; haploide Organismen oder haploide Abschnitte eines Entwicklungszyklus’ sind deshalb für Manifestwerden von Mutationen viel anfälliger

Genetische Rekombination: Neuanordnung genetischen Materials, von RNA und DNA; im engeren Sinn kommt es zum Austausch von Allelen und durch genetische Rekombination zu neuen Gen- und Merkmalskombinationen.

Genexpression: bezeichnet im weiten Sinn, wie ein Gen (eine bestimmte genetische Information) zum Ausdruck kommt und in Erscheinung tritt

Genomische RNA: so wird die RNA des Genoms von RNA-Viren bezeichnet; sie wird ins Capsid eingeschlossen

Genus (pl. Genera), Gattung: Gesamtheit von Arten, die in wesentlichen Eigenschaften übereinstimmen und sich damit von anderen Gattungen trennen lassen

Geosiphon pyriformis: Birnförmiger Bodenschlauch (Geosiphonaceae; nicht separat behandelt –  Archaeosporales – Glomeromycota – Multikarya – Ungegeißele Chitinpilze –…); (Abbildung unter „5 Fungi … Archaeosporales, 1 Einer tanzt aus der Reihe“)

Geosmin: Typischer Geruch von Erde, verursacht von Streptomycetes und verschiedenen Blaualgen (Abbildung unter "1 Bacteria ... Streptomycetes, 4 Im Vorteil")

Geotrichum candidum (Dipodascaceae – Saccharomycetales; nicht separat behandelt – Saccharomycotina – Ascomycota – Dikarya –…)

Gerste: Hordeum vulgare (Triticeae – Poideae – BOP-Verwandtschaft – Poaceae – Poineae – …)

Geschlechtliche, sexuelle Fortpflanzung: Dafür sind drei Vorgänge miteinander gekoppelt, Meiose (abgekürzt mit R!), Plasmogamie (Zellen vereinen sich, abgekürzt mit P!) und Karyogamie (Kerne verschmelzen, abgekürzt mit K!), wobei P! und K!, mit Ausnahme bei Dikarya, unmittelbar aufeinander folgen. Bei Dikarya (Unbegeißelte Chitinpilze – Fungi – Opisthokonta – Eukarya) sind beide Vorgänge unterschiedlich lang (weit) voneinander getrennt. Da bei Animalia und Plantae P! und K! unmittelbar aufeinander folgen, werden beide Vorgänge häufig zu Befruchtung (B!) zusammengefasst.

Geschlechtszellen: Männliche und weibliche

Gestöckelte Milch, Saure Milch: Durch Säure verfestigt sich die Milch; wird sie entnommen wirkt sie eckig-bröckelig, was als gestöckelt bezeichnet wird

Getrenntgeschlechtlich: Weibliches und männliches Geschlecht sind auf zwei verschiedene Individuen verteilt

Gewöhnliche Rosskastanie: Aesculus hippocastanum (Hippocastaneae – Hippocastanoideae – Sapindaceae – Spindales – Malvanae –…)

Gewöhnlicher Röhrenpolyp: Ectopleura larynx (Tubulariidae; nicht separat behandelt – Aplanulata – Anthoathecata – Leptolina – Hydrozoa – …); (Abbildung unter „4.2.1 Medusozoa… Aplanulata, 2 Gewöhnlicher Röhrenpolyp“)

Gewöhnlicher Schlammröhrenwurm: Tubifex tubifex (Tubificidae – Oligochaeta – Clitellata – Annelidae – Schizocoelia –…)

Gewöhnliches Stachelschwein: Hystrix cristata (Hystricidae – Rodentia – Glires – Euarchontoglires – Boreoeutheria –…)

Gewölle: Besonders von Eulen und Greifvögeln herausgewürgter Klumpen unverdaulicher Nahrungsreste, wie Haare, Federn, Knochen

Geysir: Heiße Quelle, die ihr Wasser in regelmäßigen oder unregelmäßigen Abständen als Fontäne ausstößt

Gezeiten, Tide: Wasserbewegungen der Ozeane, die durch von Mond und Sonne erzeugte Gezeitenkräfte im Zusammenspiel mit der Erddrehung verursacht und Wasserspiegel entsprechend gesenkt oder gehoben werden

Gießkannenschimmel, Aspergillus (Aspergillaceae – Eurotiales – Eurotiomycetidae – Eurotiales – Bitunicate Ascomycota -…)

Gigaspora: Riesensporer (Gigasporaceae; nicht separat behandelt – Diversisporales – Glomeromycota – Multikarya – Unbegeißelte Chitinpilze –…)

Gigasporaceae; nicht separat behandelt: Riesensporige (Diversisporales – Glomeromycota – Multikarya – Unbegeißelte Chitinpilze – Fungi –…)

Gigasporoide Azygosporenbildung: Sie kennzeichnet eine suspensorähnliche Auftreibung des terminalen Endes der tragenden Hyphe, also unmittelbar an der Azgospore; gelegentlich ist ein fingerförmiger Auswuchs an dieser suspensorähnlichen Struktur zu erkennen, die als reduziertes Gametangium interpretiert werden kann. (Abbildung unter „5 Fungi … Glomeromycota, 1 Auf die Mischung kommt es an“)

Gilde (biologische): Eine Gruppe von Arten, die auf ähnliche Weise vergleichbare Ressourcen nutzt und zwar ungeachtet ihres Verwandtschaftsgrades

Glaskörper (Auge): Der Glaskörper ist eine gelartige Substanz, die den größten Teil des Auges ausmacht. Er füllt den Raum zwischen Linse sowie Netzhaut und ist normalerweise klar und durchsichtig.

Glattklauenfrosch: Xenopus laevis (Pipidae; nicht separat behandelt – Anura – Batrachia – Lissamphibia – Amphibia –…)

Glaucocystis, Blaugrüne Algen; monotypische Familie (Glaucocystaceae – Glaucocystales – Glaucophyceae – Glaucophyta); etwa ein Dutzend Arten (Abbildung unter „3 Plantae … Glaucophyta, 1 Blaugrüne Algen“)

Glaucophyta: Blaugrüne Algen (Plantae – Eukarya)

Gleba: Das Innere, also Hymenium und Trama eines Bauchpilzes innerhalb der Peridie

Gleitmaterial (Hyphen): Äußerste Schichten der Zellwände verschleimen, bleiben am Substrat haften, bilden damit eine Rutschbahn, vielmehr eine Rutschröhre, in der die Hyphe mit ihrer übrigen, ihrer festen Zellwand unbeschadet gleiten kann.

Gliazellen: alle Zellen des Nervensystems, die keine Nervenzellen sind; ummanteln als sog. Schwannsche Zellen das Axon; diese bilden in Kette nacheinander Hülle und Stütze, isolieren elektrisch das Axon von der Umgebung (Abbildung unter "1 Bacteria ... Mycobacteria, 1 Signalausfall")

Gliederfüßer, Arthropoda (Panarthropoda – Ecdysozoa – Protostomia – Bilateria – Animalia – …)

Globine: Sauerstofftransportierende oder -bindende Proteine, die in allen aeroben Lebewesen vorkommen. Ein wesentliches Merkmal ist der Cofaktor, der immer zu den Hämen gehört.

Glockenrand (Medusozoa): Schirmrandkante einer Qualle

Gloeocapsa: Hüllenblaualge (Cyanobacteria – Bacteria); (Abbildung unter „1 Bacteria … Cyanobacteria, 2 Blaualgen“)

Gloeothrix: (Cyanobacteria – Bacteria)

Glomeromycota: Urlandpilze (Multikarya – Unbegeißelte Chitinpilze – Fungi – Opisthokonta – Eukarya)

Glomus: Glomaceae; nicht separat behandelt (Glomales – Glomeromycota – Multikarya – Unbegeißelte Chitinpilze –…); (Abbildung unter „5 Fungi … Glomales, 1 Dominant“)

Glucane: Generelle Bezeichnung für aus Zuckern entstandene Substanzen

Glucoronsäure: Säure der Glucose, wobei statt der freistehenden [–CH2OH]-Gruppe eine Säurefunktion [–COOH] steht.

