zum Glossar mit Abbildungsverweisen über:

Bryozoa, Moostierchen

1 Cyphonautes

.

Schwimmend dreht kreiselnd sich

Cyphonautes[1] als stumpfkeglige Haube,

Unterseits, am Atriumrand, Cilien[2] ausdauernd schwingend,

Mit weit gedehnter, filtrierender Saugrohrkammer

Durch Wolken schwebenden Planktons[3]

Und führt die eingestrudelte Beute ihrer verborgenen Mundöffnung zu.

.

Ihre Seiten umhüllen schützend zwei bogige Platten,

Bedecken den jungen, nicht ausgereiften Larvenkörper[4],

Geben für Licht- und Schattenempfinden

Apikal Raum einem Sinnesorgan.

.

Keinen Platz lassen Ein- und Ausströmkammern dem Darm.

Nur als kleine, mittig kaum etwas erweiterte Form,

Verläuft er, an die Rundung des coelomatösen[5] Bauchsacks sich schmiegend,

Bogig vom tief in der Kammer liegenden Mund

Bis hin zum After,

Dem Entsorgungsorgan des Moostierchens altertümlichen Larve.

.

Nicht lange bleibt Cyphonautes im Pelagial[6],

Denn ins Benthos[7] zieht es die Larve hinab:                                                                            

Festem Grund rudert sie zu,

Nimmt, was ihn bedeckt, als Nahrung für sich.

.

Festen Halt unter dem Cilienkranz spürend,

Stülpt sie den Bauchsack, ihn mit Wasser befüllend, hervor,

Klebt ihn, gegen den Untergrund kräftig drückend,

Felsen und anderen Hartteilen an.

.

Fußnoten

[1] Cyphonautes (Bryozoa): Planktonische, meist dreieckige und seitlich abgeflachte Larve mariner Moostierchen

[2] Cilie, Wimper, Flagellum, Geißel, (Eukaryageißel): Charakterisiert durch ihren internen Bau aus 9 peripheren, etwas schräg nach innen gestellten Doppelmikrotubuli (Querschnitt durch die Geißel) und einem zentralen Tubulipaar, das etwas Abstand voneinander hält. Dyneinarme verbinden die Mikrotubuli. Die Geißel ist von der Zellmembran umgeben und gefüllt mit Cytosol. Am Übergang der Geißelbasis in den Zellkörper treten spezielle Verstrebungen, Verstärkungen, auf; eine dünne Querplatte trennt oft den untersten, in die Zelle integrierten Teil, der in seiner Struktur einem Centriol entspricht: Es fehlen die beiden zentralen Mikrotubuli und die peripheren Zwillinge wurden zu Drillingen. Die in der Zelle gelegenen Teile der Geißel sind noch durch verwandtschaftsabhängig gestaltete Haltestrukturen verwurzelt.

[3] Plankton: Gesamtheit der im Wasser freischwebenden oder mit geringer Eigenbeweglichkeit schwimmenden, kleineren Organismen, deren Ortswechsel hauptsächlich durch Wasserströmungen vermittelt wird

[4] Larven: Jugendstadien von Tieren, die sich grundsätzlich vom Erscheinungsbild Erwachsener unterscheiden und erst nach einer Metamorphose Adultgestalt annehmen

[5] Coelom, Sekundäre Leibeshöhle: Flüssigkeitsgefüllter Hohlraum, der von einem mesodermalen Epithel umgeben ist und als Flüssigkeitspolster bei vielen Protostomiern die Funktion eines Hydroskeletts übernimmt; Das Coelom wird im Lauf der Ontogenese durch Abfaltung vom Urdarm oder aus besonderen, dem Entoderm oder dem Ektoderm entstammenden mesodermalen Zellen erst etwas später gebildet und verdrängt die primäre Leibeshöhle oft ganz.

[6] Pelagial: Uferferner Freiwasserbereich oberhalb der Bodenzone (Benthal)

[7] Benthos: Gesamtheit der über, auf oder im Grund oder im Uferbereich von Gewässern lebenden Organismen

Eingestellt am 20. Juni 2026

.

Cyphonautes-Larven von Bryozoa

Oben: Cyphonautes von einer Planktonprobe, Coos Bay, Oregon.

Gehört wahrscheinlich zu Membranipora https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cyphonautes.jpg

Autor: Gvondassow

Unten: Zwei Cyphonautes, eine in Seitenansicht, die andere in Apikalansicht, das Ausmaß der seitlichen Abflachung zeigend

Autor: Gvondassow

Eingestellt am 20.  Juni 2026

.

Bryozoa, Moostierchen

2 Die Verwandlung

.

Ungeheuren Ausmaßes erweist sich der Larve[1] Metamorphose[2],

Denn kaum etwas bleibt vom Wandel verschont,

Nur Mund, After und Darm scheinen fast wie zuvor,

Ihr Atrium[3] krempelt sie um, richtet es auf, exponiert nach oben den Mund.

