P
P!: zwei haploide Zellen verschmelzen im Zuge sexueller Fortpflanzung
Paarhufer: Cetarctiodactyla (Ungulata – Übrige Laurasiatheria – Laurasiatheria – Boreoeutheria – Placentalia –…)
Pachyphloeus: Pezizaceae; nicht separat behandelt (Pezizales – Pezizomycetes – Pezizomycotina – Ascomycota – Dikarya –…)
Paecilosclerida (Heteroscleromorpha – Demospongieae – Silicea s. s. – Porifera – Animalia –…)
Pagurus spp.: Einsiedlerkrebse (Decapoda – Eumalacostraca - Malacostraca – Crustacea – Thoracopoda – …)
Palaeonitella † (Characeae; nicht separat behandelt – Charophyceae – Streptophyta – Plantae – Eukarya)
Paläontologen: Erforschen frühere Lebewesen, indem sie deren Fossilien untersuchen
Paleopyrenomycites (†): Inoperculate Ascomycota (Pezizomycotina – Ascomycota – Dikarya – Unbegeißelte Chitinpilze – Fungi -…)
Palmates Anisochela (Schwämme): Silicat-Mikrospiculum mit gleichgerichtet-einseitswendigen, scharf zulaufenden, jeweils zur Mitte ihres dünnen Stielchens gerichteten Ensemble an Zacken; (Abbildung unter 4.1 Porifera, … Heterscleromorpha, 1 Heterogen“)
Pandemie, pandemisch: Über mehrere Länder, gar global sich ausbreitende Seuche
Pansen, Rumen: Hohlorgan der Wiederkäuer und der größte der drei Vormägen. Er ist eine große Gärkammer, die dem eigentlichen Drüsenmagen (Labmagen) vorgeschaltet ist.
Pantothensäure, Vitamin B5: (Abbildung unter „Grundlegendes, 1 Das Experiment“ und unter „Eukarya, 14 Energieeffizienz“)
Papageien: Psittacinae (Psittacidae – Psittaciformes – Australaves – Telluraves – Passerea –…)
Papille: Kleine Hervorwölbung einer Zelle
Papillomaviridae, Gebärmutterwarzenviren: Herkömmlich transkribierende Doppelstrang-DNA-Viren – Doppelstrang-DNA-Viren – DNA-Viren – Viren – Bacteria)
Paprika: Solanum capsicum (Solanaceae – Solanales – Lamianae – Asteridae – Superasteridae – …)
Parakristallin: Teilkristalline Substanz mit gewisser Nahordnung, Fernordnung aber nur statistisch feststellbar
Paralytisch: lähmend
Paraphyllinidae; nicht behandelt: Coronatae (Scyphozoa – Medusozoa – Cnidaria – Animalia – Opisthokonta –…)
Paraphysen (Pezizomycotina): Sterile, gametophytische (haploide), zum Teil speziell gestaltete, zwischen den Asci stehende Hyphen, die mitunter an ihrem apikalen Ende verbreitert sind und so eine Schutzschicht über den sich entwickelnden Asci bilden, die von ihnen bei Reife durchstoßen wird, um die Sporen unbehindert abschießen zu können. (Abbildung unter „5.1 Ascomycota … Dothidiomycetes 1 Alles nur Pseudo“)
Paraphysoide: Paraphysenähnliche, vom Deckel des Pseudotheciums und von unten her zwischen die Asci drängende Hyphen; (Abbildung unter „5.1 Ascomycota … Dothidiomycetes 1 Alles nur Pseudo“)
Pararetroviren: Revers transkribierende Doppelstrang DNA-Viren
Parasexualität: Hierunter werden verschiedene Phänomene zusammengefasst. Bei clonal sich vermehrenden Pilzen kann es zu einer somatischen Karyogamie kommen, das heißt, zwei Kerne einer haploiden, aber mehrkernigen Hyphenzelle, können miteinander zu einem diploiden Kern verschmelzen, doch erfolgt daraufhin keine Meiose. Vielmehr wird nach und nach die Anzahl der Chromosomen herabreguliert, so dass letztlich ein vollständiger haploider Satz Chromosomen vorliegt, also von allen Chromosomen der Zellkern wieder nur ein einziges enthält.
Parasit, Schmarotzer: Ein Organismus lebt auf Kosten eines anderen.
Parasitisch, parasitär: Schmarotzend leben auf Kosten lebender Organismen
Parasitische Meduse: Cunina octonaria (Narcomedusae – Trachylina – Leptolina – Hydrozoa – Medusozoa –…); (Abbildung unter “4.2.1 Medusozoa … Narcomedusae, 2 Das ist ja die Höhe!”)
Parazoa: Schwämme (Porifera) und Plattentiere (Placozoa) werden wegen ihrer von den übrigen Animalia erheblich abweichenden Merkmalen (keine Nerven, Muskeln und differenzierte Gewebearten) zu diesem Taxon zusammengefasst und allen anderen Animalia, den Eumetazoa, gegenübergestellt.
Parenchym, Echtes Gewebe: Hierbei sind die Zellen allseits mit den Nachbarzellen durch gemeinsame Zellwände verbunden.
Parenchymula-Larve (Schwämme): Bei dieser Larvenart entstehen am Rande der Stereoblastula besonders große kuglige Zellen, die nach und nach ins Innere verlagert werden, das Innere ausfüllen, als Archaeocyten wirken, Sclerocyten Ursprung geben für die Bildung erster Spicula; nur der Hinterpol der Larve bleibt geißelzellenfrei; (Abbildung unter „4.1 Porifera … Demospongiae, 1 Der Schwämme Mehrzahl“)
Parenthosom (Basidiomycota): ER-Cisternen unterschiedlicher Form und Größe, die der Agaricomycotina Doliporus beidseits begleiten; (Abbildung unter „5.2 Basidiomycota, 5 Interne Pforten“)
Pari: gleich, ausgeglichen
Parisin: Männliches Pheromon der Blastocladiomycotina
Parmesan: Hartkäse aus Kuhmilch mit mindestens 32% Fett in der Trockenmasse; darf nur in den Provinzen Parma, Reggio Emilia, Modena, Bologna westlich des Reno und Mantua südlich des Po produziert werden.
Parthenogenetisch: Eine Fortpflanzungsstrategie, bei der sich ein weiblicher (selten männlicher) Gamet ohne Befruchtung zum Adult entwickelt
Partiell-superfizielle Furchung: Aus dem Zellkern der Zygote entstehen durch viele synchrone und schnell aufeinanderfolgende Kernteilungen ohne nachfolgende Zellteilungen viele weitere Zellkerne. Anschließend wandern die meisten Kerne in die Peripherie, und dann stülpt sich zwischen benachbarten Kernen die Plasmamembran ein (superfiziell, also oberflächlich), so dass jeder Kern eine zum innen liegenden Dotter hin offene Verbindung behält.
Passiver Transport: Transport, der durch Diffusion energiefrei einem Konzentrationsgefälle folgt, um Konzentrationsunterschiede auszugleichen
Pathogen: Krankheit hervorrufender Organismus; Begriff meist verwendet für Viren, Bakterien und Pilze; bei größeren Organismen spricht man eher von Parasiten
PBFD: Psittacine Beak and Feather Disease: wird durch Circovirus parrot verursacht (Abbildung unter "1 Bacteria …Circoviridae, 2 PBFD")
PCR-Methode, Polymerase Chain Reaction: die durch Taq-Polymerase vollzogene Vermehrung von Nucleinsäureabschnitten
Pectine: Pflanzliche Polysaccharide, die im Wesentlichen aus α-1,4-glycosidisch verknüpften Galacturonsäuren bestehen
Pectinasen: Pectin abbauende Enzyme
Pedalien (Cubozoa, Cnidaria): Stark aufgetriebene, wasserkanalführende, dehn- und krümmbare, hochkontraktile basale Teile von Tentakeln oder Tentakelbüscheln
Pediococcus (Lactobacillales): Aerotolerant, bilden ausschließlich Lactat und dabei kein Kohlendioxid
Pelagia noctiluca: Leuchtqualle (Pelagiidae; nicht separat behandelt – Discomedusae – Scyphozoa – Cnidaria – Animalia –…); (Abbildung unter „4.2.1 Medusozoa … Discomedusae, 3 Die Leuchtende“)
Pelagisch: schwimmend, schwebend
Penicillin G: Einziges therapeutisch wichtiges Penicillin; (Abbildung unter „5.1 Fungi … Penicillium, 2 Rettung“)
Penicilline: Stoffgruppe aus Penicillium; entstehen biologisch aus α-Aminoadipinsäure, Cystein und Valin; (Abbildung unter „5.1 Fungi … Penicillium, 2 Rettung“)
Penicillium: Pinselschimmel (Aspergillaceae – Eurotiales – Eurotiomycetidae – Eurotiales – Bitunicate Ascomycota -…); (Abbildung unter „5.1 Ascomycota … Aspergillaceae, 1 Unermüdlich“)
Penicillium camembertii: Käse-Weißschimmel (Aspergillaceae – Eurotiales – Eurotiomycetidae – Eurotiomycetes – Bitunicate Ascomycota –…)
Penicillium chrysógenum: Gelbgrüner Pinselschimmel (Aspergillaceae – Eurotiales – Eurotiomycetidae – Eurotiales – Bitunicate Ascomycota -…)
Penicillium roquefortii: Käse-Blauschimmel (Aspergillaceae – Eurotiales – Eurotiomycetidae – Eurotiomycetes – Bitunicae Ascomycota –…)
Pennatula rubra: Rote Seefeder (Pennatulaceae – Pennatulacea – Scleralcyonacea s. l. – Octocorallia – Anthozoa – …); (Abbildung unter “4.2 Cnidaria … Pennatulidae, 1 Wie eine Feder”)
Pensylvanian-, Oberkarbon-Zeit: vor 318 – 299 Millionen Jahren
Pentaketid: CH3–CO–CH2–CO–CH2–CO–CH2–CO–CH2–CO–CH3
Pepsin: Saure Endopeptidase, ein Enzym, das Proteine von innen (nicht von den Enden her) abbaut
Peptide: Kurze Ketten aus (verschiedenen) Aminosäuren.
