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Die in Grün angegebenen Bezeichnungen sind mit den genannten Verwandtschaften direkt verknüpft. Der Name führt jeweils zum Taxon, in dem die Abbildung enthalten ist; zum leichteren Auffinden wird noch die Nummer des betreffenden Eintrags in der verknüpften Verwandtschaft angeführt.
Das Glossar wird ständig erweitert, wobei immer die neuen Einträge in den Fußnoten der aktuell eingestellten Beiträge in das Glossar übernommen werden. Alle Einträge im Glossar gründen auf Fußnoten; keine zusätzlichen Begriffe wurden und werden darin aufgenommen, es sei denn, in den Fußnoten selbst treten neue Begriffe auf. Immer wieder müssen Einträge im Glossar überarbeitet oder ergänzt werden, weil z.B. ein und derselbe Begriff für unterschiedliche Organismengruppen verschiedene Bedeutung haben kann. Andererseits müssen auch Korrekturen und orthographische Verbesserungen vorgenommen werden. Diese Ergänzungen und Richtigstellungen können aus organisatorischen Gründen in den vorausgehenden Fußnoten nicht mehr geändert werden, da im Einzelnen nicht nachvollziehbar ist, wo die Vorgängerversion als Fußnote verwendet wurde. Die neuste Version einiger Erklärungen ist somit nur im jeweils aktuellen Glossar (Eingestellt am …) nachzulesen.
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R
R!: Reduktionteilung (stellvertretend für Meiose angegeben)
Rachomyces velatus (Laboulbeniomycetes – Perithecienascomycota – Unitunicate Ascomycota – Inoperculate Ascomycota – Pezizomycotina –…); . (Abbildung unter 5.1 Ascomycota … Laboulbeniomycetes, 3 Seltsame Gesellen“)
Radikale (chemisch): Atome oder Moleküle mit zumindest einem ungepaarten Elektron
Radiäre Furchung: Die Zygote und deren Abkömmlinge hin zur Blastula teilen sich radiär
Radiärsymmetrisch: Durch einen Gegenstand, Organismus oder Organismenteil lassen sich mehr als zwei Symmetrieebenen legen
Radialkanäle, Radiärkanäle: Quallen besitzen, vom zentralen Magen ausgehend, radial, nach außen verlaufende Kanäle, die peripher meist über einen Ringkanal miteinander verbunden sind.
Radikalisieren (Atome, Moleküle): Atomen oder Molekülen zumindest einem Valenzelektronenpaar den Partner entziehen; damit wird das ungepaarte Elektron sehr reaktiv, radikal, um eine neue Verbindung einzugehen.
Radioaktive Strahlung: Ein Atomkern wandelt sich unter Aussendung von Teilchen in einen anderen Kern (Tochterkern) um oder ändert unter Energieabgabe seinen Zustand. Die durch den Prozess ausgestrahlte ionisierende Strahlung wird umgangssprachlich auch „radioaktive Strahlung“ genannt.
Radioaktivität: Eigenschaft instabiler Atomkerne, spontan ionisierende, auf Organismen oft mutagen wirkende Strahlung auszusenden
Radiolarien, Strahlentierchen: Radiolaria (Retaria – Rhizaria – Eukarya)
Radula (Mollusca): Spezialisiertes Mundwerkzeug als Bildung des Pharynx von Weichtieren (Mollusken), das dem Abraspeln, Zerkleinern und Aufnehmen von Nahrung dient. Sie besteht aus einer chitinartigen Membran mit zahlreichen, in Reihen angeordneten Zähnchen; (Abbildung unter „4 Animalia … Mollusca, 1 Schutzschild“ und unter „4 Animalia … Mollusca, 3 Mit Radulas Hilfe“ und unter „4 Animalia … Polyplacophora, 2 Gepanzert“ und “4 Animalia … Scaphopoda, 1 Eine wahrlich gute Idee” und unter „4 Animalia … Gastropoda, 2 Nach unten“ und unter „4 Animalia … Gastropoda, 6 Muster“)
Radulasack (Gastropoda): Höhlung, in der die Bildung der Radula erfolgt; (Abbildung unter „4 Animalia … Gastropoda, 2 Nach unten“)
Rädertierchen: Rotatoria (Syndermata; nicht separat behandelt – Gnathifera – Spiralia – Protostomia – Bilateria –…)
Räuber (Animalia): Tiere, die sich von den organischen Verbindungen ihrer von ihnen getöteten Beute ernähren.
Räuberische Schwämme, Cladorhizidae (Paecilosclerida – Heteroscleromorpha – Demospongieae – Silicea s. s. – Porifera …–)
Ramisyllis kingghidorahi (Syllidae – Phyllodocida – Polychaeta – Annelida – Schizocoelia -…); (Abbildung unter „4.6 Annelida … Syllidae, 1 Gefährte“)
Rana: Echte Frösche (Ranidae – Neobatrachia – Anura – Batrachia – Lissamphibia -…)
Randanker (Staurozoa, Cnidaria): Klebknöpfe zwischen armartig ausgezogenen Lappen des Polypen
Randlappen (Quallen): Vorhangartig herabhängende Lappen am unmittelbaren Schirmrand, im Kontaktbereich von Ex- und Subumbrella
Ranke: Zu einem schlanken, spiralförmig gewundenen oder verzweigten, empfindlichen Organ umgestaltetes Blatt, Nebenblatt oder Stengel einer Pflanze, das dazu dient, eine Kletterpflanze an einer Stütze zu befestigen
Raphe (Kieselalgen): Längsspalt in Boden und Deckel pennaler Kieselalgen als Voraussetzung für ihre Eigenbeweglichkeit
Raps: Brassica napus (Brassicaceae – Brassicales – Malvanae – Rosidae – Superrosidae –…)
Rasierpinselalge, Penicillus capitatus (Halimedaceae – Bryopsidales – Ulvophyceae – Chlorophyta – Plantae –…); (Abbildung unter „3.2 Chlorophyta … Halimedaceae, 3 Einige Beispiele“)
Raspel: Grobe Feile; mit großen Zähnen versehen, um wirksam Material abzutragen
Ratten: Rattus (Murinae – Muridae – Muroidea – Myomorpha – Rodentia –…)
Raufe: Aus Stäben bestehendes Gestell, das Heu, Stroh oder Gras für Wild, Vieh oder Nagetiere enthält
Rauhes ER, rauhes Endoplasmatisches Retikulum: ER-Cisternen sind außen dicht mit Ribosomen belegt; (Abbildung unter „Eukarya, 6 Infrastruktur“)
Raupen: Larven der Schmetterlinge
rDNA, ribosomale DNA: Gene, die für die RNA der Ribosomen (rRNA) codieren
Reaktanden: Zwei oder mehrere Moleküle, die zu einem größeren Molekül zusammengesetzt werden sollen
Reaktionsgleichgewicht, Chemisches Gleichgewicht: In einem chemischen Gleichgewicht sind die Geschwindigkeiten von Hin- und Rückreaktion gleich groß; in einem chemischen Gleichgewicht sind die Konzentrationen von Ausgangsmolekülen und Reaktionsprodukten konstant.
