zum Glossar mit Abbildungsverweisen über:

Desmidiales, Zieralgen
1 Entscheidendes
.
Weit überwiegend leben einzeln die Zellen, doch
Schleim vereint sie bisweilen zur ungeordneten Kolonie;
Auch lockere, unverzweigte Fäden bilden so manche, die
Halbzellen aber markieren zu Zygnematales[1] den mitentscheidenden Unterschied.
Poren bleiben in ihrer Zellwand als
Durchtrittsöffnung für Schleim.
.
Jede Zelle besteht aus zwei symmetrischen Hälften,
Wobei in der Mitte die eine die andere knapp überlappt;
Oft werden deutliche Taillen, gar Wespentaillen[2], gebildet,
Dort weichen die Hälften voneinander, kommt es zur asexuellen Reproduktion[3].
.
Ornamente und Auswüchse zieren sie außen,
Verderben so hungriger Wesen Appetit;
Als Auftriebshilfen dürften sie weniger gelten,
Ist doch ihr Aufenthaltsort meist benthal[4].
Wenige führen planktontisches[5] Leben:
Langgezogene Stelzen erhöhen den Auftrieb[6].
.
Fußnoten
[1] Zygnematales: Jochalgen i.e.S. (Zygnematophyeae – Streptophyta – Plantae – Eukarya)
[2] Wespentaille: Engstelle der Wespe zwischen Brust und Hinterleib; mancher Frauen sehr enge Einschnürung an entsprechender Stelle, wird deshalb Wespentaille genannt.
[3] Asexuelle Vermehrung: Rein mitotisch bedingte Vermehrung, daher Individuen genetisch identisch
[4] Benthal: Lebensbereich am, auf dem und im Boden von Gewässern
[5] Plankton: Gesamtheit der im Wasser freischwebenden oder mit geringer Eigenbeweglichkeit schwimmenden, kleineren Organismen, deren Ortswechsel hauptsächlich durch Wasserströmungen vermittelt wird
[6] Auftrieb: Der Schwerkraft entgegengesetzte Kraft, der ein in eine Flüssigkeit oder in ein Gas eingetauchter oder untergetauchter Körper unterworfen ist; sie wirkt senkrecht zur Bewegungsrichtung eines Körpers in einem Medium (Flüssigkeit oder Gas). Ist z. B. das spezifische Gewicht eines Körpers in einer bestimmen Höhe des Wasserkörpers geringer als Wasser, steigt er, ist er schwerer, sinkt er, bis sich, hängig vom einwirkenden Druck der Wassersäule, die Größen gleichen.
Eingestellt am 21. Februar 2026
.

Desmidiales, Zieralgen
2 Am Abgrund (HP)
.
Taenia[1] war es nach einiger Zeit
Doch im Haufen zu eng!
Ging separate Wege als einzelne Zellen,
Suchte Erfolge auf eigene Faust.
.
Tagelang schon liegen die Seen mit ruhigem Spiegel,
Kein Wind kräuselt die Flächen zu Wellen.
Auch der riesige Wasserkörper bleibt ohne Regung
Vom seichten Ufer bis in die Tiefen hinab.
.
Tausende Taenien sinken und sinken,
Nähern sich unaufhaltsam dem Boden mit Schlick[2],
Landen, verlieren die Sonne schnell aus den Augen,
Sterben vergiftet im strömenden Faulgas[3] des Schlamms.
.
Nur einzelne halten sich etwas länger in Schwebe,
Denn ihren Auftrieb[4] erhöhen Beulen ein wenig;
Zeit genug, sich nochmals zu teilen,
Mit kleineren Zellen dem Abgrund zu trotzen.
.
Generation um Generation verändern sich Umriss,
Formen der zierlichen Algen,
Bis Schweben ein Leichtes und schon geringster Wirbel im Wasser vor
Tödlichem Dunkel bewahrt.
.
Je flacher die Zellen bei gleichem Volumen,
So höher der Auftrieb,
So länger verweilen Desien[5], Taeniens Erben,
In sonnenverwöhnten, schaukelnden Höh‘n.
.
Fußnoten
[1] Taenia: Bezeichnung für hypothetischen Vorfahren der Zygnematophyceae
[2] Schlick: Am Boden von Gewässern (besonders im Wattenmeer) abgelagerter oder angeschwemmter, feinkörniger, glitschiger, an organischen Stoffen reicher Schlamm
[3] Faulgas: Gemisch aus verschiedenen Gasen (CH4, CO2, H2S, u. a.), das beim anaeroben Zersetzen organischer Stoffe entsteht
[4] Auftrieb: Der Schwerkraft entgegengesetzte Kraft, der ein in eine Flüssigkeit oder in ein Gas eingetauchter oder untergetauchter Körper unterworfen ist; sie wirkt senkrecht zur Bewegungsrichtung eines Körpers in einem Medium (Flüssigkeit oder Gas). Ist z. B. das spezifische Gewicht eines Körpers in einer bestimmen Höhe des Wasserkörpers geringer als Wasser, steigt er, ist er schwerer, sinkt er, bis sich, hängig vom einwirkenden Druck der Wassersäule, die Größen gleichen.
[5] Desia: Bezeichnung für hypothetischen Vorfahren der Desmidiales
Eingestellt am 21. Februar 2026
.

