zum Glossar mit Abbildungsverweisen über:

Embryophyta, Embryoträger
1 Wohin des Wegs?
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Freies Schweben,
Als Kokken[1] ungebunden im Wasser zu treiben,
Bringt Licht zwar, doch auch Schatten,
Phosphatreiche[2] Zonen, oft aber nährstoffverarmte Gebiete,
Ungebundenes Liebesleben,
Doch, bald schon im Schlamm zu verschwinden, große Gefahr.
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Trichome[3], an festen Plätzen verankert,
Beugen sich der Strömung ein wenig nur,
Füllen den Raum, wenn günstig der Ort,
Ernten Erfolg durch Polarität[4].
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Arbeitsteilung folgt Differenzierung[5] dicht auf dem Fuß:
Zellen für Teilung, Vermehrung, für sexuelle Reproduktion[6] und für Optimierung der Ausstattung;
Alles Prämissen, für ungehemmten Verlauf der
Evolution und für reibungslose Funktion.
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Vor allem ihr Wachstum, vermehrt an der Spitze,
Bringt undifferenzierte Zellen geschickt in die Lage,
Ohne zu säumen, schnell in der Folge,
Kommandos zu geben für Differenzierung ihrer Gestalt.
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Armleuchteralgen[7] machten den Anfang für Arbeitsteilung und Differenzierung;
Trieben es auf die Spitze bereits im Devon[8].
Doch zu rasch war ihr Streben entschieden,
Zu zart und flexibel erwies sich trotz Rinde um Achsen ihr zartes Gezweig!
Zu hoch schossen am Anfang sie schon in die Länge,
Für Leben ohne Auftrieb vermittelndes Nass[9].
Flach liegen sie so am Ufer des trocknenden Flussbetts,
Doch ein Zurück zum ebenen Thallus[10] war ihnen verwehrt.
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Fußnoten
[1] Kokken: Unbewegliche, runde oder ellipsoide, einzellige Organismen, ohne aufquellende, schleimige Zellwände
[2] Phosphat, [PO43−]: Als Ion vorliegend, oder an andere Atome oder Moleküle gebunden
[3] Trichom (Anatomie): Einzellreihiger Faden oder einzellreihiges Haar
[4] Polarisierung: Polarisierung eines Organismus tritt ein, wenn zwischen Oben und Unten oder zwischen Vorne und Hinten unterschieden werden kann aufgrund unterschiedlicher Aufgaben, die sich z. B. allein schon durch das Streben nach Licht manifestieren. Solche Polarisierungen sind zu Beginn der Evolution Grundvoraussetzung für den möglichen Start von Differenzierung und folgender Arbeitsteilung. Bei Flagellaten, bei Einzellern, lässt sich dies schon an ihrer Bewegungsrichtung und an der Anordnung ihrer Geißeln festmachen; bei Trichomen anhand Anheftungsstelle und freiem Ende und anhand der der Kern- folglich der Zellteilungsrichtung.
[5] Arbeitsteilung und Differenzierung: sind treibende Kräfte der Evolution. Aufgabenverteilung auf verschiedene Zellen, Zellbereiche, Zellorganellen, Teilbereiche des Organismus, auf Gewebe, führt letztendlich zu hochdifferenzierten, spezialisierten Organen, die sich einzig und allein ihrer Aufgabe – und somit für den Organismus effektiver – widmen können. Damit werden weitere Entwicklungsmöglichkeiten angestoßen, die evolutiv zu ungeahnter Vielfalt führen. Diese treibenden Kräfte lassen sich schon zu Anfang der Organismenevolution aufzeigen und ziehen sich durch bis zur Entwicklung der Menschheit; ja selbst der moderne Mensch kennt diese Prinzipien als Erfolgsrezepte und wendet sie für sein eigenes Leben laufend an.
[6] Geschlechtliche, sexuelle Fortpflanzung: Dafür sind drei Vorgänge miteinander gekoppelt, Meiose (abgekürzt mit R!), Plasmogamie (Zellen vereinen sich, abgekürzt mit P!) und Karyogamie (Kerne verschmelzen, abgekürzt mit K!), wobei P! und K!, mit Ausnahme bei Dikarya, unmittelbar aufeinander folgen. Bei Dikarya (Unbegeißelte Chitinpilze – Fungi – Opisthokonta – Eukarya) sind beide Vorgänge unterschiedlich lang (weit) voneinander getrennt. Da bei Animalia und Plantae P! und K! unmittelbar aufeinander folgen, werden beide Vorgänge häufig zu Befruchtung (B!) zusammengefasst.
Geschlechtszellen: Männliche und weibliche
[7] Armleuchteralgen: Charophyceae (Streptophyta – Plantae – Eukarya)
[8] Devon-Zeit: vor etwa 416 – 359 Millionen Jahren
[9] Wasser
[10] Thallus: Körper von Pflanzen (Pilzen); nicht in Spross, Blatt und Wurzel gegliedert
Eingestellt am 21. Februar 2026
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Embryophyta, Embryoträger
2 Flach (HP)
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gegen Trichome[3] zu tauschen.