Perennierende Pflanzen: ausdauernde, überdauernde Pflanzen
Periderm (Cnidaria, außer Cubozoa): Chitinöse Hülle von Polypen
Periderm (Cubozoa): Epidermal gebildete Hülle der Polypen
Periderm (Plantae): Sekundäres Abschlussgewebe einer Sprossachse, bestehend aus Kork, Korkkambium (das nach außen Korkzellen abgibt) und einem teilweise mehrschichtigen, lebenden, oft photosynthetisch aktiven Gewebe (vom Korkkambium nach innen abgegeben).
Peridie (Bauchpilze): Außenbegrenzung eines Fruchtkörpers, Bereich außerhalb der Gleba, also außerhalb des eingeschlossenen Trama-Hymenial-Bereichs
Peridie (generell): Begrenzende Schutzschicht eines Sporenbehälters (eines Sporangium oder eines geschlossenen, größeren Sporenbehälters) als Zellwand oder als ein- bis mehrzellschichtige Wand
Perikarp: Bei Rhodophyta; ein plectenchymatischer, aus Fäden verklebter, krugartiger, bauchiger Behälter, der Karpogon, Karposporophyt und Karposporen schützt
Perikaryon: Vergrößertes Zellende eines Axons, das mit Dendriten ausgestattet, Signale aufnimmt und weiterleitet; Perikaryon („um den Zellkern)“ deshalb, weil es die Stelle der Nervenzelle ist, die den einzigen Zellkern dieser Zelle enthält. (Abbildung unter "1 Bacteria ... Mycobacteria, 1 Signalausfall")
Periklin: parallel zur Oberfläche
Periphysen: Paraphysenähnliche Hyphen, die bei Perithecien seitlich in den hymenienfreien Raum des Fruchtkörpers ragen; (Abbildung unter „5.1 Ascomycota … Dothidiomycetes 1 Alles nur Pseudo“)
Periphysoiden: Paraphysenähnliche Hyphen, die bei Apothecien von der Fruchtkörperwand gegen das Hymenium ragen; (Abbildung unter „5.1 Ascomycota … Dothidiomycetes 1 Alles nur Pseudo“)
Peristaltik: Fortschreitende, wellenförmige Bewegung des Darms, um den Nahrungsbrei voranzudrücken
Perithecium, Krugförmiger Fruchtkörper, (Pezizomycotina): Bauchig-flaschenförmiger Fruchtkörper (wie eine Chianti-Flasche) mit enger Mündung, durch die sich streckende Asci Sporen in die Umwelt schießen, oder durch die im Innern abgeschossene Sporen allmählich nach außen gedrückt werden; (Abbildung unter 5.1 Ascomycota … Pezizomycotina, 3 Fruchtkörper“)
Perm-Zeit: vor etwa 299 – 251 Millionen Jahren
Permafrostböden: Dauerhaft gefrorene Böden, die in polaren Regionen und Gebirgen auftreten. In Permafrostgebieten sind die Böden mindestens zwei aufeinanderfolgende Jahre permanent gefroren. Nur im Sommer tauen die Oberflächen der Dauerfrostböden ca. einen halben Meter tief auf. Im Permafrost sind riesige Mengen organischen Kohlenstoffs gespeichert.
Peroxisomen: Organelle, mit vielerlei Radikale fusionierenden Enzymen; die bekanntesten darunter sind die Peroxidasen, darunter die Katalase, die Wasserstoffperoxid [H2O2] in Wasser umwandelt und damit entgiftet.
Persea indica: Indische Avocado (Lauraceae – Laurales – Magnoliidae – Praedicotyle – Magnoliatae – …)
Pestbakterium: Yersinia pestis (Yersinaceae – Gamma-Proteobacteria – Gramnegative – Bacteria)
Pestizide: Sammelbegriff für Giftstoffe, die in der Land- und Forstwirtschaft, sowie in der Lagerhaltung gegen tierische Schädlinge, Pilzkrankheiten oder unerwünschtes Unkraut eingesetzt werden.
Petchiomyces: Pyronemataceae; nicht separat behandelt (Pezizales – Pezizomycetes – Pezizomycotina – Ascomycota – Dikarya –…)
Petunien: Petunia (Solanaceae – Solanales – Lamianae – Asteridae – Superasteridae – …)
Peziza badia: Brauner Becherling (Pezizaceae; nicht separat behandelt - Pezizomycetes – Pezizomycotina – Ascomycota – Dikarya –…); (Abbildung unter “5.1 Ascomycota … Pezizomycetes, 2 Hoch hinaus”)
Pezizaceae; nicht separat behandelt: Becherlinge (Pezizomycetes – Pezizomycotina – Ascomycota – Dikarya – Unbegeißelte Chitinpilze – …)
Pezizales: Operculate Schlauchpilze; nicht separat behandelt (Pezizomycetes – Pezizomycotina – Ascomycota – Dikarya – Unbegeißelte Chitinpilze –…)
Pezizomycetes: Operculate Schlauchpilze (Pezizomycotina – Ascomycota – Dikaryota – Unbegeißelte Chitinpilze – Fungi –…)
Pezizomycotina: Becherlingsartige i. w. S. (Ascomycota – Dikarya – Unbegeißelte Chitinpilze – Fungi – Oisthokonta –…)
Pferdeaktinie, Purpurrose: Actinia equina (Actinaria – Hexacorallia – Anthozoa – Cnidaria – Animalia –…); (Abbildung unter “4.2 Cnidaria … Actinaria, 2 Purpurrose alias Pferdeaktinie”)
Pferdebadeschwämme: Hippospongia (Keratosa – Demospongiae – Silicea s.s. – Porifera – Animalia – …)
Pflanzenläuse: Aphidina (Sternorrhyncha – Hemiptera – Acercaria – Neoptera – Pterygota – …)
Pflanzliche Organismen: Damit werden eukaryotische Organismen zusammengeschlossen, die zwar Chloroplasten besitzen, doch nicht unbedingt dem Reich der Plantae angehören; oft generell etwas ungenau als Pflanzen bezeichnet
Pfeiffersches Drüsenfieber: Häufige, durch das Epstein-Barr-Virus hervorgerufene Erkrankung, verbunden mit Fieber, Lymphknotenschwellung und Entzündung der Mandeln.
Pferdeaktinie, Purpurrose: Actinia equina (Actinaria – Hexacorallia – Anthozoa – Cnidaria – Animalia –…)
Pfirsich: Prunus persica (Prunoideae – Rosaceae – Rosales – ZyFaRoFaCu-Verwandtschaft – Rosanae –…)
Pfirsich-Kräuselkrankheit: Taphrina deformans (Taphrinales – Taphrinomycetes – Taphrinomycotina – Ascomycota – Dikarya –…); (Abbildung unter „5.1 Ascomycota … Taphrinales, 3 Der Parasiten Gesicht“)
Pflanzen: Eine organismenreichübergreifende Bezeichnung für photosynthetisch aktive Organismen
Pflanzenhormone, Phytohormone: Regulieren das Wachstum und die Entwicklung von Pflanzen, indem sie die Zellteilung, Zelldifferenzierung und Zellstreckung steuern.