Glucosaminglucane: Bestehen aus Estern einer Uronsäure. Meist handelt es sich um Glucoronsäure. Die Disaccharid-Einheiten sind 1-3-glycosidisch mit N-Acetylglucosamin verbunden. Die Kettenbildung der Disaccharid-Einheiten erfolgt durch 1-4-glycosidische Bindungen

Glucose, Traubenzucker: Ringförmiger Zucker mit sechs [C]-Atomen [C6H12O6]; der Ring besteht aus fünf [C]-Atomen und einem Sauerstoffatom; das restliche [C]-Atom hängt als [–CH2OH]-Gruppe an einem dem Sauerstoff benachbarten [C]-Atom; vier [–OH]-Gruppen stehen an [C]-Atomen des Rings, wobei [–CH2OH]  und die dem Sauerstoff benachbarte [–OH]-Gruppe in gleicher Richtung stehen, alle anderen wechseln sich richtungsmäßig ab; (Abbildung unter „Grundlegendes, 12 Energiespender“ und unter Abbildung „5.2 Basidiomycota, 6 Erfunden und doch wieder vielfach vergessen“ und unter „5.1 Ascomycota … Unitunicate Ascomycota, 1 Einfallsreich“)

β-Glucose: (Abbildung unter „1 Bacteria … Actinorhiza, 1 Eintritt“ und unter „Grundlegendes, 15 Zuckerlabyrinth“ und unter „5.1 Ascomycota … Unitunicate Ascomycota, 1 Einfallsreich“)

Glucosidasen: Eine Gruppe von Enzymen, die von Zweifach- und Mehrfachzuckern den Einfachzucker Glucose abspaltet

Gluonen, Quark: Quarks sind die Grundbausteine des Protons und des Neutrons. Sie werden von Gluonen umgeben und vermitteln so des Protons und des Neutrons Eigenschaften und deren Stabilität

Glutamin: Aminosäure; (Abbildung unter „Grundlegendes, 10 Kein Leben ohne Energie“ und unter „2 Archaea, 2 Was sie von Bakterien trennt“)

Glutaminsäure: Aminosäure, [HOOC–CH2–CH2–CH(NH2)COOH]; (Abbildung unter „Grundlegendes, 1 Das Experiment“ und unter „1 Bacteria, 1 Steckbrief“)

Glycerin, Glycerol: Dreifachalkohol, [CH2OHCHOHCH2OH], der zwischen Phosphat und den beiden Fettsäuremolekülen des Phospholipids vermittelt; Glycerin gehört noch zum hydrophilen Teil, während die beiden Fettsäureketten hydrophob sind; (Abbildung unter „Grundlegendes, 16 Energiereserven“ und unter „2 Archaea, 2 Was sie von Bakterien trennt“)

Glycerinaldehyd: [CH2OHCHOHCHO]; (Abbildung unter „Grundlegendes, 4 Purinucleosidproblem“)

Glycerinaldehydphosphat: Dreifachalkohol, eine terminale [–OH]-Gruppe, ist durch einen Phosphatrest ersetzt [–PH2O4]; (Abbildung unter „Grundlegendes, 15 Zuckerlabyrinth“)

Glyceroldietherhüllen: Zellmembran der Archaea, bestehend aus hydrophoben Isoprenoidketten, gebunden an zwei [–OH]-Gruppen des Glycerols, eine [–OH]-Gruppe ist mit Phosphat besetzt; das phosphatverbundene Glycerol wirkt als hydrophiles Ende der Membran. Die Isoprenoidketten sind über eine Ether-Bindung und nicht über eine Esterbindung mit dem Glycerol verknüpft, wie dies bei Bacteria und Eukarya der Fall ist. (Abbildung unter „2 Archaea, 2 Was sie von Bakterien trennt“)

Glycin: Aminosäure

Glycobrassicin: Ein Senfölglycosid (Abbildung unter "5.1 Ascomycota ... Leptosphaeriaceae, 1 Auch nicht viel anders")

Glycogen: Ein hochverzweigtes Polysaccharid aus meist α-1,4 verknüpfter Glucose (mitunter α-1,6 am freien [–CH2OH] des Glucoserings); Speicherprodukt von Tieren, Pilzen und Bakterien; (Abbildung unter „1 Bacteria … Lactobacillales, 3 Vielfältiger Einsatz“)

Glycolaldehyd: [CH2OHCHO]; (Abbildung unter „Grundlegendes, 4 Purinucleosidproblem“)

Glycolsäure: [HO–CH2–COOH]; (Abbildung unter „Grundlegendes, 1 Das Experiment“)

Glycolytisch, Glycolyse: Schrittweiser Abbau von Einfachzuckern (z. B. Glucose)

Glycoproteine: Substanzen aus Zuckern und Proteinen

Glycosomen: Membranumhüllte Zellorganellen, die glykolytische Enzyme enthalten

Glykolisieren: Biochemischer Prozess bei dem Kohlenhydrate an Proteine oder Lipide angehängt werden

Glyoxisomen: Microbodies, deren Hauptaufgabe der Abbau von Lipiden (Fetten) ist

Gold: (79Au) besitzt 79 Protonen; 100 Neutronen kommen noch hinzu; (79Au, Anzahl der Protonen = Ordnungszahl 79)

Goldschwamm: Aplysina aerophoba (Myxospongiae – Demospongiae – Silicea s. s. – Porifera – Animalia – …); (Abbildung unter „4.1 Porifera … Myxospongiae, 1 Meist ohne Spicula“)                                                                 

Golgiapparat: Organellen eukaryotischer Zellen. In ihm werden Proteine, die vom Endoplasmatischen Retikulum hergestellt wurden, modifiziert und sortiert. Außerdem schnürt er kleine Vesikel ab, die Zellprodukte sammeln, die zur Sekretion oder für andere Organellen bestimmt sind. Seine oft tellerförmig anmutenden Cisternen treten gern in gestapelter Weise auf, an deren Rändern diese Vesikel abgeschnürt werden; jedes einzelne Organell der Zelle wird oft als Dictyosom (Netzorganell) bezeichnet.

Golgivesikel, Golgicisternen: Vesikel des Golgiapparates, eines Zellorganells, bestehend aus ausgedehnten, meist gestapelten Cisternen, in denen vom ER hergestellte Proteine sortiert und modifiziert werden; schnürt kleine Vesikel ab, die Zellprodukte sammeln, die für andere Zellorganellen bestimmt sind

Gonaden: Geschlechtszellen bildende Organe

Gonophor: Träger von Geschlechtszellen

Gonothek: Periderm eines reproduzierenden, reduzierten Polypen

Gonozoide: Träger von Gonophoren; (Abbildung unter „4.2.1 Medusozoa… Siphonophorae, 2 Differenzierung und Arbeitsteilung auf die Spitze getrieben“)

Gorgonia flabellum: Venusfächer (Gorgoniidae – Malacalcyonacea – Octocorallia – Anthozoa – Cnidaria –…); (Abbildung unter 4.2 Cnidaria … Gorgoniidae, 1 Ordentlich“)

Gorgonin: Besonders gestaltetes Protein

Gorgonzola: Norditalienischer Blauschimmel-Weichkäse aus Kuhmilch mit mindestens 48 % Fett in der Trockenmasse; Herstellungsgebiete ausschließlich in Piemont und Lombardei

Gottoffene Evolutionstheorie: Diese Evolutionstheorie akzeptiert die Evolution als Vorgang der Stammesgeschichtlichen Entwicklung von niederen zu weiterentwickelten (zu oft höheren) Formen des Lebendigen, geht aber davon aus, Gott habe mit dem Urknall die Evolution angestoßen und als ein Ziel der Evolution den (Modernen) Menschen gehabt. Da die Evolution aber von biotischen und abiotischen Einflüssen geprägt ist (Konkurrenz, Ressourcenverfügbarkeit, bzw. -verknappung, Klima, erdgeschichtliche Umbrüche, Symbiose, Parasitismus, Kooperation u.a.), also im Grunde genommen ungerichtet verläuft, wird davon ausgegangen, Gott habe an der ein oder anderen Stelle eine Entwicklung gefördert, damit Sein Ziel Mensch erreicht wird. Damit wird Gott aber nichts anderes „zugebilligt“ als das, was der Moderne Mensch sich so ohne Weiteres nimmt, nämlich Organismen für seine Bedürfnisse zu „optimieren“. Eine Gottoffene Evolutionstheorie geht also davon aus, Gott existiere und schließt aus der Ihm zu eigenen Allmächtigkeit: „Wenn Gott dies nicht könnte, dann wäre er nicht Gott!“.

Grabfuß (Nesseltiere): Primärpolypen einiger Korallenstöcke können sich mit Hilfe ihrer verlängerten Basis durch An- und Abschwellen in weiches Substrat eingraben

Gram, Hans Christian (1853-1938): Dänischer Bakteriologe; nach ihm ist die Gram-Färbung benannt

Gram-Färbung: Eine Methode, Bakterien anzufärben, die der dänische Arzt Hans Christian Gram entwickelt hatte, um Bakterien nach Farbreaktionen einzuteilen; dabei werden die Bakterien zunächst mit Kristallviolett und Jod angefärbt und anschließend mit Ethanol ausgewaschen und nochmals mit Safranin oder Fuchsin gefärbt; gram-positive Bakterien sind danach purpurn gefärbt, Gram-negative pinkfarben.

Granatapfel, Punica granatum: (Lythraceae – Myrtales – Malvanae – Rosidae – Superrosidae – …)

Granulocyten: Bestimmte weiße Blutkörperchen, die sich unterschiedlich anfärben lassen, dadurch werden unterschiedliche Funktionen angedeutet; Aufgabe ist vor allem die unspezifische Bekämpfung, von Bakterien, Parasiten und Pilzen als Mittel der angeborenen Immunabwehr; sie sind in der Lage, Krankheitserreger aufzunehmen und zu zerstören

Graue Krustenanemone: Epizoanthus arenaceus (Zoantharia – Hexacorallia – Anthozoa – Cnidaria – Animalia –…)

Grauerle: Alnus incana (Betulaceae – Fagales – ZyFaRoFaCu-Verwandtschaft – Rosanae – Rosidae – …)

Gravitationskraft: Ist eine der vier Grundkräfte der Physik. Sie äußert sich in der gegenseitigen Anziehung von Massen. Sie nimmt mit zunehmender Entfernung der Massen ab, besitzt aber unbegrenzte Reichweite. Auf der Erde beträgt sie etwa 9,81 N/kg

Grazile Melonenqualle: Beroe gracilis (Bolinopsidae; nicht separat behandelt – Atentaculata – Ctenophora – Animalia – Opisthokonta –…)

Grippe: Akute, fieberhafte Virusinfektion, vorwiegend mit Entzündung der Atemwege, die endemisch, epidemisch oder pandemisch auftritt und durch ein Influenzavirus verursacht wird.

