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Tricladida, Planarien
1 Auf der Suche
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Vorsichtig Steine wendend am Rande des Bachs
Greift der Jungforscher gummistiefelbewehrt immer
Wieder voll Hoffnung ins Wasser
Bis ihm endlich, nach langem vergeblichem Suchen,
Einen größeren Stein in der Hand,
Zufriedenes Lächeln den Mund in die Breite zieht.
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Langsam legt er den Stein unterseits oben
Ins seichte, dort fast stehende Wasser zurück.
Rasch einen feinen, weichhaarigen Pinsel,
Dann eine weithalsige Flasche dem Beutel entnehmend,
Bückt er sich hin zum wertvollen Fund
Und – bugsiert mit sanften Zügen ein paar der zierlichen Tierchen in sein Gefäß.
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Den Behälter gegen Erwärmung isolierend umhüllend,
Ein paar weitere Flaschen mit Bachwasser füllend,
Entsteigt er dem munteren Bach,
Schwingt sich eilig aufs Rad
Und strebt, mit schwer beladenem Rucksack bepackt,
Seinem Heimatort zu.
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In leicht abgedunkelte, bachwasserbefüllte Schalen
Lässt er den Fang vorsichtig aus der Glasflasche gleiten
Und wundert sich
Über der kaum zehn Millimeter langgezogenen,
Platt-ovalen Planarien[1] Suche
Nach den dunkelsten Stellen im künstlichen Flachwasserbiotop.
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Verschreckt, noch am finstersten Ende zusammengedrängt,
Zeigen sie, scheinbar nur, kein Interesse
An langsam zu Boden sinkenden kleinen Ködern von Fleisch,
Doch unruhig bewegen sie sich hin und her.
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Auf leisen Sohlen kriechend,
Vereinzelt auch über dem Grunde schwebend,
Nähern sie sich bedächtig den Ködern,
Setzen sich mit der Bauchseite fest,
So, als hätten sie nur einen neuen Ruheplatz aufgespürt.
Doch am Morgen sind die Fleischstücke fast gänzlich dahin.
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Fußnote
[1] Planaria: Planarien (Tricladida – Plathelminthes – Spiralia – Protostomia – Bilateria –…)
Eingestellt am 20. Juni 2026
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Dugesia subtentaculata
Autor: Eduard Solà
Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license; unverändert
Eingestellt am 20. Juni 2026
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Zwei Filmchen:
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Tricladida, Planarien
2 Schweren Herzens
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Nur schwer lässt sich das Tierchen in einen Tropfen,
Mittig auf dem Objektträger[1] liegend, überführen.
Viele Versuche sind nötig,
Bis es in sein Schicksal sich fügt.
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Ein Deckglas[2], mit einigem Abstand auf den Objektträger gebracht,
Beengt erheblich des Tierchens Freiraum.
Es streckt sich, um der Enge des Raums zu entkommen,
Dem Rand des Gefängnisses zu:
Aussichtslos ist ihr Unterfangen,
Legt sich schicksalsergeben zur Ruh.
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In der Helle des Lichtmikroskops
Haucht die Planarie[3] ihr irdisches Leben endgültig aus.
Freilich hilft sie manches Rätsel enthüllen,
Warum ihr Treiben so von Erfolg gekrönt. –
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Bücher wälzend erhofft sich der wissbegierige Zoologe
Erklärungen für die sichtbaren Strukturen;
Findet manche Information,
Die ihn zum Nachdenken bringt. –
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Dunkle Becher, Augen[4] gleich,
Auf dem trapezförmigen Kopf paarig gelegen,
Blicken trotz alldem den Forscher nicht vorwurfsvoll an.
Sie verhalfen Planaria
Dem Licht zu entflieh‘n,
Sich im Bach zu verkriechen unter dem Stein:
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Becher sind es, am Grund und seitlich mit Pigmenten verseh‘n,
Um Licht aus bestimmten Richtungen abzuschirmen,
Das von oben mit Mikrovilli verseh‘ne,
Lichtempfindliche Sinneszellen befällt.
Sie melden je nach Lage das einfallende Licht,
Oder bleiben als Ungetroffene still.