Doch jetzt ist der Faden ihr nicht mehr genug,
Wächst in die Länge und Breite dazu. –
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Als Faden hat Hepa[6] begonnen,
Bestimmte für ständige Teilung den Apex jedoch.
Quer zur Länge trennte zunächst sie die Zellen[7],
Richtete schräg die Wände zur Achse dann aus.
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Abwechselnd sonderte sie, einmal links, dann wieder rechts ihre Zellen,
Drängte allerorten Vermehrung durch Wandbildung auf.
Sie selbst bestimmte das Tempo des Wachstums.
Abkömmlinge formten des Thallus‘[8] Rand.
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Als wenigschichtiges, längeres Band durchzogen sie gleitend das Wasser,
Tauchten tiefer hinab, kamen steigend wieder empor,
Näherten mehrmals sich gefährlich dem Ufer,
Wirbelten heftig im Strudel umher,
Flohen dann, dem Sog knapp noch entkommen, endlich in sichere Weiten,
Hielten sich eine Weile – bis eine Woge dann doch sie ins sandige Uferbett trieb.
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Sanft überspülten sie Wellen,
Kühlten den Rücken, schützten vor Dürre.
Chloroplasten[9] wanderten Richtung Sonne,
Genossen das Licht, wandelten,
Strahlen dankbar umfangend,
Die scheinbar so aussichtslose Lage in Macht. –
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Erinnerung kommt über sie:
Wie war der Beginn des neu nun gestalteten Lebens?
Fäden, Trichome, wachsen nun bauchseits hervor[10],
Verhindern ein Spülen vom sandig-sonnigen Ort.
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Haben nicht Charophyceae[11] auch schon Scheitelzellen verwendet?
Hepa hat‘s ihnen nachgetan!
Gab es nicht Anklänge an Echtes Gewebe auch schon bei ihnen?
Zumindest in Knoten[12] der Achsen wurde dies evident!
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Fußnoten
[1] Ormidia: Bezeichnung für hypothetischen Vorfahren der Coleochaetophyceae; die Bezeichnung leitet sich ab von einer molekularphylogenetisch früher abzweigenden Verwandtschaft, von den hier nicht näher behandelten Klebsormidiophyceae.
[2] Coccal: Sind unbewegliche, runde oder ellipsoide, einzellige Organismen, ohne aufquellende, schleimige Zellwände
[3] Trichom (Anatomie): Einzellreihiger Faden oder einzellreihiges Haar
[4] Phragmoplast: Besteht aus einem Komplex von Mikrotubuli und Actinfilamenten, die mehr oder minder senkrecht zur in der Telophase sich bildenden Querwand verlaufen; entlang der Mikrotubuli werden Golgivesikel transportiert, die zur jungen Zellwand, zur sog. Querplatte verschmelzen, die sich ständig zur Längswand hin erweitert, bis sie daran Anschluss findet; Poren für Plasmodesmen bleiben in Querplatte und Querwand dabei frei.
[5] Bildet dadurch ein Echtes Gewebe: Parenchym: Hierbei sind die Zellen allseits mit den Nachbarzellen durch gemeinsame Zellwände verbunden.
[6] Hepa: Bezeichnung für hypothetischen Vorfahren der Embryophyta
[7] Scheitelzelle: Eine Zelle am oberen Ende eines Organismus (Plantae, Chromalveolata), die durch ständige Teilung für das Verlängern, Vergrößern, sorgt, weil, davon ausgehend, alle weiteren Zellen entstehen, also von ihr abstammen.
[8] Thallus: Körper von Pflanzen (Pilzen); nicht in Spross, Blatt und Wurzel gegliedert
[9] Chloroplast (allgemein): Zur Fotosynthese befähigter, grüner Chromatophor
[10] Rhizoide: Fadenartige, wurzelähnliche, trichale oder unseptierte Auswüchse zum Festheften von Thallophyten
[11] Charophyceae: Armleuchteralgen (Streptophyta – Plantae – Eukarya)
[12] Knoten (Charophyceae): Die gegliederten Achsen bilden zwischen den langgestreckten Internodien kleinere aus vielen gleichartigen Zellen bestehende Knoten(scheiben)
Eingestellt am 21. Februar 2026
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Embryophyta, Embryoträger
3 Was nun?
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Sonnig liegt Hepa[1] am Ufer zwar,
Jede Frage nach Licht ist für immer gelöst,
Doch feucht nur ist oftmals das grünende Band,
Gefahrvolles Leben blüht Gameten[2] dafür.
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Flach überwölben benachbarte Zellen die kleine Senke im Grün.
Im Zentrum der Höhlung zergliedert eine der größeren Zellen
Sich in Hunderte winzige Kammern.
Periphere davon umgeben ihr Zentrum mit zelliger Wand,
Die inneren drücken, fast aus Kern nur bestehend,
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Nach und nach verlassen Schwärmer[7]
Des Antheridiums[8] Kammern und Hülle,
Finden den Ausgang der schützenden Höhle,
Machen sich auf ihren zukunftsweisenden Weg.