Grünalgen i.w.S.: Chlorophyta (Plantae – Eukarya)

Grüne Hydra: Hydra viridissima (Capitata – Anthoathecata – Leptolina – Hydrozoa – Medusozoa –…); (Abbildung unter „4.2.1 Medusozoa … Capitata, 2 Einzelgänger”)

Grüne Meeresschildkröte: Chelonia mydas (Cheloniidae – Cryptodira – Testudines – Anapsida – Sauropsida –…)

Grüne Schwefelbionten, Grüne Schwefelbakterien: sind einzellige, phototrophe, obligat anaerobe Bakterien mit verschiedenen äußeren Formen, ohne aktive Bewegung

Grünkohl: Brassica oleracea var. sabellica

Grus: zerbröckeltes, körniges Gestein

GTP, Guanosintriphosphat: bestehend aus Ribose und Guanin; Ribose trägt an seiner nicht in den Zuckerring einbezogenen Kohlenstoffgruppe drei hintereinander liegende Phosphatgruppen

Guanidin: [H2N–C(=NH)–NH2]; (Abbildung unter „Grundlegendes, 3 Vom Eise befreit“)

Guanin: eine bizyklische, eine Purin-Base; abgekürzt G

Guanin, Cytosin: Diese beiden Basen, mit G und C abgekürzt, ergänzen sich in gleicher Weise wie Adenin und Thymin

Guano: Aus Exkrementen, meist von Seevögeln aber auch von Fledermäusen, bestehender, über Jahre hinweg angehäufter organischer Dünger

Guanosin: An Zucker gebundenes Guanin, eine bizyklische, eine Purinbase. (Abbildung unter „2 Archaea, 2 Was sie von Bakterien trennt“)

Gürteldesmosomen: Gürtelförmig angeordnete Desmosomen

Gürtel-, Gesichtsrose: Nach dem Abheilen von Windpocken bleiben die Varicella zoster Viren schlummernd in Nervenzellen des Gehirns und Rückenmarks erhalten. Sie können nach vielen Jahren wieder aktiv werden und sich vermehren, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Dann verursachen sie eine Gürtel-, Gesichtsrose. Bei einer Erkrankung treten meist starke Schmerzen und ein Hautauschlag mit Bläschen auf – typischerweise nur auf einer Körperseite. In vielen Fällen heilt die Krankheit ohne Problem aus. Impfungen stehen zur Verfügung. (gesundheit.gv.at)

Guignardia aesculi: Blattbräune der Rosskastanie (Botryosphaeriaceae; nicht separat behandelt – Botryosphaeriales – Dothidiomycetes – Bitunicate Ascomycota – Inoperculate Ascomycota –…); (Abbildung unter „5.1 Ascomycota … Botryosphaeriales, 2 Fällt schon gar nicht mehr auf“)

Guignardia bidwellii (= Phyllosticta ampelicida Name der NFF): Schwarzfäule des Weins (Botryosphaeriaceae; nicht separat behandelt – Botryosphaeriales – Dothidiomycetes – Bitunicate Ascomycota – Inoperculate Ascomycota –…); (Abbildung unter „5.1 Ascomycota … Botryosphaeriales, 1 Schon wieder einer“)

Gurken: Cucumis sativus (Cucurbitaceae – Cucurbitales – ZyFaRoFaCu-Verwandtschaft – Rosanae – Rosidae - …)

Gymnocarpe, nackte Fruchtkörperbildung (Fungi): Hier wird das Hymenium von Beginn als eine offenliegende, durchgehende Schicht angelegt; (Abbildung unter „5.1 Ascomycota … Pezizomycotina, 3 Fruchtkörper“)

H

h mal ny = h × ν:  Lichtquant, Photon; eine unteilbare Einheit; Vermittler der elektromagnetischen Wechselwirkung. h ist das Plancksche Wirkungsquantum, ν die Frequenz des Lichts

H2: Molekularer Wasserstoff

H2O: Wasser (chemisch): [H-O-H], ein geknicktes Molekül

H2S: [H-S-H], ein geknicktes Molekül mit mittigem Schwefel

H2SO4: Schwefelsäure

Haarquallen: Cyanea spp. (Cyanidae; nicht separat behandelt – Discomedusae – Scyphozoa – Medusozoa – Cnidaria –…)

Habitabel: Für Organismen bewohnbarer Bereich

Habitat, Lebensräume, (ökologische) Nischen: Meist begrenzte Gebiete mit ziemlich einheitlichen Lebensbedingungen; durch spezifische abiotische und biotische Faktoren bestimmt

Habitus: Äußere Gestalt

Hackfrüchte: Kulturpflanzen, deren Wachstum traditionell durch mehrfaches Behacken gefördert wurde; u. a. werden Kartoffeln und Zuckerrüben als solche verstanden (natürlich sind dies keine Früchte, sondern nur Speicherknollen, bzw. -rüben, die geerntet werden)

Hadromeride Schwämme: Clionaida (Demospongiae – Silicea s. s. – Porifera – Animalia – Opisthokonta –…)

Haeckelia rubra: Rote Raubrippenqualle (Haeckeliidae; nicht separat behandelt – Tentaculata – Ctenophora – Animalia – Opisthokonta –…)

Hämagglutinin: ein homotrimeres Membranprotein, das eine Anheftung an den Rezeptor Neuraminsäure auf einer Wirtszelle vermittelt und – nach proteolytischer Aktivierung im Endosom – das Innere des Virus‘ (das Ribonukleoprotein) durch die Endosomenmembran ins Cytosol schleust.

Häme: Komplexverbindungen mit einem Eisen-Ion als Zentralatom und einem Porphyrin-Molekül

Haemocoel: Leibeshöhle der Arthropoden

Hämolymphe: Bei Arthropoden sind Blut und Lymphe noch nicht in separaten Gefäßen getrennt; beides flottiert somit durchmischt

Hämolymphkanäle: Gefäßloses, offenes Kreislaufsystem für eine Körperflüssigkeit die eine Mischung aus Blut und Lymphflüssigkeit enthält

Hämolysine: Dienen Bakterien in erster Linie dazu, Nahrungsstoffe von Wirtszellen aufzuschließen. So ist zum Beispiel Eisen ein wichtiger Wachstumsfaktor vieler pathogener Erreger

Hämolytisch: Abbau roter Blutkörperchen

Hämolytisch-urämisches Syndrom, HUS: „Hämolytisch“ heißt, rote Blutkörperchen werden abgebaut, „urämisch“, die Nierenverletzung verursacht Ansammlung von Harnstoff im Blut

Häuten (Ecdysozoa, Häuter): Ein hormonell gesteuerter Vorgang, bei dem sich die alte, zu klein gewordene Schutzschicht, von einer darunterliegenden, neuen, etwas größeren, abhebt und letzere Ende abgestreift wird. Die noch flexible neue Cuticula wird gedehnt und in vergrößerter Form versteift und so als Schutz wieder wirksam. Mit dieser alten Cuticula, die bei Ecdysozoa etwas in den Darm ziehen kann, werden damit dort auch Parasiten oder Kommensalen abgestoßen.

Haken: Formen sich bei vielen Pezizomycotina im Zuge der Zellteilung der sekundären ascogenen Hyphen. An der Hyphenspitze wächst ein etwas gekrümmter Auswuchs nach unten, findet Kontakt zu einer darunterliegenden Stelle der Hyphe; gleichzeitig teilen sich die zwei Kerne des Dikaryons synchron mitotisch, wobei sich ein Tochterkern des eines Kerns in der ursprünglichen Hyphe nach unten separiert, der andere in die apikal entstandene Krümmung der Hyphe. Die Tochterkerne des anderen Kerns begeben sich zum einen in den gekrümmten Auswuchs, zum andern nach oben, um in der Hakenbiegung mit dem zweiten Kern wieder ein Dikaryon zu bilden. Zwei Querwände werden nun eingezogen: Eine Querwand trennt den Auswuchs von seinem Ursprung, die zweite bildet sich nahe oberhalb des Auswuchses quer in der Hyphe. Diese zweite trennt das Dikaryon im oberen Teil der Hakenbiegung von der Partie darunter, die momentan nur einen Kern, wie auch die Hakenspitze, besitzt. Um wieder ein Dikaryon bilden zu können, bildet der Auswuchs mit seiner Berührungsstelle an der Hyphe eine Anastomose, lässt seinen Kern zum wartenden wandern, womit auch hier wieder ein Dikaryon etabliert ist. An der Stelle des Auswuchses entsteht eine Verdickung, Reminiszenz des Hakens, geht sie doch auf den rückwärts gerichteten Auswuchs zurück. (Abbildung unter „5.1 Ascomycota … Pezizomycotina, 2 Merkmalssyndrom“)