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Helle, potenziell gefährdende Umwelt,
Veranlassen Nervensignale damit an Muskeln,
Den empfindlichen, schutzlosen Körper
Zu dunkleren Stellen zu zieh‘n. –
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Zwei abgerundet-eckige, öhrchenartige Beulen am hinten Rand des Kopfes
Erkennen Chemosignale[9] naheliegender Beute.
Reagieren auf Strömungsdruck[10],
Bringen die Wendung des Körpers hin Richtung Signal.
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Ein dreiteiliger Darm,
Namengebend für die Verwandtschaft[11],
Verzweigt sich von der Mitte nach vorne und hinten:
Ein Ast führt Richtung Kopf,
Zwei Äste zum hinteren Ende,
Nicht als einfache Schläuche:
Seitlich mehrfach zu kürzeren Büscheln zerteilt,
Erhöhen sie die verdauende Fläche des Darms. –
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In der Mitte des Körpers,
Genau an der Gabelungsstelle des Darms,
Schimmert, etwas verdeckt durch den dünnen Körper,
Ein muskelkräftiges Röhrchen,
Der Pharynx[12], mit vorgelagertem Mund
Zur Aufnahme der Nahrung.
Am Vortag noch steckte der Schlund
Im Köder während des Tierchens Gefangenenmahl. -
.
Zerquetscht liegt Planaria nun zwischen den Gläsern.
Was hast du mehr gesehen als in Büchern schon stand?
Verwundert erkennst du im Kleinsten das Leben
Und denkst dir, was hält es in Gang?
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Fußnoten
[1] Objektträger (Mikroskopieren): rechteckiges, langes, dünnes Glasplättchen (76 x 26 x 1 mm), auf dem das Objekt platziert wird
[2] Deckglas (Mikroskopieren): Ein ausgesprochen dünnes, rechteckiges Glasscheibchen, das beim Lichtmikroskopieren auf das Objekt gelegt wird, das seinerseits auf einem rechteckigen, dickeren Glas-Objektträger liegt; das Deckglas wird mit Wasser oder anderen Flüssigkeiten unterfüttert:
[3] Planaria: Planarien (Tricladida – Plathelminthes – Spiralia – Protostomia – Bilateria –…)
[4] Inverse Pigmentbecherocellen, Pigmentbecheraugen: Hier stehen die Lichtsinneszellen mit ihrem sensitiven Bereich in den Becher hinein; stünden sie nach außen, wäre das Becherauge evers.
[5] Dendrite: Zellen mit astartigen Cytoplasmafortsätzen; bei Nervenzellen dienen sie der Aufnahme elektrischer Reize und ihrer Weiterleitung ins Innere der Zelle
[6] Nervenzellen: Hochspezialisierte, für Reize sehr sensible Zellen, die für Aufnahme und Weiterleitung von Informationen entlang der Kommunikationswege des Nervensystems zuständig sind
[7] Gehirn: Organ des zentralen Nervensystems, das insbesondere aus Nervengewebe besteht; seine Hauptfunktion besteht in der sensorischen Informationsaufnahme, deren Verarbeitung und der Befehlserteilung bezüglich Reaktion
[8] Ganglion, sensibles: Liefert Informationen von sensorischen Rezeptoren im Köper zum zentralen Nervensystem
[9] Chemorezeptoren: Auf Moleküle reagierende Sinneszellen
[10] Rheorezeptoren, Strömungssinneszellen: Zellen, die Bewegungen in Flüssigkeiten oder Luft erfassen und in Nervenimpulse umwandeln
[11] Tricladida: Planarien (Plathelminthes – Spiralia – Protostomia – Bilateria – Animalia –…)
[12] Pharynx (Tricladida; Neodermata): Quergestreift-muskulöse Pumpe kurz nach dem Mund
Eingestellt am 20. Juni 2026
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Tricladida, Planarien
3 Nicht nocheinmal
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So, als hätten sie vorher schon latente Gefahr erkannt,
Verkrochen sich sämtliche andern Planarien[1]
Unter den tags zuvor versenkten Blumentopfscherben;
Kein Hunger trieb sie aus dem dunklen Versteck mehr hervor.
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Erst ein Versetzen des behütenden Daches
Brachte Unruhe in ihre Kleinkolonie.