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Nicht weit entfernt steuern sie wohlgezielt einer Öffnung entgegen,
Doch ein einziger Schwärmer nur
Findet sich im langgezogenen Hals,
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Was hält Hepa noch ab, das Land zu besiedeln?
Zygoten[13] verbleiben noch lange umhüllt,
Bereiten, mehrfach sich teilend,
Ihr Leben als Embryo[14] vor.
Nur feuchtere Orte verbleiben als Sine qua non[15]
Und Sporen zur Streuung durch Wind. –
Versuch es doch einfach: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. –
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Fußnoten
[1] Hepa: Bezeichnung für hypothetischen Vorfahren der Embryophyta
[2] Gameten: Für sexuelle Fortpflanzung vorgesehene haploide Zellen
[3] Protoplast, Protoplasma: Gesamter Inhalt einer Zelle (ohne Saftvakuole)
[4] Flagellum, Geißel (Eukaryageißel): Charakterisiert durch ihren internen Bau aus 9 peripheren, etwas schräg nach innen gestellten Doppelmikrotubuli (Querschnitt durch die Geißel) und durch ein zentrales Tubulipaar, das etwas Abstand voneinander hält. Dyneinarme verbinden die Mikrotubuli. Die Geißel ist von der Zellmembran umgeben und gefüllt mit Cytosol. Am Übergang der Geißelbasis in den Zellkörper treten spezielle Verstrebungen, Verstärkungen, auf; eine dünne Querplatte (Terminalplatte) trennt oft den untersten, in die Zelle integrierten Teil, der in seiner Struktur einem Centriol entspricht: Es fehlen die beiden zentralen Mikrotubuli und die peripheren Zwillinge wurden zu Drillingen. Die in der Zelle gelegenen Teile der Geißel sind noch durch verwandtschaftsabhängig gestaltete Haltestrukturen verwurzelt.
[5] Einseitswendig: nur nach einer Seite hin
[6] Subterminal: Unterhalb des höchsten, des weitest vorstehenden Punktes
[7] Spermatozoide, Spermatozoen, Spermien: Reife, männliche, haploide Keimzellen; Gameten, die im Normalfall zu eigenständiger Bewegung fähig sind
[8] Antheridium (allgemein): Spermatozoen oder Spermakerne bildender Behälter von Plantae, Fungi und Chromalveolata
[9] Oocyte: Eizelle
[10] Archegon: Eizelle bildender Behälter der Plantae
[11] Spermatozoide
[12] Eizelle
[13] Zygote: Diploide Zelle, die nach der Verschmelzung zweier haploider Kerne, im Zuge der sexuellen Fortpflanzung entstand
[14] Embryo (Plantae): Im Anfangsstadium seiner Entwicklung umschlossener, diploider Sporophyt
[15] Sine qua non: ohne geht nichts; unabdingbare Voraussetzung
Eingesstellt am 21. Februar 2026
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Embryophyta, Embryoträger
4 Was war an Hepa so besonders?
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Obwohl auch sie etwas verifizierte davon:
Formte ihr flaches Band zum Echten Gewebe[4],
Von Chara stellenweise verwirklicht bereits, denn
Plasmodesmen[5] durchzogen all ihre neugebildeten Wände,
Wegen moderner Querwandbildung mit Hilfe des Phragomoplasts[6].
Ihr aber zum größeren Vorteil, wegen der
Möglichen gewebeweiten Kommunikation.
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Auch Hepa gewährte Schutz den Gameten[7],
Wie auf zweierlei Weise Chara dies schon getan:
Antheridien[8] basierten auf Echtem Gewebe;
Durch Doppelzelltrichome wurde die Oocyte[9] umhüllt,
Schützten gegen die Umwelt sie, was mit Kalkinkrustationen[10] der
Dauerzygote[11] besonders zugutekam.
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Coleochaete umschlang mit Fäden dicht des Weibchens Geschlechtskernbehälter,
Den Spermatozoiden[15] eine Landefläche zu bieten.
Doch diese blieben, ist zu vermuten, wohl des Öfteren aus[16],
Wurden sie doch nur einzeln, wie auch von Chara, in den Zellen gebildet,
Doch dort in Hülle und Fülle in großem Gefäß.[17]
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Doch nur um ihr, nachdem sie als Dauerzygote befreit,
Schutz für Ruhe und für die Meiose[21] zu bieten,
Damit der neuen Generation.
Allein auf sich gestellt sind Dauerzygoten,
Leben von mitgebrachten Reserven nur.
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Ganz anders Hepa:
Baute wie ihre Verwandte zwar auf Oogamie[22]
– Lassen wir Coleochaetes Archegon einmal noch als Ooogon ohne Eizelle gelten –
Doch eine Dauerzygote ist und bleibt Hepa fremd,
Ließ im gewebeumschloss‘nen Oogon die Eizelle reifen,
Ließ eine Öffnung frei, lockte mit duftenden Schleimen[23] womöglich bereits
Und gewährte ihrer Zygote Herberge eine gewisse Zeit.