.

Sprießt Arme[4] an einer hohlen Scheibe hervor,

Biegt den Darm und positioniert den After neben dem Mund,

Getrennt durch den Kranz

Beinahe ohne Lücken gereihter Tentakel.

.

Nichts geht verloren, alles wird wieder gebraucht,

Nur ihre Schalen gibt sie dahin,

Denn neu konstruiert sie den Schutz für das

Kaum millimetergroß wachsende Tier.

.

Eine nach oben offene, proteinhaltige Kapsel,

Chitinfibrillenverstärkt[5],

Umgibt die Basis des Minipolyps bis zum Kragen hinauf

An des Lophophors Rand und darüber hinaus.

.

Formen als Exkretionsorgane Metanephridien[6],

Die mit Wimpertrichter[7] Flüssigkeit sammeln aus dem Coelom[8];

Epithelien[9] des Abflusskanals trennen Brauchbares von Schädlichem,

Nehmen auf, was noch nötig, anderes wird in die Umwelt über den Nephroporus[10] entsorgt.

.

Der Darm bläht sich mittig zum beutelartigen Magen,

Biegt sich beidseits schmal röhrig nach oben:

Zum Mund hin als Pharynx[11] verstärkt,

Ein Rectum[12] führt vom Magen gegen den After.

.

Muskelstränge, fest vertäut an der oberen Magenbeuge, wie am Lophophor

Verwenden als Widerlager des Polypids[13] Grund und Wand des Cystids[14],

Allzeit bereit, Tentakel mitsamt Lophophor

Bei Gefahr in des Gehäuses Schutzraum zu zieh‘n. –

.

Vor knapp sechshundert Millionen Jahren,

Zu Beginn der Moostierchen Evolution,

Blieb wohl des Häuschens Zugang weithin unverschlossen,

Bis ein Nachfahre, dann jeder auf eigene Art,

Mit Schließmuskeln, Zahnreihen, oder auch klappbarem Deckel

Seine Lösung für ,Zutritt verboten' erfand.

.

Doch wohin mit dem Wasser

In Leibeshöhle[15], Tentakel[16] und Lophophor[17],

Das, hohem Druck ausgesetzt, plötzlich zu viel,

Wenn sich der Körper auf kleinstem Raum komprimiert?

Kein Problem, solange flexibel genug die Wand der Behausung!

Sie dehnt, sich verformend, nach außen und

Drückt nach Erschlaffen der Muskeln

Des Moostierches weichen Körper wieder hervor.

.

Kalkstabilisierten Schutzbauten freilich

Bleibt die Ausgleichsverformung verwehrt!

Einen wasserbefüllten, verformbaren Schlauch, einen Sack,

Stülpen von außen sie in ihr Coelom.

.

Entspannt filternde Kalkbryozooen füllen, zuvor

Ihren entleerten Ausgleichstank muskulös dehnend,

Mit Wasser aus der nahen Umgebung, bereit, bei Rückzug des filternd

Ungeschützt liegenden Körpers, es wieder nach außen zu stoßen.

.

Raffinierte behalten ein unverkalktes, nach außen dehnbares Fenster,

Zieh‘n es mit Muskelkraft,

Aus dem Cystid dabei behütete Teile drückend,

In Ausgangslage wieder zurück.

Raffinierte verschießen ihr Gehäuse mit Deckel,

Zieh’n sich wohlbehütet in ihren Wohnraum zurück.

.

Wohl dem, der nicht allein für sich sorgt,

Mit andern zusammen in engen Gemeinschaften[18] wohnt!

Er verteilt durch off‘ne Verbindungskanäle

In kleinen Portionen den Druck.

.

Fußnoten

[1] Larven: Jugendstadien von Tieren, die sich grundsätzlich vom Erscheinungsbild Erwachsener unterscheiden und erst nach einer Metamorphose Adultgestalt annehmen

[2] Metamorphose (Animalia): Entwicklung von der Zygote zum geschlechtsreifen Tier über selbständige Larvenstadien

[3] Atrium (Lophophorata): trichterartig den Mund umgebender Bereich (Larve), von Tentakeln umgebener Raum (Adult)

[4] Tentakel

[5] Chitin: Polymer aus N-Acetyl-Glucosamin, entstanden aus 1,4-β-Glucosen, an deren C2 eine [–NHCOCH3]-Gruppe hängt; anders ausgedrückt, an deren C2 eine [–NH2]-Gruppe, eine Aminogruppe, hängt, bei der ein Wasserstoffatom durch ein Acetyl [–COCH3] ersetzt ist. Zellwandpolysaccharid der Fungi (Echte Pilze), einiger Cnidaria (Nesseltiere), Lophophorata (Tentakulierte) und Exoskelett der Arthropoda (Gliederfüßer)

[6] Metanephridien: Enden im Coelom mit einem Wimpertrichter, der Flüssigkeit daraus in den Metanephridialkanal flimmert; Epithelien des Kanals diskriminieren zwischen Bauchbarem, das über sie aufgenommen wird und Unbrauchbaren oder Schädlichem, das über den Nephroporus entsorgt wird