Halammohydra octopodides (Actinulida – Trachylina – Leptolina -  Hydrozoa – Medusozoa –…); (Abbildung unter „4.2.1 Medusozoa … Actinulida, 1 Nichts ist unmöglich“)

Haliclystus octordiatus: Achtstrahlige Becherkoralle (Staurozoa – Medusozoa – Cnidaria – Animalia – Opisthokonta –…); (Abbildung unter „4.2.1 Medusozoa … Staurozoa, 1 Verkehrtherum)

Halm: Stengel der Gräser

Haloarchaea: Klasse der Euryarchaeota

Halophil: Sind Organismen, die hohe Salzkonzentrationen bevorzugen

Haloquadratum wasbyi (Euryarchaeota – Archaea)

Halorhodopsin: Ein dem Bakteriorhodopsin strukturell und funktionell sehr ähnliches integrales Membranprotein der Purpurmembran halophiler Archäen

Hand-Fuß-Mund-Krankheit: Verursacht von Enterovirus Coxsackie-A (Picornaviridae – Unbehüllte (+)-ss-RNA-Viren – Einzelsträngige (+)-RNA-Viren – RNA-Viren – Viren –…); (Abbildungen unter 1 Bacteria ... „Picornaviridae, 6 Nicht zu verwechseln“)

Haplo-dikaryotischer Generationswechsel (Dikarya): Wechsel zwischen haploidem Gametophyten und dikaryotischem Sporophyten (Abbildung unter "5.1 Ascomycota ... Pezizomycotina, 2 Merkmalssyndrom")

Haploid: Zellkerne mit einfachem Chromosomensatz; ausgedrückt als n

Haploneme Anisorhize: Nesselkapseln mit schraubig gedrehtem Schlauch, auch nachdem sie explodiert ist; als Anisorhizen, ist eine Schraubung in diesem Zustand in Seitenansicht kaum mehr erkennbar; (Abbildung unter „4.2.1 Medusozoa… Cubozoa, 4 was noch dazugehört“)

Haplont: Organismus, dessen Zygote ausschließlich diploid ist, alles andere ist haploid; (Abbildung unter „5 Fungi … Blastocladiomycotina, 5 Sichtweisen“)

Haploneme Isorhize: Nesselkapseln mit schraubig gedrehtem Schlauch in der unentladenen Cnide; entladen ist der Schlauch gerade; (Abbildung unter „4.2.1 Medusozoa… Cubozoa, 4 was noch dazugehört“)

Harnstoff: [H2N–CO–NH2]; (Abbildung unter „Grundlegendes, 1 Das Experiment" “ und unter „5.1 Ascomycota … Arthrodermataceae, 3 Therapie“)

Harpune (Anker) von Philae: Das Landegestell auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko hatte drei Beine mit je einem Fußpaar und je eine Eisschraube (Anker); zentral zwei Harpunen, die zum ersten Halt in den Untergrund geschossen hätten werden sollen

Hartes ultraviolettes Licht: Ultraviolette Strahlung (UV-A-Strahlung) zwischen 380 und 315 Nanometer Wellenlänge

Hartig, Robert HJA (1839 – 1901): Forstbotaniker, Pflanzenpathologe und Mykologe; nach ihm wurde das Hartigsche Netz der Ektomykorrhiza benannt

Hartigsches Netz: Sowohl im Schnitt durch die Wurzel als auch in Aufsicht der Rindenzellen erscheinen die dicht interzellulär wachsenden Hyphen wie ein Netz; das nach seinem Entdecker Robert Hartig als Hartigsches Netz benannt wurde.

Harz: Naturharze sind Gemische von festen, amorphen, nichtflüchtigen, lipophilen Pflanzenprodukten. Sie treten nach natürlichen oder künstlichen Verletzungen als zähflüssige Masse aus bestimmten Pflanzen, überwiegend Bäumen, aus.

Hauptkreislauf, Hauptfruchtform: In diesem Teil des Entwicklungskreislaufes finden P!, K! und R! statt; hier erfolgt also die sexuelle Fortpflanzung; während im Nebenkreislauf, in der Nebenfruchtform, nur asexuelle Vermehrung durch M! erfolgt

Haushuhn: Gallus gallus domesticus (Gallini – Phasianinae – Phasianidae – Galliformes – Galloanseres – …)

Haushund: Canis lupus familiaris (Cynoidea – Caniformia – Carnivora s.s. – Carnivora s.l. – Euarchonta –…)

Hauskaninchen, Karnickel: Oryctolagus cuniculus forma domestica (Leporidae – Lagomorpha – Glires – Euarchontoglires – Boreoeutheria –  …)

Hauskatze: Felis catus (Felis-Gruppe – Feloidea – Feliformia – Carnivora s.s. – Carnivora s.l. –  …)

Hausmeerschweinchen: Cavia porcellus (Caviidae – Caviomorpha – Rodentia – Glires – Euarchontoglires –…)

Hauspferd: Equus caballus (Equidae; nicht separat behandelt; Hippomorpha – Mesaxonia – Ungulata – Übrige Laurasiatheria –…)

Hausratten: Rattus rattus (Murinae – Muridae – Muroidea – Myomorpha – Rodentia – …)

Hausrind, Milchkühe: Bos taurus (Bovini – Boodontia – Bovidae – Pecora – Ruminatia –…)

Hausschaf: Ovis gmelini aries (Antilopini – Aegodontia – Bovidae – Pecora - Ruminantia –…)

Hausschwein: Sus scrofa domesticus (Suidae – Suina – Artiodactyla – Übrige Cetartiodactyla – Cetartiodactyla–…)

Haustorien, Senker (Pilze): Spezielle Ausstülpungen von Hyphen, die in Zellen fremder Organismen eindringen, dabei aber nicht direkten Kontakt zum Protoplasten bekommen, bleibt doch die Zellmembran der Wirtszellen erhalten; sie vergrößert sich hingegen wenn nötig, um den voluminöser werdenden Eindringling zu umhüllen, es werden zudem dann Zellwandmoleküle des Wirts dazwischen abgelagert, die allerdings unter dem Einfluss des Parasiten dünnschichtig bleiben und sich nicht, wie für eine Zellwand typisch wäre, geregelt ordnen. Gelegentlich bleiben Haustorien oberflächlich verankert und dringen nicht direkt in die Organismen ein. Über diese Haustorien werden Substanzen dem Protoplasten entnommen. (Abbildung unter "5 Fungi ... Glomeromycota, 4 Interna")

Hausziege: Capra aegagrus hircus (Antilopini – Aegodontia – Bovidae – Pecora – Ruminantia –…)

Haydn, Joseph (1732 - 1809): Sein enormes Arbeitspensum umfasste Komposition, Orchesterleitung, Spielen von Kammermusik und das Arrangieren von Opern.

HCN, Blausäure: Gestrecktes Molekül [H–C≡N]

Haeckel, Ernst HPA (1834 – 1919): Mediziner, Zoologe, Philosoph, Zeichner, sowie Hochschullehrer in Jena

Hefe, Hefezellen: Durch Hefeknospung entstandene Zellen

Hefeknospung, Hefesprossung: Wenn Hefen sich vermehren, wird an eng begrenzter Stelle die Zellwand der Zelle erweicht, so, dass intern sich erhöhender Druck dort die Zellwand nach außen beulen kann; diese Beule wird immer größer, wird sich, weil ihre Zellwand noch plastisch ist, zu einer sippenspezifischen Form entwickeln, bis sie ihre endgültige Größe erreicht hat, dann wird die Pore, durch die ein Teil des Protoplasts (mit Zellkern; nach Mitose) von der Mutter- in die Tochterzelle gewandert ist, durch eine Zellwand verschlossen; anschließend zerteilt sich mittig die gemeinsame Zellwand der beiden, so dass die Tochterzelle, passiv abbrechend, sich von der Mutterzelle lösen kann. Dieser Vorgang kann sich an ein und derselben Mutterzelle mehrfach wiederholen. Dadurch kommt es zu einer raschen Vermehrung der Hefezellen, solange der Energievorrat in der Zelle und um sie herum reicht. (Abbildung unter "5.1 Ascomycota ... Saccharomycotina, 2 Haplo-Diplonten")

Hefen i.ae.S.: Sprosszellen bildende Saccharomycotina

Hefen i.e.S.: Von Ascomycota durch Knospung gebildete Einzelzellen unterschiedlichster Form; Knospungsstellen sind als Narben in der Zellwand erkennbar

Hefen i.w.S.: Von Fungi (Echten Pilzen) durch Knospung gebildete Einzelzellen unterschiedlichster Form; Knospungsstellen sind als Narben in der Zellwand erkennbar; im weiten Sinne können sie von Ascomycota (Schlauchpilzen) wie von Basidiomycota (Ständerpilzen) gebildet werden; als Hefen in engerem Sinne werden jene der Ascomycota bezeichnet. (Abbildung unter „5.2 Basidiomycota, 1 Zellwandprobleme“)

Hefen-Hyphen-Dimorphismus: Besteht, treten Pilze sowohl in Hefen- als auch in Hyphenform auf

Heidelberger Mensch: Homo heidelbergensis (Hominini – Homininae – Hominidae – Hominoidea – Catarrhini – …)

Heisenberg Werner (1901 – 1976): Deutscher Physiker, der als Begründer der Quantenmechanik gilt und zu den bedeutendsten Physikern des 20. Jahrhunderts zählt, erhielt 1932 den Nobelpreis für Physik