Sich dehnend und wieder verkürzend,
Auf dem Boden zwischendurch gleitend,
Fanden sie, die neugierig folgenden Augen nicht registrierend,
In ihr schützendes Dunkel zurück.
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Ihr Hautmuskelschlauch[2], schreiben Berichte,
Trieben Planarien voran,
Unterstützt von Cilien[3] rund um den Körper,
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Gleich unter der Epidermis[8],
Zieht eine Ringmuskelschicht[9] rund um den Körper,
Unterschichtet von längs orientierten Strängen[10],
Getrennt voneinander durch doppelte Lage
Schräg verlaufender, sich kreuzender Reihen ziehender Zellen[11].
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Als elastischer, abgeplatteter Schlauch
Wirkt die Matrix jeder Bewegung entgegen,
Bringt Planariens Körper nach Erschlaffen der Muskeln
Wieder in Ausgangslage zurück.
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Ein Strecken durch sukzessives Verkleinern der Ringe,
Kombiniert mit verkürzender Längsmuskulatur,
Oder der Diagonalmuskelschicht,
Durch sensorisch[12] vermitteltes Nervensignal,
Ändert Planariens Richtung,
Lenkt der Cilien schlagendes Müh‘n. –
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Einen schon weiblich gestimmten Typ,
Vollziehen, eng aneinandergeschmiegt,
Nachkommen zeugenden Sex[15].
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Geschlechtsöffnungen, hinter dem Mund eng zusammenpressend,
Sammeln sich im Atrium[20] vor seiner Öffnung
Bevor sie gemeinsam in den geräumigen Vorhof[21]
Des weiblichen Partners gelangen:
Mit Ringmuskulär leicht die Öffnung des Männchens vorstülpend,
Finden die Partner passgenau zueinander und langandauernden Halt.
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Dem Uterus[22] zügig entlangwandernd,
Stoßen sie bald, dem Vorwärtsdrang unvermittelt ein Ende setzend,
Auf ein Bläschen, einem Warteraum gleich[23],
Bis sie ein lockender Duft aus dem Versammlungsort drängt.
Passierten unbemerkt auf ihrem Weg
Die Mündung eines Seitenkanals.
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Plötzlich weitet sich das zunächst gut verschlossene Tor:
Ein riesiges, rundes Gebilde,
Aus mehreren Zellen zusammengesetzt[24],
Tritt langsam hervor.
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Mitten im größer werdenden Ball
Wartet, umgeben von dotterreichen, nährenden Zellen[25]
Eine Eizelle[26] auf ein Spermatozoid, das,
Dem Rezeptakel[27] entschwommen,
Durch den Zellhaufen sich zwängend,
Sie mit Chromosomen beglückt.
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Langsam wandert, befruchtet nun und Hilfszellen umgeben,
Als vielzellige Sphäre,
Nach und nach mit widerstandsfähiger Schale umhüllt,
Planariens Ei[28] dem Atrium zu.
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Den Porus nach außen weit dehnend,
Zwängt sich das Ei aus dem Innern hervor,
Bleibt mit klebriger Fläche, am nächsten Gegenstand hängen,
Von seiner hermaphroditischen[29] Mutter leicht dagegen gedrückt.
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Umgebende, dotterhaltige Zellen für die Entwicklung verwendend,
Nach Mesodermzellimmigration[32], ein Jungtier der schützenden Hülle.
Freischwimmende Larven[33] sind Tricladida unbekannt.