[7] Wimpern (Zellen): Eukarya-Flagellen, -Geißeln, Cilien

[8] Coelom: Coelom, Sekundäre Leibeshöhle: Flüssigkeitsgefüllter Hohlraum, der von einem mesodermalen Epithel umgeben ist und als Flüssigkeitspolster bei vielen Protostomiern die Funktion eines Hydroskeletts übernimmt; Das Coelom wird im Lauf der Ontogenese durch Abfaltung vom Urdarm oder aus besonderen, dem Entoderm oder dem Ektoderm entstammenden mesodermalen Zellen erst etwas später gebildet und verdrängt die primäre Leibeshöhle oft ganz.

[9] Epithel: Ein- oder mehrlagige Zellschichten, die alle inneren und äußeren Körperoberflächen von Echten Tieren (Animalia) bedecken

[10] Nephroporus (Nichtwirbeltiere): Porus durch den Nephridien entsorgen

[11] Pharynx (Tricladida, Neodermata, Lophophorata): Quergestreift-muskulöse Pumpe kurz nach dem Mund

[12] Rectum (allgemein): Enddarm

[13] Polypid (Bryozoa): Im Gegensatz zum Cystid weichhäutig und allenfalls mit einer Glycocalyx überzogen; es umfasst den Lophophor, einen Tentakelschaft genannten Teil der Leibeswand der die Verbindung zum Cystid darstellt, den Verdauungstrakt, sowie mehrere zugehörige Gruppen von Muskulatur

[14] Cystid (Bryozoa): Besteht im Wesentlichen aus der Köperwand, bei der zwei Schichten, die äußere Ectocyste, sowie die innere Endocyste unterschieden werden

[15] Coelom

[16] Mit Coelom

[17] Mit Coelom

[18] Polypidenstock (Bryozoa): Aussehen einer Kolonie, doch sind die einzelnen Individuen über ein gemeinsames Gewebe verbunden, unterscheiden sich darin von Kolonien, die durch dichte Siedlung einzelner Individuen gekennzeichnet sind

Eingestellt am 20. Juni 2026

.

Bryozoa, Moostierchen

3 Zusammenspiel

.

Aus dem Cystid[1] heraus knospend,

Okkupieren Erstkolonisten rundherum verfügbaren Raum,

Trennen sich nicht, bleiben verbunden über die Zeit,

Kommunizieren miteinander, tauschen sich aus.

.

Ob flächig gedehnt, zur Hemisphäre geformt,

Als Strauch in die Höhe verzweigt,

Fallen, einzeln dem Auge entgehend,

Moostierchen erst als dicht gefügte Versammlungen[2] auf.

.

Wird ein Individuum tödlich verletzt,

Übernehmen andere seine Funktion,

Erhalten der Gene Wissen,

Verhindern der Bryozooe Extinktion[3].

.

Als Kolonie[4] mehrköpfig zur Einheit verbunden,

Befreit sie vom Zwang Allrounder zu sein,

Eröffnet völlig neue Optionen

Für Arbeitsteilung[5], Spezialisierung[6] und Kooperation.

.

Schutz in mitgliederstarken Verbünden

Bringt Vorteile nicht nur dem einzelnen Glied;

Populationen profitieren als Ganzes davon,

Denn ihre Zukunft kann nicht überraschend beenden ein Feind.

.

Als einer dichten Ansammlung Nachteil

Erweist sich populationsinterne Konkurrenz um limitierte Ressourcen,

Wenn jedes Mitglied für sich nur

Nahrung aus umgebendem Wasser besorgt.

.

Was erhöht der Nahrungsakquise Erfolg?

Dichtstehende, kurze Tentakel[7] zu kleinen Trichtern geformt,

Oder doch reduziert in der Zahl, länger dafür,

Mit raumgreifender Wirkung auf nahrungbeschaffenden Sog?

.

Mit zunehmender Größe der Population

Fischen manche Polypide[8] zu wenig an Nahrung.

An Eigenversorgung ist nicht zu denken,

Stellen nach einiger Zeit Tentakel zu bilden deswegen ein.

.

Als reines Cystid verbinden sie Nachbarn,

Helfen, Verbindungskanäle weitend,

Coelomwasser mit flüssiger Nahrung angereichert verteilend,

Sich und vergeblich filternden Gliedern des Stocks[9].

.

Polypide, zu Sträuchern und Flächen vereint

Litten, der exponierten Stellung, der größeren Angriffsflächen wegen,

Unter wechselnden, seitlichen Drücken,

Würden nicht unverkalkte Cystide gelenkartig Nachbarn verbinden.

.

Schnabelartig der Hülle Operculum[10] umkonstruiert,

Schnappt manches Cystid scheinbar nach Luft,

Doch über Sinn und Zweck des eigenartigen Werkzeugs

Spekulieren manche Experten nach Laune bis hin zum Frust.