Reaktives Zentrum, Reaktionszentrum: Wenn Licht geeigneter Wellenlänge auf Chlorophyll fällt, wird ein Elektron aus einem der Moleküle herausgetrieben, das dann von Chlorophyllmolekül zu Chlorophyllmolekül springt, bis es zu einem sog. reaktiven Zentrum gelangt, aus dem es nicht mehr unmittelbar zum ursprünglichen Chlorophyll zurückkann. Dies ist entweder ein ausgewähltes, besonderes Paar von Chlorophyll aber auch ein anderes Molekül kann es sein; von dort wird es weitergeleitet, um über Enzymkomplexe Schritt für Schritt Energie an ATP oder Reduktionsäquivalente (NADPH2) abzugeben
Reassortiment: Neuzusammensetzung, Neusortierung
Reben, Rebzweige: Zweige des Weinstocks
Receptaculum seminis, Spemathek: Organ im weiblichen oder zwittrigen Genitaltrakt vieler Wirbelloser (Insekten, Krebse, Schnecken) sowie einiger Wirbeltiere. Es dient der Aufnahme, Lagerung und Ernährung von Spermien nach der Paarung, um Eizellen über längere Zeiträume gezielt zu befruchten; (Abbildung unter „4.5 Neodermata … Digenea, 2 Gallig“ und unter „4.5 Neodermata …, Cestoidea, 2 Nur Wiederholungen“)
Rectum (allgemein): Enddarm
Rectum (Mastdarm): Letzter Abschnitt des Verdauungssystems; mehr oder weniger senkrecht absteigender kurzer Darmabschnitt vor dem After.
Redien (Trematoda): In Sporocysten entstandenes, mit Darm und Stummelfüßchen ausgestattetes Larvalstadium mit Neodermis, das im Erstwirt für Ernährung und Ausbreitung günstigere Stellen aufsucht; (Abbildung unter 4.5 Neodermata … Digenea, 1 Ihr Profil“)
Reduktionsäquivalente: Wasserstoff abgebende, reduzierende Moleküle, wie NADH2 oder NADPH2
Reduktive Evolution: Evolutive Weiterentwicklung durch Verlust verschiedener Merkmale
Reduktiver Pentosephosphatzyklus: Hier wird im Zuge der Fotosynthese aus sechs Fünferzuckern (Ribulose-bis-Phosphat) und sechs CO2 ein Molekül Glucose gewonnen; reduktiv deshalb, werden doch Reduktionsäquivalente (NADPH2) benötigt, um den Zucker zu biosynthetisieren. (Abbildung unter "Grundlegendes,15 Zuckerlabyrinth")
Reduzieren: Sauerstoff von einem Atom oder Ion entfernen; allgemeiner: einem Atom oder Ion Elektronen zuführen
Reduzierter Ribozucker: Gemeint ist Desoxyribose
Reduziertes Flavinmononucleotid: FMNH2 (Abbildung unter „1 Bacteria … Quorum Sensing, 5 Vibrio fisheri“)
Refugium: Rückzugsgebiet
Regenwald: Als Regenwald bezeichnet man Wälder, die durch ganzjährig fallende, große Niederschlagsmengen gekennzeichnet sind. Mehr als 1800 mm Jahresniederschlag kennzeichnen tropische Regenwälder, mehr als 1000 – 1800 mm Jahresniederschlag kennzeichnen gemäßigte Regenwälder.
Regenwürmer: Lumbricidae (Oligochaeta – Clitellata – Annelida – Schizocoelia – Spiralia –…)
Regulatorisches Protein, Regulationsprotein, Regulatorprotein: Protein, das einen molekularen biochemischen Prozess reguliert, also entweder aktiviert oder bremst
Reh: Capreolus (Cervidae – Pecora – Ruminantia – Cetruminantia – Übrige Cetartiodactyla –…)
Reiche (der Organismen): Die nächstniedere hierarchische Stufe nach Domäne, doch über der hierarchischen Ebene Abteilung. Die Domänen Bacteria und Archaea bestehen derzeit (zukünftige Forschungsergebnisse könnten dies ändern) aus je einem Reich, während Eukarya aus sieben Reichen zusammengesetzt sind
Reinzuchthefe (von Saccharomyces cerevisiae): Um die Qualität des Gärvorgangs zu gewährleisten, werden Hefen verwendet, die darauf gezüchtet wurden, den optimalen Verlauf der Gärung zu gewährleisten und zu optimalen Produkten zu führen
Reis, Asiatischer Reis: Oryza sativa (Oryzoideae – BOP-Verwandtschaft – Poaceae – Poineae – Poales –…)
Rekonvaleszent: Wiederherstellung der Gesundheit nach Erkrankung
Relikt: Organismenart, die in einem Gebiet überlebt hat, dessen Klima sich seit ihrer Hochzeit verändert hat, sodass die ursprünglichen Lebensbedingungen nicht mehr gegeben sind, sie aber in geschützten Nischen (Refugien) überdauern konnte
Relief: Form (Täler, Erhebungen) der Erdoberfläche
Reliktmerkmal: Darunter wird ein bei Organismen schon früh vorhandenes Merkmal verstanden, das aber bei heutigen Sippen nur noch vereinzelt auftritt
REM, SEM: Rasterelektronenmikroskopie
Renilla reniformis: Meerstiefmütterchen, Seestiefmütterchen (Renillidae – Pennatulacea – Scleralcyonacea s. l. – Octocorallia – Anthozoa – …); (Abbildung unter “4.2 Cnidaria … Renillidae, 1 Meerstiefmütterchen”)
Reoviridae: respiratory enteric orphan Virus (Doppelsträngige RNA-Viren – RNA-Viren – Viren – Bacteria)
Reparaturgen: Gen dessen Produkte Gendefekte beseitigen und die ursprüngliche Basensequenz wiederherstellen
Repellent: Abschreckendes, abwehrendes, äußerlich aufzutragendes Mittel
Repellierend: Abschreckend, abstoßend, abwehrend
Replizieren, Replikation: Replikation dient dazu, DNA (bei manchen Viren genomische RNA) in einer Zelle zu verdoppeln. Sie wird also dazu benötigt, Erbinformationen an jede neue Zelle (gegebenenfalls an jedes neue Virus) weiterzugeben.