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Fußnoten
[1] Planaria: Planarien (Tricladida – Plathelminthes – Spiralia – Protostomia – Bilateria –…)
[2] Hautmuskelschlauch: Funktionelle Einheit aus Epidermis (Haut) und darunterliegender Muskulatur (Ring- und Längsmuskeln) bei vielen wirbellosen Tieren wie Würmern und Mollusken. Er dient der Fortbewegung und Körperstabilität, indem er als Hydroskelett wirkt. Durch abwechselnde Kontraktion der Muskeln wird der Körper bewegt
[3] Cilie, Wimper, Flagellum, Geißel, (Eukaryageißel): Charakterisiert durch ihren internen Bau aus 9 peripheren, etwas schräg nach innen gestellten Doppelmikrotubuli (Querschnitt durch die Geißel) und einem zentralen Tubulipaar, das etwas Abstand voneinander hält. Dyneinarme verbinden die Mikrotubuli. Die Geißel ist von der Zellmembran umgeben und gefüllt mit Cytosol. Am Übergang der Geißelbasis in den Zellkörper treten spezielle Verstrebungen, Verstärkungen, auf; eine dünne Querplatte trennt oft den untersten, in die Zelle integrierten Teil, der in seiner Struktur einem Centriol entspricht: Es fehlen die beiden zentralen Mikrotubuli und die peripheren Zwillinge wurden zu Drillingen. Die in der Zelle gelegenen Teile der Geißel sind noch durch verwandtschaftsabhängig gestaltete Haltestrukturen verwurzelt.
[4] Inverse Pigmentbecherocellen, Pigmentbecheraugen: Hier stehen die Lichtsinneszellen mit ihrem sensitiven Bereich in den Becher hinein; stünden sie nach außen, wäre das Becherauge evers.
[5] Öhrchen (Planarien): vorgezogene, sinneszellenbesetzte Bereiche am Kopf
[6] Basalmembran, Basallamina, Basalmatrix: Eine dünne aus Kollagenfibrillen, Glykoproteinen und anderen Bestandteilen bestehende Schicht, die im extrazellulären Raum zwischen dem Epithel bzw. Endothel und dem angrenzenden Gewebe liegt und der Zelle dort Stabilität verleiht
[7] Kollagen: Heterogene Gruppe von Proteinen; der wichtigste Faserbestandteil von Sehnen, Knorpeln, Blutgefäßen und Zähnen; bildet eine linksgängige Schraube, wobei jeweils drei dieser Schrauben in einer rechtsgängigen Superschraube arrangiert sind, dem eigentlichen Kollagen; diese Trippelschraube wird durch Wasserstoffbrücken zwischen den einzelnen Strängen stabilisiert; nur bei Animalia (Echte Tiere) vorkommend.
[8] Epidermis (Animalia, allgemein): Außenschicht eines Tieres
[9] Ringmuskeln: Muskeln rund um den Körper eines Nichtwirbeltiers oder generell um Öffnungen
[10] Längsmuskeln: Sich längs des Körpers erstreckende Muskeln
[11] Diagonalmuskeln: Sich längsdiagonal des Körpers erstreckend
[12] Sensorisch: reizempfindend und reizleitend
[13] Proterandrisch, protandrisch: Vormännlich; zunächst werden die männlichen Gameten reif, dann erst die weiblichen, um Eigenbefruchtung zu verhindern
[14] Zwitter: Weibliche und männliche Gameten befinden sich auf ein und demselben Individuum, müssen aber nicht zur gleichen Zeit zur Reife kommen
[15] Sexuelle, geschlechtliche Fortpflanzung: Dafür sind drei Vorgänge miteinander gekoppelt, Meiose (abgekürzt mit R!), Plasmogamie (Zellen vereinen sich, abgekürzt mit P!) und Karyogamie (Kerne verschmelzen, abgekürzt mit K!) verbunden, wobei P! und K!, mit Ausnahme bei Dikarya, unmittelbar aufeinander folgen. Bei Dikarya (Unbegeißelte Chitinpilze – Fungi – Opisthokonta – Eukarya) sind beide Vorgänge unterschiedlich lang (weit) voneinander getrennt. Da bei Animalia und Plantae P! und K! unmittelbar aufeinander folgen, werden beide Vorgänge häufig zu Befruchtung (B!) zusammengefasst.