Pflaume: Prunus domestica subsp. italica (Prunoideae – Rosaceae – Rosales – ZyFaRoFaCu-Verwandtschaft – Rosanae –…)
Pfeffer: Piper nigrum (Piperaceae – Piperales – Magnoliidae – Praedicotyle – Magnoliatae –…)
Pfropfenmembran (Rhodophyta): Lipiddoppelmembran, die den Zentralen Pfropfen durchquert, seltener überwölbt
pH-Wert: Abkürzung für Potential des Wasserstoffs; Maß für den sauren oder basischen Charakter einer wässrigen Lösung. Je höher die Konzentration der Wasserstoffionen (H+) in der Lösung ist, desto niedriger ist der pH-Wert, desto saurer ist die Lösung, je höher der pH-Wert, desto basischer; er schwankt zwischen 0 und 14. Reines Wasser hat einen pH von 7
Phänotyp: Erscheinungsbild, Aussehen, eines Organismus‘ oder einer Organismenkolonie
Phaeophyceae: Braunalgen (Chromophyta – Straminipila – „Wimpeola“ – Chromalveolata – Eukarya)
Phagen: Ausschließlich Bakterien (und Archäen) infizierende Viren; sind durch ihre Lebensweise charakterisiert; bilden keine einheitliche Verwandtschaft
Phagocytose: Aufnahme von Partikeln (organismische oder organische) durch Endocytose in ein Vesikel, um sie zu verdauen
Phalloidin: Knollenblätterpilzgift
Pharynx (allgemein): Rachen, Schlund
Pharynx (Wirbeltiere): Rachen; erstreckt sich von der Schädelbasis bis hin zur Speise- und Luftröhre
Pharynx (Rippenquallen, Nesseltiere): Schlundrohr, das sich von der Mund-After-Öffnung bis zum Magenraum erstreckt
Phenol: Aromatischer, mit drei konjugierten Doppelbindungen versehener, Kohlenstoff-Sechserring mit einer [–OH]-Gruppe als Seitenfunktion; gilt als kancerogen (Abbildung unter „1 Bacteria … Herpesviridae, 2 Aus dem Versteck“)
Phenolische Verbindungen: Moleküle aus einem aromatischen Ring (Ring aus sechs Kohlenstoffatomen, mit konjugierten Doppelbindungen, d.h. abwechselnde Doppel- und Einfachbindungen knüpfen die Kohlenstoffatome aneinander) und daran hängenden Seitengruppen; wovon zumindest eine davon eine [–OH]-Gruppe oder eine modifizierte, z. B. [–OCH3]-Gruppe, ist.
Phenylalanin: Aminosäure mit aromatischem (= mit konjugierten Doppelbindungen) Kohlenstoffring; (Abbildung unter „Grundlegendes, 10 Kein Leben ohne Energie“)
Phenylpropan: Ein aromatischer Sechserring mit Propanrest als Seitenkette
Pheromone: Von Organismen produzierter und abgesonderter (Duft)stoff, der Stoffwechsel und Verhalten anderer Individuen der gleichen Art beeinflusst
Phialiden, phialidisch (enteroblastisch-): Enteroblastisch bedeutet, bei der Konidienbildung werden nur die inneren Zellwandschichten der konidienbildenden Zelle zur Konidienbildung herangezogen; bei phialidischer Bildung liegt der konidienbildenden Zelle eine Flaschenform zugrunde; außerdem werden die Konidien in Serie gebildet, wobei die älteste Konidie an der Spitze der Kette steht, die jüngste an der Mündung der Phialide. (Abbildung unter "5.1 Ascomycota ... Asprgillaceae, 1 Unermüdlich")
Philae: Landegerät von Rosetta
Phloem: Anteil eines pflanzlichen Leitbündels, der vornehmlich Assimilate von grünen, fotosynthetisch aktiven Pflanzenteilen abtransportiert; assoziiert mit wasserleitenden Bahnen des Xylems
Phosphat, [PO43−]: Als Ion vorliegend, oder an andere Atome oder Moleküle gebunden
Phospholipasen: Fettsäuren von Phospholipiden abspaltende Enzyme
Phosphatasen: Gruppe von Enzymen, die durch Hydrolyse aus phosphathaltigen Verbindungen Phosphorsäure abspalten
Phosphoaldehyd des Glycerats (eigentlich Glyerinaldehydphosphat): Im Gegensatz zur Glycerinsäure trägt dieses Molekül anstelle der Acylgruppe [–COOH] eine Aldehydgruppe [–CHO]
Phosphoglycerat (= Pospho-Glycerinsäure): Die Glycerinsäure [CH2OHCHOHCOOH] besteht aus drei Kohlenstoffatomen, wobei zwei benachbarte mit je einer [–OH]-Gruppe versehen sind, das terminale trägt neben einer [–OH]- auch eine Carbonlygruppe [–C=O], was zusammen eine Säuregruppe [–COOH] ergibt. Beim Phosphoglycerat ist die terminale [–OH]-Gruppe durch einen Phosphatrest [–PH2O4] ersetzt
Phospholipid: Eine Phosphat-Gruppe enthaltendes Lipid, z. B. Phosphoglycerin (Phosphoglycerat)
Phosphor (15P), besitzt fünfzehn Protonen; 16 Neutronen kommen hinzu. (15P, Anzahl der Protonen = Ordnungszahl 15)
Phosphorsäure [H3PO4 entspricht O=P(–OH)3]; (Abbildung unter „2 Archaea, 2 Was sie von Bakterien trennt“)
Phospho-Ribulose (= Ribulose-5-Phosphat)
Phosphotetroxid: Verliert Phosphorsäure seine drei Protonen (positiv geladene Wasserstoffionen), bleibt der vierfach oxidierte Phosphor, als negativ geladenes Phosphotetroxid zurück
Photonen: Lichtquanten, oder Lichtteilchen, aus denen Lichtstrahlung besteht
Photosystem I: Hier kann im zyklischen Transport angeregter Elektronen (Abbildung unter „Grundlegendes, 13 Der Clou“) unter Energieabgabe ATP gebildet werden. Andererseits werden für den nichtzyklischen Elektronentransport Elektronen an das Photosystem II weitergeleitet. (Abbildung unter „Grundlegendes, 14 Optimierung“), um dortige Ladungslücken zu schließen, die durch Bildung von NADPH+H+ aus NADP+ entstanden sind
Photosystem II: Im Photosystem II wird unter Absorption zweier Lichtquanten über die angeregten Elektronen Wasser photolytisch gespalten und O2 freigesetzt; die dabei anfallenden Elektronen schließen die Ladungslücken im Photosystem II. (Abbildung unter „Grundlegendes, 14 Optimierung“)
Phototaxis: Bewegung bezogen auf Beleuchtungsstärke; positive Phototaxis bezeichnet die Bewegung hin zu größerer Helligkeit; negative die Bewegung weg von einer größeren Helligkeit.
-phyceae: Klassencharakterisierende Endung von Pflanzen
Phototrop: Wachstum zum hin Licht (positiv phototro), vom Licht weg (negativ phototrop)
Phthalsäure: Ein Phenolring (C6-Ring mit drei alternierenden Doppelbindungen) mit zwei [–COOH]-Gruppen
-phycidae: Unterklassencharakterisierende Endung von Pflanzen
Phycobilisome: Große Proteinkomplexe, die Cyanobakterien und in ihren Chloroplasten, auch Glaucophyta und Rhodophyta nutzen. Ihre absorbierenden Pigmente (Phycocyanin und Phycoerythrin) leiten die Energie zu den Reaktionszentren des Photosystems II. Sie sind zu mehreren geldrollenähnlichen Stapeln mit einer Größe von 32 x 48 nm aufeinandergeschichtet. Das rote Phycoerythrin liegt außen und das blaue Phycocyanin innen. Phycobilisomen sind an die cytosolische Seite der Thylakoidmembran geheftet und nutzen Wellenlängen im Grün/Gelb-Bereich, was ihnen auch größere Gewässertiefen zu besiedeln ermöglicht.