Reprimieren: unterdrücken, hemmen (von genetischen Informationen)
Reproduktion: Fortpflanzung, Erzeugung von Nachkommen
Reproduktionsorgane (Bilateria): Hoden, Ovar
Reptilien, Kriechtiere: Eine verwandtschaftsübergreifende Bezeichnung für überwiegend an Land lebende, schuppentragende, wechselwarme Tiere; keine systematische Kategorie
Resilient, Resilienz: Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne dauerhafte Beeinträchtigung zu überstehen
Resistenz, resistent: Widerstandsfähigkeit gegenüber äußeren Einflüssen, wie Witterungsbedingungen, Parasiten, Bekämpfungsmittel
Reskription: Zurückschreiben in DNA
Resorbieren, Resorption: Flüssige oder gelöste Nährstoffe über äußere oder innere Oberflächen aufnehmen
Respiration: Enzymatisch katalysierte Zellatmung grüner Organismen bei Dunkelheit, bei der Sauerstoff verbraucht und der Umwelt entzogen, dafür CO2 im Gegenzug ihr zugeführt wird
Respirationsorgane (Animalia): Organe des Körpers (Kiemen, Lungen), die für die Atmung zuständig sind, mit der Hauptaufgabe des CO2/O2-Austauschs
Respiratorisches System: Direkt am Luftaustausch beteiligte Strukturen des Körpers
Ressourcen: Natürlich vorhandene Bestände von etwas, was zum Fortkommen, zum Leben, benötigt wird
Restcytoplsma (Ascus): Cytoplasma, das nach freier Zellbildung der Sporen noch zwischen den Sporen im Ascus verbleibt
Resupendieren: Einen durch Zentrifugation gewonnenen Niederschlag (Bodensatz in einem Gefäß) wieder gleichmäßig in einer Flüssigkeit, in der er unlöslich ist, verteilen
Reticulitermes spp.: Bodentermiten (Isoptera – Blattodea – Dictyoptera – Polyneoptera – Neoptera –…)
Retina, Netzhaut: Lichtempfindliche Gewebeschicht im hinteren Teil des Auges, mit Hauptaufgabe, einfallendes Licht einzufangen und in elektrische Nervenimpulse umzuwandeln
Retinal (11-cis-Retinal): Chromophor des Rhodopsins; wird aus Vitamin A gebildet; (Abbildung unter „2 Archaea … Euryarchaeota, 3 Versalzen“)
Retortamonas: Retortenflagellat (Retortamonadida – Fornicata – Metamonada – Excavata – Eukarya)
Retraktionssepten (Pilze): Sekundär gebildete Querwände, Septen, in Hyphen, die eine fortschreitende Degeneration des Inhalts verhindern sollen; hiermit werden noch lebende Teile der Hyphe von sterbenden abgetrennt; ein Vorgang, der besonders wichtig bei Hyphen siphonaler Organisation ist, nicht aber dort ausschließlich auftritt.
Retraktoren: Rückziehmuskeln; (Abbildung unter „4.2 Cnidaria, … Anthozoa, 1 Mehrfach vorgesorgt“)
Reuse (allgemein): Engmaschige Vorrichtung zum Fangen
Reverse Transkription: Umschreiben von RNA in DNA
Reverse Transkriptase: RNA-abhängige DNA-Polymerase; Enzym, das RNA in DNA umschreibt
Revier (Tiere, Pilze): Begrenzter Bereich, Platz (in der freien Natur), den ein Tier oder Pilz als sein Territorium betrachtet
Rezent: gegenwärtig lebend
Rezeptakel (Fucales): Vergrößerte, verdickte Phylloidenden, die durch Häufung von Konzeptakeln entstanden sind; (Abbildung unter „7 Chromalveolata … Fucales, 1 Fucus“)
Rezeptorbindungsstelle: Eine spezielle Stelle, oft ein Glycoprotein, mit der ein Pathogen an eine Wirtszellmembranposition, ebenfalls oft ein Glycoprotein (Rezeptor), binden kann
Rezeptoren: Spezielle Stellen, oft ein Glycoprotein, mit dem sich ein Pathogen an eine Wirtszellmembranposition, ebenfalls oft ein Glycoprotein (Rezeptor), binden kann
Rezipieren: empfangen, aufnehmen
RFamide: Neuropeptide mit der Aminosäurefolge Arg-Phe-NH2 am C-terminalen Ende
α-Rhamnose: Ein C6-Zucker als Sechserring, der das freibleibende C als Methylgruppe [–CH3] und nicht als Alkoholgruppe [–CH2OH] gestaltet; (Abbildung unter „1 Bacteria … Actinorhiza, 1 Eintritt“)
Rhabditen (Plathelminthes): Stabförmige, ausstoßbare Körperchen, die in Drüsenzellen der Epidermis vieler freilebender Plattwürmer, insbesondere der Strudelwürmer (Turbellaria) und Schnurwürmer, vorkommen. Sie dienen primär der Abwehr von Feinden und zur Fortbewegung; im Wasser quellen diese stark auf und bilden einen klebrigen, schleimigen Schutzfilm und macht den Wurm für Fressfeinde unangenehm oder ungenießbar; auch zur Erleichterung der ciliären Fortbewegung können aufquellende Rhabditen dienen; (Abbildung unter „4 Animalia … Plathelminthes, 1 Ursprünglich?“)
Rhabdoiden, Mastigophoren: Nesselkapseln mit rundum etagiert angeordneten Mastigonemen in der unteren Hälfte des ausgestülpten Nesselkapselschlauchs; (Abbildung unter „4.2.1 Medusozoa … Cubozoa, 4 was noch dazugehört“)