Sie brauchte nicht mehr dauerhaft umhüllt zu werden, brauchte nicht mehr zu ruh’n,
Und – dies ist das entscheidend Neue daran – schloss keine Meiose,
Sondern Mitosen[24] und Zellteilungen an.
Eine diploide[25] Generation ist damit entstanden,
Ein Sporophyt[26], wie von anderen Sippen schon wohlbekannt[27],[28],[29],[30].
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So konnte der Sporophyt anfangs geschützt sich entwickeln,
Ergrünte, Chloroplasten[31] hatte die Eizelle sicher genug,
Sie zu vermehren, sie bei Zellteilungen weiterzugeben.
Wird der Sporophyt sich an die Herkunft erinnern,
Selbständig ist er folglih geworden,
Braucht den Gametophyten[36] für seine Zukunft nicht mehr.
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Doch etwas fehlt noch, den Lebenskreislauf[37] zu schließen:
Meiose, um haploide[38] Sporen zu bilden; doch
Nichts Neues unter dem Himmel, vollzogen dies auch schon andere Sippen,
In irgendwelchen Zellen, anfangs womöglich nicht abweichend gestaltet,
Entstanden haploide Sporen, die vielleicht schon auf Windverbreitung spezialisiert[42].
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So gerüstet, zeigte Hepa sicherlich entwicklungsoffenes Leben,
Wurde so zum Liebling der Evolution[43];
Spender des Lebens, als Nahrung, für sauerstoffreiche Luft und Rekreation!
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Fußnoten
[1] Hepa: Bezeichnung für hypothetischen Vorfahren der Embryophyta
[2] Coleochaete: Schild-Grünalge (Coleochaetophyceae – Streptophyta – Plantae – Eukarya)
[3] Chara spp.: Armleuchteralgen (Charophyeae – Streptophyta – Plantae – Eukarya)
[4] Echtes Gewebe, Parenchym: Hierbei sind die Zellen allseits mit den Nachbarzellen durch gemeinsame Zellwände verbunden.
[5] Plasmodesmen: Zell-zu-Zell-Verbindungen der Pflanzen. Diese cytoplasmatischen Kanäle (von 30 – 40 nm Durchmesser) dienen dem Stoff- und Informationsaustausch zwischen Zellen.
[6] Phragmoplast: Besteht aus einem Komplex von Mikrotubuli und Actinfilamenten, die mehr oder minder senkrecht zur in der Telophase sich bildenden Querwand verlaufen; entlang der Mikrotubuli werden Golgivesikel transportiert, die zur jungen Zellwand, zur sog. Querplatte verschmelzen, die sich ständig zur Längswand hin erweitert, bis sie daran Anschluss findet; Poren für Plasmodesmen bleiben in Querplatte und Querwand dabei frei.
[7] Gameten: Für sexuelle Fortpflanzung vorgesehene haploide Zellen
[8] Antheridium (Charophyceae): Komplex gebautes kugeliges Hohlorgan, in dessen Zentrum spermatogene Fäden Spermatozoide freisetzen, die nach Platzen des Antheridiums freiwerden
[9] Oocyte: Eizelle
[10] Kalkinkrustation: mit Kalk inkrustiert
[11] Dauerzygote, Hypnozygote: Zygote, die der Überdauerung dient, meist gekennzeichnet durch dicke, widerstandsfähige, oft auch dunkle Wand, gelegentlich mit Oberflächenstrukturen
[12] Eizellen: Unbewegliche, nährstoffreiche, weibliche, haploide Keimzellen
[13] Archegon: Eizelle bildender Behälter der Plantae
[14] Trichogyne: Fortsatz des weiblichen Geschlechtsorgans bei Rhodophyta, Coleochaetophyceae, Charophyceae und Pezizomycotina
[15] Spermatozoide, Spermatozoen, Spermien: Reife, männliche, haploide Keimzellen; Gameten, die im Normalfall zu eigenständiger Bewegung fähig sind
[16] Bestehen Coleochaetophyceae doch nur aus einer einzigen Familie mit lediglich etwas mehr als 15 Arten (wie im Übrigen auch Charophyceae nur mit der einzigen Familie Characeae und mit wohl weniger als 100 Arten),
[17] Antheridium
[18] Coleochaetophyceae: Scheidenstachelalgen, Haarscheidenalgen (Streptophyta – Plantae – Eukarya)
[19] Charophyceae: Armleuchteralgen (Streptophyta – Plantae – Eukarya)
[20] Zygote: Diploide Zelle, die nach der Verschmelzung zweier haploider Kerne, im Zuge der sexuellen Fortpflanzung entstand
[21] Meiose, meiotisch, R!: Meiose dient der Reduktion eines diploiden Chromosomensatzes zu haploiden Sätzen. Dabei werden einander entsprechende Chromosomen, im Kern sich dann mittig in einer Ebene gegenüberstehend, gepaart und anschließend in entgegengesetzter Richtung („polwärts“) separiert. Dieser Vorgang wird auch als Reduktionsteilung (oft abgekürzt als R! und zugleich stellvertretend für die ganze Meiose verwendet) bezeichnet. Da die voneinander getrennten haploiden Chromosomen schon zu Chromatiden verdoppelt sind, schließt sich an die Reduktionsteilung noch eine mitotische Teilung an, so dass vier haploide Kerne letztlich vorliegen.