Phycocyanin und Phycoerythrin: In offener Kette vorliegende, über konjugierte Doppelbindungen verknüpfte, Stickstoffheterozyklen, die ihr Lichtabsorptionsmaximum bei 615-640 nm, bzw. 490-580 nm aufweisen und Licht absorbieren können, das von Chlorophyllen sonst nicht erfasst wird. Damit sind die Organismen in der Lage, auch in tieferen Schichten oder im lichteren Schatten Licht zu sammeln. Deshalb gehört Phycocyanin (zusammen mit Phycoerythrin) zu den lichtsammelnden Komplexen der Photosynthese. Phycocyanin und Phycoerythrin sind mit Proteinen zu sog. Phycobiliproteinen verbunden und kommen in unterschiedlichen Anteilen meist gemeinsam vor. Phycocyanin erscheint blau, Phycoereythrin rot. In offener Kette vorliegende, über konjugierte Doppelbindungen verknüpfte, Stickstoffheterozyklen, die ihr Lichtabsorptionsmaximum bei 615-640 nm, bzw. 490-580 nm aufweisen und Licht absorbieren können, das von Chlorophyllen sonst nicht erfasst wird. Damit sind die Organismen in der Lage, auch in tieferen Schichten oder im lichteren Schatten Licht zu sammeln. Deshalb gehört Phycocyanin (zusammen mit Phycoerythrin) zu den lichtsammelnden Komplexen der Photosynthese. Phycocyanin und Phycoerythrin sind mit Proteinen zu sog. Phycobiliproteinen verbunden und kommen in unterschiedlichen Anteilen meist gemeinsam vor. Phycocyanin erscheint blau, Phycoereythrin rot (Abbildung unter: „Grundlegendes: 14 Optimierung“)
Phycomyces blakesleanus (Mucorales; nicht separat behandelt – Mucoromycetes – Zygomycota – Multikarya – Unbegeißelte Chitinpilze – Fungi –…); (Abbildung unter „5 Fungi … Mucoromycetes, 4. Sexuelle Vielfalt“)
Phyllozoide (Staatsquallen, Cnidaria): Blattförmig umgebildete, nesselzellenversehene Polypen mit erkennbarem Hohlraum, am Zentralpolypen eines Polypenstocks sitzend, als Schutzorgan für darunterstehende Polypen und Gonozoide; (Abbildung unter „4.2.1 Medusozoa … Siphonophorae, 2 Differenzierung und Arbeitsteilung auf die Spitze getrieben“)
Phylogenetik: Fachrichtung der Genetik und Bioinformatik, die sich mit der Erforschung von Abstammungen beschäftigt
Phylogenetiker: Forscher der Fachrichtungen Genetik und Bioinformatik, die sich mit der Abstammung der Organismen beschäftigen
Phylum: Stamm, Abteilung
Physiologie: Lehre von den normalen Lebensvorgängen in Zellen, Geweben und Organen aller Lebewesen; sie bezieht das Zusammenwirken aller physikalischen, chemischen und biochemischen Vorgänge im gesamten Organismus in ihre Betrachtung ein.
Physoderma maydis: Braunfleckenkrankheit des Mais‘ (Blastocladiomycotina – Chytridiomycota – Begeißelte Chitinpilze – Fungi – Opisthokonta –…)
Physophora hydrostatica (Physonectae – Siphonophorae – Hydrozoa – Medusozoa – Cnidaria –…)
-phyta: Abteilungcharakterisierende Endung von Pfanzen
-phytina: Unterabteilungcharakterisierende Endung von Pflanzen
Phytohormone, Pflanzenhormone: Regulieren das Wachstum und die Entwicklung von Pflanzen, indem sie die Zellteilung, Zelldifferenzierung und Zellstreckung steuern.
Phytol: Das Porphyrinringsystem der Chlorophylle a, b und c (auch der Bakterienchlorphylle) ist mit einer linearen, hydrophoben Kohlenstoffkette verbunden, die als Schwanz des Chlorophylls bezeichnet wird
Pichia spp. (Saccharomycetales; nicht separat behandelt – Saccharomycotina – Ascomycota – Dikarya – Unbegeißelte Chitinpilze –…)
Picrophilus torridus (Euryarchaeota – Archaea)
Pigmentbecheraugen, Pigmentbecherocellen: Bestehen meist aus 20 bis 30 Sehzellen (Fotorezeptoren), die in einer halbkreisförmigen Vertiefung angeordnet sind und in einem von lichtundurchlässigen Zellen (Pigmentzellen) ausgekleidetem Becher liegen. Je nach Richtung des einfallenden Lichtes werden daher nur wenige Fotorezeptoren angeregt, sodass es dem Organismus damit möglich ist, die Richtung des Lichtes wahrzunehmen.
Pilobolus: Pillenwerfer (Pillobolaceae; nicht separat behandelt – Mucoromycetes – Zygomycota – Multikarya – Unbegeißellte Chitinpilze –…); (Abbildung unter „5 Fungi … Mucoromycetes, 5 Risiko streuen und minimieren“)
Pils (Bier): Ein nach Pilsen benanntes untergäriges Bier aus Gerstenmalz mit im Vergleich zu anderen Biersorten erhöhtem Hopfengehalt und niedriger Stammwürze.
Pilze: Eine organismenreichübergreifende Bezeichnung für heterotrophe, mit Hyphen oder Hefen wachsende Lebewesen
Pilzkorallen: Fungiidae (Scleractinia – Hexacorallia – Anthozoa – Cnidaria – Animalia –…); (Abbildung unter “4.2 Cnidaria … Scleractinia, 4 Einige Beispiele”)
Pilzmelanine: Eine diverse Gruppe bräunlicher bis schwarzer Substanzen von Fungi, die ihren Ausgang von Pentaketiden nehmen (entstanden aus fünf Acetaten) und nicht von DOPA, wie dies für Animalia zutrifft.
Pinaceae, nicht hat separat behandelt: Kieferngewächse (Pinineae – Pinales – Conifera - Coniferopsida – Spermatophytina –…)
Pinacocyten, Plattenzellen: Bei den meisten Schwämmen ist das Äußere und das interne Kanalsystem durch Plattenzellen (nicht durch Choanocyten) epithelartig begrenzt; Choanocyten sind oftmals in eigenen Räumen (Choanosomen) zusammengefasst
Pinacoderm (Schwämme): Aus Pinacocyten gebildete, epithelartige Schicht; (Abbildung unter „4.1 Porifera, 4 Vergrößerung“)
Pinocytose: Aufnahme flüssiger oder gelöster Bestandteile in das Cytosol von Zellen
Pinselschimmel, Penicillium (Aspergillaceae – Eurotiales – Eurotiomycetidae – Eurotiales – Bitunicate Ascomycota -…)
Pinus canariensis: Kanarische Kiefer, eine Kiefer mit drei Nadeln pro Büschel (Pinineae – Pinales – Conifera – Coniferopsida – Spermatophytina – …)
(pJP), potenzieller Justierungspunk: hier könnte, um eine bestimmte Entwicklung zu fördern, z. B. hin zum Menschen, Gott irgendwie eine Weiche gestellt haben
Placozoa: Pattentiere (Animalia – Opisthokonta – Eukarya)
Plafond: Zimmerdecke
Plagiotrop (Pflanzen): Seitlich eingeebnet wachsend
Plakoglobin: Haftprotein, das eine wichtige Rolle bei der Regulation von Zell-Zell-Verbindungen spielt; (Abbildung unter „4 Animalia … Placozoa, 6 Was sie von Eumetazoa trennt, mit ihnen verbindet“)
Planar: eben, in einer Ebene
Planeten: Der früher als neunter Planet geführte Pluto wird heute nicht mehr dem Planetensystem zugeordnet, sondern mit mehreren anderen die Sonne umkreisenden Himmelskörpern jenseits des Neptuns den sog. „Planetoiden“ zugeordnet
Planetesimale: Vorläufer und Bausteine von Planeten
Plankton: Gesamtheit der im Wasser freischwebenden oder mit geringer Eigenbeweglichkeit schwimmende, kleinere Organismen, deren Ortswechsel hauptsächlich durch Wasserströmungen vermittelt wird
Plantae: Echte Pflanzen (Eukarya)
Planula: Birnförmige bis länglich ovale bis keulenförmige, außen bewimperte Larve der Cnidaria; (Abbildung unter „4.2 Cnidaria, 2 Die Anfänge“)
Plaque (Basidiosporen): Basal, bauchwärts gelegene, ornamentlose, feuchtigkeitsbefilmte Stelle aktiv abzuschießender Sporen; (Abbildung unter „5.2 Basidiomycota, 6 Erfunden und doch wieder vielfach vergessen“)
Plaque (Epithelzellen): Deutlich abgegrenzter, etwas erhöhter Fleck; (Abbildung unter „4 Animalia … Placozoa, 6 Was sie von Eumetazoa trennt, mit ihnen verbindet“)
Plaque (Mikrobiologie): Freibleibende Stelle in Bakterienrasen
Plasmalemma: Zellmembran (Lipiddoppelmembran) von Organismen mit starrer Zellwand; wird oft als Gegenstück zum Tonoplasten betrachtet, der im Zellinneren eine größere Saftvakuole umgibt; für Bakterien und Animalia kein gebräuchlicher Begriff. (Abbildungen unter „3.1 Rhodophyta, 2 Gewappnet“ und unter „5 Fungi, 2 Spitzenwachstum“)
Plasmamembran, Zellmembran: Lipiddoppelmembran um den Zellinhalt herum
Plasmid: Kleines, ringförmiges, oft doppelsträngiges DNA-Molekül, das unabhängig von Chromosomen wirkt und bei Spaltung der Zelle an Tochterzellen oder über Transformation an andere Bakterien weitergegeben werden kann.
