zum Glossar mit Abbildungsverweisen über:

Cladophorales, Zweigalgen

1 Verlängerung (HP)

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Siphona[1] dehnt, sich streckend, weit in die Länge,

Nur unerheblich erhöht sie damit ihr Auftriebspotential[2],

Viel wichtiger ist ihr ein ausgedehntes Bad in der Sonne, um

Zuckerverheißende Strahlung zu sammeln.

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Schnell gibt sie Befehl dem Endosymbionten[3],

Anzahl der Chromatophoren[4] stark zu erhöh‘n.

Saftvakuolen[5], tonoplastenbegrenzt[6], drängen das Plasma[7] hart an die Wand,

Um knappe Ressourcen trotz zunehmender Größe zu sparen.

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Weit entfernt liegt der Kern[8] von den Enden der Zelle.

Befehlsübermittlung, erheblich erschwert durch große Distanz,

Erzwingt auch die Anzahl der Kerne zu steigern,

Damit das Kommando jeden Winkel der Zelle erreicht.

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Als zierlicher Schlauch aalt sich Siphona sonnenbedürftig im Wasser.

Doch unsanfte Wellen zerschlagen manche der langgezogenen Schläuche:

Den Inhalt verströmend,

Geben viele ihr Leben dahin[9].

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Clada[10] überlebte jedoch den Schlag an den Felsen!

Denn überlebensstrategisch gekonnt,

Unterteilte sie ihre biegsame Röhre mit

Septen[11] in einzelne Kompartimente.

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Nur wenige Zellen blieben intakt,

Doch sie legten den Grund für regenerierendes Leben.

Sich wieder verlängernd und neu unterteilend,

Wuchsen sie schnell zum siphonocladalen[12] Faden heran. –

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Vielleicht agieren doch zu viele Kerne in den Zellen des Fadens,

Um Einflusssphären ohne Konflikte voneinander zu trennen.

Konsequent geht die Evolution einen weiteren Schritt zukunftsweisend voran:

Trichal[13] wird die Zelle mit je einem Zellkern pro abgesondertem Raum.

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Die Zukunft gehört aber bald dem Trichom[14].

Variabel ist seine Verwendung!

Verzweigung, Arbeitsteilung[15], Polarisierung[16],

Sind die neuesten Trends der Evolution.

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Fußnoten

[1] Siphóna: Bezeichnung für einen hypothetischen Vorfahren der Chlorophyta, der noch siphonal organisiert lebte und möglicherweise Ausgangspunkt war für eine wohl später entstandene siphonocladale Organisation; ein evolutiver Trend, eine Tendenz, die auch bei Pilzen zu beobachten ist.

[2] Auftrieb: Der Schwerkraft entgegengesetzte Kraft, der ein in eine Flüssigkeit oder in ein Gas eingetauchter oder untergetauchter Körper unterworfen ist; sie wirkt senkrecht zur Bewegungsrichtung eines Körpers in einem Medium (Flüssigkeit oder Gas). Ist z. B. das spezifische Gewicht eines Körpers in einer bestimmen Höhe des Wasserkörpers geringer als Wasser, steigt er, ist er schwerer, sinkt er, bis sich, hängig vom einwirkenden Druck der Wassersäule, die Größen gleichen.

[3] Chloroplasten, primäre: Durch Endosymbiose entstandene Organelle. Ihre Herkunft von Blaualgen ist durch mehrere Merkmale gesichert. Die innere Membran hat bakteriellen Charakter, die äußere ähnelt Membranen der Eukaryoten; ringförmgie DNA in Chloroplasten weist ebenfalls auf bakteriellen Ursprung hin, wie auch enthaltene 70S-Ribosomen. Phycobilisomen bei Glaucophyta, Cryptophyta und Rhodophyta, wie sie bei Cyanobakterien auftreten, sind ebenfalls Hinweis auf der Chloroplasten endosymbiotische Herkunft.

[4] Chromatophor: Chloroplast, Cyanoplast

[5] Saftvakuolen: Vakuolen, deren Aufgabe wesentlich in der Aufnahme, oft Speichern, von in Wasser gelösten Substanzen liegt

[6] Tonoplast: Gegenstück zum Plasmalemma bei Organismen mit starren Zellwänden; der Tonoplast umgibt die Saftvakuolen der Zellen

[7] Protoplast, Protoplasma: Gesamter Inhalt einer Zelle

[8] Zellkern: Chromosomen einschließendes, cisternenumgebenes Organell der Eukarya, in dem u. a. im Zuge der Mitose, auch der Meiose, die Verdopplung der Chromosomen stattfindet

[9] Wird ein nicht durch Querwände unterteilter Faden zerschlagen, so wird der Protoplast auslaufen und degenerieren, ohne der schlauchförmigen Zelle die Möglichkeit zu geben, sich zum geschlossenen System zu regenerieren und weiterzuwachsen.