Helical und doppelsträngig: Die DNA ist aus zwei komplementären, leiterförmig angeordneten Strängen aufgebaut, deren Sprossen durch die gegenüberliegenden Basen A und T, bzw. G und C gebildet werden; diese Stränge sind selbst wiederum verdrillt

Helicobacter pylori: Erreger von Magengeschwüren, gelegentlich von Magenkrebs

Heliopora coerulea: Blaue Koralle (Helioporidae – Der Scleralcyonacea Rest – Scleralccyoacea s. l. – Octocorallia – Anthozoa – …); (Abbildung unter „4.2 Cnidaria … Helioporidae, 1 Immer höher hinauf“)

Helioporid: Skelettmaterial von Heliopora coerulea

Helium: Besteht aus zwei Protonen und zwei Neutronen (2He, Anzahl der Protonen = Ordnungszahl 2)

Helix: Spirale

Helvella: Lorcheln (Helvellaceae; nicht separat behandelt – Pezizomycetes – Pezizomycotina – Ascomycota – Dikarya –…)

Helvellaceae; nicht separat behandelt: Lorcheln (Pezizomycetes – Pezizomycotina – Ascomycota – Dikarya – Unbegeißelte Chitinpilze –…)

Hemiangiocarpe, halbgeschlossene Fruchtkörperildung (Fungi): In anfangs geschlossenen Fruchtkörpern wird zunächst in einer Höhlung das Hymenium angelegt; erst danach öffnen sie sich, es freizulegen; (Abbildung unter (5.1 Ascomycota … Pezizomycotina, 3 Fruchtkörper“)

Hemicellulasen: Enzyme, die Hemicellulose abbauen können; spalten die Bindungen zwischen den Zuckereinheiten von Hemicellulose und zerlegen sie in kleinere Moleküle. 

Hemicellulose: Gemische von Polysacchariden in veränderlicher Zusammensetzung, meist aus Pentosen (C5-Zuckern, wie Xylose, Arabinose), oft auch Hexosen (C6-Zuckern, wie Galactose, Mannose), die nicht zu höheren Strukturen, wie sie bei Cellulose auftreten, zusammengefasst sind

Hepaticivirus sp.: Hepatitis C verursachende Viren (Flaviviridae – Behüllte (+)-ss-RNA-Viren – Einzelsträngige (+)-RNA-Viren – RNA-Viren – Viren –…)

Hepatitis: Leberentzündung

Hepatocyten: Leberzellen

Hapatovirus A: Hepatitis-A-Virus (Picornaviridae – Unbehüllte (+)-ss-RNA-Viren – Einzelsträngige (+)-RNA-Viren – RNA-Viren – Viren –…)

Helvella acetabulum: Hochrippige Becherlorchel (Helvellaceae; nicht separat behandelt – Pezizomycetes – Pezizomycotina – Ascomycota – Dikarya –…); (Abbildung unter “5.1 Ascomycota … Pezizomycetes, 2 Hoch hinaus”)

Helvella crispa: Herbstlorchel (Helvellaceae; nicht separat behandelt – Pezizomycetes – Pezizomycotina – Ascomycota – Dikarya –…); (Abbildung unter “5.1 Ascomycota … Pezizomycetes, 2 Hoch hinaus”)

Hemimetabole Insekten: Insekten mit mehrfacher Häutung und gradueller Entwicklung ohne Verpuppung

Herbarisieren: Pflanzen zum Trocknen zwischen Papier pressen, um sie später mit feinen Klebstreifen auf steifem Papier zu befestigen

Herbizid: Pflanzenwachstum verhindernde Substanz

Herdenimmunität: Kollektive Immunität gegen einen Krankheitserreger in einer Population, die sich durch eine Impfung ausgebildet hat oder durch eine Infektion erworben worden ist. Hierbei wird die Infektionskette durch eine entsprechend hohe Durchimpfungsrate unterbrochen oder verlangsamt und somit eine epidemische Ausbreitung gestoppt. Die notwendige Rate der zu impfenden Personen in einer Population hängt unter anderem von der Reproduktionsrate des Erregers ab.

Herpes simplex: Lippenbläschen verursachendes Virus (Herpesviridae – Herkömmlich transkribierende Doppelstrang-DNA-Viren – Doppelstrang-DNA-Viren – DNA-Viren – Viren – Bacteria)

Herpotrichia juniperi: Schwarzer Schneeschimmel (Melanommataceae – Pleosporales – Dothidiomycetes – Bitunicate Ascomycota – Inoperculate Ascomycota –…); (Abbildung unter „5.1 Ascomycota … Melanommataceae, 1 Einfach nur paradox“ und unter „5.1 Ascomycota … Melanommataceae, 2 Fürs Extreme geboren“)

Heterochromatin: Enge Kondensation des DNA-Fadens und besonders starke Anfärbbarkeit durch die DNA-Konzentrierung; bleibt auch im Interphasekern kondensiert. Nicht so stark anfärbbare Bereiche werden hingegen als Euchromatin bezeichnet. (Abbildung unter „Eukarya, 7 Gordischer Knoten“)

Heterocysten (Cyanobacteria): Etwas vergrößerte, leicht bräunliche, inhaltsleer erscheinende Zellen, die mit inneren Beulen an grüne Nachbarzellen grenzen; sie sind Orte der Luftstickstofffixierung in sauerstofffreiem Raum (Abbildung unter „1 Bacteria … Cyanobacteria, 2 Blaualgen")

Heterözisch: Im Lebenszyklus werden zwei verschiedenartige Wirte benötigt

Heterokont: Trägt der Flagellat zwei Geißeln, so sind sie ungleich gestaltet; eine ist mit zwei Reihen seitlicher Haare ausgestattet und ragt nach vorne, die andere ist glatt und peitschenartig nach hinten gerichtet

Heteromedusoid (Hydrozoa, Cnidaria): Am Hydropolypen festsitzendes, als ein drittes reduktiv schon recht stark abgewandeltes medusenähnliches Stadium; (Abbildung unter „4.2.1 Medusozoa ... Hydrozoa, 5 Der Hydromedusen Reduktion“)

Heteromorpher Generationswechsel: Haploide Generation (Gametophyt) und diploide Generation (Sporophyt) sind ungleich gestaltet

Heterothallisch, diözisch: Kontärgeschlechtliche (+ / –)-Hyphen zweier verschiedener (hetero-) Mycelien (-thalli) treffen sich zur sexuellen Fortpflanzung

Heterotrophe: Darunter werden alle Organismen subsumiert, die für ihr Leben auf bereits vorhandene organische Substanzen angewiesen sind

Heteroxenia fuscescens: Bräunliche Fremdartige Koralle (Xeniidae – Malacalcyonacea – Octocorallia – Anthozoa – Cnidaria –…); (Abbildung unter „4.2 Cnidaria … Xeniidae, 1 Wabbelig“)

Hexacorallia: Sechsarmkorallen: (Anthozoa - Cnidaria – Animalia – Opisthokonta – Eukarya)

Hexaster (Schwämme): Strahlende, vielendige, räumliche Spicula zweierlei Formen: Oxyhexaster (Scharfe Dornen von einem zweigeteilten Zentrum ausgehend) und Discohexaster (Dornen mit Halbkugeln, „Disken“, versehenen Enden, die einem gemeinsamen Zentrum entspringen)

Hexasterophora: Hexasterträger (Hexactinellida – Demospongiae – Silicea s.s. – Porifera – Animalia – …)

Hexosen: 6C-Zucker

Hibernation: Winterschlaf

Hierarchie, Hierarchieebenen: In der biologischen Systematik werden Verwandtschaften zu aufeinanderfolgenden Verwandtschaftsebenen zusammengefasst. So werden Arten zu Gattungen gruppiert, diese gelegentlich zu Subtriben, Triben und Unterfamilien, doch immer zu Familien, die in wissenschaftlichen Namen kennzeichnende Endungen erhalten (Botanik und Mykologie: -aceae; Zoologie: -idae); diese werden zu Ordnungen zusammengestellt (Botanik und Mykologie: -ales; Zoologie: keine Regeln); eine bis mehrere Ordnungen umfassen die Unterklassen (Botanik:  -idae, phycidae; Mykologie: -mycetidae; Zoologie: keine Regeln) und Klassen (Botanik:  -opsida, -atae, -phyceae; Mykologie: -mycetes; Zoologie: keine Regeln); Klassen werden zu Unterabteilungen zusammengestellt (Botanik: -phytina; Mykologie:  -mycotina; Zoologie: keine Regeln), Unterabteilungen zu Abteilungen (Botanik: -phyta; Mykologie -mycota; Zoologie: keine Regeln). Jede dieser Rangstufen entspricht einer Hierarchieebene

Hieroglyphen: Ägyptische Hieroglyphen hatten ursprünglich den Charakter einer Bilderschrift im ältesten bekannten ägyptischen Schriftsystem; später kamen Laut-, Konsonanten- und Deutzeichen hinzu; wurden etwa 3200 v. Chr. bis 394 n. Chr. verwendet

Hiker: Wanderer

Hippophae, Sanddorn: Elaeagnaceae; nicht behandelt (Rosales – Rosidae – Superrosidae – Eudicotyle – Dicotyle s.l. – …)

