zum Glossar mit Abbildungsverweisen über:

Gastropoda, Schnecken
1 Ein Unfall? (HP)
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Noch schwimmt Trochophora[1], ihr Cilienbündel nach oben gereckt,
Plankton[2] fischend in ruhiger Bucht,
Fühlt nichts vom Rumoren im Innern,
Von Umkonstruktion im Chromosom. –
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Anheftungsstelle und Richtung der Dorso-Ventral-Muskulatur[3]
Geraten nach neuen Befehlen aus ihrer Ordnung,
Bleiben nicht wie die ihrer Schwester,
Parallel zueinander gerichtet am gewöhnlichen Ort.
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Zieh‘n und zerren die Wölbung des Rückens
Von hinten links nach rechts bis hin nach vorn,
Tordieren der Organe schützenden Sack[4],
Überkreuzen der Nerven längsverlaufende Stränge.
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Die schützende Kappe dreh‘n die Muskeln gleich mit,
Sind sie doch verankert daran.
Ihr ist es egal[5], ob das hintere Ende nach vorne sich kehrt,
Trochophoras Aussehen ändert sich nicht.
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Anders als die gleichfalls schwebend schwimmenden Schwestern,
Baut sie, um nicht allein den Rücken zu schützen,
Einen beweglichen Deckel ihm gegenüber,
Bei Angriff als schnellen Verschluss.
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Einen Vorsprung reckt sie ein wenig hervor
Als geeigneten Sitz der schließenden Tür!
Zieht ein Muskelstrang ihr vorwitziges Ende zurück,
Ist geborgen das kostbare Tier.
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Fußnoten
[1] Trochophora-Larven: Birnenförmige bis runde Larven, die zumindest einen Wimpernkranz besitzen, sich mit dessen Hilfe fortbewegen und ernähren
[2] Plankton: Gesamtheit der im Wasser freischwebenden oder mit geringer Eigenbeweglichkeit schwimmenden, kleineren Organismen, deren Ortswechsel hauptsächlich durch Wasserströmungen vermittelt wird
[3] Dorso-ventral, dorsi-ventral: vom Rücken zum Bauch
[4] Eingeweidesack (Mollusca): Dorsaler Körperabschnitt der Weichtiere, der die inneren Organe wie Darm, Herz, Niere und Geschlechtsorgane umschließt. Er ist Teil des weichen Rumpfes, wird vom Mantel umhüllt und liegt meist auf dem muskulösen Fuß. Als zentraler Ort der Verdauung und Fortpflanzung ist er essenziell für Schnecken, Muscheln und Tintenfische
[5] Dem Adult
Eingestellt am 20. Juni 2026
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Torsion des Gastropodenkörpers (Tusche, Kreide; Reinhard Agerer)
„Evolutive Stadien zur asymmetrischen Organisation der rezenten Gastropoda. Torsion des Eingeweidesacks und Spiralisierung entstanden wahrscheinlich auf der Ebene der Larven. Das bilateralsymmetrische Ausgangsstadium ist hypothetisch, das Übergangsstadium dient nur der besseren Anschaulichkeit.“
Oben links: Ausgangsstadium. – Oben rechts: Übergangsstadium. – Mitte links: Vetigastropoda (Fissurelloidea). – Mitte rechts: Vetigastropoda (Trochoidea). – Unten links: Stylommatophora. – Unten rechts: Basale Tectibranchia.
Nervensystem: Dunkelblau: Nervenstränge und Cerebralganglien; tannengrün: Pleuralganglien; moosgrün: Pedalganglien; grasgrün: linkes Parietalganglion; hellblau: rechtes Parietalganglion. – Darmtrakt: Braun: Darm; moosgrün: Magen; rosa: Mitteldarmdrüse. – Kreislaufsystem: Grau: Perikard; rot: Herz (Atrium, Ventrikel mit Aorta); Kiemen (fiederartig dargestellt) und Lunge (amorphe Struktur): blau mit roter von dort zum Herzen führender Ader. – Kopf und Fuß: Braun. – Eingeweidesack: Rosagrau. – Schale: Gelblich.