.

Tentakelzupfende hungrige Feinde bedrängen,

Blitzartig nach ihrer Beute greifend,

Bestand und Leben auch großer Verbände, fördern unabsichtlich evolutiv

Abwehrverhalten und Schutzmechanismen des Schicksalverbunds.

.

Operculi, für den Verschluss des Cystids gedacht,

Strecken zuspitzend sich nach und nach in die Länge;

Zum Stachel, zur verlängerten Borste gezogen,

Überragen sie igelkleidartig[11], mit Muskelkraft schwingend,

Mancher Moostierchen Siedlung,

Verderben neugierigen Wesen jegliche Lust.

.

Was scheint schutzwürdiger, außer dem eigenen Leben?

Ihrer Nachkommen Fitness[12]!

Zukunftsweisende Wege, der Genbewahrer Weiterentwicklung zu sichern,

Genießen auch hier oberste Priorität.

.

Fußnoten

[1] Cystid (Bryozoa): Besteht im Wesentlichen aus der Köperwand, bei der zwei Schichten, die äußere Ectocyste, sowie die innere Endocyste unterschieden werden

[2] Polypidenstock (Bryozoa): Aussehen einer Kolonie, doch sind die einzelnen Individuen über ein gemeinsames Gewebe verbunden, unterscheiden sich darin von Kolonien, die durch dichte Siedlung einzelner Individuen gekennzeichnet sind

[3] Extinktion: Aussterben

[4] Polypidenstock (Bryozoa): Aussehen einer Kolonie, doch sind die einzelnen Individuen über ein gemeinsames Gewebe verbunden, unterscheiden sich darin von Kolonien, die durch dichte Siedlung einzelner Individuen gekennzeichnet sind

[5] Arbeitsteilung und Differenzierung: sind treibende Kräfte der Evolution. Aufgabenverteilung auf verschiedene Zellen, Zellbereiche, Zellorganellen, Teilbereiche des Organismus, auf Gewebe, führt letztendlich zu hochdifferenzierten, spezialisierten Organen, die sich einzig und allein ihrer Aufgabe – und somit für den Organismus effektiver – widmen können. Damit werden weitere Entwicklungsmöglichkeiten angestoßen, die evolutiv zu ungeahnter Vielfalt führen. Diese treibenden Kräfte lassen sich schon zu Anfang der Organismenevolution aufzeigen und ziehen sich durch bis zur Entwicklung der Menschheit; ja selbst der moderne Mensch kennt diese Prinzipien als Erfolgsrezepte und wendet sie für sein eigenes Leben laufend an.

[6] Differenzierung

[7] Tentakel (Lophophorata): Hohlorgane mit zweierlei Cilien; randliche Cilien schlagen zwischen den Tentakeln nach außen, Wasser aus dem Tentakeltrichter zu entfernen, damit neues in den Trichter gesaugt wird; Cilien der Tentakelfläche schlagen nach unten hin zum Mund, um Partikel hinzutreiben

[8] Polypid (Bryozoa): Im Gegensatz zum Cystid weichhäutig und allenfalls mit einer Glycocalyx überzogen; es umfasst den Lophophor, einen Tentakelschaft genannten Teil der Leibeswand der die Verbindung zum Cystid darstellt, den Verdauungstrakt, sowie mehrere zugehörige Gruppen von Muskulatur

[9] Polypidenstock

[10] Operculum (Bryozoa): Deckelartige Struktur, die die Öffnung schützt, durch die der Polypid sich strecken kann

[11] Europäischer Igel: Erinaceus europaeus (Erinaceomorpha – Lipotyphla – Laurasiatheria – Boreoeutheria – Placentalia –…)

[12] Fitness (biologische): Je mehr nachkommenerzeugende Nachkommen entstehen, umso fitter ist ein Organismus

Eingestellt am 20. Juni 2026

.

Moostierchen

1  Cristatella mucedo, unreifer Statoblast. – 2 Cristatella mucedo, reifer Statoblast. – 3 Cristatella mucedo, junger Polypidstock. – 4 Cristatella mucedo, adulter Polypidstock. – 5 Cristatella mucedo , adulter Polypidstock im Querschnitt. – 6 Plumatella repens , Individuum vor Polypidstockbildung. – 7 Plumatella repens, junger Polypidstock. – 8 Plumatella repens, Teil eines jungen Polypidstocks. – 9 Plumatella fungosa, junger Polypidstock. – 10 Cristatella mucedo, junger Polypidstock. – 11 Cristatella mucedo, junges, sich entwickelndes Individuum in einem Polypidstock. – 12 Cristatella mucedo, älteres, sich entwickelndes Individuum in einem Polypidstock.

Autor: Ernst Haeckel; Kunstformen der Natur (1904), plate 23: Bryozoa 

Lizenz: Gemeinfrei; unverändert

Eingestellt am 20. Juni 2026

.