Plasmodesmen: Zell-zu-Zell-Verbindungen der Pflanzen. Dese cytoplasmatischen Kanäle (von 30 – 40 nm Durchmesser) dienen dem Stoff- und Informationsaustausch zwischen Zellen.
Plasmodium (Morphologie): Vielkerniger, eigenbeweglicher Protoplast (Amöbe), der durch Kernteilung ohne nachfolgende Zellteilung entsteht
Plasmodium falciparum: Malaria-Erreger (Haemosporidia – Aconodasida – Apicomplexa – „Wimpeola“ – Chromalveolata –…)
Plasmogamie: Verschmelzung der Protoplasten zweier Zellen im Zuge sexueller Fortpflanzung; abgekürzt P!
Plastid: Allgemeiner Ausdruck für Chloroplasten und Abwandlungen davon
Plathelminthes: Plattwürmer (Spiralia – Protostomia – Bilateria – Animalia – Opisthokonta -…)
Platin (78Pt) besitzt 78 Protonen; 112 bis 120 Neutronen kommen noch hinzu; (78Pt, Anzahl der Protonen = Ordnungszahl 78)
Plattenzellen: Zu dünnen Platten geformte Zellen
Plattformriffe: Riffe inmitten des Meeres, teilweise weit vom Festland entfernt; der Meeresgrund wurde an diesen Stellen so weit plattenförmig gehoben, dass Korallen sich ansiedeln konnten.
Plazenta (Tiere): Sich während der Schwangerschaft entwickelndes Gewebe an der Gebärmutterwand, das zum embryonalen Organismus gehört, von diesem gebildet wird und von Blutgefäßen der Mutter und des Embryos durchzogen ist, darüber steht der Embryo, bzw. Fötus, mittelbar mit dem Blutkreislauf der Mutter in Verbindung, erhält Nährstoffe und Sauerstoff und gibt Abfallprodukte ab. (Wikipedia)
Plectenchym, Flechtgewebe (Fungi): Der Bau ausgewachsener Fruchtkörper gleicht im Schnitt oft einem echten Gewebe, einem Parenchym, bei dem die Zellen allseits mit den Nachbarzellen durch gemeinsame Zellwände verbunden sind. Beim Flechtgewebe, dem Plectenchym, verkleben verzweigte Hyphen sekundär zu einer dichten Versammlung, wobei die Zellen des Plectenchyms durch Vergrößern und gegenseitiges Abplatten sich in ihrer Gestalt gelegentlich kaum von Zellen echten Gewebes unterscheiden lassen, doch die Zellverbindungen (Poren), zeigen den Verlauf der Hyphen; in ihrer Ontogenese wird der Aufbau aus einzelnen Fäden ohnehin deutlich.
Plectenchym, Flechtgewebe (generell) Aus einem Plectenchym besteht ein Organismenkörper, wenn er sekundär aus einzelnen Fäden zusammengesetzt ist.
Pleurobrachia pileus: Seestachelbeere (Pleurobrachiidae; nicht separat behandelt – Tentaculata – Ctenophora – Animalia – Opisthokonta –…); (Abbildung unter „4 Animalia … Ctenophora, 6 Verlorene Vielfalt“)
Plumeau: Federbett, Federdecke
Plurinuclear, multinukleär, polyenergid: Vielkernig
Pneumatophor (Leptolina, Cnidaria): Luft-, Gasträger; Luftkissen; (Abbildung unter „4.2.1 Medusozoa … Siphonophorae, 2 Differenzierung und Arbeitsteilung auf die Spitze getrieben“)
Pneumocystis: Lungenzystler (Pneumocystidales – Schizosaccharomycetes – Taphrinomycotina – Ascomycota – Dikaryota –…)
Pneumocystis carinii: Ratten-Lungenzystler (Pneumocystidales – Schizosaccharomycetes – Taphrinomycotina – Ascomycota – Dikaryota –…)
Pneumocystis jirovecii: PJ-Pneumonie, Menschen-Lungenzystler (Pneumocystidales – Schizosaccharomycetes – Taphrinomycotina – Ascomycota – Dikarya –…)
Pneumokokken: Streptococcus pneumoniae (Streptococcaceae – Lactobacillales – Firmicutes – Grampositive – Bacteria); kugelförmige Bakterien
Pockenpusteln: Mit Sekret oder Eiter gefüllte Hautbläschen
Podocyste: Mit undifferenzierten Zellen gefülltes, mit chitinöser Hülle versehenes Überdauerungsstadium, aus der ein planulaähnliches Stadium schlüpfen kann
Plus- und Minus-Kerne, Konträrgeschlechtliche Kerne: Wenn es nicht möglich ist, Kernen weibliche oder männliche Funktion zuzuschreiben, werden sie neutral als (+)-, bzw. (–)-Kern bezeichnet; oft auch α- und β-Kern.
(–)-polare einzelsträngige RNA (Viren): Virale, einzelsträngige RNA wird vom Wirt nicht als mRNA erkannt und muss von viraler RNA-Polymerase zunächst in eine (+)-polare RNA umgeschrieben werden, damit sie als mRNA wirken kann
(–)-polare einzelsträngige DNA (Viren): Davon würde beim Transkribieren zwangsläufig eine (+)-orientierte RNA entstehen, die das Ribosom als mRNA erkennen kann, somit kann diese RNA translatiert werden
(+)-polare einzelsträngige DNA (Viren): Davon würde beim Transkribieren zwangsläufig eine (–)-orientierte RNA entstehen, die aber das Ribosom nicht als mRNA erkennen kann, somit kann diese RNA nicht translatiert werden
(+/–) polare DNA, ambisense DNA, gilt auch für RNA (Viren): dabei sind beide Richtungen (+) und (–) zugleich in einem Einzelstrang-Chromosom vertreten
(+)-polare einzelsträngige RNA (Viren): Diese einzelsträngige RNA wird vom Wirt als mRNA erkannt, weil am C3 der Ribose, nahe des C5 die nächste freie [–OH]-Gruppe steht; das C5 ist mit einem Phosphat besetzt und kann nicht mit einem Nucleotid in Verbindung treten (daher erfolgt die RNA-Synthese nur und immer in 5‘ à 3‘ Richtung und nicht umgekehrt; nur in dieser positiven Richtung sind die Basentripletts als Codes in der richtigen Folge und geben für Proteinsynthese Sinn). (+)-polare RNA wird deshalb unmittelbar für die Synthese von Proteinen verwendet. (Abbildung unter „1 Bacteria … DNA-Viren 1 Konservativ“)
Polare Fäden: Manche Blaualgenfäden laufen nach oben (wenn freistehend) spitz zu, wobei sich die einzelnen Zellen in Länge, Durchmesser unterscheiden. Eine gestaltliche Polarisierung von Fäden ist ein häufiges Phänomen in der Evolution.
Polare Mikrotubuli: gehen von den MTOCs Richtung Chromosomen; (Abbildung unter „Eukarya, 8 Die große Trennung“)
Polaroblast (Microsporidia): Eine auffällige Struktur zusammengelagerter Membranen und dünner Cisternen im vorderen, als die Polschlauchbasis umgebender Bereich einer Mikrosporidien-Spore, als deren Aufgabe vermutet wird, beim Ausschleudern des Schlauchs zusätzliches Zellmembranmaterial zu liefern; (Abbildung unter „4.2 Cnidaria … Microsporidia, 2 Unausweichlich”)
Pole (Zellkern): Gegenüberliegende, senkrecht zur Metaphaseplatte liegende Gebiete
Poliomyelitisvirus, Kinderlähmungsvirus: Enterovirus sp. (Picornaviridae – Unbehüllte (+)-ss-RNA-Viren – Einzelsträngige (+)-RNA-Viren – RNA-Viren – Viren –…); (Abbildung unter „1 Bacteria … Picornaviridae, 3 Poliomyelitisviren“)
Poliovirus: Enterovirus sp. (Picornaviridae – Unbehüllte (+)-ss-RNA-Viren – Einzelsträngige (+)-RNA-Viren – RNA-Viren – Viren –…)
Polyzentrisch (Chytridiomycota): Von einem Ort aus mehrere Zentren (Zoosporangien) ausbildend
Polkapsel: Umgewandelte Nesselkapsel
Pollenschlauch: Teil des männlichen Gametophyten bei Samenpflanzen, der aus Pollenkörnern auswächst und zur Befruchtung Spermien oder nur Kerne transportiert.