„Die funktionsmorphologischen Folgen der Torsion sind: (1) Durch die Drehung des Mantelraums nach vorne liegen zunächst die Respirationsorgane vor dem Herzen (prosobranche oder pulmonate Situation): eine sekundäre Rückdrehung des Mantelraums durch Differenzierungswachstum verlagert die Kiemen seitlich oder hinter das Herz (opisthobranche Situation). (2) Die Osphradien gelangen in den Einstromkanal des Wassers und entwickeln sich vor allem bei den Caenogastropoda zu teilweise mächtigen, kiemenartigen Organen. (3) Die Konnektive zwischen Pleural- und Ösophagealganglien überkreuzen sich; durch die Rückdrehung des Mantelraums kann die Überkreuzung sekundär aufgehoben werden (Euthyneurie). (4) Der vordere Oesophagus verdreht sich in der Längsachse um 180o. (5) Die Embryonalschale bekommt eine relativ enge Öffnung. Ein spiraliger Deckel wird am Fußrücken angelegt und dient als Verschlussapparat der Schalenmündung. (6) Es kommt zu einer starken Asymmetrie von larvalen und adulten Schalenmuskeln, Herzatrien, Nephridialorganen, Ctenidien, Hypobranchialdrüsen“ (Speicheldrüse, Mitteldarmdrüse) „und Osphradien. Alle diese Organe sind ursprünglich einfach paarig; vielfach parallel und unabhängig voneinander wird jeweils das posttorsional rechte Organ reduziert, bzw. geht völlig verloren. Demgegenüber ist unklar, ob die Torsion mit der Asymmetrie der Gonade (stets ist nur die adult rechte ausgeprägt) und der spiraligen Schale in direktem Zusammenhang gebracht werden kann. Der evolutive Vorteil der Torsion dürfte vor allem in der Larvalphase (Verschlussapparat durch Operculum) liegen, ist aber immer noch umstritten. “
Nach Westheide & Rieger (2013), Abb. 471, Seite 326
Eingestellt am 20. Juni 2026
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Gastropoda, Schnecken
2 Nach unten (HP)
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Warum immer lebenden Zellen des Planktons[1] nachjagen,
Wenn Algenbewuchs[2] und sterbende Wesen
Im seichten Wasser bis tief in den Grund
Schultern und Nischen des Steilhangs belegen?
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Den Deckel[3] nach oben gestülpt,
Den Bauch zur cilientragenden[4] Fläche geformt,
Gleitet mundvoraus Gastropa[5] dem Boden entlang,
Orientiert sich sensillengetrieben[6] an Widerstand und Geschmack.
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Nicht ganz mittig, nach vorne etwas verschoben,
Trägt sie ihr Häuschen hinter dem kaum erkennbaren Kopf,
Bewegt ihren Mund nur, wenn Hunger sie treibt,
Denn Futter umgibt sie genug.
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Auch sie greift auf Gene der Ahnen zurück,
Die, verborgen vor aller Welt, die Basis gelegt,
Einer Raspelzunge[7] Wirkung zu prüfen, den
Boden des Munds mit ersten Leisten verseh‘n.
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Vieles noch lässt sich verbessern,
Gastropas Ideen zu sichern,
Den verkorkst erscheinenden Anfang
Zum Besten zu wenden.
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Flexibel wie der kriechende Körper
Blieben Verhalten und Anpassungsfähigkeit:
Wurde vorkambrische[8] Ahnin unzähliger Arten.
Hunderttausend und mehr verbucht die heutige Zeit!
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Fußnoten
[1] Plankton: Gesamtheit der im Wasser freischwebenden oder mit geringer Eigenbeweglichkeit schwimmenden, kleineren Organismen, deren Ortswechsel hauptsächlich durch Wasserströmungen vermittelt wird
[2] Algen: Eine organismenreichübergreifende Bezeichnung für überwiegend im Wasser lebende, grüne Thallophyten
[3] Verschluss des Häuschens
[4] Cilie, Wimper, Flagellum, Geißel, Flimmer (Eukaryageißel): Charakterisiert durch ihren internen Bau aus 9 peripheren, etwas schräg nach innen gestellten Doppelmikrotubuli (Querschnitt durch die Geißel) und einem zentralen Tubulipaar, das etwas Abstand voneinander hält. Dyneinarme verbinden die Mikrotubuli. Die Geißel ist von der Zellmembran umgeben und gefüllt mit Cytosol. Am Übergang der Geißelbasis in den Zellkörper treten spezielle Verstrebungen, Verstärkungen, auf; eine dünne Querplatte trennt oft den untersten, in die Zelle integrierten Teil, der in seiner Struktur einem Centriol entspricht: Es fehlen die beiden zentralen Mikrotubuli und die peripheren Zwillinge wurden zu Drillingen. Die in der Zelle gelegenen Teile der Geißel sind noch durch verwandtschaftsabhängig gestaltete Haltestrukturen verwurzelt.