[10] Clada: Bezeichnung für einen hypothetischen Vorfahren der Chlorophyta, der noch siphonocladal organisiert lebte und möglicherweise Ausgangspunkt war für eine wohl später entstandene trichale Organisation; ein evolutiver Trend, eine Tendenz, die auch bei Pilzen zu beobachten ist.

[11] Septum (Algen, Pilze): Querwand eines einzellreihigen Fadens, eines Trichoms, eines Zellausläufers, einer Hyphe

[12] Siphonocladal (Algen, Pilze): Schlauchartige, mit einzelnen Septen versehene Röhren (Hyphen), deren Abschnitte vielkernig sind

[13] Trichal (Algen, Pilze, u.a.): Gebaut aus einzellreihigem Faden, wobei jede Zelle funktionell nur einen Zellkern besitzt, n, 2n (oder n+n, Dikaryon, bei Pezizomycotina und Agaricomycotina)

[14] Trichom (Anatomie): Einzellreihiger Faden oder einzellreihiges Haar

[15] Arbeitsteilung und Differenzierung: sind treibende Kräfte der Evolution. Aufgabenverteilung auf verschiedene Zellen, Zellbereiche, Zellorganellen, Teilbereiche des Organismus, auf Gewebe, führt letztendlich zu hochdifferenzierten, spezialisierten Organen, die sich einzig und allein ihrer Aufgabe – und somit für den Organismus effektiver – widmen können. Damit werden weitere Entwicklungsmöglichkeiten angestoßen, die evolutiv zu ungeahnter Vielfalt führen. Diese treibenden Kräfte lassen sich schon zu Anfang der Organismenevolution aufzeigen und ziehen sich durch bis zur Entwicklung der Menschheit; ja selbst der moderne Mensch kennt diese Prinzipien als Erfolgsrezepte und wendet sie für sein eigenes Leben laufend an.

[16] Polarisierung: Polarisierung eines Organismus tritt ein, wenn zwischen Oben und Unten oder zwischen Vorne und Hinten unterschieden werden kann aufgrund unterschiedlicher Aufgaben, die sich z. B. allein schon durch das Streben nach Licht manifestieren. Solche Polarisierungen sind zu Beginn der Evolution Grundvoraussetzung für den möglichen Start von Differenzierung und folgender Arbeitsteilung. Bei Flagellaten, bei Einzellern, lässt sich dies schon an ihrer Bewegungsrichtung und an der Anordnung ihrer Geißeln festmachen; bei Trichomen anhand Anheftungsstelle und freiem Ende und anhand der der Kern- folglich der Zellteilungsrichtung.

Eingestellt am 21. Februar 2026

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Cladophorales, Zweigalgen

2 Was sie auszeichnet

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Ausschließlich auf siphonocladaler[1] Basis

Sind ihre Thalli[2] aus einzelnen Fäden konstruiert

Mit Verzweigungen, die noch das Typische zeigen:

Ein Seitenzweig, unterhalb einer Querwand[3] entstanden, abgegrenzt

Gleich in der Nähe zum führenden Zweig mit eigenem Septum,

Wodurch, dies wiederholend, ganze Verzweigungssysteme entsteh’n.

Substratnah[4] wachsen die Fäden nach hinten,

Kontakt zu finden mit dem Untergrund,

Krallenartig sich zu verzweigen, Lücken zu finden

Für andauernden, widerstandsfähigen Halt.

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Höher organisierte verflechten dicht ihre Fäden,

Greifen dennoch auf die siphonocladale evolutive Organisationsstufe[5] zurück,

Auch wenn es oft schwerfällt, die einzelnen Zweige noch zu differenzieren.