Rhabdomere Lichtsinneszelle: Lichtempfindliche Mikrovilli der Sinneszelle sind nach außen gestülpt und nicht, wie bei den phaosomalen Lichtsinneszelle, durch Einstülpung ins Innere der Zelle gelangt
Rhachidoglassische, stenoglossische Radula (Gastropoda): Jede Reihe weist einen zentralen und beidseits einen Seitenzahn auf (oder: in einigen Fällen fehlen die Seitenzähne); (Abbildung unter „4 Animalia … Gastropoda, 6 Muster“)
Rhenus (lat.): Rhein
Rheorezeptoren, Strömungssinneszellen: Zellen, die Bewegungen in Flüssigkeiten oder Luft erfassen und in Nervenimpulse umwandeln
Rhinoviren, Nasenviren: Enterovirus sp. (Picornaviridae – Unbehüllte (+)-ss-RNA-Viren – Einzelsträngige (+)-RNA-Viren – RNA-Viren – Viren –…); (Abbildung unter „1 Bacteria … Picornaviridae, 2 Rhinoviren“)
Rhipicephalus spp.: Ixodidae; nicht separat behandelt (Actinotrichida – Acari – Apulmonata – Lipoctena – Arachnida –…)
Rhipidoglossische Radula (Gastropoda): : Ein großer zentraler und symmetrischer Zahn, an beiden Seiten flankiert von mehreren (gewöhnlich fünf) seitlichen Zähnen und zahlreiche eng gepackte fächerförmigen Randzähnen; (Abbildung unter „4 Animalia … Gastropoda, 6 Muster“)
Rhiza: Bezeichnung für hypothetischen Vorfahren der Rhizaria
Rhizarachnion: Wurzelnetz (Chrysophyceae – Chromophyta – Straminipila – „Wimpeola“ – Chromalveolata –…)
Rhizifera: Bezeichnung für hypothetischen Ahnen der Haplosporidia
Rhizobium: Rhizobium-Arten (Alpha-Proteobacteria – Gramnegative – Bacteria) bilden eine endosymbiotische stickstofffixierende Assoziation mit Wurzeln von hauptsächlich Hülsenfrüchtlern (Fabaceae – Fabales – ZyFaRoFaCu-Verwandtschaft – Rosanae – Rosidae – Superrosidae – …)
Rhizochrysis: Wurzelgoldalge (Chrysophyceae – Chromophyta – Straminipila – „Wimpeola“ – Chromalveolata –…)
Rhizodermis: Einzellschichtiges Abschlussgewebe von Wurzeln; entspricht der Epidermis oberirdischer Pflanzenteile
Rhizoide: Fadenartige, wurzelähnliche, trichale oder unseptierte Auswüchse zum Festheften von thallösen Pflanzen; (Abbildung unter „3 Plantae … Marchantiopsida, 3 Marchantias Lösung“ und unter Abbildung unter „3 Plantae … Bryophytina …, 2 Wie alles kam“)
Rhizoidstränge: Hier treten Rhizoide zu strangartigen, zu dochtartigen Systemen zusammen; (Abbildung unter „3 Plantae … Bryophytina …, 2 Wie alles kam“)
Rhizom (Plantae): Unterirdisch wachsender Spross
Rhizomnium punctatum: Punktiertes Wurzelsternmoos (Bryopsida – Bryophytina – Bryophyta – Thallophyta – Embryophyta –…); (Abbildung unter „3 Plantae … Bryophytina, 5 Spaltöffnungen“)
Rhizomorphen (Agaricomycotina): Auf verschiedenste Weisen miteinander verbundene, über längere Stecken mehr oder weniger parallel und eng zusammengelagerte Hyphen; variable interne Organisation
Rhizomyces crispatus (Laboulbeniomycetes – Perithecienascomycota – Unitunicate Ascomycota – Inoperculate Ascomycota – Pezizomycotina –…); . (Abbildung unter 5.1 Ascomycota … Laboulbeniomycetes, 3 Seltsame Gesellen“)
Rhizoplast, Geißelwurzel: Wird gelegentlich als eigenständiges Organell der Zelle gesehen, damit wird der in der Zelle gelegene Teil der Geißel bezeichnet, der verwandtschaftsabhängig gestaltete Haltestrukturen der Geißel besitzt. (Abbildung unter „5 Fungi … Blastocladiomycotina, 1 In ihrer Weise einzigartig“)
Rhizopodial: Sind Zellen, wenn sie mit Pseudopodien oder mit Filopodien ausgestattet sind
Rhizopus stolonifer: Gemeiner Brotschimmel (Mucorales, nicht separat behandelt – Mucoromycetes – Zygomycota – Multikarya – Unbegeißelte Chitinpilze –…); (Abbildung unter „5 Fungi … Mucoromycetes, 1 Schöne Überraschung“)
Rhizosphäre: Unmittelbarer, bis zu 3 mm entfernter Raum um lebende Wurzeln; dieser Bereich wird durch die Wurzeloberfläche und daran bzw. darin lebenden Organismen stark beeinflusst.
Rhodochaete: Rotspieß (Rhodochaetaceae; nicht separat behandelt – Rhodochaetales – Rhodophytina – Rhodophyta – Plantae –…)
Rhodophyta: Rotalgen (Plantae – Eukarya)
Rhodopsin: Rhodopsin besteht aus einem Proteinanteil und dem kovalent gebundenen Chromophor 11-cis-Retinal. Eines der Sehpigmente von Wirbeltier- und Insektenaugen und auch von Photorezeptoren einiger anderer Wirbelloser. Rhodopsine kommen auch in Bakterien, Archäen, einigen einzelligen Algen und sogar in wenigen Viren vor.