[16] Mesoderm (Bilateria): Mittleres der drei Keimblätter (Ektoderm, Mesoderm, Entoderm), die während der Embryogenese entstehen
[17] Gonaden: Geschlechtszellen bildende Organe
[18] Spermienkanal, Samenkanal, Samenleiter: Vas deferrens, Kanal von Hoden zur Samenblase
[19] Spermatozoide, Spermatozoen, Spermien: Reife, männliche, haploide Keimzellen; Gameten, die im Normalfall zu eigenständiger Bewegung fähig sind
[20] Genitalatrium (Wirbellose Tiere): Gemeinsamer, sackartiger Vorraum, in dem die Ausführgänge der weiblichen und männlichen Geschlechtsorgane münden, bevor sie nach außen führen
[21] Genitalatrium
[22] Uterus (Plathelminthes): Eileiter – nicht Eizellleiter! – zwischen Ootyp und Genitalöffnung
[23] Receptaculum seminis: Organ im weiblichen oder zwittrigen Genitaltrakt vieler Wirbelloser (Insekten, Krebse, Schnecken) sowie einiger Wirbeltiere. Es dient der Aufnahme, Lagerung und Ernährung von Spermien nach der Paarung, um Eizellen über längere Zeiträume gezielt zu befruchten
[24] Eizelle und Dotterzellen
[25] Dotterzellen, Vitellocyten: Dotterhaltige, spezialisierte Zellen, die bei vielen Wirbellosen der Eizelle (oder der Zygote) beigegeben werden und deren Ernährung dienen
[26] Eizellen: Unbewegliche, nährstoffreiche, weibliche, haploide Keimzellen
[27] Receptaculum seminis
[28] Ei: Besteht aus einer (befruchteten) weiblichen Keimzelle (Eizelle), Nährstoffen (Dotter) und schützenden Hüllen
[29] Hermaphrodit: Zwitter
[30] Spiralfurchung (Spiralia): Bei der Blastulabildung ordnen sich die frühen Zellen in Spiralen an
[31] Gastrulation: Vorgang der Gastrulabildung, dabei stülpt sich im typischen Fall die Blastula zur Gastrula ein, bildet dadurch ein zweizellschichtiges Stadium
[32] Mesodermzellenimmigration: Eine Möglichkeit der Mesodermbildung, bei dem kein definiertes Keimblatt entwickelt wird, sondern Zellen in die Gastrula einwandern, die zum Mesoderm werden
[33] Larven: Jugendstadien von Tieren, die sich grundsätzlich vom Erscheinungsbild Erwachsener unterscheiden und erst nach einer Metamorphose Adultgestalt annehmen
Eingestellt am 20. Juni 2026
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Tricladida, Planarien
4 Ganz schön kompliziert (HP)
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Nachdenklich den Kopf mit dem aufgerichteten Unterarm stützend,
Beobachtet, immer wieder den schützenden Scherben versetzend,
Der Planarienkundler seine verbliebenen,
Unermüdlich nach Dunkelheit trachtenden Tierchen.
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Wie war der Anfang?
Was trieb der Strukturen Evolution?
Welche Formwechsel wurden vollzogen
Bis zu diesem funktionsbezogenen Bau? –
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Der Hautmuskelschlauch[1] hatte in früheren Stadien Vorbilder schon:
Geschichtet, getrennt in Ring- und Längsmuskulatur, zeichnet er seit langem sich ab.
Doch diagonal sich kreuzende Fasern, geordnet in Sandwichmanier,
Bringen durch mögliches Krümmen der Tiere nun einen
Sicheren Wettbewerbsschub fürs Auffinden von Futter, zur
Fortgesetzten Ernährung und Hilfe dem Feind zu entflieh‘n.
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Fußnoten
[1] Hautmuskelschlauch: Funktionelle Einheit aus Epidermis (Haut) und darunterliegender Muskulatur (Ring- und Längsmuskeln) bei vielen wirbellosen Tieren wie Würmern und Mollusken. Er dient der Fortbewegung und Körperstabilität, indem er als Hydroskelett wirkt. Durch abwechselnde Kontraktion der Muskeln wird der Körper bewegt
Eingestellt am 20. Juni 2026
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Tricladida, Planarien
5 Augen auf!
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Lichtempfindliche Zellen, gleichmäßig über den Körper veteilt,
Vermitteln verschwommene Eindrücke nur von Hellem und Dunklem,
Keine Zielvorgaben, um helle Bezirke zu meiden,
Sich zu verkriechen in der Dunkelheit Schutz.
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Ein Becher[1], ausgekleidet mit Lichtsinneszellen,
Nimmt schon manches vom einfallenden Licht,
Doch Pigmente[2], eingelagert der Wand der Grubenvertiefung,
Schirmen seitlich kommendes Licht zum großen Teil ab.