Desmidiales, Zieralgen
3 Geteilt
.
Mit zwei Chloroplasten[1] bestückt,
Entspringt Desias[2] modischer Sprössling
Dem Ruheraum, der festgefügten Zygote[3].
Nimmt den Kern zwischen sich,
Begründet spiegelbildliche,
Weit in die Breite gezogene Hälften.
.
Nichts erinnert mehr, was zuvor die Eltern alles vollbrachten,
Ohne sich zu vermehren, – ja beiden brachte sogar es den Tod! –
Eines einzigen Nachkommens genetische Diversität zu gestalten.
Ihm kommt die Aufgabe zu, sich asexuell zu vermehren, clonal[4].
.
Desien planen die Teilung schon früh in der Jugend,
Separieren die Hälften mit oft eng gezogener Taille[5],
Lassen nur schmalen Isthmus[6] zum Austausch
Und für den Sitz des zentral gelagerten Kerns[7].
.
Ohne viel Aufwand können die Hälften sich trennen.
Durchschnüren den Isthmus, schon sind sie frei.
Geben so jeder Hälfte den eigenen Kern.
Asymmetrisch erscheinen sie,
Doch langsam erhöht sich der Druck
In beiden noch vollständig vorhandenen Flügeln,
Presst mit Kraft die Trennwand vorweg,
Dehnt sie zur hüllenden Haut
Und stülpt,
Sich zügig zur Endgestalt formend,
Die fehlende Hälfte hinaus.
.
Zeitsparend teilt sich Desia.
Ohne zu zögern, nimmt jede der Schwestern
Das Leben in ihre eigene Hand,
Ergänzt den verblieb‘nen Plastiden[10] zum symmetrischen Paar.
.
Auch zur Lösung der zweiten lebenswichtigen Frage
Trägt die Doppelform bei:
Wie Flügel liegen die Algen im Wasser,
Fördern den Auftrieb[11], halten in Schwebe die Zierde der Seen.
.
Fußnoten
[1] Chloroplast (allgemein): Zur Fotosynthese befähigter, grüner Chromatophor
[2] Desia: Bezeichnung für hypothetischen Vorfahren der Desmidiales
[3] Dauerzygote: Zygote, die der Überdauerung dient, meist gekennzeichnet durch dicke, widerstandsfähige, oft auch dunkle Wand, gelegentlich mit Oberflächenstrukturen
[4] Clonale Vermehrung: Asexuelle Vermehrung (rein mitotisch bedingte Vermehrung, daher Individuen genetisch identisch)
[5] Taille: Engstelle der Frauen zwischen Brustkorb und Hüfte
[6] Isthmus: Verengung, Engstelle
[7] Zellkern
[8] Mitose, mitotisch, abgekürzt M!: Im Kern mittig in einer Ebene versammelte Chromosomen bildeten je zwei identische Chromatiden, die bei der Mitose durch Mikrotubuli separiert werden und, von einer Zellwand getrennt, als identische Chromosomensätze der entstandenen Zellen wirken
[9] Zellkern
[10] Chloroplast
[11] Auftrieb: Der Schwerkraft entgegengesetzte Kraft, der ein in eine Flüssigkeit oder in ein Gas eingetauchter oder untergetauchter Körper unterworfen ist; sie wirkt senkrecht zur Bewegungsrichtung eines Körpers in einem Medium (Flüssigkeit oder Gas). Ist z. B. das spezifische Gewicht eines Körpers in einer bestimmen Höhe des Wasserkörpers geringer als Wasser, steigt er, ist er schwerer, sinkt er, bis sich, hängig vom einwirkenden Druck der Wassersäule, die Größen gleichen.
Eingestellt am 21. Februar 2026
.