Hippospongia: Pferdebadeschwämme (Keratosa – Demospongiae – Silicea s.s. – Porifera – Animalia – …)

Hirnkoralle: Symphyllia sp. (Scleractinia – Hexacorallia – Anthozoa – Cnidaria – Animalia –…); (Abbildung unter “4.2 Cnidaria … Scleractinia, 5 Riffe”)

Hirschtrüffel: Elaphomyces (Elaphomycetaceae – Eurotiales – Eurotiomycetidae – Eurotiomycetes – Bitunicate Ascomycota –…); (Abbildung unter "5.1 Ascomycota ... Elaphomycetaceae, 1 Versteckt und doch wieder nicht")

Hirse: Sammelbezeichnung für kleinfrüchtiges Spelzgetreide mit 10–12 Gattungen. Sie gehören zur Familie Süßgräser Poaceae

Histamin: Biogenes Amin, wird durch Abspaltung von CO2 aus Histidin gebildet

Histidin: Aminosäure; (Abbildung unter „Grundlegendes, 10 Kein Leben ohne Energie“)

Histone: Histone sind eine Klasse von basischen Kernproteinen der Eukarya, die die Verpackung der DNA zum Chromatin bilden und aufgrund von posttranslationalen Modifikationen auch regulatorisch in die Genexpression eingreifen. Sie werden in insgesamt 5 Hauptgruppen eingeteilt, nämlich H1, H2A, H2B, H3 und H4. Papillomaviridae besitzen davon H2A, H2B, H3 und H4. (Abbildung unter „Eukarya, 7 Gordischer Knoten“)

Histoplasma capsulatum: Nebenfruchtform von Ajellomyces capsulatum

Histoplasmose: Eine systemische Mykose, die durch eine Infektion mit dem dimorphen Pilz Histoplasma capsulatum ausgelöst wird.

HIV: Human Immunodeficiency Virus, Lentivirus (Retroviridae – RNA-Viren – Viren – Bacteria)

Hochsee: Offenes Meer außerhalb der Küstengewässer

Hohltiere: Ctenophora (Rippenqullen) und Cnidaria (Nesseltiere) werden häufig zu Hohltieren zusammengefasst und den Bilateria gegenübergestellt

Hollandina pterotermitidis (Spirochaeta – Bacteria) kommt symbiotisch in Darmtrakten von holzfressenden Termiten und in Schaben (Kakerlaken) vor

Holoblastische Konidienbildung: Dabei werden alle Zellwandschichten, die der Mutterzelle zu eigen sind, erweicht und in gleicher Schichtung (kontinuierlicher Übergang), bloß dünner, zur Bildung der Tochterzellwand verwendet, die dann bis zum Ende der Ontogenese annähern die gleiche Dicke wie jene der Mutterzelle erreicht. (Abbildung unter „5.1 Ascomycota … Botryospheriales, 1 Schon wieder einer“)

Holokarp (Chytridiomycota): Für die Fortpflanzung wird der ganze Körperinhalt aufgebraucht, somit kann sich diese Einheit nur einmal vermehren.

Holometabole Insekten: Insekten, die keine gleichsam übergangslose Entwicklung nach dem Schlüpfen durchlaufen, wie hemimetabole Insekten, sondern einen sprunghaften Entwicklungsverlauf nehmen: vom Ei zur größer werdenden Larve – Ruhestadium als Puppe – Schlupf als fertiges, final ausgebildetes, adultes Insekt (Imago)

Holothallische Konidienbildung: Hyphen zerfallen in Reihe zu Konidien; (Abbildung unter „5.1 Ascomycota … Botryospheriales, 1 Schon wieder einer“)

Hominini: Menschen i. w. S (Homininae – Hominidae – Hominoidea – Catarrhini – Anthropoidea – …)

Homo heidelbergensis: Heidelberger Mensch (Hominini – Homininae – Hominidae – Hominoidea – Catarrhini – …)

Homo neandertalensis: Neandertaler Mensch (Hominini – Homininae – Hominidae – Hominoidea –Cattarrhini –  …)

Homo sapiens: Moderner Mensch (Homo spp. – Hominini – Homininae – Hominidae – Hominoidea –…)

Homo spp: Modernere Menschen (Hominini – Homininae – Hominidae – Hominoidea – Catarrhini –…)

Homocystein: (Abbildung unter „Grundlegendes, 1 Das Experiment“)

Homofermentativ: nur ein Gärungsprodukt ergebend

Homologe Chromosomen: Gleichartige, von zwei Partnern stammende Chromosomen, die sich hinsichtlich Form, Struktur und Abfolge der Genorte genau entsprechen. (Abbildung unter „Eukarya, 10 Reduktion“)

Homoserin: Eine nichtproteinogene, polare α-Aminosäure. Sie leitet sich vom Serin durch eine zusätzliche Methylengruppe in der Kohlenstoffkette ab. (Abbildung unter „1 Bacteria … Quorum sensing, 2 Signalschwemme“)

Homothallisch, monözisch: Hyphen ein und desselben Mycels sind in der Lage, sich sexuell fortzupflanzen

Homozygot: Die beiden Allele zusammengehöriger Chromosomen eines diploiden Zellkerns sind in ihrer Ausprägung identisch

Hongkong Grippe: Verursacht durch Alphainfluenzavirus influenzae (Orthomyxoviridae – Einzelsträngige (–)-RNA-Viren – RNA-Viren – Viren – Bacteria), Influenza-A-Virus mit Allelen H3 (Hämagglutinin) und N2 (Neuraminidase)

Honigbienen: Apis spp. (Apidae – Aculeata – Apocrita – Hymenoptera – Holometabola –…)

Hopfen: Humulus lupulus (Cannabaceae – Rosales – ZyFaRoFaCu-Verwandtschaft – Rosanae – Rosidae –…)

Horizontaler Gentransfer: Im Gegensatz zum vertikalen Gentransfer (von einer Generation zur anderen) wird beim horizontalen Gentransfer genetisches Material, DNA-Bruchstücke, auf andere Individuen, andere Arten oder sogar auf andere Organismengruppen übertragen; dies kann direkt erfolgen (Transformation) oder mit Fremdhilfe

Hormogonien: Entstehen durch Absterben und Kollabieren einzelner Zellen eines Blaualgenfadens; das zwischenliegende Stück verselbständigt sich und kann als neues Individuum zu einem neuen Faden auswachsen. (Abbildung unter "1 Bacteria … Cyanobacteria, 2 Blaualgen")

Hormone: Signal- und Botenmoleküle, die der Regulation der verschiedenen Funktionen in Körpern mehrzelliger Organismen dienen; niedermolekulare Verbindungen, gelegentlich Peptide, übernehmen diese Funktion; wirken in sehr geringen Konzentrationen

Horn: Substanz, die aus abgestorbenen, mit Keratin gefüllten Zellen besteht

Hornhaut (Auge): Auch Cornea genannt, ist die glasklare vordere Begrenzung des Auges. Ähnlich wie ein Fenster lässt sie das Licht in das Auge und ist deshalb entscheidend für gutes Sehen

Hornhaut (Haut): Die äußere Hornschicht der Haut enthält abgestorbene Hornzellen. Sie bildet die oberste Schutzbarriere der Haut; verhärtet sie an Händen und Füßen durch Druck oder andere Einflüsse spricht man von Hornhaut

Hornstein: Bezeichnung für silikatreiches Sedimentgestein biogener, chemisch-biogener oder chemischer Genese, das im Wesentlichen aus Siliciumdioxid mit nur geringen Anteilen an Verunreinigungen besteht

Horst (Pflanzen): Kompakte, eng begrenzte Ansammlung grasartiger Pflanzen

Hospitalisation: Einweisung in Krankenhäuser

HOX-Gene, Homöobox-Gene: Familie von regulativen Genen. Ihre Genprodukte sind Transkriptionsfaktoren, welche die Aktivität anderer, funktionell zusammenhängender Gene im Verlauf der Individualentwicklung steuern; sind evolutionär hoch konserviert, kommen bei Animalia und Fungi vor; stellen nach heutiger Sicht einen in der Evolution früh entstandenen grundlegenden Regulationsmechanismus dar.

