zum Glossar mit Abbildungsverweisen über:

Phyllodocidae, Blättchenträger i.e.S.

1 Dorsalblättchen

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Flächig geformte Dorsalcirren[1] charakterisieren sie,

Wie der deutsche Name schon sagt.

Evolutiv aber ist ihr Bestreben von großer Bedeutung,

Das vorausgehende Ende hervorzuheben als führenden Kopf

Mit dichter Versammlung sinneszellenbestückter Organe am

Kopflappen[2], ihrem Prostom:

Je ein Paar Antennen[3] und gleichaussehende Palpen[4];

Gelegentlich kommt eine mediane Antenne hinzu;

Pigmentbecherocellen[5] gehören zur Grundausstattung,

Wie auch Nuchalorgane[6] für den Geschmack.

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Tentakelcirren[7] der vordern Segmente unterstützen mit

Bis zu vier Paar das großzügig ausgestattete Prostom.

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Leben meist benthal[8], selten als Plankton[9],

Tragen oft auffällige Farben, mit Mustern auf jedem Segment.

Sezernieren nicht selten Schleime, während sie sich fortbewegen:

Womöglich liefe Substrat zu raspeln ihr Bauch Gefahr.

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Räuber[10] und Aasfresser[11] kennzeichnen diese Familie,

Stülpen dazu den langen, muskulösen, meist papillenbelegten[12] Pharynx[13] aus:

Eher zum Saugen,

Weil ein Kiefer[14] fehlt.

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Fußnoten

[1] Dorsalcirrus (Annelida): Verlängerter, zugespitzter, abstehender Teil am Oberlappen des Parapodiums

[2] Kopflappen, Prostom (Annelida): Bezeichnung für die Körperspitze der Ringelwürmer

[3] Antennen (Annelida): Spezialisierte Sinnesanhänge, die primär bei Vielborstern (Polychaeta) vorkommen

[4] Palpen: Taster

[5] Pigmentbecheraugen, Pigmentbecherocellen: Bestehen meist aus 20 bis 30 Sehzellen (Fotorezeptoren), die in einer halbkreisförmigen Vertiefung angeordnet sind und in einem von lichtundurchlässigen Zellen (Pigmentzellen) ausgekleidetem Becher liegen. Je nach Richtung des einfallenden Lichtes werden daher nur wenige Fotorezeptoren angeregt, sodass es dem Organismus damit möglich ist, die Richtung des Lichtes wahrzunehmen

[6] Sinnesgruben, Nuchalorgane (Polychaeta): Paarige Sinnesorgane im Kopfbereich als Chemorezeptoren; bewimperte Zellen am Kopflappen oder im Bereich des Mundsegments für Prüfung der Nahrung (Geschmackssinn)

[7] Tentakelcirren (Polychaeta): Tentakelartig verzweigte Cirren

[8] Benthal: Lebensbereich am, auf dem und im Boden von Gewässern

[9] Plankton: Gesamtheit der im Wasser freischwebenden oder mit geringer Eigenbeweglichkeit schwimmenden, kleineren Organismen, deren Ortswechsel hauptsächlich durch Wasserströmungen vermittelt wird

[10] Räuber (Animalia): Tiere, die sich von den organischen Verbindungen ihrer von ihnen getöteten Beute ernähren.

[11] Aas: Tierleiche, Kadaver, Fleisch verendeter Tiere

[12] Papille: Kleine Hervorwölbung einer Zelle, einer Oberfläche

[13] Pharynx (Polychaeta): Ausstülpbare muskulöse Röhre zum Aufnehmen von Nahrung

[14] Kiefer (Polychaeta): Im Pharynx verankerte Hartteile aus cuticularen Substanzen

Eingestellt am 20. Juni 2026

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Oben: Phyllodoce lineata

Unten: Phyllodoce mucosa

150 mm, 275 Segmente. Häufig an der Nordseeküste; im Frühjahr liegen die grünen Schleimkapsel-Gelege auf den Wattflächen. Westheide & Rieger (2013), Seite 386

Eingestellt am 20. Juni 2026

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Eulalia viridis

Bis zu 200 Segmente. Deutsche Bucht, Skagerak, Ostsee. Westheide & Rieger (2013), Seite 386

Eingestellt am 20. Juni 2026

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Diverse Polychaeten der Familie Phyllodocidae

1 Notophyllum foliosum. – 2 Phyllodoce maculata. – 3 Mysta picta.

Lizenz: Public domain; unverändert

Eingestellt am 20. Juni 2026

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Endpunkt erreicht