Bryozoa, Moostierchen

4 Suchen und finden

.

Ein Strang, vom Caecum[1] zur feingebogenen Wand,

Mitten durch das Coelom[2] gespannt,

Schafft Spermatozoidenzehnerpakete

Mit Geißeln[3] zu Bündeln verdrillt.

.

Als schwimmende Einheit, energetisch begünstigt,

Steuern sie, an Tentakelenden[4] liegende Pori immer im Blick,

Zur äußersten Spitze,

Verlassen, auf saugende Trichter nur hoffend, ihr väterliches Coelom.

.

In dichter Versammlung bleiben kurz ihre Wege,

Bis sie, von flimmernden Armen getrieben,

Zentral im Strudel nach unten geschafft,

Am Grunde des Trichters für immer verschwinden.

.

Nicht dem Magen streben sie zu,

Suchen den Porus gleich hinter dem Mund;

Dringen, mit kräftigen Schlägen sich lösend,

Zu Lophophors[5] Ringkanal vor,

Finden den Weg ins weite Coelom,

Verschmelzen mit Eizellen[6], die vor Kurzem Endothelzellen[7] entschlüpft.

.

Nur wenige Arten bewahrten sich von alters her,

Zygoten[8] ins Freie zu schicken,

Larven[9] der Unbill des Lebens

Unbewandet, ungeschützt zu übergeben,

Um ihr Schicksal selbst in die Hände zu nehmen;

Allzu oft endet ihr unbehütetes Leben ohne Erfolg.

.

Beschützen, am Anfang des Lebens von der Mutter ernährt,

Hilft über Hürden, über leicht verwundbare Phasen,

Bringt zügig sesshaftes Siedeln am Benthos[10],

Überspringt gefährdendes Schweben im Pelagial[11].

.

Fußnoten

[1] Caecum (Bryozoa): Senkrecht nach oben ziehender Enddarm, um außerhalb des Tetakelkranzes nach außen zu münden

[2] Coelom, Sekundäre Leibeshöhle: Flüssigkeitsgefüllter Hohlraum, der von einem mesodermalen Epithel umgeben ist und als Flüssigkeitspolster bei vielen Protostomiern die Funktion eines Hydroskeletts übernimmt; Das Coelom wird im Lauf der Ontogenese durch Abfaltung vom Urdarm oder aus besonderen, dem Entoderm oder dem Ektoderm entstammenden mesodermalen Zellen erst etwas später gebildet und verdrängt die primäre Leibeshöhle oft ganz

[3] Flagellum, Geißel, Cilie (Eukaryageißel): Charakterisiert durch ihren internen Bau aus 9 peripheren, etwas schräg nach innen gestellten Doppelmikrotubuli (Querschnitt durch die Geißel) und durch ein zentrales Tubulipaar, das etwas Abstand voneinander hält. Dyneinarme verbinden die Mikrotubuli. Die Geißel ist von der Zellmembran umgeben und gefüllt mit Cytosol. Am Übergang der Geißelbasis in den Zellkörper treten spezielle Verstrebungen, Verstärkungen, auf; eine dünne Querplatte (Terminalplatte) trennt oft den untersten, in die Zelle integrierten Teil, der in seiner Struktur einem Centriol entspricht: Es fehlen die beiden zentralen Mikrotubuli und die peripheren Zwillinge wurden zu Drillingen. Die in der Zelle gelegenen Teile der Geißel sind noch durch verwandtschaftsabhängig gestaltete Haltestrukturen verwurzelt.

[4] Tentakel (Lophophorata): Hohlorgane mit zweierlei Cilien; randliche Cilien schlagen zwischen den Tentakeln nach außen, Wasser aus dem Tentakeltrichter zu entfernen, damit neues in den Trichter gesaugt wird; Cilien der Tentakelfläche schlagen nach unten hin zum Mund, um Partikel hinzutreiben

[5] Lophophor (Lophophorata): Tentakelbesetztes ring-, hufeisen- oder spiralförmiges Hohlorgan, das die hohlen Tentakel mit sich verbindet

[6] Eizellen: Unbewegliche, nährstoffreiche, weibliche, haploide Keimzellen

[7] Endothelzellen: Als geschlossene Schicht in Blut- und Lymphgefäßen auftretende Zellen

[8] Zygote: Diploide Zelle, die nach der Verschmelzung zweier haploider Kerne, im Zuge der sexuellen Fortpflanzung entstand

[9] Larven: Jugendstadien von Tieren, die sich grundsätzlich vom Erscheinungsbild Erwachsener unterscheiden und erst nach einer Metamorphose Adultgestalt annehmen

[10] Benthos: Gesamtheit der über, auf oder im Grund oder im Uferbereich von Gewässern lebenden Organismen

[11] Pelagial: Uferferner Freiwasserbereich oberhalb der Bodenzone (Benthal)

Eingestellt am 20. Juni 2026

.

Bryozoa, Moostierchen

5 Fürsorge

.