Rhodospirillum: Rhodospirillen (Alpha-Proteobacteria – Gramnegative – Bacteria), spirillenförmige, polar begeißelte, rote, anoxygene, fakultativ phototrophe Bakterien
Rhodotorula spp. (Sporidiobolales – Microbotryomycetes – Pucciniomycotina – Basidiomycota – Dikarya –…)
Rhopalium: Rand- oder Sinneskörper von Scyphozoa (Schirmquallen) und Cubozoa (Würfelquallen), Hydrozoa (Hydrentiere), die am Rand des Schirms dieser Nesseltiere zu finden sind. Sie haben die Form kleiner mit Entoderm ausgekleideter Tentakel oder Keulen, die der Oberseite des Schirms der Meduse entspringen durch einen Decklappen geschützt werden; sie gelten als Rückbildungen von Tentakeln. Als Sinneszellen sind Statocysten (Gleichgewichtsorgane) und Ocellen an den entodermalen Zellen der Keulenspitze ausgebildet.
Rhoptrien: Paar keulenförmiger Sekretionsorganelle (Vesikel) im Apikalkomplex der Apicomplexa, die lytische Enzyme und Serin/Threonin-Kinasen enthalten und z. B. an der Auflösung roter Blutkörperchen beteiligt sind; (Abbildung unter „7.1 Apicomplexa, 3 Einengung“)
Rhynchonelliformea; nicht separat behandelt: Artikulate Armfüßer (Brachiopoda – Lophophorata – Spiralia – Protostomia – Bilateria –…); (Abbildung unter „4 Animalia … Brachiopoda, 2 Kreislauf“)
Rhynia (†): Rhyniophyta (Tracheophyta – Embryophyta – Streptophyta – Plantae – Eukarya)
Rhynia gwynne-vaughanii (†): Rhyniophyta (Tracheophyta – Embryophyta – Streptophyta – Plantae – Eukarya); (Abbildung unter “3 Plantae … Rhyniophyta, 1 Gabelsystem mit ursprünglichen Tracheiden”)
Rhynie: Hauptortschaft in der schottischen Council Area Aberdeenshire im mittleren Nordosten Schottlands
Rhynie-Chert: Fossilführende Hornsteine (Cherts) aus dem Unterdevon nahe der Ortschaft Rhynie (Schottland)
Rhyniophyta (†): Rhynienpflanzen (†) (Tracheophyta – Embryophyta – Streptophyta – Plantae – Eukarya)
Ribonucleasen (RNasen): zerschneiden RNA
Ribonucleine (eigentlich Ribonucleinsäuren; RNA)
Ribonucleinsäuren: RNA
Ribose, Desoxyribose: Zucker aus fünf Kohlenstoffatomen und Hydroxyl- [–OH]-Seitengruppen; über eine der [–OH)-Gruppen und über die Carbonylgruppe [–C=O] zum Ring mit fünf C- und einem O-Atom geschlossen; der Desoxyribose fehlt ein [O]-Atom im Vergleich zur Ribose
Ribose [CH2OH(CHOH)3CHO]: Ein Zucker mit fünf Kohlenstoffatomen; ein terminales Ende ist mit zwei [H]-Atomen und einer [–OH]-Gruppe versehen, das andere mit einer Aldehydgruppe [–CHO]; kann in offener (kettenförmiger) oder geschlossener (ringförmiger) Konformation vorliegen¸ (Abbildung unter „Grundlegendes, 4 Purinucleosidproblem“ und unter „DNA-Viren 1 Konservativ“)
Ribosom: Organell aus ribosomaler RNA und Proteinen. Es dient zur Translation der mRNA-Informationen in Proteine. Meist sind mehrere Ribosomen über die mRNA kettenartig verbunden, um zugleich mehrere Ablesevorgänge hintereinander ablaufen lassen zu können
Ribosomale RNA (rRNA): Verknäuelt sich unter Beteiligung von Proteinen zum Ablesegerät (Ribosom) der tRNAs, um Aminosäuren zu Proteinen zu verknüpfen
Ribozucker (eigentlich Ribose): siehe Ribose
Ribulose [CH2OHCO(CHOH)2CH2OH]: Ein offenkettiger Zucker (nicht zum Ring geschlossen) aus fünf Kohlenstoffatomen; beide terminalen Enden der Kohlenstoffkette tragen neben zwei H-Atomen jeweils eine Hydroxyl-Gruppe, [–OH]; eines der subterminalen Kohlenstoffatome ist mit einem doppelbindigen Sauerstoffatom (= Ketogruppe; [–C=O]) versehen,die übrigen besitzen neben einem H-Atom eine Hydroxyl-Gruppe
Ribulose mit Phosphat verknüpft (= Ribulose-5-phosphat): Wie Ribulose-bis-Phosphat, doch ist nur eine [CH2OH]-Gruppe mit einem Phosphat verknüpft, und zwar jene, die von der [–C=O]-Gruppe am weitesten entfernt liegt, die Nummer 5 (C Nummer 1 ist das C der Aldehydgruppe); (Abbildung unter „Grundlegendes, 15 Zuckerlabyrinth“)
Ribulose-bis-phosphat: Bei diesem Molekül sind die beiden terminalen –OH-Gruppen durch einen Phosphatrest [–PH2O4] ersetzt; (Abbildung unter „Grundlegendes, 15 Zuckerlabyrinth“)
Ribulose-bisphosphat-carboxy-oxygenase: Schlüsselenzym des Calvin-Zyklus, das die Carboxylierung von Ribulose-1.5-bisphosphat (Ru-1,5-BP) katalysiert und somit für die Fixierung von anorganischem Kohlenstoffdioxid in Form von organischen Zuckerverbindungen verantwortlich ist.
Richtungskörperchen, Polkörperchen (Animalia): Kleine, funktionslose Zellen, die während der Eizellreifung (Meiose) entstehen und überflüssige Chromosomen enthalten. Sie entstehen durch asymmetrische Teilungen, um die Eizelle plasmareich zu halten und degenerieren in der Regel; bestimmen die Achse der Eizelle, wobei der Polkörper meistens den animalen Pol bestimmt.