Lebenszyklus der Desmidiales am Beispiel von Cosmarium (Tusche-, kreide- und ppt.-generiert; Reinhard Agerer)
Cosmarium ist eine Gattung mit stark ausgeprägtem Isthmus und deutlicher Bilateralsymmetrie: In flächiger Ansicht, wie sie zumeist im Mikroskop zu sehen ist (oben rechts, ganz links) tritt der Isthmus deutlich hervor; die Seitenansicht (Mitte) zeigt die schälere Seite, verdeutlicht, dass keine Radiärsymmetrie vorliegt; in Apikalansicht (rechts) wird die Form nochmals hervorgehoben. – Jede Teilzelle besitzt einen sternförmigen Chloroplasten (rechts); zwei Pyrenoide liegen in jedem Chloroplasten (dunkel umrandete Bereiche); der einzige Zellkern liegt im Zentrum, im Isthmus.
Zwei konträrgeschlechtliche (männliche: Punkt-Kern; weibliche: Kringelkern), haploide, senkrecht zueinander orientierte (vgl. rechts oben) Cosmarien treffen sich, Schleimspuren hinterlassend, nach aktiver Suche und treiben nach Aufbrechen am Isthmus eine Papille zum amöboiden Wandern der Protoplasten hervor. Chloroplasten sind von nun an nicht mehr als solche deutlich zu erkennen (grüne Schummerung im grauen Protoplasten); nach Plasmogamie (P!) bleiben die leeren Hüllen zurück, die vereinten Protoplasten runden sich ab und lassen ihre Zellkerne zur diploiden (2n) Zygote (Punkt- in Kringelkern) verschmelzen (K!). Die Karyogamie erfolgt sofort nach der Plasmogamie; beide Vorgänge sind aber hier voneinander etwas getrennt dargestellt.
Die Zygote wandelt sich zur bestachelten, doppelwandigen (Exospor mit Stacheln, glattes Endospor einschließend) Dauerzygote um, keimt nach Ruhepause und Sprengung der Wände mit einem diploiden Protoplasten aus, der die Meiose vollzieht, wobei nach der ersten meiotisch Teilung, der Reduktionsteilung, zwei zweikernige Zellen entstehen; je ein Kern davon geht zugrunde, so dass danach jede Zelle nur einen haploiden Kern enthält, wobei (meist?) zwei konträrgeschlechtliche Zellen entstehen (Punkt-Kern, oder Kringel-Kern).
Diese Zellen werden hantelförmig, bilden danach zunächst eine halbe Zelle zur typischen Form um, bis auch die zweite Hälfte mit Chloroplast sich entsprechend gestaltet. Damit ist der sexuelle Entwicklungskreislauf (braune Pfeile) geschlossen.
Desmidiales vermehren sich aber meist asexuell: Der im Zentrum des Isthmus liegende haploide Kern teilt sich mitotisch (M!), wobei sich der Isthmus etwas einschnürt und eine leicht verlängerte Brücke bildet; ein Septum durchtrennt die Brücke, wodurch zwei haploide (n) Zellen entstehen; jede Zelle nimmt einen der beiden Chloroplasten mit (nur für eine Zelle eingezeichnet).
Die Brückenhälften weiten sich halbkreisförmig aus, um am Ende die typisch geformten, oft eingeschnürten (artabhängig) Halbzellen zu bilden, wobei sich der vorhandene Chloroplast teilt, so dass jede Halbzelle wieder einen Chloroplasten besitzt. Damit ist der asexuelle Nebenkreislauf (violette Pfeile) mit ausschließlich mitotischen Teilungen geschlossen.
In Kreisform dargestellt, erweist sich der Lebenskreislauf als der eines Haplonten: nur die Zygote ist diploid. Es liegt also ein zygotischer Kernphasenwechsel vor.
Nach van den Hoek et al. (1995/2002), Fig. 29.6, S. 469 und Fig. 29.7, Seite 471.
In den nachfolgenden sieben Abbildungen ist der Entwicklungszyklus einer Powerpoint-Präsentation ähnlich aufgebaut
Eingestellt am 21. Februar 2026
.