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Sind nicht solche Tierchen den andern gänzlich überlegen,
Wenn sie zielgerichtet den Schutz der Dunkelheit seh’n?
Überleben nicht mehr von diesen,
Während Richtungslose im Kampf den Kürzeren zieh’n?
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Zu einfach sind solche Gedanken doch wohl,
Betrachtet man näher das Auge,
Denn invers lagern die Lichtsensoren sich in den Becher[3],
Von außen herkommend, Richtung Tiefe, nicht andersherum.
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Doch wie kommt die Orientierung zustande? –
Wenn Lichtsinneszellen, ihre normale Stellung
Am Rand der sich bildenden Grube behaltend,
Zur Mitte der Öffnung hinwachsend, sich treffen,
Nach unten einander sich drücken,
Gelangen der Sinneszellen Mikrovilli[4] Richtung Boden des Auges
Und zugleich bedecken der Zellen Basen die Gruppe von außen.
Der Wandung dunkle Pigmente[5] verbessern des Auges Funktion,
Verhindern Streulicht vom Grunde des Bechers,
Nur was durch die Öffnung des Bechers gelangt, bringt Information.
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Doch was hilft schon der Augen Bild,
Wenn zu langsam die Informationen fließen?
Eine direkte Verbindung, ein Hochleistungsstrang,
Leitet Eindrücke schnell zum engbenachbart liegenden Hirn[6],
Befehle an Muskeln[7] zu liefern:
Sie reagieren, biegen Planaria[8] zügig zum Schatten hin.
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Fußnoten
[1] Becheraugen, Becherocellen: Die Fotorezeptoren befinden sich in einer becherförmigen Vertiefung, die Richtung, aus der das Licht einfällt, kann damit wahrgenommen werden.
[2] Melanin (Animalia): Eine diverse Gruppe bräunlicher bis schwarzer Substanzen von Animalia, die ihren Ausgang von DOPA nehmen.
[3] Inverse Pigmentbecherocellen, Pigmentbecheraugen: Hier stehen die Lichtsinneszellen mit ihrem sensitiven Bereich in den Becher hinein; stünden sie nach außen, wäre das Becherauge evers.
[4] Mikrovilli: Fingerförmige, meist unverzweigte, dichte Ausstülpungen der Zellmembran, um der Zelle Oberfläche zu vergrößern; erhalten ihre Stabilität durch Actinfilamente, nicht durch Mikrotubuli oder gar durch ein Axionem
[5] Melanine
[6] Gehirn: Organ des zentralen Nervensystems, das insbesondere aus Nervengewebe besteht; seine Hauptfunktion besteht in der sensorischen Informationsaufnahme, deren Verarbeitung und der Befehlserteilung bezüglich Reaktion
[7] Muskel: Kontraktile Organe, die aktive Bewegungen ermöglichen; sie führen zu einer Form- und/oder Ortsveränderung von Körperkomponenten
[8] Planaria: Planarien (Tricladida – Plathelminthes – Spiralia – Protostomia – Bilateria –…)
Eingestellt am 30. Juni 2026
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Inverse Becherocellen von Planarien (Tusche, Kreide [Falschfarben], Bleistift, ppt; Reinhard Agerer)
Oben: Pigmentbecherocelle mit inversen (in den Becher blickend) Lichtsinneszellen. Dunkle Punke in Pigmentbecherwand: Pigmente (Melanin). – Braune seitliche Strukturen: Muskeln zum Bewegen des Pigmentbecherauges. – Zwei Lichtsinneszellen; oben mit ungeordneten Mikrovilli bei Dunkelheit; unten eng gebündelt bei Helligkeit.
Unten: Paarige Pigmentbecherocellen in der Frontalregion einer Planarie mit Lichtstrahlen (gelb) aus zwei unterschiedlichen Richtungen. Licht von vorne (links): Die Planarie findet an keiner Seite eine dunklere Stelle; erst durch Schlängeln, wird sie unterschiedlichen Lichteinfall erfahren und sich zur dunkleren Seite hin orientieren können; der Becher lässt nur aus einer Richtung Lichteinfall zu, wodurch nur die entsprechenden Lichtsinneszellen aktiviert werden. Licht von der Seite (rechts): Hier wird nur ein Pigmentbecherauge voll von Licht getroffen, das andere Auge bleibt im Schatten; die Orientierung erfolgt damit zur Schattenseite hin.