Richtungsmesenterien, Richtungssepten: Siphonoglyphenbegleitende Mesenterien; (Abbildung unter „4.2 Cnidaria, … Anthozoa, 1 Mehrfach vorgesorgt“)
Rickettsien: Rickettsia (Alpha-Proteobacteria – Gramnegative – Bacteria) Obligat intrazelluläre Bakterien in Arthropoden und anderen Tieren; der Mensch ist nur gelegentlich Wirt dieser Bakterien, wozu die Fleckfieber-Rickettsien zählen.
Rickettsia prowazekii: Erreger von Klassischem Typhus und Klassischem Fleckfieber
Rickettsia rickettsii: Erreger des Rocky Mountain Fleckfiebers
Riesenaktinien: Stichodactyla spp. (Actinaria – Hexacorallia – Anthozoa – Cnidaria – Animalia –…)
Riesenregenwürmer: Megascolecidae; nicht separat behandelt: (Oligochaeta – Clitellata – Annelida – Schizocoelia – Spiralia -…)
Riesensporige: Gigasporaceae; nicht separat behandelt (Diversisporales – Glomeromycota – Multikarya – Unbegeißelte Chitinpilze – Fungi –…)
Riff: Eine mehr oder weniger lang gestreckte Erhebung, die vom Gewässerboden in Richtung Gewässeroberfläche aufragt.
Riffdach: Der höchste Punkt eines Riffs
Riftia sp.: Riftwurm (Obturata; nicht separat behandelt – Siboglinida – Polychaeta – Annelida – Schizocoelia –…); (Abbildung unter „4.6 Annelida … Siboglinida, 3 Weiteres“)
Riftwurm: Riftia pachyptila (Obturata; nicht separat behandelt – Siboglinida – Polychaeta – Annelida – Schizocoelia –…)
Rinde, Cortex (Pflanzen, allgemein): Gewebe der Sprossachse und der Wurzel von Tracheophyta, das außerhalb des Zentralzylinders liegt; Epidermis und Rhizodermis sind davon ausgeschlossen
Rindenparenchym, Rindengewebe: Bereich zwischen Zentralzylinder und Epidermis; zur Fotosynthese befähigt; (Abbildung unter „3 Plantae … Eutracheophyta, 4 Auf Vorrat“)
Rinderbandwurm: Taenia saginata (Cyclophyllidea; nicht separat behandelt – Cestoidea – Cestoda – Cercomeromorpha – Neodermata –…); (Abbildung unter “4.5 Neodermata … Cestoda, 1 Auf dem Schiff“ und unter „4.5 Neodermata … Cestoidea, 1 Was macht sie so unverkennbar“ und unter „4.5 Neodermata …, Cestoidea, 2 Nur Wiederholungen“)
Ringchromosom: In Mitochondrien ist das Chromosom in den überwiegenden Sippen ringförmig; bei einigen Verwandtschaften liegt das Chromosom jedoch linear vor
Ring-DNA: DNA in Ringform; in Mitochondrien, Chloroplasten und in Bakterien vorkommend
Ringelwürmer, Borstenwürmer: Annelida (Schizocoelia – Spiralia – Protostomia – Bilateria – Animalia –…)
Ringelblaualge: Anabaena
Ringkanal (Cnidaria): Quallen besitzen meistens einen peripheren Ringkanal, der vom zentralen Magen ausgehende Kanäle mit sich verbindet
Ringmuskeln: Muskeln rund um den Körper eines Nichtwirbeltiers oder generell um Öffnungen
Rippenquallen: Ctenophora (Animalia – Opisthokonta – Eukarya)
Risikominimieren, Risikostreuen: Ein entscheidendes Prinzip der Evolution. Um Verluste an möglichen Nachkommen möglichst zu reduzieren, haben sich erfolgversprechende Strategien entwickelt; z. B. Risikostreuen, was bedeutet, nicht alles auf eine Karte zu setzen, nicht alle Sporen, Samen oder Früchte, auf einmal reifen zu lassen und in einem Schub zu verbreiten. Zeitliche Streuung z. B. erhöht die Wahrscheinlichkeit, günstige Zeiten für die Verbreitung durch Vektoren zu treffen, oder Perioden für günstiges Wachstum oder fürs Überleben, etc. Freilich wird dabei während eines Zeitpunktes die Menge der Verbreitungseinheiten geringer, doch am Ende wird sich diese Strategie evolutiv für den Organismus lohnen. Wenn aber Organismen fürs Wachstum auf zeitlich beschränktes Vorkommen günstiger Bedingungen angewiesen sind, wird eine explosionsartige Vermehrung die günstigste Lösung sein; in diesem Zusammenhang sind dann schnell reagierende Nebenfruchtformen mit ihren asexuell entstandenen Verbreitungseinheiten von Vorteil, z. B. dann, wenn ein Substrat (Stärke, Zucker, Partner eines Symbionten, Wirt eines Parasiten) stark umworben ist oder nur kurzzeitig zur Verfügung steht. Dieses Risikostreuen ist vergleichbar mit der Risikominimierung, die Aktieninhaber anwenden, wenn sie unterschiedlichste Aktien in ihrem Portfolio sammeln.
Rispe (botanisch, Verzweigungstyp von Blüten- und Fruchtständen): Eine Hauptachse trägt sich wieder verzweigende Seitenäste
Rivularia: Kalkkrusten-Blaualgen (Cyanobacteria – Bacteria); (Abbildung unter „1 Bacteria … Cyanobacteria, 2 Blaualgen“)
RNA (=RNS): Ribonucleinic acid, Ribonucleinsäure; Transporteur der Erbinformation in verschiedenen Ausführungen; mRNA, messenger-RNA, übersetzt den genetischen Code der DNA in für tRNAs ablesbare Matrizen; tRNAs übersetzen die Informationen der mRNA in die verschiedenen Aminosäuren; rRNA, ribosomale RNA, verknäuelt sich unter Beteiligung von Proteinen zum Ablesegerät (Ribosomen) der tRNAs, um Aminosäuren zu Proteinen zu verknüpfen
RNA abhängige RNA-Polymerasen: RNA-abhängig heißen diese RNA-Polymerasen, weil sie RNA nicht von DNA, sondern von RNA ausgehend, synthetisieren
RNA-Binde-Proteine, RPBs: Besitzen wichtige Funktionen bei der Regulierung der Genexpression. RBPs spielen eine Schlüsselrolle in allen Eukaryoten bei Prozessen nach der Transkription, wie etwa bei der Regulierung des Spleißvorgangs, dem mRNA-Transport und der Modulation der mRNA-Translation und des mRNA-Abbaus.