[5] Gastropa: Bezeichnung für hypothetischen Vorfahren der Gastropoda
[6] Sinneszellen, Sensorische Zellen: Spezialisierte Zellen, die Reize aus der Umwelt (äußere Reize) oder aus dem Körperinneren (innere Reize) aufnehmen
[7] Radula (Mollusca): Spezialisiertes Mundwerkzeug als Bildung des Pharynx von Weichtieren (Mollusken), das dem Abraspeln, Zerkleinern und Aufnehmen von Nahrung dient. Sie besteht aus einer chitinartigen Membran mit zahlreichen, in Reihen angeordneten Zähnchen
[8] Kambrium-Zeit: vor 542 – 488 Millionen Jahren
Eingestellt am 20. Juni 2026
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Bau und Funktion einer Gastropoda-Radula (Tusche, Kreide; Reinhard Agerer)
„Gastropoda. Radula. Sagittalschnitt durch den Mundraumbereich der Spitzhorn-Schlammschnecke (Lymnaea stagnalis). Die Radula wird, unter wesentlicher Beteiligung der Odontoblasten, Querreihe für Querreihe in der Radulascheide gebildet und schiebt sich durch ihr Wachstum mundwärts vor. Über dem stützenden Odontophor bildet sie eine beim „Biss“ wichtige Knickkante; angrenzende Muskeln bewegen Radula und Odontophor. Kiefer können auch paarig auftreten.“
Kräftig dunkelbraun: Radula mit Zähnen auf deren Haftschicht (rechts; nicht separat koloriert); Kiefer (links). – Hell dunkelbraun und streifig: Muskeln. – Orange als Schicht: Epithelien. – Orange als Hintergrund: übriges Körpergewebe. – Orange Punkte: Odontoblasten. – Rote Punkte: Aragonit liefernde Zellen. – Grüne Punkte: Raspelware eines Blatt. – Dunkelgrau: Odontophor. – Hellgrau: Cuticuläre Verschlusskappe des Radulasacks (oben) und resistente Auflage des Epithels (unten).
Nach Westheide & Rieger (2013), Abb. 497, Seite 331
Eingestellt am 20. Juni 2026
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Gastropoda, Schnecken
3 Abstand halten und doch wieder nicht
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Alles geerntet um sich herum,
Wüsste sie gerne wohin sie nun müsste,
Doch steile, unbewachsene Wände stellen sich ihr in den Weg.
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Aufwendig wird Gastropas[3] Wendemanöver!
Wieder und wieder schleicht sie heran,
Rechtzeitig sich in die Kurve zu legen:
Bleibt erneut aber hungrig liegen am steinigen Widerstand.
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Wie oft wohl waren solche Versuche vergeblich
Bis ein Mitglied, Gott nur weiß wie, zu kleinen Höckern am Kopfende kam,
Und vor dem finalen Kontakt schon
Mit Mechanosensillen[4] ertastet das hindernde Stück.
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Melden Art und Weise der Hürde vor ihr:
Setzt gezielt nun die Wanderung fort,
Denn Nahrhaftes liegt vor ihr.
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Sorgen nicht kürzere Wege und bessere Nahrung
Für größere Eier höherer Zahl,
Mit erfolgversprechender Chance[7] zu überleben als Art?
Im Kampf um Ressourcen[8] ein unüberschätzbares Plus!
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Je länger die Fühler[9], so weiter der Blick in die Runde,
So höher die Aussicht auf reichliche Kost,
Auf Information, über gangbare Routen,
Über der Jäger tödliche List.
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Fußnoten
[1] Algenmatten: Meist dicht geschlossene Flächen aus Algen
[2] Algen: Eine organismenreichübergreifende Bezeichnung für überwiegend im Wasser lebende, grüne Thallophyten, deren Vegetationskörper also nicht in Wurzel, Sprossachse und Blätter organisiert ist
[3] Gastropa: Bezeichnung für hypothetischen Vorfahren der Gastropoda
[4] Mechanorezeptoren: Auf körperliche Reize reagierende Sinneszellen
[5] Chemorezeptoren: Auf Moleküle reagierende Sinneszellen
[6] Tastrezeptoren, Tastsinneszellen, Druckrezeptoren: Spezialisierte Sinneszellen, die mechanische Reize wie Berührung, Druck, Vibration und Dehnung in Nervensignale umwandeln und an das Gehirn weiterleiten
[7] Gemeint ist hier die Population, die Art
[8] Ressourcen: Natürlich vorhandene Bestände von etwas, was zum Fortkommen, zum Leben, benötigt wird
[9] Fühler, Tentakel (Gastropoda): Biegsame Auswüchse am Kopf, die als Hauptsinnesorgane zum Tasten, Riechen und Sehen dienen
Eingestellt am 20. Juni 2026
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Gastropoda, Schnecken
4 Bunker
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Kalkig, mit Aragonit[1], verstärken Gastropoden das Häuschen
Nach Langzeiterfahrung mit brüchigen Wänden
Als heftige Wellen am Felsen die Trutzburg zerschellten,
Ohne Umstand sie lauernde Räuber genussvoll verschlangen,
Ihnen damit die Zukunft für immer verwehrten.
Nur wenige Sippen hielten den Angriffen stand.
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Bauten beständig an der dünnen Behausung,
Setzten schützende Mauern vors offene Tor;
Verbundsysteme verstärkten die Wand,
Vertieften die Räume zum sicher’n Versteck.