[22] Oogamie: Verschmelzung eines haploiden, beweglichen Spermatozoids mit einer unbeweglichen, nährstoffreichen Eizelle
[23] Pheromon: Von Organismen produzierter und abgesonderter (Duft)stoff, der Stoffwechsel und Verhalten anderer Individuen der gleichen Art beeinflusst
[24] Mitose, mitotisch, abgekürzt M!: Im Kern mittig in einer Ebene versammelte Chromosomen bildeten je zwei identische Chromatiden, die bei der Mitose durch Mikrotubuli separiert werden und, von einer Zellwand getrennt, als identische Chromosomensätze der entstandenen Zellen wirken
[25] Diploid: Zellkerne mit doppeltem Satz zusammenpassender, homologer, Chromosomen; ausgedrückt mit 2n
[26] Sporophyt: Bildet im Generationswechsel von Sporophyt zu Gametophyt meiotisch (R!), da selbst diploid (oder dikaryotisch), haploide Sporen
[27] Rotalgen: Rhodophyta (Plantae – Eukarya)
[28] Braunalgen, Phaeophyceae (Chromophyta – Straminipila – „Wimpeola“ – Chromalveolata – Eukarya)
[29] Als Dikaryophase in Pezizomycotina und Basidiomycota: Fungi, Echte Pilze (Opisthokonta – Eukarya)
[30] Animalia: Echte Tiere (Opisthokonta – Eukarya)
[31] Chloroplast (allgemein): Zur Fotosynthese befähigter, grüner Chromatophor
[32] Grünalgen i.w.S.: Chlorophyta (Plantae – Eukarya)
[33] Laminariales: Blattbraunalgen (Phaeophyceae – Chromophyta – Straminipila – “Wimpeola” – Chromalveolata –…)
[34] Rhizoide: Fadenartige, wurzelähnliche, trichale oder unseptierte Auswüchse zum Festheften von Thallophyten
[35] Substrat: Allgemeine Bezeichnung für feste, unterstützende, tragende oder nährende Substanz
[36] Gametophyt: Bildet im Generationswechsel mitotisch, da selbst haploid, haploide Zellen (Gameten); oder nur Kerne, die direkt oder nach einer dikaryotischen Phase zur Karyogamie bestimmt sin
[37] Lebenskreislauf, Lebenszyklus, Entwicklungszyklus, Entwicklungskreislauf: Ein Kreislauf (eigentlich ist es eine Schraube, weil immer Neues entsteht, das zwar dem Anfänglichen gleicht, doch zeitlich später kommt), in dem sexuelle Fortpflanzung erfolgt. Zusätzlich kann noch in regelmäßigem Wechsel eine Phase der asexuellen Vermehrung eingeschlossen sein.
[38] Haploid: Zellkerne mit einfachem Chromosomensatz; ausgedrückt als n
[39] Haplo-Diplontischer Generationswechsel: Wechsel zwischen haploidem Gametophyten und diploidem Sporophyten
[40] Rotalgen
[41] Braunalgen
[42] Aplanosporen: Nichteigenbewegliche, geißellose Sporen
[43] Evolution: Stammesgeschichtliche Entwicklung von niederen zu weiterentwickelten (zu oft höheren) Formen des Lebendigen
[44] Echte Tiere: Animalia (Opisthokonta – Eukarya)
[45] Modernere Menschen: Homo spp. (Hominini – Homininae – Hominidae – Hominoidea – Catarrhini –…)
Eingestellt am 21. Februar 2026
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Embryophyta, Embryoträger
5 Nicht nur des Schutzes wegen
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Umhegt sie umhüllend auf ihrem Weg,
Übergibt sie nicht der Ungewissheit des Lebens,
Trägt sie schützend in ihres Archegons[3] Bauch.
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Hilft ihr, aus umgebenden Zellen es nehmend,
Mit allerlei Zubrot, die knappen Reserven
Für Wachstum, Mitosen[4], Vermehrung der Zellen, zu füllen,
Bis der Jungsporophyt[5] die nährende, bald schon beengende Schutzhülle sprengt.
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Vielleicht verlor er dabei den Halt an der Mutter
Und hoffte, nachdem er im wasserbespülten Sandbecken trieb,
Auf windstille Pausen für fassende Fäden[6]
Für ständigen Halt an günstigem Ort,
Um nach vielen Mitosen,
Sporen[7] den Winden zu geben.