RNA-Polymerasen: Enzyme, welche die Synthese von RNA aus Nucleotidtriphosphaten (Ribose als Zucker in Uridintriphosphat, UTP, anstelle von Thymidintriphosphat, mit Desoxyribose als Zucker, TPP, verwenden) als monomere Vorstufen (Einzelvorstufen) katalysieren
RNA-Welt: Die sog. RNA-Welt-Hypothese geht davon aus, zunächst wäre RNA entstanden und die Evolution der Nukleinsäuren sei auf dieser Basis erfolgt; DNA sei erst ein späteres Produkt.
Robben: Phocidae (Pinnipedia – Mustelida – Arctoidea – Caniformia – Carnivora s.s. –…)
Roccella: Felsenflechten (Arthoniomycetes – Bitunicate Ascomycota – Inoperculate Ascomycota – Pezizomycotina – Ascomycota –…)
Roccella gracilis: Feine Färberflechte (Arthoniomycetes – Bitunicate Ascomycota – Inoperculate Ascomycota – Pezizomycotina – Ascomycota –…); (Abbildung unter 5.1 Ascomycota … Arthoniomycetes, 1 Sonderbar“)
Roccella phycopsis (Arthoniomycetes – Bitunicate Ascomycota – Inoperculate Ascomycota – Pezizomycotina – Ascomycota –…); (Abbildung unter 5.1 Ascomycota … Arthoniomycetes, 1 Sonderbar“)
Roccella tinctoria: Färberflechte (Arthoniomycetes – Bitunicate Ascomycota – Inoperculate Ascomycota – Pezizomycotina – Ascomycota –…); (Abbildung unter "5.1 Ascomycota … Arthoniomycetes, 1 Sonderbar“)
Rocky Mountains: Ausgedehntes annährend nord-südlich verlaufendes Faltengebirge im Westen Nordamerikas.
Röhrenstabilität, Biegestabilität: Bewirkt Stabilität gegen Verbiegen, werden dabei doch die verfestigenden Elemente an den Rand verlegt; im Gegensatz zur Zugstabilität, bei der die festigenden Elemente im Zentrum angeordnet sind. Auch Statiker berücksichtigen diese Prinzipien.
Römische Legionäre: Soldaten des Römerreichs
Rötelvirus: Rubivirus rubellae (Togaviridae – Behüllte (+)-ss-RNA-Viren – Einzelsträngige (+)-RNA-Viren – RNA-Viren – Viren –…)
Rohböden: Böden, deren Ausgangsmaterial noch kaum verwittert ist
Rohr (Phytomyxea): Schlauchartige Bildung der Cyste, in der der Stachel, das Projektil, zum Durchlöchern der Zellwand steckt) ; (Abbildung unter „8 Rhizaria … Phytomyxea, 1 Geschosse“)
Rohrzucker: Disaccharid aus α-Glucose und β-Fructose in 1,2-Verknüpfung
Rolling-Circle-Mechanismus: Ringförmige, oder sekundär zum Ring geschlossene DNA wird in ununterbrochenem Umlauf von Polymerasen zu einem langen Strang mehrfach wiederholt vorliegender Chromosomen transkribiert; erst nach Abschluss der Transkription werden die einzelnen Chromosomen an den Erkennungssequenzen des langen DNA-Strangs voneinander getrennt. Dieser Vorgang spart erheblich Zeit bei der Transkription von Chromosomen und wird von verschiedensten Viren verwirklicht.
Roquefort: Südfranzösischer Blauschimmel-Weichkäse
Roquefort-sur-Soulzon: Ein südfranzösischer Ort und eine Gemeinde mit 528 Einwohnern im Süden des Départements Aveyron in Südfrankreich
Rosacea cymbiformis (Calycophorae – Siphonophorae – Leptolina – Hydrozoa – Medusozoa –…); (Abbildung unter „4.2.1 Medusozoa … Calycophorae, 1 Fehlender Halt“)
Rosenkohl: Brassica oleracea var. gemmifera (Abbildung unter "1 Bacteria 6 Zum Innehalten")
Rosetta: Raumsonde der ESA (European Space Agency), die mit Philae bepackt, über mehrere Swingbys an Erde und Mars, um sich Geschwindigkeit zu holen, auch an den Asteroiden Šteins und Lutetia vorbeiflog, um letztlich um den Kometen Tschurjumow-Gerassimenko in eine Umlaufbahn zu schwenken, den Kometen zu fotographieren, damit die geeignete Landeposition ermittelt werden konnte. Rosetta nahm auch die Funksignale von Philae entgegen, um sie zur Erde zu senden. Am 2. März 2004 erfolgte der Start, am 10. Oktober 2014 ging sie auf Umlaufbahn um den Kometen
Rosette: Runde Bauteile, die achsengleiche oder annähernd achsengleiche Formen haben können
Ross, Pferd: Equus caballus (Hippomorpha – Mesaxonia – Ungulata – Übrige Laurasiatheria – Laurasiatheria –…)
Rossäpfel, Rossbollen, Pferdeäpfel: Kot, Exkremente von Pferden
Rosskastanienminiermotte: Cameraria ohridella (Gracillariidae – Ditrysia s.s. – Ditrysia s.l. – Glossata – Lepidoptera –…)
Rostpilzartige: Pucciniales (Pucciniomycetes – Der Moderne Rest – Pucciniomycotina – Basidiomycota – Dikarya –…)
Rostral: am oberen Kopfende
Rostrum (Annelida): Teil oder Fortsatz des Prostoms
Rotalgen: Rhodophyta (Plantae – Eukarya)
Rotaria macrura: Teleskop-Rädertier (Bdelloida; nicht separat behandelt – Rotatoria – Gnathifera – Spiralia – Protostomia –…); (Abbildung unter “4 Animalia … Gnathifera, 2 Umzäunung”)
Rotaria neptunia (Bdelloida; nicht separat behandelt – Rotatoria – Gnathifera – Spiralia – Protostomia –…); (Abbildung unter “4 Animalia … Gnathifera, 2 Umzäunung”)