(HP), Hypothesenpunkt: Hypothesen werden entwickelt, die zu den besprochenen Merkmalen geführt haben könnten

Hüllhyphen (Mucoromycetes): Dauerzygoten umhüllende, aus den Suspensoren entspringende Hyphen; („Abbildung unter „5 Fungi … Mucoromycetes, 4 Sexuelle Vielfalt“)

Hüllmembran: Lipiddoppelmembran um gramnegative Bakterien und um verschiedene Viren

Hüllproteine (Viren): Viruseigene Proteine der Hüllmembran, die Viren, bevor sie aus der Wirtszelle knospen, in sie integriert hatten

Hülsenfrüchtler, Leguminosen: Fabaceae (Fabales – ZyFaRoFaCu-Verwandtschaft – Rosanae – Rosidae – …)

Hufeisennasen: Rhinolophidae (Rhinolophoidea – Yinpterochiroptera – Chiroptera – Übrige Laurasiatheria à Laurasiatheria –…); (Abbildung unter “1 Bacteria … Coronaviridae, 2 Covid-19 Virus”)

Huftiere: Ungulata (Übrige Laurasiatheria – Laurasiatheria – Boreoeutheria – Placentalia – Theria –…)

Humanpathogen: Sind Pilze, die als Pathogene, als Parasiten, Menschen befallen

Humus: Unterste Schicht der organischen Auflage auf Mineralböden; im Humus sind keine pflanzlichen Reste als solche zu erkennen, alles ist feinbröslig

Huygens: Landegerät, transportiert von Cassini, um den Saturn-Mond Titan mit Hilfe seines Chromatographen-Massenspektrometers zu untersuchen

Hydnotria: Discinaceae; nicht separat behandelt (Pezizales – Pezizomycetes – Pezizomycotina – Ascomycota – Dikarya –…)

Hydra spp. (Capitata – Anthoathecata – Leptolina – Hydrozoa – Medusozoa –…)

Hydra viridissima: Grüne Hydra (Capitata – Anthoathecata – Leptolina – Hydrozoa – Medusozoa –…); (Abbildung unter „4.2.1 Medusozoa … Capitata, 2 Einzelgänger”)

Hydrant: Erweiterter Kopfteil eines Hydropolypen

Hydrocaulus, Scapus (Polypen): schmaler Teil (Stamm) eines Polypen

Hydrogenase: Ein bei Prokaryonten und einigen Eukaryonten (u. a. Necallimastigales) weit verbreitetes Enzym, das reversibel Elektronen zwischen H2 und H+ überträgt und so molekularen Wasserstoff bilden oder aktivieren kann.

Hydrogenosom: Organell, das in manchen Organismen anstelle von Mitochondrien vorkommt und ein Überleben unter anaeroben Bedingungen ermöglicht; alle Hydrogenosomen stammen wahrscheinlich von Mitochondrien ab; dabei ging in fast allen Fällen das Genom inklusive der mitochondrialen Ribosomen verloren

Hydrolasen: Enzyme, die durch Hydrolysierung Ester, Ether, Peptide und Glykoside spalten

Hydrolasen: Enzyme, die durch Hydrolysierung Ester, Ether, Peptide und Glykoside spalten

Hydrolisierung, Hydrolyse: Spaltung eines Moleküls durch Einwirkung von Wasser in zwei selbständige

Hydromedusen: Medusen nach der Klasse Hydrozoa benannt, um diese im Vergleich zu den etwas abweichend gestalteten Quallen anderer Klassen separat bezeichnen zu können:

Hydrophil (Gegensatz: hydrophob): wasserfreundlich

Hydrophob (Gegensatz: hydrophil): wasserabstoßend

Hydropolypen: Polypen nach der Klasse Hydrozoa benannt, um diese im Vergleich zu den etwas abweichend gestalteten Polypen anderer Klassen separat bezeichnen zu können; (Abbildung unter „4.2.1 Medusozoa… Hydrozoa, 1 Auftakt“)

Hydrothek: Periderm eines Hydranten

4-Hydrotrisporol: Abbildung unter „5 Fungi … Zygomycota, 2 Suchen und finden

Hydroxyfettsäuren: Fettsäuren, bei denen mindestens ein Kohlenstoffatom statt mit Wasserstoff mit einer Hydroxylgruppe substituiert ist

Hydroxylamin: NH2OH

Hydrozoa, Hydrozoen (Cnidaria – Animalia – Opisthokonta – Eukarya)

Hymenialcystiden (oftmals schlicht Cystiden genannt): Sterile, sporophytische (primär dikaryotische), zum Teil speziell gestaltete, zwischen den Basidien stehende Hyphen, die mit ihrem apikalen Ende oft weit aus dem Hymenium ragen, oft dickwandig oder anderweitig auffällig gestaltet sind und womöglich in vielen Fällend dazu dienen, kleinsten Tieren das Abäsen des Hymeniums zu verleiden.

Hymenium (Fungi): geschlossene Schicht von Asci oder Basidien mit, falls vorhanden, dazwischenstehenden sterilen Elementen, Paraphysen (Ascomycotina) oder Cystiden (Agaricomycotina)

Hyperplasie (Plantae): Sekundäre Vergrößerung von Zellen im Vergleich zu benachbarten Zellen

Hyperthermophil: Mikroorganismen, deren Wachstumsoptima über 80 °C betragen, und die je nach Art bei bis zu 113 °C wachsen können.

Hypertrophie, hypertrophiertes Gewebe (Plantae): Durch vermehrte Zellteilungen kommen Gewebewucherungen zustande

Hyphen: Einzellreihige, zellwandumgebene Fäden von Pilzen mit Spitzenwachstum, mit oder ohne Querwände

Hyphenmantel: Mantelartige Hyphenhülle um Wurzeln von Ektomykorrhizen

Hyphenschlingen (Arbuskuläre Mykorrhiza): Beim Eindringen in die äußeren Zellschichten der Wurzel bilden Glomeromycota zunächst dickhyphige Schlingen, die in entsprechender Form meist der Zellwand entlanglaufen. (Abbildung unter „5 Fungi … Glomeromycota, 4 Interna“)

Hyphochytriomycetes: Hyphochytriopilze (Straminipila – „Wimpeola“ – Chromalveolata – Eukarya)

Hypocotyl: Abschnitt des Keimlings zwischen Keimblättern (‚hypo‘ = unter; ‚Cotyledonen‘ = Keimblätter) und Wurzel

Hypogäisch, Hypogäen (Fungi): Im Boden versteckt, sequestriert, wachsende Fruchtkörper

I

i.aae.S: Im allerallerengsten Sinn

i.ae.S.: im allerengsten Sinn

-idae: Familiencharakterisierende Endung von Tieren; unterklassencharakterisierende Endung von Pflanzen

i.e.S: in engem Sinn

i.w.S: in weitem Sinn

Iberia: Spanische Halbinsel

Ikosaeder: Polyeder mit zwanzig kongruenten, gleichseitigen Dreiecken als Flächen, mit dreißig gleichlangen Kanten und zwölf Ecken, in denen jeweils fünf Seitenflächen zusammentreffen

Imago: Adulttier eines holometabolen Insekts

Immen: Dichterisch für Bienen

Immigration (Gastrulation): Zellen wandern in den Hohlraum der Blastula

Immun: Vor etwas gefeit, gegen etwas unempfindlich sein

Immunsupprimiert: Herabgesetze oder unterdrückte Immunreaktion verursacht durch Krankheit oder durch Medikamente

Immunsystem: Abwehrsystem von Organismen gegenüber fremden Substanzen oder Lebewesen

Inäquale Furchung: Im Zuge der Zygotenfurchung entstehende Zellen sind von ungleicher Gestalt oder Größe

Incertae sedis: ungewisse Stellung, unsichere Stellung im System

Indigene, Indigene Bevölkerung: Menschen, die von jeher in einem Gebiet leben

Indopazifisch(er Raum): Region, die sich von der Ostküste Afrikas bis zu den Pazifik-Inselstaaten erstreckt

Inert: schwer zu zerlegen, zu verdauen

Infantin: Titel, der ab dem 13. Jahrhundert von den Kindern der spanischen und portugiesischen Monarchen getragen wurde.

Inferae-Reihe: : Eine angenommene Entwicklungsreihe von hypogäischen Pezizales aus apothecienartigen, epigäischen Vorfahren, bei denen am basalen Bereich noch Öffnungen zu erkennen sind, die andeuten, sie seien aus nach unten offenen Apothecien entstanden. (Abbildung unter "5.1 Ascomycota ... Pezizomycetes, 6 Warum zu Pezizales")

Influenza A Virus: Alphainfluenzavirus influenzae (Orthomyxoviridae – Einzelsträngige (–)-RNA-Viren – RNA-Viren – Viren – Bacteria)

Influenzaviren: Gattungen Alphainfluenzavirus, Betainfluenzavirus, Gammainfluenzavirus und Deltainfluenzavirus (Orthomyxoviridae – Einzelsträngige (–)-RNA-Viren – RNA-Viren – Viren – Bacteria)

Ingression: Einwanderung

Inhibitorische Synapsen: Synapsen, die etwas beenden, verlangsamen; im Gegensatz zu aktivierenden, die Abläufe in Gang setzen oder beschleunigen

Inkubationszeit: Zeit, die zwischen Infektion und Ausbruch der Krankheit vergeht

Innere Befruchtung: Die Befruchtung der Eizelle erfolgt innerhalb des Körpers

Innere Lipiddoppelmembran: Lipiddoppelmembran, die jedes Organismus‘ Zellinneres umgibt; im Gegensatz zur zellumgebenden Lipiddoppelmembran Gramnegativer Bakterien, die Grampositiven fehlt

Inokulieren (mit einem Mikroorganismus versehen): Bei diesem Vorgang wird ein Substrat mit Bakterien, Hefen, Konidien oder Sporen versehen; nach dem Anwachsen sehen die kleinen Kolonien wie Augen aus, deshalb ‚inokulieren‘.

Inokulieren (Veredelung von Bäumen): Bei Veredelung von Bäumen wird ein Auge (ein kleines Segment der Achse mit Knospe) in eine zuvor passend geschnittene Höhlung eingesetzt (inokuliert) und, damit es anwachsen kann, mit Bast verbunden und zum Schutz mit Baumwachs bestrichen.