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Wer kann nicht mit Glücklichen fühlen,
Wenn sie, am Gametophyt[8] sich verankern,
Um Nahrung in Fülle für Wachstum zu finden,
Schutz und Hilfe suchen und nehmen?
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Nur kürzere Stummel statt längerer Fäden richten Urururenkel,
Willkommensgesten erwartend, dem grünen Gewebe[9] entgegen;
Verzahnt und verklammert, stützt ihn der nährende Thallus[10] bis
Wind die Sporen ergreift.
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Hepa ahnt sicherlich nicht,
Welches Ziel sie vorprogrammiert:
Hüllen in Hülle und Fülle,
Damit den Nachkommen nichts passiert!
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Fußnoten
[1] Hepa: Bezeichnung für hypothetischen Vorfahren der Embryophyta
[2] Zygote: Diploide Zelle, die nach der Verschmelzung zweier haploider Kerne, im Zuge der sexuellen Fortpflanzung entstand
[3] Archegon: Eizelle bildender Behälter der Plantae
[4] Mitose, mitotisch, abgekürzt M!: Im Kern mittig in einer Ebene versammelte Chromosomen bildeten je zwei identische Chromatiden, die bei der Mitose durch Mikrotubuli separiert werden und, von einer Zellwand getrennt, als identische Chromosomensätze der entstandenen Zellen wirken
[5] Sporophyt: Bildet im Generationswechsel von Sporophyt zu Gametophyt meiotisch (R!), da selbst diploid (oder dikaryotisch), haploide Sporen
[6] Rhizoide: Fadenartige, wurzelähnliche, trichale oder unseptierte Auswüchse zum Festheften von Thallophyten
[7] Aplanosporen: Nichteigenbewegliche, geißellose Sporen
[8] Gametophyt: Bildet im Generationswechsel mitotisch, da selbst haploid, haploide Zellen (Gameten); oder nur Kerne, die direkt oder nach einer dikaryotischen Phase zur Karyogamie bestimmt sind
[9] Echtes Gewebe, Parenchym: Hierbei sind die Zellen allseits mit den Nachbarzellen durch gemeinsame Zellwände verbunden.
[10] Thallus: Körper von Pflanzen (Pilzen); nicht in Spross, Blatt und Wurzel gegliedert
Eingestellt am 21. Februar 2026
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Embryophyta, Embryoträger
6 Häufung von Schlüsselpunkten (SP,SP,SP,SP,SP)
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Wenn wir uns fragen, was unser Grün, in dem, mit dem und durch das wir leben,
Überhaupt ermöglichte und so erfolgreich gemacht,
Müssen wir zurück, in die Zeiten Hepas[1] und erkunden,
Was beim Schritt an das Land alles zusammentraf.
Nicht, dass wir alles, was heute so wichtig, bereits an ihr erkennen,
Sondern, was mit Hepas Merkmalen zugrundegelegt.
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Kaum möglich ist es mehr, die Reihenfolge der einzelnen Schritte zu denken,
Zu nah wohl waren sie alle zusammengerückt;
So kann nur, aus Entwicklungsgeschichtlichen Vorgängern[2] schließend, versucht werden, die
Ausgangslage zu verstehen und zu implementieren[3], was danach geschah:
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Gaben sie Nachkommen in Eizellen doch größere Mengen Reservestoff[6] mit;
Konnten dies, blieb sie doch sesshaft, brauchte nicht sich fortzubewegen,
Und dies doch schon als Fortschritt interpretiert werden kann – auch hier gab es absonderlich große weibliche Planogameten[9] –,
Gegenüber Isogamie[10], wo beide Partner sich suchen mussten und einer den andern unter erheblichem Aufwand erst fand.
Voller Reserven sitzenzubleiben, zu warten, erspart männlichen Gameten[11] größere Umwege,
Zumal Oogamie oft sich mit Pheromonkonzentrationsgefällen[12] verband. –
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Der Geschlechtszellen Schutz ist einer der Schritte,
Der Spermatozoiden- und Eizellenentwicklung[13] aus der Gefährdung durch Umwelteinflüsse nahm,
Ungestörte Bildung durch Hüllen ermöglichte, aber zugleich sicherstellte,
Dass zumindest ein Spermatozoid von vielen ohne erheblichen Aufwand zur Eizelle kam.
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Risken zu streuen: sie zu schützen, an andere Orte verfrachten zu lassen, ihr Keimen zeitlich zu streuen.
Waren auf mitgebrachte, limitierte Reserven verwiesen jedoch, um der neuen Generation den Start zu erleichtern;
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Brachte, sich zu vermehren, wie schon Chlorophyta, eine zweite Generation,
Die nach Meiose pro Zelle vier haploide Zoosporen[22] generierte und
Jede Zelle zunächst, bevor es zu Differenzierung und Arbeitsteilung[23] kam, in der Lage war,
Sich an der Vermehrung des Gametophyten und so der betreffenden Art zu beteiligen,
Dem wichtigen Grundsatz der Evolution zu folgen, zu vervollkommnen, was die Fitness[24] erhöht.