Erweist sich ein Vorteil als zukunftsträchtig,

Erreichen evolvierende Wesen

Oft auf unterschiedlichsten Wegen

Das gleiche, mitunter identische Ziel. –

.

Brutpflege bringt Jungtieren Reserven,

Überbrückt beginnenden Engpass an Nahrung,

Vermindert Gefahr, schon als Keim zu ersticken,

Verhilft zu unbehindertem Start.

.

Zygotische Eier[1], zum Reifen von außen der Körperwand angeklebt,

Ruhen im Schutz der Adulten[2] Tentakel[3],

Entwickeln im Innern behütet Embryonen[4],

Verbringen geschlüpft noch einige Zeit nahe der Elterngeneration.

.

Andere bleiben noch länger im Körper der Mutter,

Nutzen zur ungestörten Entwicklung hüllenumgeben diesen Lebensabschnitt,

Nehmen jedoch am Ende den Tod der Mutter in Kauf,

Wenn sie nach außen sich drängen.

.

Manche gehen einen Schritt weiter,

Bereiten gar einen Embryosack[5] dem

Nachwuchs am Rand ihres Coeloms[6],

Im dem plazentagleich[7] sie die Jungen ernähren.

.

Für Nachwuchsförderung teilen Kolonien[8]

Nicht selten die Mühen sich.

Einzelne Glieder leben, sich mehrfach vergrößernd,

Ausschließlich dafür.

.

Verwöhnen aus guten Gründen den einzigen Embryo,

Denn wohlernährt wirkt er, Leben anschließend Mehrlingen gebend,

Als Ursprung clonaler[9] Embryonie,

Die sich, wiederum teilend, erfreuen der Viviparie[10].

.

Als einfache, starkbewimperte Larven

Verlassen sie das Gonozoid[11],

Gründen unter Verlust ihres Kleides,

Eine neue Bryozooenkolonie[12].

.

Warum bewimperte Larven zum Wandel dem Plankton[13] übergeben,

Ausliefern Gefahren feindlicher Welten,

Wenn auch Jungtiere schon mit Tentakeln gerüstet,

Im Gonozooid ausreichend Raum für Entwicklung finden?

.

Ihrer Heimat, dem Schutz des bergenden Bauchs, den Rücken zuwendend,

Lassen sie nach kurzer, strömungsvermittelter Reise

Sich auf Neulanden nieder, gewillt, eine

Neue Gemeinschaft in knospender Weise zu gründen.

.

Fußnoten

[1] Ei: Besteht im Normalfall aus einer befruchteten weiblichen Keimzelle (Eizelle), Nährstoffen (Dotter) und schützenden Hüllen

[2] Adult, Adultus: Erwachsen, Erwachsener

[3] Tentakel (Lophophorata): Hohlorgane mit zweierlei Cilien; randliche Cilien schlagen zwischen den Tentakeln nach außen, Wasser aus dem Tentakeltrichter zu entfernen, damit neues in den Trichter gesaugt wird; Cilien der Tentakelfläche schlagen nach unten hin zum Mund, um Partikel hinzutreiben

[4] Embryo (allgemein): Frühes Entwicklungsstadium der Plantae und Animalia; entsteht aus einer Zygote nach der ersten Zellteilung oder parthenogenetisch aus einer diploiden oder haploiden Zelle

[5] Embryosack (allgemein): Zelluläre, einen Embryo umgebende Hülle

[6] Coelom, Sekundäre Leibeshöhle: Flüssigkeitsgefüllter Hohlraum, der von einem mesodermalen Epithel umgeben ist und als Flüssigkeitspolster bei vielen Protostomiern die Funktion eines Hydroskeletts übernimmt; Das Coelom wird im Lauf der Ontogenese durch Abfaltung vom Urdarm oder aus besonderen, dem Entoderm oder dem Ektoderm entstammenden mesodermalen Zellen erst etwas später gebildet und verdrängt die primäre Leibeshöhle oft ganz

[7] Plazenta (allgemein): Ein den Embryo ernährende, mit der Mutter verbindende Struktur

[8] Tierstock: Aussehen einer Kolonie, doch sind die einzelnen Individuen über ein gemeinsames Gewebe verbunden, unterscheiden sich darin von Kolonien, die durch dichtes Siedeln einzelner Individuen gekennzeichnet sind.

[9] Clonale Vermehrung: Asexuelle Vermehrung (rein mitotisch bedingte Vermehrung, daher Individuen genetisch identisch)

[10] Vivipar: Lebendgebärend; bereits entwickelte Larven, oder (junge) Adulte, verlassen das Mutterzoon

[11] Gonozoide (allgemein): Individuen eines Tierstocks, die ausschließlich zur sexuellen oder asexuellen Vermehrung bestimmt sind

[12] Tierstock

[13] Plankton: Gesamtheit der im Wasser freischwebenden oder mit geringer Eigenbeweglichkeit schwimmenden, kleineren Organismen, deren Ortswechsel hauptsächlich durch Wasserströmungen vermittelt wird

Eingestellt am 20. Juni 2026

.

