Die Gottoffene Evolutionstheorie zeigt einen Weg, wie Gott als Initiator der von Ihm gewollten Evolution verstanden und wie Er als permanenter Begleiter gesehen werden kann. Und eine Evolutionstheorie, sofern sie gottoffen gestaltet wird, ist, so wird sich zeigen, die Auffassung, die der Liebe Gottes am meisten gerecht wird.
Zumindest an zwei Stellen ist für jeden Christen ein Eingreifen Gottes in Seine Schöpfung unverkennbar, nämlich bei der Empfängnis und bei der Auferstehung Jesu. Diese im wahrsten Sinn des Wortes weltbewegenden, Wirklichkeiten durchbrechenden, besser, Wirklichkeiten verbindenden, Ereignisse können auch zum Anlass genommen werden, ein stellenweise lenkendes Eingreifen Gottes im Laufe der Evolution anzunehmen. Immer wieder erhebt sich aber die noch offene, Naturwissenschaften und Glauben permanent trennende Frage, wie die Erschaffung des Menschen und das in der Bibel dargestellte, doch bald verlorengegangene Paradies mit den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen bezüglich evolutiver Entstehung des Menschen in Einklang zu bringen ist.