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Weil Gametophyten sich als haploide Generation recht anfällig gegen Mutationen[25] erweisen,
– Denn was schädlich ist, wird sofort manifest zum Nachteil der Art –
Kann die diploide Generation hingegen, da mit doppelten Chromosomensätzen versehen,
Diese überlagern durch ein dominantes Allel[26],[27].
Folglich werden isomorphe Generationen sich nach und nach zu heteromorphen verschieben:
Führen, was evolutiv immer wieder zu sehen ist, zur allmählichen
Gametophytenreduktion[28],[29]. –
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Das namengebende Prinzip, das des Embryoträgers,
Ist einer der wichtigsten Schlüsselpunkte der Evolution:
Der Sporophyt bleibt, zwar zu Beginn der Evolution nur kurzzeitig,
Geschützt eingebettet in der haploiden Generation;
Wird im Laufe der stammesgeschichtlichen Entwicklung aber
Immer länger auf ihm verbleiben sowie von ihm ernährt,
Bis auch der Gametophyt fast gänzlich verschwindet,
Und der junge Sporophyt[30] auf dem Vorgängersporophyten reift. –
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Als mitentscheidender Schritt ist die Bildung von Echtem Gewebe[31] zu sehen mit
Polarisierung[32], Differenzierung, interner Kommunikation und Arbeitsteilung hohen Niveaus:
Mit Nachbarn verbindenden Plasmodesmen[35] zwangsläufig verknüpft,
Erleichtern Differenzierungsmöglichkeiten und Arbeitsteilung auf unterschiedlichste Weisen,
Was in erheblichem Maße des Sporophyten Organe für Sporenbildung betrifft,
Sowie Spezialisierung des Gewebes für Lichtabsorption und Reservestoffspeicherung,
Für Wasser- und Nährstoffaufnahme, was für Landpflanzen besonders wichtig ist;
Auch Differenzierung bezüglich optimaler CO2[36]-Aufnahme sind nur über Echte Gewebe möglich,
Wie auch Strukturen für Wasserleitung und gegen Wasserverlust. –
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Ein anfängliches Schlüsselpunktsyndrom zeichnet folglich verantwortlich
Für der Landpflanzen überaus erfolgreiche Evolution!
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Fußnoten
[1] Hepa: Bezeichnung für hypothetischen Vorfahren der Embryophyta
[2] Evolutiv entstandenen Vorgängern
[3] Implementieren: einbauen, einfügen
[4] Oogamie: Verschmelzung eines haploiden, beweglichen Spermatozoids mit einer unbeweglichen, nährstoffreichen Eizelle
[5] Ahnen: Vorfahren
[6] Kohlenhydrate, Lipide, Proteine
[7] Anisogamie (morphologische): Plasmo- und Karyogamie unterschiedlich gestalteter Gameten
[8] Chlorophyta: Grünalgen i.w.S. (Plantae – Eukarya)
[9] Planogameten: begeißelte Gameten
[10] Isogamie: Plasmo- und Karyogamie gleichgestalteter Gameten
[11] Spermatozoide, Spermatozoen, Spermien: Reife, männliche, haploide Keimzellen; Gameten, die im Normalfall zu eigenständiger Bewegung fähig sind
[12] Pheromon: Von Organismen produzierter und abgesonderter (Duft)stoff, der Stoffwechsel und Verhalten anderer Individuen der gleichen Art beeinflusst
[13] Eizellen: Unbewegliche, nährstoffreiche, weibliche, haploide Keimzellen
[14] Zygote: Diploide Zelle, die nach der Verschmelzung zweier haploider Kerne, im Zuge der sexuellen Fortpflanzung entstand
[15] Dauerzygote, Hypnozygote: Zygote, die der Überdauerung dient, meist gekennzeichnet durch dicke, widerstandsfähige, oft auch dunkle Wand, gelegentlich mit Oberflächenstrukturen
[16] Haplont: Organismus, dessen Zygote ausschließlich diploid ist, alles andere ist haploid
[17] Meiose, meiotisch, R!: Meiose dient der Reduktion eines diploiden Chromosomensatzes zu haploiden Sätzen. Dabei werden einander entsprechende Chromosomen, im Kern sich dann mittig in einer Ebene gegenüberstehend, gepaart und anschließend in entgegengesetzter Richtung („polwärts“) separiert. Dieser Vorgang wird auch als Reduktionsteilung (oft abgekürzt als R! und zugleich stellvertretend für die ganze Meiose verwendet) bezeichnet. Da die voneinander getrennten haploiden Chromosomen schon zu Chromatiden verdoppelt sind, schließt sich an die Reduktionsteilung noch eine mitotische Teilung an, so dass vier haploide Kerne letztlich vorliegen.