Rotaria sordida (Bdelloida; nicht separat behandelt – Rotatoria – Gnathifera – Spiralia – Protostomia –…); (Abbildung unter “4 Animalia … Gnathifera, 2 Umzäunung”)
Rotaria tardigrada (Bdelloida; nicht separat behandelt – Rotatoria – Gnathifera – Spiralia – Protostomia –…); (Abbildung unter “4 Animalia … Gnathifera, 2 Umzäunung”)
Rotatoria: Rädertierchen (Bdelloida; nicht separat behandelt – Rotatoria – Gnathifera – Spiralia – Protostomia –…)
Rotaviren: Radviren, Brechdurchfallviren (Rotaviridae – Doppelsträngige RNA-Viren – RNA-Viren – Viren – Bacteria)
Rotbuche: Fagus sylvatica (Fagaceae – Fagales – ZyFaRoFaCu-Verwandtschaft – Rosanae – Rosidae –…)
Rote Seefeder: Pennatula rubra (Pennatulaceae – Pennatulacea – Scleralcyonacea s. l. – Octocorallia – Anthozoa – …); (Abbildung unter “4.2 Cnidaria … Pennatulidae, 1 Wie eine Feder”)
Rote Tiden: Rote Fluten
Roter Schnee: Verursacht von Sanguina nivaloides (Chlamydomonadales; nicht separat behandelt – Chlorophyceae – Chlorophyta – Plantae – Eukarya); (Abbildung unter "3.2 Chlorophyta ... Volvocales, 1 Gemeinsam voran")
Rotfuchs: Vulpes vulpes (Vulpini; nicht separat behandelt – Canidae; nicht separat behandelt – Cynoidea – Caniformia – Carnivora s.s. –…)
Rotiger-Larve (Mollusca): Freischwimmende Larvenform der Muscheln; fälschlich als Muschel-Veliger bezeichnet; entstanden aus einer Trochophora-Larve; (Abbildung unter „4 Animalia …Mollusca, 1 Schutzschild“ und unter „4.7 Bivalvia … Ostreoidea, 2 Herkunft“ und unter „4 Animalia … Gastropoda, 8 Lichtsinn“)
Rotschmierbakterien: Brevibacterium linens (Actinomycetales – Streptomycetes – Actinobacterien – Grampositive – Bacteria)
rRNA, ribosomale RNA: verknäuelt sich unter Beteiligung von Proteinen zum Ablesegerät der tRNAs, um Aminosäuren zu Proteinen zu verknüpfen
Rubus: Him-, Brom- und Kroatzbeeren (Rosoideae – Rosaceae – Rsoales – ZyFaRoFaCu-Verwandtschaft – Rosanae – …)
Ruderfußkrebse: Copepoda (Copepoda – Maxillopoda – Crustacea – Tetraconata – Mandibulata – …)
Rübenzucker: Disaccharid aus α-Glucose und β-Fructose in 1,2-Verknüpfung
Rückflusskühler: Ein zylindrisches Glasgefäß, in dem im Innern eine Hohlspirale verläuft. In den Außenraum wird die verdampfende Flüssigkeit geleitet, die mit dem in der Hohlspirale gegenläufigen Wasserstrom gekühlt wird, dadurch kondensiert und wieder in das Verdampfungsgefäß rückgeführt wird oder separat abgefangen werden kann
Rückwärts gerichtete Verzweigung (Hyphen): Im Normalfall wächst unterhalb einer Zelle, unterhalb eines Septums, ein Seitenzweig aus, der in spitzem Winkel nach vorne gerichtet wächst; bei einer rückwärts gerichteten Verzweigung geschieht dies oberhalb der Zelle, oberhalb des Septums, und der Seitenzweig richtet sich in spitzem Winkel nach rückwärts, nähert sich oft erheblich der Hyphe, von der er entsprungen ist. Was vorne und rückwärts ist, richtet sich immer nach der Wachstumsrichtung der ursprünglichen Hyphe; liegen allerdings Schnallen vor, so lässt sich im Normalfall an der Orientierung der Schnalle vorne und hinten der Hyphe erkennen, denn der spitze Winkel, den die Schnalle einschließt, ist immer nach vorne gerichtet, der überstumpfe (mehr als 90o-Winkel) nach hinten.
Rüssel (Plathelminthes): Ektodermal gebildet, als einfaches muskuläres Rohr, oder durch Muskeln aus einer Pharynxtasche ausstülpbar, der bei manchen noch durch Ring- und Radiärmuskeln selbst noch verformbar ist und erhöhte Saugwirkung damit erreicht
Ruhepotential: Elektrische Spannungsdifferenz (-70 bis -90 mV) zwischen dem negativen Zellinneren und dem positiven Außenraum einer nicht erregten Nerven- oder Muskelzelle
Ruhramöbe: Entamoeba histolytica (Entamoebida – Archamoebea – Amoebozoobionta – Amoebozoa – Eukarya)
Rumen, Pansen: Hohlorgan der Wiederkäuer und der größte der drei Vormägen. Er ist eine große Gärkammer, die dem eigentlichen Drüsenmagen (Labmagen) vorgeschaltet ist.
Rumenpilz: Neocallimastix: (Neocallimastigales – Chytridiomycotina – Chytridiomycota – Begeißelte Chitinpilze – Fungi –…)
Rumpf (Lophophorata): Erweiterter, ungegliederter Bereich unterhalb des Lophophors
Rumpf (Siboglinida): Bereich zwischen Kopflappen und Opisthosoma
Rumposom: Bildung einer ER-Cisterne an der Peripherie eines Flagellaten; die zur Oberfläche des Flagellaten hinorientierte Lipidoppelmembran der Cisterne, stülpte sich dicht fingerartig aus, wodurch sich in Aufsicht im Wesentlichen nur die Fingerenden erkennen lassen. Über die Bedeutung dieses Organells wird noch gerätselt. (Abb. unter „5 Fungi … Chytridiales, 1 Kompakt“)
Aktualisiert am 20. Juni 2026
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