Polmikrotubuli: Mikrotubuli, die Kernteilungspolen entspringen
Polyadenyliert: Einer mRNA sind, bevor sie zum Ablesen der Basentripletts für den Zusammenbau von Proteinen reif ist, mehrere Adenylnucleotide angehängt; oft als Adenylschwanz bezeichnet. Bei Reifung der mRNA werden diese Wiederholungen entfernt.
Polyaminosäuren: entstehen, wenn mehrere identische Aminosäuen miteinander verknüpft sind
Polyeder, Vielflächner: Von mehreren ebenen Flächen, von Vielecken, begrenzter Körper
Polyene: Organische Verbindungen, die mindestens zwei, oft mehrere, C=C-Doppelbindungen enthalten
Polyenergid: vielkernig
Polyester: Aus Säuren und Alkoholen (aus Estern) gebildeter hochmolekulare Substanz
Polykarp (Chytridiomycota): Bei dieser Art Fortpflanzung werden, von einer Spore ausgehend, mehrere Zoosporangien ausgebildet
Polymer: Chemische Verbindung, die aus Ketten- oder verzweigten Molekülen (Makromolekül) besteht, die aus gleichen oder gleichartigen Einheiten (den sogenannten Monomeren) bestehen
Polymerasen: Gruppe von Enzymen, welche die Synthese von Polynucleotiden aus Nucleotidtriphosphaten als monomere Vorstufen (Einzelvorstufen) katalysieren
Polymorphie: Vielgestaltigkeit
Polymorphkernige Leucocyten, Neutrophile Granulocyten: Spezialisierte Immunzellen der Wirbeltiere. Beim Menschen sind sie mit einem Anteil von 50–65 % die häufigsten weißen Blutkörperchen
Polypen (Nesseltiere): Lebensstadien von Nesseltieren. Polypen haben eine Körperform, die aus einem hohlen Zylinder besteht (Hohltier) und in einer zentralen, von Tentakeln umgebenen Mundöffnung endet.
Polypenstock: Aussehen einer Kolonie, doch sind die einzelnen Individuen über ein gemeinsames Gewebe verbunden, unterscheiden sich darin von Kolonien, die durch dichte Siedlung einzelner Individuen gekennzeichnet sind; (Abbildung unter „4.2.1 Medusozoa … Siphonophorae, 2 Differenzierung und Arbeitsteilung auf die Spitze getrieben“)
Polyphagus euglenae: Augentierchentod (Polyphagus spp.: Vielfraß (Chytridiales – Chytridiomycotina – Chytridiomycota – Begeißelte Chitinpilze – Fungi –…); (Abbildung unter „5 Fungi … Chytridiales, 2 Vielfraß“)
Polysaccharide: Vielfachzucker aus einer großen, unbestimmbaren Zahl von Einfachzuckern (Monosacchariden)
Polysiphonia: Pinselbüschelalge (Ceramiales – Rhodophyta – Plantae – Eukarya)
Pomacentridae: Riffbarsche (Labroidei – Perciformes - Percomorpha – Acanthopterygii – Acanthomorpha –…)
Population (allgemein): Bevölkerung
Population (biologisch): Eine Gemeinschaft von Tieren, Pflanzen oder Pilzen, etc., deren Glieder in kompatibler sexueller Beziehung leben.
Porentypen (Basidiomycota): Einfache Poren, Membrankappenporen, Doliporen; (Abbildung unter „5.2 Basidiomycota, 5 Interne Pforten“)
Porenverschlüsse (Rhodophyta, Unbegeißelte Chintinpilze): Anfänglich durch Poren verbundene Zellen, werden druch Verschlüsse voneinander wieder getrennt. (Abbildungen unter „3.1 Rhodophyta, 2 Gewappnet“ und unter „5 Fungi … Kickxellomycetes, 1 Verschluss“)
Porifera: Schwämme (Animalia – Opisthokonta – Eukarya)
Porites sp.: Poritidae (Scleractinia – Hexacorallia – Anthozoa – Cnidaria – Animalia – Opisthokonta –…)
Porocyten, Porenzellen (Schwämme): Von einem Kanal als Einströmöffnung durchzogene Zelle
Porphyra: Roter Meersalat, Purpurtange (Bangiales – Rhodophyta – Plantae – Eukarya)
Porphyrin: Ringförmige Struktur des Chlorophylls aus charakteristischen vier Fünferringen
Porphyrinelektronen: Elektronen des Porphyrinringsystems im Chlorophyll
Portemonnaie: Geldbörse
Portugiesische Galeere: Physalia physalis (Cystonectae – Siphonophorae – Leptolina – Hydrozoa – Medusozoa –…)
Porus, Pore: Zentrale Verbindungsöffnung zwischen zwei Zellen
Positiv geotrop: Richtung Schwerkraft wachsend
Positiv phototrop: Wachstum zum hin Licht
Positive Ladung: Fehlt einem Atom, einem Molekül, ein Elektron (oder mehr) so ist die positive Ladung der Protonen des betreffenden Atoms nicht ausgeglichen; das Atom, das Molekül, erscheint deswegen positiv geladen
Postsynaptischer Teil: Den präsynaptischen Bereich leicht umgreifender, Veskelinhalte aus dem synaptischen Spalt aufnehmender Teil einer Synapse (Abbildung unter „1 Bacteria … Mycobacteria, 1 Signalausfall“)
Posttranslational: nach der Translation
Präbiotisch: Noch bevor Leben bestand für das Leben potenziell wichtige Substanzen
Prädatoren: Organismen, die andere zum Zweck der Nahrungsaufnahme nutzen und dabei meist töten. Das Opfer eines Prädators ist dessen Beute.
Prägenomisch: Vor (zeitlich) dem Genom (vor dem DNA-Chromosom) gebildet
Präkambrium-Zeit: von 4,6 Milliarden bis 542 Millionen Jahren, wobei der letzte Abschnitt das Ediacarium vor 635-542 Millionen Jahren ist; der vorletzte Abschnitt ist das Cryogenium vor 720-635 Millionen Jahren
Prärie: mit Gras bewachsene Steppe Nordamerikas
Präsynaptischer Teil: Aufgeblähter, Vesikel bildender und in den synaptischen Spalt transportierender Teil der Synapse (Abbildung unter „1 Bacteria … Mycobacteria, 1 Signalausfall“)
Prävalenz: vorherrschen; Rate der zu einem bestimmten Zeitpunkt oder in einem bestimmten Zeitabschnitt an einer bestimmten Krankheit Erkrankten
Primär prototunicat (Asci): Auch die anzunehmenden Vorfahren zeigen keinen Hinweis auf aktive Sporenbefreiung; so zum Beispiel Saccharomycetales und Schizosaccharomycetales
Primäre, ascogene, querwandlose Hyphen: Nach Plasmogamie von männlichem mit weiblichem Gametangium wandern männliche Kerne aus dem Antheridium in das Ascogon, gelangen in sich entwickelnde septenlose, in die primären ascogenen Hyphen, worin sich konträrgeschlechtliche Kerne zu Dikaryen paaren, woran sich die sekundären, trichalen ascogenen Hyphen mit dikaryotischen Zellen anschließen
Primärer Alkohol: Das Kohlenstoffatom, das die Hydroxylgruppe trägt, ist nur an ein weiteres Kohlenstoffatom gebunden. Die anderen zwei Bindungsstellen sind von Wasserstoffatomen besetzt.