[18] Generationswechsel (allgemein): Zwei Generationen (ungleich oder gleich gestaltet, im zweiten Fall dann aber mit Kernphasenwechsel, lösen in Folge sich ab)
[19] Gametophyt: Bildet im Generationswechsel mitotisch, da selbst haploid, haploide Zellen (Gameten); oder nur Kerne, die direkt oder nach einer dikaryotischen Phase zur Karyogamie bestimmt sind
[20] Diploid: Zellkerne mit doppeltem Satz zusammenpassender, homologer, Chromosomen; ausgedrückt mit 2n
[21] Sporophyt: Bildet im Generationswechsel von Sporophyt zu Gametophyt meiotisch (R!), da selbst diploid (oder dikaryotisch), haploide Sporen
[22] Zoosporen: Einzellige, eigenbewegliche Verbreitungseinheiten
[23] Differenzierung und Arbeitsteilung: Sind treibende Kräfte der Evolution. Aufgabenverteilung auf verschiedene Zellen, Zellbereiche, Zellorganellen, Teilbereiche des Organismus, auf Gewebe, führt letztendlich zu hochdifferenzierten, spezialisierten Organen, die sich einzig und allein ihrer Aufgabe – und somit für den Organismus effektiver – widmen können. Damit werden weitere Entwicklungsmöglichkeiten angestoßen, die evolutiv zu ungeahnter Vielfalt führen. Diese treibenden Kräfte lassen sich schon zu Anfang der Organismenevolution aufzeigen und ziehen sich durch bis zur Entwicklung der Menschheit; ja selbst der moderne Mensch kennt diese Prinzipien als Erfolgsrezepte und wendet sie für sein eigenes Leben laufend an.
[24] Fitness (biologische): Je mehr nachkommenerzeugende Nachkommen entstehen, umso fitter ist ein Organismus
[25] Mutation: Spontan auftretende, dauerhafte Veränderung des Erbguts
[26] Allele: Unterschiedliche Varianten eines Gens an einer bestimmten Stelle (Genort) eines Chromosoms
[27] Dominantes Allel: Dominante Allele führen selbst in Gegenwart eines weiteren Allels zum ihm entsprechenden Phänotyp
[28] Gametophytenreduktion: Ein generelles Prinzip der Evolution, bei dem die haploide Phase eines Generationswechsels immer mehr reduziert wird, wobei in einer Verwandtschaft anfangs der haploide Gametophyt, morphologisch betrachtet, überwog, der diploide Sporophyt jedoch in den Hintergrund trat, im Laufe der Evolution aber die haploide Phase immer mehr reduziert wird, bis sie ganz entfällt oder nur bis auf das Nötigste noch vorhanden bleibt. Hintergrund dieser Entwicklung ist die Anfälligkeit der haploiden Phase gegen sich manifestierende Mutationen, ist doch bei ihr, im Gegensatz zum diploiden Sporophyten, kein begleitendes, noch unverändertes Allel, in einem Partnerchromosom vorhanden.
[29] Was bereits für die Braunalgen, Phaeophyceae, sehr deutlich wurde und für Fungi im Vergleich von Ascomycota und Basidiomycota ebenso zutrifft
[30] Samen: Der Ausbreitung von Samenpflanzen dienendes Organ, das aus einer Samenschale, dem Embryo und häufig noch einem Nährgewebe besteht. Der Same bietet dem Embryo die Voraussetzungen, um unter günstigen Keimungsbedingungen zu einem Sämling zu werden.
[31] Echtes Gewebe, Parenchym: Hierbei sind die Zellen allseits mit den Nachbarzellen durch gemeinsame Zellwände verbunden.
[32] Polarisierung: Polarisierung eines Organismus tritt ein, wenn zwischen Oben und Unten oder zwischen Vorne und Hinten unterschieden werden kann aufgrund unterschiedlicher Aufgaben, die sich z. B. allein schon durch das Streben nach Licht manifestieren. Solche Polarisierungen sind zu Beginn der Evolution Grundvoraussetzung für den möglichen Start von Differenzierung und folgender Arbeitsteilung. Bei Flagellaten, bei Einzellern, lässt sich dies schon an ihrer Bewegungsrichtung und an der Anordnung ihrer Geißeln festmachen; bei Trichomen anhand Anheftungsstelle und freiem Ende und anhand der der Kern- folglich der Zellteilungsrichtung.
[33] Scheitelzelle: Eine Zelle am oberen Ende eines Organismus (Plantae, Chromalveolata), die durch ständige Teilung für das Verlängern, Vergrößern, sorgt, weil, davon ausgehend, alle weiteren Zellen entstehen, also von ihr abstammen.
[34] Meristeme, Meristematische Zonen: Ständig teilungsaktive Zonen aus undifferenzierten Zellen, die immer neue Zellen für Differenzierung in verschiedene Gewebe liefern
[35] Plasmodesmen: Zell-zu-Zell-Verbindungen der Pflanzen. Diese cytoplasmatischen Kanäle (von 30 – 40 nm Durchmesser) dienen dem Stoff- und Informationsaustausch zwischen Zellen.
[36] CO2, Kohlendioxid: ein gestrecktes Molekül [O=C=O]
Eingestellt am 21. Februar 2026
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