Cosmarium ist eine Gattung mit stark ausgeprägtem Isthmus und deutlicher Bilateralsymmetrie: In flächiger Ansicht, wie sie zumeist im Mikroskop zu sehen ist (oben rechts, ganz links) tritt der Isthmus deutlich hervor; die Seitenansicht (Mitte) zeigt die schälere Seite, verdeutlicht, dass keine Radiärsymmetrie vorliegt; in Apikalansicht (rechts) wird die Form nochmals hervorgehoben. – Jede Teilzelle besitzt einen sternförmigen Chloroplasten (rechts); zwei Pyrenoide liegen in jedem Chloroplasten (dunkel umrandete Bereiche); der einzige Zellkern liegt im Zentrum, im Isthmus.

Zwei konträrgeschlechtliche (männliche: Punkt-Kern; weibliche: Kringelkern), haploide, senkrecht zueinander orientierte (vgl. rechts oben) Cosmarien treffen sich, Schleimspuren hinterlassend, nach aktiver Suche und treiben nach Aufbrechen am Isthmus eine Papille zum amöboiden Wandern der Protoplasten hervor. Chloroplasten sind von nun an nicht mehr als solche deutlich zu erkennen (grüne Schummerung im grauen Protoplasten); nach Plasmogamie (P!) bleiben die leeren Hüllen zurück, die vereinten Protoplasten runden sich ab und lassen ihre Zellkerne zur diploiden (2n) Zygote (Punkt- in Kringelkern) verschmelzen (K!). Die Karyogamie erfolgt sofort nach der Plasmogamie; beide Vorgänge sind aber hier voneinander etwas getrennt dargestellt.

Die Zygote wandelt sich zur bestachelten, doppelwandigen (Exospor mit Stacheln, glattes Endospor einschließend) Dauerzygote um, keimt nach Ruhepause und Sprengung der Wände mit einem diploiden Protoplasten aus, der die Meiose vollzieht, wobei nach der ersten meiotisch Teilung, der Reduktionsteilung, zwei zweikernige Zellen entstehen; je ein Kern davon geht zugrunde, so dass danach jede Zelle nur einen haploiden Kern enthält, wobei (meist?) zwei konträrgeschlechtliche Zellen entstehen (Punkt-Kern, oder Kringel-Kern).

Diese Zellen werden hantelförmig, bilden danach zunächst eine halbe Zelle zur typischen Form um, bis auch die zweite Hälfte mit Chloroplast sich entsprechend gestaltet. Damit ist der sexuelle Entwicklungskreislauf (braune Pfeile) geschlossen.

Desmidiales vermehren sich aber meist asexuell: Der im Zentrum des Isthmus liegende haploide Kern teilt sich mitotisch (M!), wobei sich der Isthmus etwas einschnürt und eine leicht verlängerte Brücke bildet; ein Septum durchtrennt die Brücke, wodurch zwei haploide (n) Zellen entstehen; jede Zelle nimmt einen der beiden Chloroplasten mit (nur für eine Zelle eingezeichnet).