Primärkonidie: Eine als erste gebildete Konidie, aus der eine zweite entsteht; (Abbildungen unter „5 Fungi … Basidiobolomycetes, 1 Ähnlich aber doch nur weitschichtig verwandt“ und unter „5 Fungi … Basidiobolomycetes, 2 Den Dreh heraus“)
Primärpolyp, Stammpolyp: Polyp, der sich als erster ansiedelt, um, nach und nach sich verzweigend, sich mit weiteren Polypen zu versehen
Primates: Herrentiere (Euarchonta – Euarchontoglires – Boreoeutheria – Placentalia – Theria –…)
Primer: Oligonucleotid, das für DNA- (oder RNA-)replizierende Enzyme (z. B. die DNA-Polymerase) als Startpunkt (oder Endpunkt) dient
Primordium (Fungi): Erste Anlage, erste Verknäuelung von Hyphen, um Fruchtkörper zu bilden
Prismatisch: Körper mit zwei parallel verschobenen Vielecken; https://de.wikipedia.org/wiki/Prisma_(Geometrie), nähere Erklärung dort
Probiont: Ein hypothetischer, selbst noch nicht lebender Vorläufer ursprünglicher, einzelliger Lebewesen; eigentlich Protobiont; oft nur Probiont
Probiotica: Zubereitungen, die lebensfähige Mikroorganismen enthalten, z. B. Milchsäurebakterien und Hefen
Prokaryo(n)t: Organismus, der keinen echten Zellkern besitzt, sondern einfache, meist ringförmige Chromosomen frei in einem zentralen Bereich liegen hat
Prolin: Aminosäure mit Fünferring, neben vier Kohlenstoffatomen im Ring ist noch ein Stickstoffatom eingebunden
Prometaphase (Kernteilung): In der Prometaphase dringen die Spindelfasern des Spindelapparats von beiden Polen her in den Bereich des Karyoplasmas ein. Von den sternförmig ausgehenden astralen Mikrotubuli und den überlappend verbindenden polaren Mikrotubuli werden die Kinetochor-Mikrotubuli unterschieden, die im Bereich des Centromers ansetzen. Die Chromosomen können nun mittels der anhaftenden Mikrotubuli bewegt, ausgerichtet und angeordnet werden. (Abbildung unter „Eukarya, 8 Die große Trennung“)
Promisk (Promiskuität): Häufiger, meist versetzter oder gleichzeitiger Sexualkontakt mit mehreren, wechselnden Partnern
Promotor, auch Promoter (DNA): DNA-Abschnitt, der die Expression (das Ablesen) eines Gens steuert. Der Promoter bindet dazu ein Enzym (die RNA-Polymerase), welche die Gensequenz abliest und eine RNA-Kopie herstellt.
Propagation: Ausbreitung
Propagieren: verbreiten, ausbreiten
Propagulen: Allgemeine Bezeichnung für Verbreitungseinheiten
Propan: [CH3(CH2)2CH3]
Prophase (Kernteilung): In der Prophase trennen sich die Mikrotubuliorganisationszentren (MTOC) und sind Ausgangspunkte für die Bildung der Mitosespindel. Verwandtschaftsbezogen sind diese MOTCs von unterschiedlicher Gestalt. Die Chromosomen kondensieren, werden damit lichtmikroskopisch sichtbar. Da die Chromosomen bereits zuvor in der Interphase verdoppelt wurden, bestehen sie aus je zwei identischen Schwester-Chromatiden, die noch am Centromer zusammenhängen. Das Ende der Prophase ist erreicht, wenn die Kondensation der Chromosomen abgeschlossen ist. (Abbildung unter „Eukarya, 8 Die große Trennung“)
Prophase I: Prophase der ersten meiotischen Teilung, der Reduktionsteilung (Abbildung unter „Eukarya, 10 Reduktion“)
Prophase II: Prophase der zweiten meiotischen Teilung, der an die Reduktionsteilung anschließenden mitotischen Teilung (Abbildung unter „Eukarya, 10 Reduktion“)
Propionibacterium (Propionibacteriaceae – Propionibacteria – Actinobacteria – Grampositive – Bacteria)
Propionsäure: [CH3CH2COOH]; (Abbildung unter „Grundlegendes, 1 Das Experiment“)
Propionyl (eigentlich enzymgebundene Propionsäure; [CH3CH2COOH]): Eine Säure aus drei Kohlenstoffatomen ohne zusätzliche Keto-Gruppe, die CO2 unter Mitwirkung von ATP aufnehmen kann
Prostetische Gruppe: Kovalent mit einem Enzym verbundenes Molekül, das für die Funktion des Enzyms notwendig ist
Proteaceae: Silberbaumgewächse (Proteales – Superranunculidae – Die Experimentierfreudigen – Eudicotyle – Abgeleitete Angiospermen –…)
Proteasen: Proteine oder Peptide abbauende Enzyme, dabei lösen sie durch Hydrolyse die Bindungen zwischen ihren Aminosäuren
Proteine: Aus Aminosäuren aufgebaute, komplexe Moleküle. Die [–NH2]-Gruppe einer Aminosäure wird mit der Hydroxylgruppe [–OH] der Säurefunktion [–COOH] unter Wasserabspaltung verknüpft, dabei entsteht eine charakteristische Abfolge von Atomen: [–C–N–C–C–N–]n, wobei das unmittelbar dem [N] benachbarte [C] einen doppelbindigen Sauerstoff [–C=O] trägt, das zweite der beiden benachbarten den Aminosäurerest
Proteinkomplexe: Proteine sind häufig zu Komplexen vereint, wobei die einzelnen Proteine sich oft in Bau, Eigenschaften und Funktion unterscheiden
Proteolytisch: Proteine zerlegend
Prot(er)andrisch: Vormännlich; zunächst werden die männlichen Gameten reif, dann erst die weiblichen, um Eigenbefruchtung zu verhindern
Protofilamente, Tubulinfilamente: In Mikrotubuli angeordnete Dipeptide (α- und β-Tubulin) bilden in Tubulilängsrichtung 13 Filamente, die, zueinander versetzt, den Eindruck einer schraubigen Anordnung der Dipeptide ergeben (Abbildung unter „Eukarya, 13 Vom Gleiten zum Hybridantrieb“)
Protogyn: Vorweiblich; zunächst werden die weiblichen Gameten reif, dann erst die männlichen, um Eigenbefruchtung zu verhindern
Protomyces: Urpilzähnliche (Protomycetales – Taphrinomycetes – Taphrinomycotina – Ascomycota – Dikarya –…)
Protomyces macrosporus: Großsporiger Urpilzähnlicher (Protomycetales – Taphrinomycetes – Taphrinomycotina – Ascomycota – Dikarya –…)
Protomyces pachydermus: Dickhäutiger Urpilzähnlicher (Protomycetales – Taphrinomycetes – Taphrinomycotina – Ascomycota – Dikarya –…); (Abbildung unter "5.1 Ascomycota ... Protomycetales, 1 Cysten")
Proton, H+: abdissoziiertes Wasserstoffion
Protonema: Ein haploides, trichales Verzweigungssystem von Moosen nach der Sporenkeimung, an dem später das typische haploide Moospflänzchen entsteht.
Protonen, Neutronen: Bausteine der Atomkerne; die positiv geladenen Protonen sind mit neutralen Neutronen assoziiert. Die Elemente unterscheiden sich hauptsächlich durch die Anzahl ihrer Protonen; oft auch nur verstanden als das positiv geladene (elektronennackte) Wasserstoffatom
Protonenkanäle: In den Lipiddoppelmembranen werden von bestimmten Proteinen feinen Kanäle gebildet, durch die Protonen transportiert werden können; (Abbildung unter „1 Bacteria, 5 Mit aller Kraft voraus“)
Protonenpotential: Vorliegen eines Protonengradienten, der damit ein elektrisches Potential aufbaute
Protoplast, Protoplasma: Gesamter Inhalt einer Zelle
Protonenpumpen: Transmembranproteine, die die positiv geladenen Protonen gegen einen elektrochemischen Gradienten transportieren
Prototunicater Ascus (Pezizomycotina): Ascuswand ohne vorgebildete Öffnungsstelle; die Wand löst sich auf oder zerfällt; (Abbildung unter „5.1 Ascomycota … Inoperculate Ascomycota, 1 Einfallsreich“)
Protozoen: Einzellige, eigenbewegliche Lebewesen, die keine Chloroplasten besitzen und nicht zu Fungi gehören; im weitesten Sinne werden alle einzelligen, eigenbeweglichen Organismen zu Protozoen gerechnet und umfassen damit organismenreichübergreifend, verwandtschaftlich nicht näher verwandte Lebewesen
Provenienz: Herkunft
Proximal: Nahe eines vorgegebenen Bezugspunktes; meint z. B. bei festsitzenden Organismen einen der Anheftungsstelle nahen Bereich.