Bei einer Gattung[6] liegt gar ein flüssigkeitsvoller Zellenball vor:

Aus peripheren Protoplasmaportionen einer vielkernigen Zelle entstanden viele mehrkernige[7] in ihr, die

Je durch eigene Zellwand begrenzt, sich ordnen zur peripheren Schicht;

Jede Zelle ist in der Lage, zu solch einem hohlen Pflänzchen zu wachsen,

Das am Substrat mit Rhizoiden[8] sich hält. –

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Entkopplung der Querwandbildung von den Mitosen[9] ist charakteristisch

Für die siphonocladale Organisation[10].

Keine Plasmodesmen[11] durchziehen die Septen[12],

So existiert zwischen benachbarten Zellen keine direkte Kommunikation.

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Zahlreiche unregelmäßig eckige Chloroplasten[13] liegen parietal[14] nahe der Zellwand

Mitsamt Protoplasma[15] von großer, zentraler Saftvakuole[16] an die Peripherie gedrängt,

Wo sie, eingebunden ins Protoplasma der Zelle, verbleiben und

Nicht mit dem Protoplasma entlang der Zelle wandern, wie dies bei anderen Grünalgen[17] der Fall.

Linsenförmige Pyrenoide[18], von Thylakoidlamelle[19] in Hälfen gegliedert,

Werden beidseits von tassenförmigem Stärkekorn[20] bedeckt. –

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Der Lebenskreislauf[21] ist isomorph[22] und diplo-haplontisch[23]

Soweit sexuelle Fortpflanzung[24] überhaupt schon bekannt;

Zweigeißlige[25] Gameten[26] vollziehen isogam[27] oder anisogam[28]

Plasmogamie[29] und Karyogamie[30], wonach eine viergeißlige Zygote[31] entsteht:

Sie wächst zum diploiden[32] Sporophyten[33], der nach Meiose[34]

Viergeißlige haploide[35] Zoosporen[36] als Startpunkt für Gametophyten[37] produziert.

Manche Arten vermehren sich mit

Zwei- oder viergeißligen Zoosporen asexuell[38].

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Mehr als vierhundertundzwanzig Arten gehören,

Auf etwa zweiunddreißig Gattungen verteilt,

Zur Ordnung Cladophorales.

Hauptsächlich marin[39] ist ihr Lebensraum.

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Eine Art nervt jeden Gartenteichliebhaber

Mit ihren grün-wattig flottierenden Zweigsystemen, die

Eutrophierte[40] Gewässer bisweilen dicht bedecken:

Leicht ist sie zu erkennen, gleiten die Zweige den Fingern entlang;

Wenn rauh sich anfühlen der Alge Fäden,

Kann es Cladophora glomerata[41] lediglich sein. –

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Arten und Gattungen der Organisationsstufe

Siphonocladal werden in Cladophorales zusammengefasst.

Doch der Algen Organisationsstufen

Amöboid, Monadal, coccal, capsal, siphonal, siphonocladal und trichal

Werden im Laufe der Evolution immer wieder verwirklicht.

Siphonocladal ist hier aber Verwandtschaftscharakteristikum.

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Fußnoten

[1] Siphonocladal (Algen, Pilze): Schlauchartige, mit einzelnen Septen versehene Röhren (Hyphen), deren Abschnitte vielkernig sind

[2] Thallus: Körper von Pflanzen (Pilzen), die nicht in Spross, Blatt und Wurzel gegliedert sind

[3] Querwände, Quersepten: Zellwände quer eines Fadens

[4] Substrat: Allgemeine Bezeichnung für feste, unterstützende, tragende oder nährende Substanz

[5] Organisationsstufen (Algen, Pilze): Amöboid (zellwandloser Einzeller mit kriechend-fließender Fortbewegung durch Hervorstülpen und wieder Einziehen füßchenartiger Fortsätze, wie sie Amöben, Wechseltierchen, zeigen); monadal (nur als Flagellaten); coccal (unbewegliche, runde oder ellipsoide, einzellige Organismen, ohne aufquellende, schleimige Zellwände); capsal (unbewegliche, runde oder ellipsoide, einzellige Organismen, mit aufquellenden, schleimigen Zellwänden, womit zumindest anfänglich Tochterzellen zusammengehalten werden); siphonal (vielkernige, lange Schläuche ohne untergliedernde Querwände); siphonocladal (mit Querwänden untergliederte Schläuche, Hyphen, deren Zellen mehrere Kerne besitzen); trichal (einzellreihige Fäden, Hyphen, wobei jede Zelle funktionell nur einen Zellkern besitzt, n, 2n (oder n+n, Dikaryon, bei Pezizomycotina und Agaricomycotina).