Die Brückenhälften weiten sich halbkreisförmig aus, um am Ende die typisch geformten, oft eingeschnürten (artabhängig) Halbzellen zu bilden, wobei sich der vorhandene Chloroplast teilt, so dass jede Halbzelle wieder einen Chloroplasten besitzt. Damit ist der asexuelle Nebenkreislauf (violette Pfeile) mit ausschließlich mitotischen Teilungen geschlossen.

In Kreisform dargestellt, erweist sich der Lebenskreislauf als der eines Haplonten: nur die Zygote ist diploid. Es liegt also ein zygotischer Kernphasenwechsel vor.
Nach van den Hoek et al. (1995/2002), Fig. 29.6, S. 469 und Fig. 29.7, Seite 471.
Eingestellt am 21. Februar 2026
.

Desmidiales, Zieralgen
4 Zierde
.
Regelmäßig verbeulte Doppelhauben liegen am Isthmus[1] dicht aneinander.
Spitzenwärts eingedrückt, quer wie ein Stern,
Füllen Chromatophoren
Euastrums[2], der Sternalge, Lumen.
.
Micrasterien[3], Stachelsternchen, flach-oval wie Medaillen,
Tragen dolchartige Spitzen über den Rand verstreut,
Besetzen in dichtem Verbund als wiederholt dichotom[4] gegabelte Äste ihr
Mittig tief geteiltes Rund, bedrohen lüsterne Jäger mit möglichem Tod.
.
Eher rundlich und vornehm liebt es Cosmarium[5], sich dem Betrachter zu zeigen.
Zwar ist weit seine Taille,
Doch gleicht mit dicht gestreuten zierlichen Knöpfchen
Es die fehlende Anmut geschickt wieder aus.
.
Staurastrum[6], die Schiffsankeralge,
Spreizt ihre raumgreifenden Beine starr vor sich her,
Bewehrt sie am Ende zudem oft noch mit Stacheln.
Manchen reicht aber um ihren doppelpyramidigen[7] Körper ein dichtes Nagelbrett.
.
Nicht viele erinnern an Urahnenzeiten.
Behalten die Schleimschicht um sich herum,
Recken zum dutzendzähligen Faden sich in die Länge,
Verändern kaum ihre Kugelgestalt zur rundeckigen Form,
Drängen sich halbherzig nur zum unverzweigten Trichom dicht zusammen[8],[9].
Wenig braucht es, sie wieder zu trennen,
Lassen mit leichter Strömung sich treiben,
Führen ihr fädiges Leben andernorts fort. –
.
Glücklich der Lehrer, Dozent und Professor,
Der ihre Zierde den Lernenden zeigt!
Erstaunen und Ehrfurcht ergreift die Umgebung:
Ist die Erkenntnis in dir schon gereift?
Hat nicht Gott ebenso Freude
An ihrer Schönheit wie wir?
.
Fußnoten
[1] Isthmus: Verengung, Engstelle
[2] Euastrum: Sternalgen (Desmidiales – Zygnematophyceae – Streptophyta – Plantae – Eukarya)
[3] Micrasterias: Stachelsternchen (Desmidiales – Zygnematophyceae – Streptophyta – Plantae – Eukarya)
[4] Dichotom: gegabelt
[5] Cosmarium: Keine Schmuckalgen (Desmidiales – Zygnematophyceae – Streptophyta – Plantae – Eukarya)
[6] Staurastrum: Schiffsankeralgen (Desmidiales – Zygnematophyceae – Streptophyta – Plantae – Eukarya)
[7] Umgekehrte Doppelpyramide: Zwei über eine Spitze zusammenhängende Pyramiden
[8] Hyalotheca dissilens: Glashüllen-Alge (Desmidiales – Zygnematophyceae – Streptophyta – Plantae – Eukarya)
[9] Desmidium: Ketten-Zieralgen (Desmidiales – Zygnematophyceae – Streptophyta – Plantae – Eukarya)
Eingestellt am 21. Februar 2026
.