Prunus domestica: Zwetschge, Pflaume (Prunoideae – Rosaceae – Rosales – ZyFaRoFaCu-Verwandtschaft – Rosanae –…)
Pseudacris (Hylidae – Neobatrachia – Anura – Batrachia – Lissamphibia -…)
Pseudobalsamia: Helvellaceae; nicht separat behandelt (Pezizales – Pezizomycetes – Pezizomycotina – Ascomycota – Dikarya –…)
Pseudomonaden: In der Umwelt allgegenwärtige Bakterien, leben im Boden, in oder auf Pflanzen
und Tieren, wichtige Bakterien im Wurzelraum. (Nicht behandelt; Gamma-Proteobacteria)
Pseudomonas aeruginosa: Verursacher von Lungenentzündung (nicht behandelt; Gamma-Proteobacteria)
Pseudomurein: Archaea bilden in ihren Zellwänden kein Murein sondern Pseudomurein. Zwei Ketten aus N-Acetyl-Glucosamin und N-Acetýl-Tálasamínurónsäure in regelmäßigem Wechsel verbinden die Aminosäuren Glutamin, Alanin und Lysin in geregelter Weise. N-Acetýl-Tálasamínurónsäure kommt in Bacteria nicht vor. (Abbildung unter „2 Archaea, 2 Was sie von Bakterien trennt“)
Pseudoparaphysen: Paraphysenähnliche, vom Deckel des Pseudotheciums nach unten, zwischen die Asci hängende Hyphen; (Abbildung unter „5.1 Ascomycota … Dothidiomycetes 1 Alles nur Pseudo“)
Pseudoparenchym: Was wie ein echtes Gewebe aussieht, weil die Zellen sich sekundär vergrößert und aneinander abgeplattet haben, doch nur auf ein Plectenchym (Flechtgewebe) zurückzuführen ist
Pseudoperithecien: Ascoloculär entstandene Pseudothecien, die Perithecien ähneln
Pseudothecium: Viele Arten lassen zunächst in einem geschlossenen Primordium, einzelne Hymenien durch je eine Gametangiogamie entstehen, die durch sterile Ränder getrennt sind; lassen die trennenden Bereiche bei Reife und Öffnen verschwinden, so dass ein einziges, durchgehendes Hymenium vorgegaukelt wird
Psychrophil: Mikroorganismen, deren Wachstumsoptima unter 0o, bis zu –10o C liegen
Pucciniomycetes, Rostpilzverwandte i. e. S. (Der Moderne Rest – Pucciniomycotina – Basidiomycota – Dikaryota – Unbegeißele Chitinpilze -…)
Pucciniomycotina, Rostpilzverwandte i,w.S.: Basidiomycota (Dikaryota – Unbegeißelte Chitinpilze – Fungi – Opisthokonta – Eukarya)
Pumpenmoleküle: Transmembranproteine, die Ionen gegen einen elektrochemischen Gradienten transportieren
Punica granatum: Granatapfel (Lythraceae – Myrtales – Malvanae – Rosidae – Superrosidae – …)
Purine: Doppelringförmige organische Moleküle aus Stickstoffheterozyklen, die zusammengesetzt einen sechsgliedrigen und einen fünfgliedrigen Stickstoffheterozyklus mit je zwei Stickstoffatomen ergeben und mit Einfach- und Doppelbindungen verknüpft sind
Purinnucleoside: Adenosin und Guanosin; Nucleobasen (Adenin, Guanosin) aus einem sechsgliedrigen und einem fünfgliedrigen Stickstoffheterozyklus mit je zwei Stickstoffatomen, mit Einfach- und Doppelbindungen verknüpft, an dem bereits eine Ribose oder Desoxyribose hängt, jedoch keine Phosphate, wie dies für Purinnucleotide gilt
Purinnucleotide: Adenosin und Guanosin; Nucleobasen (Adenin, Guanosin) aus einem sechsgliedrigen und einem fünfgliedrigen Stickstoffheterozyklus mit je zwei Stickstoffatomen, mit Einfach- und Doppelbindungen verknüpft, an dem bereits eine Ribose oder Desoxyribose hängt, die mit Phosphaten verknüpft ist
Purpurbakterien: Darunter werden heute alle obligat oder fakultativ phototroph lebenden Proteobakterien zusammengefasst, bilden deshalb keine monophyletische Gruppe sondern enthalten Vertreter aus den Klassen der Alpha-, Beta- und Gamma-Proteobacteria. (Wikipedia)
Purpurrose, Pferdeaktinie: Actinia equina (Actinaria – Hexacorallia – Anthozoa – Cnidaria – Animalia –…); (Abbildung unter “4.2 Cnidaria … Actinaria, 2 Purpurrose alias Pferdeaktinie”)
Pycniden, Spermogonien (Fungi): Krugförmige Behälter für Konidien oder Spermatien
Pycnosporen, Spermatien (Fungi): In Pycniden (Spermogonien) entstehende „Konidien“, die als Spermatien männliche Kerne übertragen
Pyramidal: Geometrischer Körper mit einem ebenen Vieleck als Grundfläche und einer entsprechenden Anzahl von gleichschenkligen Dreiecken als Seitenflächen, die in einer gemeinsamen Spitze enden
Pyridoxin, Vitamin B6: (Abbildung unter „Grundlegendes, 1 Das Experiment“)
Pyrimidine: Ringförmige organische Moleküle aus vier Kohlenstoff- und zwei Stickstoffatomen (= Stickstoffheterozyklus), die mit Einfach- und Doppelbindungen (= aromatisch) verknüpft sind
Pyrimidin-Nucleoside: Cytosin und Thymin; Nucleobasen mit je einem aromatischen Sechserring, an denen bereits eine Ribose oder Desoxyribose hängt, jedoch noch keine Phosphate, wie dies für Pyrimidin-Nucleotide gilt
Pyrimidin-Nucleotide: Cytosin und Thymin; Nucleobasen mit je einem aromatischen Sechserring, an denen bereits eine Ribose oder Desoxyribose mit Phosphaten hängt
Pyrococcus (Euryarchaeota – Archaea)
Pyrodictium (Crenarchaeota – Archaea)
Pyrrol: Heterocyclische Fünferring-Verbindung mit einer [–NH]-Gruppe; durch Seitenfunktionen des Fingerrings kommen verschiedene Pyrrole zustande
Pyruvat, Pyruvat, Brenztraubensäureion: [CH3COCOO− + H+]; durch sog. Glycolyse aus Glucose gewonnen, verliert unter ATP-Gewinn ein CO2, übrig bleibt ein Acetyl (=Essigsäurerest) mit zwei Kohlenstoffatomen und Formiat, das anschließend ohne Energiegewinn in CO2 und H2 zerfällt. Das Acetyl könnte aber auch alternativ unter weiterem Energiegewinn zu Wasser und CO2 abgebaut werden; (Abbildung unter „Grundlegendes, 12 Energiespender“)
Pyxidophora spp. (Pyxidophorales; nicht separat behandelt – Laboulbeniomycetes – Perithecienascomycota – Unitunicate Ascomycota – Inoperculate Ascomycota –…)
Q
Quallen (Nesseltiere): Schirm- oder glockenförmige Nesseltiere
Quanten (h × ν): Lichtquant, Photon; eine unteilbare Einheit; Vermittler der elektromagnetischen Wechselwirkung. h ist das Plancksche Wirkungsquantum, ν die Frequenz des Lichtes
Quark, Gluonen: Quarks sind die Grundbausteine des Protons und des Neutrons. Sie werden von Gluonen umgeben und vermitteln so des Protons und des Neutrons Eigenschaften und deren Stabilität
Quersepten: Zellwände quer eines Fadens
Querwandporen, Septenporen: Septen, Querwände, von Hyphen (auch Trichome von Rotalgen) sind meist mit einem Porus versehen, der benachbarte Zellen miteinander verbindet. Meist aber sind diese Öffnungen sekundär wieder verschlossen. Diese Verschlüsse sind geeignet, Verwandtschaften zu erkennen.
Queuosin: An Zucker gebundenes Queuin, eine bizyklische, eine Purinbase. Sie unterscheidet sich von Guanin, durch ein [–CNH–]-vermittelt angehängtes Cyclopentan, das eine Doppelbindung besitzt und zwei [–OH]-Gruppen aufweist. (Abbildung unter „2 Archaea, 2 Was sie von Bakterien trennt“)
Quorum Sensing: Fähigkeit von Einzellern, die Zelldichte der Population über chemische Kommunikation zu ermitteln; dadurch werden Prozesse, wie für die Biofilmbildung oder Sekretion von Pathogenitätsfaktoren, gesteuert, wobei bestimmte Signalmoleküle dafür verwendet werden. Diese Signale werden auch genutzt, die Genexpression in Gemeinschaft zu steuern. Solche Bakterien besitzen sowohl die Möglichkeit, diese Signalstoffe zu bilden als auch zu empfangen und ihre Konzentration zu bestimmen; können damit optimal angepasste Gemeinschaften bilden. Dieses Phänomen ist nicht auf Bakterien beschränkt.