[6] Dictyosphaeria: Chladophorophyceae (Chlorophyta – Plantae – Eukarya)

[7] Entsprechen somit Zellen eines siphonocladalen Fadens

[8] Rhizoide: Fadenartige, wurzelähnliche, trichale oder unseptierte Auswüchse zum Festheften von Thallophyten

[9] Mitose, mitotisch, abgekürzt M!: Im Kern mittig in einer Ebene versammelte Chromosomen bildeten je zwei identische Chromatiden, die bei der Mitose durch Mikrotubuli separiert werden und, von einer Zellwand getrennt, als identische Chromosomensätze der entstandenen Zellen wirken

[10] Gilt auch für andere Algenverwandtschaften und auch für Pilze

[11] Plasmodesmen: Zell-zu-Zell-Verbindungen der Pflanzen. Diese cytoplasmatischen Kanäle (von 30 – 40 nm Durchmesser) dienen dem Stoff- und Informationsaustausch zwischen Zellen.

[12] Septum (Algen, Pilze): Querwand eines einzellreihigen Fadens, eines Trichoms, eines Zellausläufers, einer Hyphe

[13] Chloroplast (allgemein): Zur Fotosynthese befähigter, grüner Chromatophor

[14] Parietal: an der Wand, der Wand entlang

[15] Protoplast, Protoplasma: Gesamter Inhalt einer Zelle

[16] Saftvakuolen: Vakuolen, deren Aufgabe wesentlich in der Aufnahme, oft Speichern, von in Wasser gelösten Substanzen liegt

[17] Wie bei Bryopsidophyceae und Dasycladophyceae

[18] Pyrenoid: Eine räumlich begrenzte, lichtmikroskopisch oft gut erkennbare Struktur in Plastiden von verschiedenen Algengruppen und Hornmoosen

[19] Thylakoide: Membraneinstülpungen der Cyanobakterien, die damit ihre innere Oberfläche vergrößern; solche Einstülpungen der Cyanobakterienmembran finden sich in unterschiedlicher Anordnung auch an der inneren Membran der Chloroplasten. Hier findet die Lichtreaktion der Fotosynthese statt und die Produktion von ATP.

[20] Stärkekörner: In Chloroplasten von Pflanzen im Zuge der Photosynthese synthetisierte Zucker werden als Reservestärke in Form von Körnern abgelagert, wobei diese Stärkekörner, abhängig von der Pflanzenverwandtschaft, spezielle äußere und interne Strukturen aufweisen können; sie besitzen einen Durchmesser von 2–150 µm.

[21] Lebenskreislauf, Lebenszyklus, Entwicklungszyklus, Entwicklungskreislauf: Ein Kreislauf (eigentlich ist es eine Schraube, weil immer Neues entsteht, das zwar dem Anfänglichen gleicht, doch zeitlich später kommt), in dem sexuelle Fortpflanzung erfolgt. Zusätzlich kann noch in regelmäßigem Wechsel eine Phase der asexuellen Vermehrung eingeschlossen sein.

[22] Isomorpher Generationswechsel: Haploide Generation (Gametophyt) und diploide Generation (Sporophyt) sind gleich gestaltet

[23] Diplo-haplontischer Entwicklungszyklus: Hier wechseln sich diploide, auf Grund einer Befruchtung (B! oder getrennt ausgedrückt: P! + K!) entstandene und haploide, auf Grund von Meiose (R!) gebildete Generationen regelmäßig ab

[24] Sexuelle, geschlechtliche Fortpflanzung: Dafür sind drei Vorgänge miteinander gekoppelt, Meiose (abgekürzt mit R!), Plasmogamie (Zellen vereinen sich, abgekürzt mit P!) und Karyogamie (Kerne verschmelzen, abgekürzt mit K!) verbunden, wobei P! und K!, mit Ausnahme bei Dikarya, unmittelbar aufeinander folgen. Bei Dikarya (Unbegeißelte Chitinpilze – Fungi – Opisthokonta – Eukarya) sind beide Vorgänge unterschiedlich lang (weit) voneinander getrennt. Da bei Animalia und Plantae P! und K! unmittelbar aufeinander folgen, werden beide Vorgänge häufig zu Befruchtung (B!) zusammengefasst.