Hier erkennt man den Vorteil der bilateralen Organisation, wodurch zwei spiegelbildlich gelegene Lichtsinnesorgane entstehen konnten.
Nach Westheide & Rieger (2013), Abb. 289 B und C, Seite 190
Eingestellt am 20. Juni 2026
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Tricladida, Planarien
6 Zusammenkunft
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Der sexuellen Revolution zu folgen,
Überfordert so manche Verwandtschaft.
Doch Eizellen und Spermien[1] zueinander zu bringen,
Braucht Strategie, die Sicherheit schafft.
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Beides in einem Körper zu bilden,
Heißt Nähe, die Vorteile bringt.
Zum Nachteil freilich für die kommende Generation,
Erfolgt doch allzu oft keine Anlagen-Neukombination[2].
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Eigenbefruchtung verhindert ein zeitlicher Schift
Der Eizellproduktion in spätere Zeiten,
Eine Entscheidung, die, höheren Aufwands wegen,
Folglich den weiblichen Teilbereich trifft.
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Längst gingen Spermatozoide den Weg durch den engen Kanal,
Hoffen in Freiheit nahe gelegene Oocyten[3] zu finden.
Doch wie so oft, ist vergeblich ihr Mühen,
Beenden, weil knapp die Ressourcen[4], ihr Leben recht früh.
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Schwer lässt sich die dichte der Populationen[5] erhalten,
Denn Räuber bringen vielen Nachkommen Tod.
Treffsicherheiten zu heben, um mehr Zygoten[6] zu bilden,
Wird deshalb der Tierchen vordringliches Ziel.
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Lockstoffe[7], von Eizellen verströmt,
Ziehen Spermatozoide unbeirrt an,
Finden dabei den Weg
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Eng ist der Pfad, schwer durch den Zugang zu dringen.
So sammeln sich ungezählte Gameten
In einer Aussackung nah des Ovariums[10] an.
Tritt das erhoffte Ei durch die Pforte,
Schwärmen sie lockstoffgetrieben
Aus dem Beutel heran.
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Zu arm an Reserven erweisen am Anfang sich die Zygoten!
Kleine Zellen nur produzieren sie.
Ihr Dotter geht nämlich viel zu früh zur Neige,
Um größere Jungtiere für den Kampf ums Überleben zu rüsten.
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Doch, limitiert durch die Größe,
Erreichen verfügbare Räume zu schnell ihre Grenzen
Für gute Versorgung und für der Wehrlosen Schutz.
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Ob viele kleine, reservestoffarme Eier,
Oder wenige größere, besser versorgte,
Der Zukunft Ansprüche eher genügen,
Bleibt für immer Schicksalsfrage der Evolution[13].
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Arbeitsteilung, der Differenzierung[14] unterstützender Partner,
Behebt nicht selten manche Probleme.
So wie im zeitgenössischen Leben
Findet auch hier sie die passende Lösung:
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Begleiten Zygoten, sie schichtig umhüllend,
Dem Transportweg entlang dem Ausgang entgegen,
Verlassen zur Einheit versammelt, den Ort der Geburt.
Resistentere Schalensubstanzen umgeben Generationen danach erst
Dieses freiflottierende Zellaggregat. –
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Ja, so könnte der Phylogenese[17] Weg wohl gewesen sein,
Vom einfachen Flachtierchen, kaum geeignet der Unbill des Lebens zu trotzen,
Bis zu Planarien[18], differenziert in Bau und Funktion,
Gewappnet für Milliarden Generationen bis zur heutigen Zeit.
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Fußnoten
[1] Spermatozoide, Spermatozoen, Spermien: Reife, männliche, haploide Keimzellen; Gameten, die im Normalfall zu eigenständiger Bewegung fähig sind
[2] Genetische Rekombination: Neuanordnung genetischen Materials, von RNA und DNA; im engeren Sinn kommt es zum Austausch von Allelen und durch genetische Rekombination zu neuen Gen- und Merkmalskombinationen.