Desmidiaceae, Formenvielfalt
„Fig. 1. Staurastrum furcatum (Brebisson): Eine regelmäßig dreieckige Kosamarie, mit gabelteiligen Stacheln bewaffnet. In der Mitte der Zellkern. – Fig. 2. Staurastrum vestitum (Brebisson): Zwei regelmäßig dreieckige Kosmarien, welche sich behufs Kopulation schräg übereinander legen (vgl. Fig. 3, 4 u.5). – Fig. 3. Staurastrum aculeatum (Ehrenberg): Eine regelmäßig viereckige Kosmarie, von der Gestalt eines quadratischen Sofakissens, mit Stacheln besetzt. – Fig. 3a. Frontansicht (von der schmalen Seite des Kissens). Zwei Zellen legen sich mit den gewölbten breiten Seiten behufs Kopulation übereinander. – Fig. 3b. Endansicht (von der breiten Seite des Kissens. In der Mitte der Zellkern. – Fig. 4. Staurastrum paradoxum (Meyen): Eine regelmäßig viereckige Kosmarie, deren vier Arme am Ende einen Dreizack tragen. – Fig. 4a. Frontansicht (von der schmalen Seite). Zwei Zellen legen sich mit den gewölbten breiten Seiten behufs Kopulation übereinander. – Fig. 4b. Endansicht (von der breiten Seite). Dasselbe Pärchen in Kreuzung. – Fig. 5. Staurastrum spinosum (Brebisson)“ [ synonym zu Staurastrum furcatum]: „Diese Figur zeigt die vollzogene Paarung von zwei Zellen. Die beiden Kosmarien, welche sich kreuzförmig übereinander gelegt haben (wie in Fig. 4b), haben ihre dornige Schale in zwei Hälfen gespalten; ihre beiden halbkugeligen Klappen sind auseinander getreten (linke obere und rechte untere Klappe gehören zu einer Zelle). Die weichen lebendigen Plasmakörper (Entosomen) sind aus beiden geborstenen Zellen ausgetreten und haben sich in der Mitte zu einer Kugel vereinigt, der Jochspore (Zygospore). Diese Plasmakugel hat eine neue Cellulosehülle ausgeschieden, die mit langen Radialstacheln bewaffnet ist; jeder Stachel trägt am Ende einen Dreizack mit drei gabelspaltigen Endhaken. – Fig. 6. Micrasterias denticulata (Brebisson: Eine Kosmarie von der Gestalt einer kreisrunden, bikonvexen Linse, in Teilung begriffen. – Fig. 7. Micrasterias trigemina (Haeckel) )“ [synonym zu Micrasterias mahabuleshwarensis]: „Eine linsenförmige Kosmarie mit drei Paar gabelspaltigen Armen. Die Teilung beginnt. – Fig. 8. Micrasterias melitensis (Ehrenberg): Eine Kosmarie von der Gestalt eines Malteserkreuzes, mit drei Paar mehrspaltigen Armen. – Fig. 9. Spirotaenia condensata (Brebisson): Eine walzenförmige Kosmarie. Innerhalb des Hohlcylinders ist ein Chlorophyllband spiralig aufgerollt.“ [Zählt zu Zygnematales]. – „Fig. 10. Closterium costatum (Corda): Eine sichelförmige Kosmarie, mit drei Chlorophyllbändern. An den beiden Enden des Halbmonds liegt ein helles, kugeliges Bläschen, in dem sich feine Gipskristalle zitternd bewegen. – Fig. 11. Euastrum pecten (Ehrenberg) [synonym zu Euastrum oblongum]: Eine kammförmige Kosmarie, mit sechs Paar stumpfen Randlappen. – Fig. 12. Euastrum agalma (Haeckel): Eine scheibenförmige, längs-elliptische Kosmarie, mit acht Paar mehrspaltigen Randlappen. – Fig. 13. Euastrum apiculatum (Ehrenberg)“ [synonym zu Micrasterias apiculata]: „Eine scheibenförmige, quer-elliptische Kosmarie, mit zwölf Paar mehrspaltigen Randlappen.“
Autor: Ernst Haeckel
Lizenz: Gemeinfrei; unverändert
Eingestellt am 21. Februar 2026
.
Endpunkt erreicht