[25] Flagellum, Geißel (Eukaryageißel): Charakterisiert durch ihren internen Bau aus 9 peripheren, etwas schräg nach innen gestellten Doppelmikrotubuli (Querschnitt durch die Geißel) und durch ein zentrales Tubulipaar, das etwas Abstand voneinander hält. Dyneinarme verbinden die Mikrotubuli. Die Geißel ist von der Zellmembran umgeben und gefüllt mit Cytosol. Am Übergang der Geißelbasis in den Zellkörper treten spezielle Verstrebungen, Verstärkungen, auf; eine dünne Querplatte (Terminalplatte) trennt oft den untersten, in die Zelle integrierten Teil, der in seiner Struktur einem Centriol entspricht: Es fehlen die beiden zentralen Mikrotubuli und die peripheren Zwillinge wurden zu Drillingen. Die in der Zelle gelegenen Teile der Geißel sind noch durch verwandtschaftsabhängig gestaltete Haltestrukturen verwurzelt.

[26] Gameten: Für sexuelle Fortpflanzung vorgesehene haploide Zellen

[27] Isogamie: Plasmo- und Karyogamie gleichgestalteter Gameten

[28] Anisogamie (morphologische): Plasmo- und Karyogamie unterschiedlich gestalteter Gameten

[29] Plasmogamie: Verschmelzung der Protoplasten zweier Zellen im Zuge sexueller Fortpflanzung; abgekürzt P!

[30] Karyogamie: Verschmelzung zweier haploider Zellkerne; abgekürzt K!

[31] Zygote: Diploide Zelle, die nach der Verschmelzung zweier haploider Kerne, im Zuge der sexuellen Fortpflanzung entstand

[32] Diploid: Zellkerne mit doppeltem Satz zusammenpassender, homologer, Chromosomen; ausgedrückt mit 2n

[33] Sporophyt: Bildet im Generationswechsel von Sporophyt zu Gametophyt meiotisch (R!), da selbst diploid (oder dikaryotisch), haploide Sporen

[34] Meiose, meiotisch, R!: Meiose dient der Reduktion eines diploiden Chromosomensatzes zu haploiden Sätzen. Dabei werden einander entsprechende Chromosomen, im Kern sich dann mittig in einer Ebene gegenüberstehend, gepaart und anschließend in entgegengesetzter Richtung („polwärts“) separiert. Dieser Vorgang wird auch als Reduktionsteilung (oft abgekürzt als R! und zugleich stellvertretend für die ganze Meiose verwendet) bezeichnet. Da die voneinander getrennten haploiden Chromosomen schon zu Chromatiden verdoppelt sind, schließt sich an die Reduktionsteilung noch eine mitotische Teilung an, so dass vier haploide Kerne letztlich vorliegen.

[35] Haploid: Zellkerne mit einfachem Chromosomensatz; ausgedrückt als n

[36] Zoosporen: Einzellige, eigenbewegliche Verbreitungseinheiten

[37] Gametophyt: Bildet im Generationswechsel mitotisch, da selbst haploid, haploide Zellen (Gameten); oder nur Kerne, die direkt oder nach einer dikaryotischen Phase zur Karyogamie bestimmt sind

[38] Asexuelle Vermehrung: Rein mitotisch bedingte Vermehrung, daher Individuen genetisch identisch

[39] Marin: im Meer

[40] Eutrophes Gewässer: Eutroph sind Gewässer der Trophiestufe III mit hohem Phosphatgehalt und daher hoher Produktion von Biomasse. Das Plankton ist sehr arten- und individuenreich. Das Wasser ist trüb und meist durch unterschiedliche Algen grünlich bis gelbbraun gefärbt. Die Sichttiefe liegt in der Regel unter zwei Metern.

[41] Cladophora glomerata: Cladophorophyceae (Chlorophyta – Plantae – Eukarya)

Eingestellt am 21. Februar 2026

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Cladophora

Oben: Cladophora in einem Teich:

Autor: Wilcox, Mike

Lizenz: Creative Commons Attribution 4.0 International license; unverändert

Unten links: Cladophorale Verzweigung

Unterhalb einer Querwand wächst ein Seitenzweig hervor, der nahe seiner Basis selbst eine Querwand einzieht.

Autor: Wilcox, Mike

Lizenz: Creative Commons Attribution 4.0 International license; unverändert

Unten rechts: Cladophora Zellen

Autor: Kristian Peters

Lizenz:  Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license; unverändert

Eingestellt am 21. Februar 2026

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Endpunkt erreicht