Inoperculate Asci (Pezizomycotina): Asci bilden spezielle Vorrichtungen, um durch einen elastischen Porus die Sporen abzuschießen. Eine ganze Palette von Möglichkeiten ist dabei verwirklicht; kleine und große Apikalapparate und in Jod bläuende oder damit nicht reagierende prägen sie aus (Abbildung unter „5.1 Ascomycota … Inoperculate Ascomycota, 1 Einfallsreich“)

Insekten: Hexapoda (Tetraconata – Mandibulata – Arthropoda – Panarthropoda – Ecdysozoa –…)

Inselethnien: Menschengruppe (insbesondere Stamm oder Volk) mit einheitlicher Kultur auf Inseln beschränkt

Integrase: Ein Enzym, zuständig für den Einbau viraler DNA-Stränge in Chromosomen der Wirtszelle

Integument (Insekten): Das Integument, die Körperdecke, besteht aus der einschichtigen, aus dem Ektoderm entstandenen Epidermis und der von ihr abgeschiedenen Cuticula. Die Cuticula bestimmt Aussehen, Form und Größe, Färbung und Habitus eines Insekts. Sie stellt das Außenskelett der Insekten dar, an dem Muskeln ansetzen.

Interfaziale Matrix, Interspace, Zwischenraum (Endomykorrhiza, Haustorium): Raum zwischen Pilzzellwand und dem Plasmalemma der Pflanze, der nur mit kaum organisiertem Zellwandmaterial der Pflanze gefüllt ist

Interferone: Proteine und Glycoproteine mit mehr als 100 Aminosäuren; werden als körpereigene Gewebshormone in menschlichen und tierischen Zellen gebildet, vor allem in Leucocyten  und zählen zur ersten Abwehrlinie des Körpers; verhindern Vermehrung und Ausbreitung von Viren im Körper und alarmieren das Immunsystem.

Interkalar: Dazwischen, zwischen Enden

Interkinese (Meiose): Kann als unterschiedlich langes Stadium zwischen den beiden Teilschritten I (Reduktionsteilung) und II (Mitose) der Meiose als Ruhestadium dienen oder zum Wiederaufbau einer Kernhülle dienen, gelegentlich werden auch Nucleolen gebildet; eine Replikation der DNA findet jedoch nicht statt.

Interkostalfelder: Fläche zwischen begrenzenden Blattadern

Intermediate (Chemie): Zwischenprodukte auf Synthesewegen

Interphasekern, Arbeitskern Im Arbeitskern, Interphasekern: Im Arbeitskern ist die während Mitose und Meiose engst kondensiert zusammengefasste DNA maximal gelockert, und zwar so, dass die DNA in mRNA transkribiert und diese auch translatiert werden kann. Die vielen eng zusammengebundenen Schleifen gehen an ihren proteinverknüpften Bindungsstellen voneinander und liegen zum Ablesen frei.

Interspace, Zwischenraum, Interfaziale Matrix (Endomykorrhiza, Haustorium): Raum zwischen Pilzzellwand und dem Plasmalemma der Pflanze, der nur mit kaum organisiertem Zellwandmaterial der Pflanze gefüllt ist

Interstitielle Zelle: Stammzelle

Interzellulär wachsend: Wenn Hyphen nur in den Zellwänden der Pflanzen wachsen und nicht in die Zelle mit Hyphen oder Haustorien eindringen

Interzellularräume: Zellzwischenräume

Intratentakuläre Tochterpolypenbildung (Scleractinia, Nesseltiere): Dabei zieht sich das Mundfeld des Polypen in Länge, bildet eine zweite Mund-After-Öffnung, wonach sich der Polyp dazwischen einsenkt oder stärker durchteilt; zum andern kann sich das Mundfeld zusammen mit der Mund-After-Öffnung, ohne sich zu teilen, verlängern, so dass Mundfeld, wie Mund-After-Öffnung, linienförmig, auch meanderförmig werden können.

Intrazellulär: In der/einer (fremden) Zelle

Invertebraten: Nicht-Wirbeltiere; also Animalia ohne Craniota

Ionen: Positiv oder negative geladene Atome oder Moleküle

Ionenkanäle: In der Zellmembran röhrenförmig angeordnete Proteinkomplexe, die üblicherweise selektiv, also nur für einzelne Ionen-Arten, durchlässig sind

Ionenpumpen: Um Ionen in die Zelle aufnehmen zu können und wieder zu entfernen, müssen in den Zellmembranen geeignete, komplexe, aus diversen Proteinen zusammengesetzte energieverbrauchende Pumpen vorhanden sein, z. B. die mit ATPase getriebene Protonenpumpe

IPBES: Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services

Irisblende: Verstellbare Blende, deren Öffnung in der Größe kontinuierlich verändert werden kann

Isocyanate: Verbindungen der Struktur [–HC–N=C=O].

Isogametangiogamie: Plasmogamie gleichgestalteter Gametangien; (Abbildung unter „5 Fungi … Mucoromycetes, 4 Sexuelle Vielfalt“)

Isogameten: Gleichgestaltete „weibliche“ und „männliche“ Gameten; man spricht stattdessen besser von (+)- und (–)-Gameten oder von α- und β-Gameten

Isogamie: Plasmo- und Karyogamie gleichgestalteter Gameten

Isokont: Trägt der Flagellat zwei Geißeln, so sind sie gleichgestaltet und auch gleichlang

Isolichenin: Polymer der Glucose mit gemischten Vernüpfungen in α-(1→3) und α-(1→4) Stellung; (Abbildung unter 5.1 Ascomycota … Unitunicate Ascomycota, 1 Einfallsreich“)

Isomorpher Generationswechsel: Haploide Generation (Gametophyt) und diploide Generation (Sporophyt) sind gleich gestaltet; (Abbildung unter „5 Fungi … Blastocladiomycotina, 3 Generationswechsel“)

Isopren: [CH2C(CH3)CHCH2]; (Abbildung unter „2 Archaea, 2 Was sie von Bakterien trennt“ “ und unter „5.2 Basidiomycota, 10 Etwas anderes noch“)

Isoprenoide: Lipophile, zusammengesetzte Moleküle die sich von Isopren [CH2C(CH3)CHCH2] ableiten (Abbildung unter „2 Archaea, 2 Was sie von Bakterien trennt“)

Isoprenylrest: in Molekülen gebundenes Isopren; (Abbildung unter „5.2 Basidiomycota, 10 Etwas anderes noch“)

Isothiocyanate, Senföle: Organische Verbindungen mit der charakteristischen Gruppe [S=C=N–R], wobei R unterschiedliche Moleküle sein können; Senföle sind charakteristisch für Kohl- und Kaperngewächse; dort sind sie glycosidisch gebunden, können aber enzymatisch freigesetzt werden, so dass ihr scharfer Geschmack zum Vorschein kommt.

Isoxazol(in)alkaloide: Heterozyklische Verbindungen deren Fünferring ein Sauerstoffatom und ein Stickstoffatom nebeneinanderliegend sowie eine Doppelbindung im Ring enthält; (Abbildung unter „4.1 Porifera … Myxospongiae, 1 Meist ohne Spicula“)

Isthmus: Verengung

Itraconazol: Antimykotikum; (Abbildung unter „5.1 Ascomycota … Arthrodermataceae, 3 Therapie“)

Isoxazol(in)alkaloide: Heterozyklische Verbindungen deren Fünferring ein Sauerstoffatom und ein Stickstoffatom nebeneinanderliegend sowie eine Doppelbindung im Ring enthält; (Abbildung unter „4.1 Porifera … Myxospongiae, 1 Meist ohne Spicula“)

ITS, Internal Transcribed Spacer: Gene sind oft durch sog. nichtcodierende DNA-Abschnitte (Introns) getrennt, die erst nach dem Ablesen durch Spleißosomen entfernt werden; die betreffenden Gene des Chromosoms werden nach seinen Basenfolgen für Verwandtschaftsvergleiche analysiert

Ixodidae, Schildzecken: Actinotricha (Acari – Apulmonata – Lipoctena – Arachnida – Euchelicerata – …)

J

Jesus: Gottes und des Menschen Maria von Nazareths Sohn

Joch (Landwirtschaft): Auf der Stirn bzw. dem Nacken aufliegender Teil des Riemenzeugs, mit dem Zugtiere vor den Wagen gespannt werden

Joch (Zygomycota): Einander an der Spitze sich treffende Seitenäste von Hyphen, die anschließend je ein Gametangium abtrennen

Jodlösung; Jod-Kaliumjodid-Wasser-Lösung: Zum Färben von Amylose wird häufig Jod-Kaliumjodid-Lösung in Wasser verwendet; auch bei Pilzen wird diese Lösung gerne angewendet, um bestimmte Strukturen blau anzufärben; häufig wird dafür auch Melzers Reagens genommen, das sich nur durch Zugabe von Chloralhydrat unterscheidet.

(JP), Justierungspunkt: Christen sind überzeugt, hier habe Gott eingegriffen

Juncus bufonius: Kröten-Binse (Juncaceae – Juncineae – Poales – Commelinanae – Liliidae –…)

Jungermanniidae: Jungermannmoose (Jungermanniopsida – Marchantiophyta – Thallophyta – Embryophyta – Streptophyta –…)

Jura-Zeit: vor ca. 201 – 145 Millionen Jahren