Bryozoa, Moostierchen

6 Von alters her

.

Kalkskelette geben Zeugnis von Bryozooen früherer Zeit.

Doch unverkalkte, ältere Formen mit fehlenden oder organischen Hüllen

Gingen der Geodatierung verloren,

Hinterließen keinerlei Spuren im Stein.

.

Im Unteren Ordoviz[1] fanden Paläontologen schon Reste.

Über fünfzehntausend fossile, unterschiedlichen Arten zuzurechnende Stücke

Liegen für Studienzwecke in Sammlungen vor:

Um vergangene Vielfalt mit gebotener Vorsicht zu interpretieren!

.

Riffe[2] aus permischer Zeit[3], errichtet von Kalkbryozooen,

Geben Zeugnis aus bewegter Vergangenheit,

Was schon der kleinste Organismus

Durch Kooperation bewältigt‘ und schuf.

.

Ein kleiner coelomater[4] Polypid[5]

Mit zum Becher gereihten, bewimperten Armen[6],

Schutzlos, nur mit weicher Matrix[7] umgeben,

Wagte den Aufbruch, ohne groß an die Zukunft zu denken;

Fragte nicht nach Gefahren, nach vorteilhafter Umgebung,

Blieb flexibel für jede Innovation,

Vertrauend auf die genetische Stärke,

Begab sich in fordernde Hände der Evolution.

.

Was wohl erwies sich als primäre Stärke der winzigen Tierchen?

War es, clonal[8] sich zur Schicksalsgemeinschaft zu weiten,

Um, wenn geboten, dem Nächsten zu helfen?

War es fürsorgliche Pflege der Folgegeneration,

Um neu entstand‘ne Ideen weiterzugeben,

Oder doch der baldige Schutz einer kalkimprägnierten Hülle,

Um sich, wenn nötig, unerreichbar zurückzuziehen?

Vielleicht erfanden sie damals schon biozide[9] Substanzen,

Den Kampf, wie auch derzeit, gegen Myriarden[10] Mikroben[11] zu führen?

Wahrscheinlich beeinflussten viele Faktoren zugleich der Moostierchen Spiel,

Um nach wie vor mit Tausenden Arten

Zu brillieren, zumeist im Meer.

.

Fußnoten

[1] Ordoviz-Zeit: vor ca. 488 – 444 Millionen Jahren

[2] Riff: Eine mehr oder weniger lang gestreckte Erhebung, die vom Gewässerboden in Richtung Gewässeroberfläche aufragt

[3] Perm-Zeit: vor etwa 299 – 251 Millionen Jahren

[4] Coelom, Sekundäre Leibeshöhle: Flüssigkeitsgefüllter Hohlraum, der von einem mesodermalen Epithel umgeben ist und als Flüssigkeitspolster bei vielen Protostomiern die Funktion eines Hydroskeletts übernimmt; Das Coelom wird im Lauf der Ontogenese durch Abfaltung vom Urdarm oder aus besonderen, dem Entoderm oder dem Ektoderm entstammenden mesodermalen Zellen erst etwas später gebildet und verdrängt die primäre Leibeshöhle oft ganz

[5] Polypid (Bryozoa): Im Gegensatz zum Cystid weichhäutig und allenfalls mit einer Glycocalyx überzogen; es umfasst den Lophophor, einen Tentakelschaft genannten Teil der Leibeswand der die Verbindung zum Cystid darstellt, den Verdauungstrakt, sowie mehrere zugehörige Gruppen von Muskulatur

[6] Tentakel (Lophophorata): Hohlorgane mit zweierlei Cilien; randliche Cilien schlagen zwischen den Tentakeln nach außen, Wasser aus dem Tentakeltrichter zu entfernen, damit neues in den Trichter gesaugt wird; Cilien der Tentakelfläche schlagen nach unten hin zum Mund, um Partikel hinzutreiben

[7] Matrix: Zwischen festen Teilen (z. B. Zellen oder Fasern) liegende amorphe Substanzen, um Stabilität und Zusammenhalt zu geben

[8] Clonale Vermehrung: Asexuelle Vermehrung (rein mitotisch bedingte Vermehrung, daher Individuen genetisch identisch)

[9] Bioizid: Chemische Stoffe oder Mikroorganismen, die Schädlinge, Bakterien, Viren oder Pilze zerstören, abschrecken oder unschädlich machen

[10] Myriarden: Zehntausende, Ungezählte

[11] Mikroben: Mikroskopisch kleine Lebewesen, die einzeln nicht mit bloßem Auge erkennbar sind, zum Beispiel Bakterien und Archäen. Die meisten dieser Mikroorganismen sind Einzeller, zu ihnen zählen jedoch auch wenigzellige Lebewesen (einige Pilze und Algen, viele Amoebozoa, Chromalveolata, Rhizaria und Excavata) entsprechender Größe

Eingestellt am 20. Juni 2026

.