[3] Oocyte: Eizelle
[4] Ressourcen: Natürlich vorhandene Bestände von etwas, was zum Fortkommen, zum Leben, benötigt wird
[5] Population (biologisch): Eine Gemeinschaft von Tieren, Pflanzen oder Pilzen, etc., deren Glieder in kompatibler sexueller Beziehung leben.
[6] Zygote: Diploide Zelle, die nach der Verschmelzung zweier haploider Kerne, im Zuge der sexuellen Fortpflanzung entstand
[7] Pheromon: Von Organismen produzierter und abgesonderter (Duft)stoff, der Stoffwechsel und Verhalten anderer Individuen der gleichen Art beeinflusst
[8] Ovidukt, Eileiter: Röhrenförmiges Organ, in dem die Eizellen geleitet werden
[9] Eizelle
[10] Ovar, Ovariole: Weibliches Geschlechtsorgan, Produktionsort der Eizellen
[11] Endolecithal: Dotter wird direkt in der Eizelle gespeichert
[12] Dotter: Ansammlung von Reservestoffen in Eizellen in Form von Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten, besonders Glycogen
[13] Evolution: Stammesgeschichtliche Entwicklung von niederen zu weiterentwickelten (zu oft höheren) Formen des Lebendigen
[14] Arbeitsteilung und Differenzierung: sind treibende Kräfte der Evolution. Aufgabenverteilung auf verschiedene Zellen, Zellbereiche, Zellorganellen, Teilbereiche des Organismus, auf Gewebe, führt letztendlich zu hochdifferenzierten, spezialisierten Organen, die sich einzig und allein ihrer Aufgabe – und somit für den Organismus effektiver – widmen können. Damit werden weitere Entwicklungsmöglichkeiten angestoßen, die evolutiv zu ungeahnter Vielfalt führen. Diese treibenden Kräfte lassen sich schon zu Anfang der Organismenevolution aufzeigen und ziehen sich durch bis zur Entwicklung der Menschheit; ja selbst der moderne Mensch kennt diese Prinzipien als Erfolgsrezepte und wendet sie für sein eigenes Leben laufend an.
[15] Dotterzellen, Vitellocyten: Dotterhaltige, spezialisierte Zellen, die bei vielen Wirbellosen der Eizelle (oder der Zygote) beigegeben werden und deren Ernährung dienen
[16] Vitellarium, Dotterstock: Spezialisiertes Organ bei bestimmten wirbellosen Tieren, insbesondere Plattwürmern (Plathelminthes) und Insekten, das Dotter für die Eizellen produzieren und in separaten Zellen abspeichern können
[17] Phylogenie: Stammesgeschichtliche Entwicklung der Lebewesen und die Entstehung der Arten in der Erdgeschichte
[18] Planaria: Planarien (Tricladida – Plathelminthes – Spiralia – Protostomia – Bilateria –…)
Eingestellt am 20. Juni 2026
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Planarien (Tusche, Kreide; Reinhard Agerer)
Oben: Kopulationssequenz (15 sec) von Macrostomum lignano (Macrostomorpha)
Mitte: Kopulationsstellung von Schmidtea polychroa (Tricladida)
Als proterandrische Zwitter tauschen sie bei der Kopulation Spermien aus und speichern sie wechselseitig in einem Receptaculum seminis.
Unten: Eier (dotterzellenumgebene Zygoten, mit Hüllen); (Tricladida)
Nach Westheide & Rieger (2013), Abb. 298, Seite 195
Eingestellt am 20. Juni 2026
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Planarien, Ei und Larven (Tusche, Bleistift, Kreide; Reinhard Agerer)
Oben: Gestieltes, ekolecithales Ei. Zygoten (hellgelb), Dotterzellen (dunkelgelb), Hülle und Stiel mit Haftscheibe (grau).
Unten: Larven von Yungia aurantiaca (links und Mitte); (Polycladida). Jungtier von Thysanozoon brocchi (rechts, mit fast mittigem Rüssel, wie auch die Adulttiere ihn besitzen, und mit durchscheinendem Darm); Ausstülpungen bewimpert; (Polycladida)
Nach Westheide & Rieger (2013), Abb. 301, Seite 196
Eingestellt am 20. Juni 2026
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Endpunkt erreicht