Gehäuse von Bryozoen

„Die Figuren dieser Tafel stellen bei starker Vergrößerung die zierlichen Gehäuse von Moostieren oder Bryozoen dar. Die lebenden Tierchen selbst, welch diese festen, verkalkten Gehäuse bauen und bewohnen, sind hier nicht dargestellt. Ihre Größe beträgt nur einen oder wenige Millimeter, viele sind noch kleiner. Während die zarten Wurmtiere dieser formenreichen Klasse fast immer dieselbe polypenähnliche[1] Gestalt besitzen, ist dagegen die Form der von ihnen erzeugten Gehäuse oder Kalkschalen äußerst mannigfaltig; man unterscheidet gegen 3000 Arten; davon ungefähr ein Drittel lebend, zwei Drittel ausgestorben und versteinert. Der größte Teil der Arten lebt im Meere, nur sehr wenige in süßem Wasser.

Fast alle Moostiere leben gesellig, indem viele Einzeltiere (oder Individuen) zu einem Stocke oder Kormus verbunden sind[2]. Alle Individuen eines Stockes hängen direkt zusammen und haben gemeinsame Ernährung, ähnlich wie die Polypen in den Polypenstöcken. Jedes Individuum bildet sich ein horniges oder kalkiges Gehäuse, eine Kammer, in welche sie sich zurückziehen kann. Die zahlreichen Kammern (oft viele Tausend an einem Stocke) sind bald in einer Fläche nebeneinander geordnet, bald kettenförmig aneinander gereiht; im ersten Falle haben die Stöcke die Form von Blättern oder Krusten, welche bald frei wachsen (Fig. 16), bald Steine, Seepflanzen und andere Gegenstände rindenartig überziehen (Fig. 7); im letzteren Falle bilden die Stöcke meist zierliche Bäumchen oder Sträucher, die sich oft reich verzweigen. Bei vielen Bryozoen nehmen die einzelnen Individuen des Stockes durch Arbeitsteilung oft sehr verschiedene Formen an (ähnlich wie bei Polypen und Siphonophoren); so finden sich z. B. oft zwischen den vollkommen ausgebildeten, geschlechtsreifen Individuen andere, welche weder Darm noch Geschlechtsorgane haben, sondern als Greif- und Tastorgane tätig sind; sie haben bisweilen die Form von schwingenden Stäben (Vibracula) oder von Vogelköpfen mit beweglichem Unterschnabel (Avicularia, Fig. 6, 14 und 159.)“

Fig. 1 Phaeostachys spinifera: Sieben benachbarte Kammern (nur die zwei mittleren vollständig. – Fig. 2 Cribriloina punctata: Eine einzelne Kammer. – Fig. 3 Umbonula ovicellata: Eine einzelne Kammer. – Fig 4 Cribrilina radiata: Eine einzelne Kammer. – Fig. 5 Umbonula alvareziana: Sechs benachbarte Kammern. – Fig. 6 Bugulina angustiloba: Sechs benachbarte Kammern. – Fig. 7 Cupuladria canariensis: Ein junger Stock (scheibenförmiger Stock), zusammengesetzt aus zahlreichen, vierstrahlig gestellten Kammern. – Fig. 8 Farciminaria aculeata: Eine Gruppe von Kammern (die drei oberen vollständig). – Fig. 9 Umbonula reticulata?: Eine einzelne Kammer. – Fig. 10 Boania costata: Eine einzelne Kammer. – Fig. 11 Smittia landsborovii: Eine einzelne Kammer. – Fig. 12 Smittoidea reticulata: Eine einzelne Kammer. – Fig. Cribrilina annulata: Eine einzelne Kammer. – Fig. 14 Beania magellanica: Sechs benachbarte Kammern. – Fig. 15. Beania crotali: Acht benachbarte Kammern. – Fig. 16 Gemelliporina glabra: Ein ganzer Stock (zweimal vergrößert). Auf den gelappten, blattförmigen Ästen des Kormus erscheinen die unzähligen kleinen Kammern desselben als kleine Punkte. – Fig. 17 Gemelliporina glabra: Dreizehn einzelne Kammern von dem Stock Fig. 16, stark vergrößert. – Fig. 18 Celleporella hyalina: Drei benachbarte Kammern. – Fig. 19 Escharella variolosa: Eine einzelne Kammer. – Fig. 20 Chorizopora brongniartii: Drei benachbarte Kammern. – Fig. 21 Membraniporella aragoi: Eine Gruppe von 17 Kammern.“

https://www.biodiversitylibrary.org/item/104650#page/157/mode/1up

Autor: Ernst Haeckel; Kunstformen der Natur (1904), plate 33: Bryozoa 

Lizenz: Gemeinfrei; unverändert

.

Fußnoten

[1] polypoide

[2] Tierstock

Eingestellt am 20. Juni 2026

.

Endpunkt erreicht