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Der neuen Gene tordierende Wirkung
Zieht sich dem ganzen Häuschen entlang:
Setzt Windung um Windung zur schraubigen Form,
Baut der Schnecke typisches Haus.
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Das Häuschen gewinnt die keglige Form
Mit steiler Wendel bis in die engste Windung hinauf.
Muskeln zieh‘n entlang der Spirale,
Den verletzlichen Körper zu halten;
Sein Hauptteil jedoch liegt lieber
Nicht im allzu engen Gebäudekomplex.
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Wird der Umgang ihnen zu lang,
Zieh‘n die wachsenden Schnecken die Muskeln zurück,
Verstopfen die Spitze mit abgeschiedenem Kalk:
Viel tiefer setzen die Muskeln nun an.
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Fußnote
[1] Aragonit: [Calciumcarbonat, CaCO3]; Mineral der wasserfreien Carbonate ohne fremde Anionen; kristallisiert im orthorhomischen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung Ca[CO3]; löst sich leichter in Säuren als Calcit; https://www.chemie.de/lexikon/Calcit.html; nähere Erklärung dort
Eingestellt am 20. Juni 2026
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Gastropoda, Schnecken
5 Der Enge geschuldet
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Paarig noch lagen – außer dem Herz – im Weichteil
Über dem kriechenden Fuß der ältesten Gastropoden Organe,
Teilten symmetrisch den Raum in der Länge,
Bis Torsion die Ordnung durchbrach.
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Fast alle Organe, rechts nach dem drehenden Umbruch gelegen,
Büßten an Größe zwangsläufig ein, bevor sie völlig verschwanden,
Nur Gonaden hielten noch Stand,
Jedoch das linke des Pärchens zollte Tribut.
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Treten nach vorn, in den Mantelraum überm Kopf,
Prüfen eingehende Ströme,
Profitieren von reichlicher Ladung O2.
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Ergänzen mitunter das Amt der Ctenidien[4],
Übernehmen bisweilen der Kiemen[5] Metier.
Verzichten sie gänzlich auf Kiemen,
Geh‘n Schnecken für immer an Land,
Durchbluten das Manteldach[6] kräftig,
Atmen dort nun sauerstoffhaltige Luft[7].
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Fußnoten
[1] Osphradium (Mollusca): Paariges oder unpaares, kiemenähnliches Sinnesorgan in der Mantelhöhle wasserlebender Weichtiere; liegt als eine mit Flimmern bedeckte Hautverdickung am Eingang der Mantelhöhle und dient als Geruchsorgan zur Prüfung der Wasserqualität, der Sedimente, Beutetiere und Geschlechtspartner
[2] Käferschnecken: Polyplacophora (Mollusca – Schizocoelia – Spiralia – Protostomia – Bilateria –…)
[3] Muscheln: Bivalvia (Mollusca – Schizocoelia – Spiralia – Protostomia – Bilateria –…)
[4] Ctenidien, Fiederkiemen (Mollusca): Ursprüngliche Atemorgane bei Weichtieren, die paarig in der Mantelhöhle angelegt sind. Sie bestehen aus einem zentralen Schaft, von dem auf beiden Seiten blattartige Kiemenfilamente abgehen, was ihnen ein federartiges Aussehen verleiht; lassen in ihrem Inneren das Blut entweder in besonderen Adern oder in Lücken zirkulieren, so dass es mit dem Wasser durch Diffusion möglichst nahe in Gasaustausch treten kann; bei manchen Weichtieren werden damit auch Nahrungspartikel durch Endocytose aufgenommen
[5] Kiemen (allgemein): Spezialisierte Atmungsorgane bei wasserlebenden Tieren
[6] Mantel (Mollusca): Spezialisierte Hautfalte auf der Rückenseite von Weichtieren, die den Eingeweidesack umschließt und schützt. Er ist essenziell für die Bildung der Kalkschale (bei Schnecken/Muscheln) sowie der Mantelhöhle, in der sich Atem- und Sinnesorgane befinden
[7] Lunge (allgemein): Ein der Atmung dienendes, paarig angelegtes Organ, nimmt Sauerstoff aus der Atemluft auf und transportiert Kohlendioxid als Endprodukt des Körperstoffwechsels ab, kommt bei luftatmenden Tieren vor.
Eingestellt am 20. Juni 2026
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Gastropoda, Schnecken
6 Muster
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Höchstwahrscheinlich in Algenrasen[4] gefräst,
Geben Zeugnis weidender Schnecken:
Vergleiche mit heutigen Abdrücken drängen diesen Schluss auf.
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Zungenartig stülpen ursprüngliche Schnecken die Radula[5] vor
Aus hintereinander liegenden Reihen von Zähnen und Platten geformt,
Schaben Muster, Ornamenten gleich,
In den als Nahrung gewählten Belag.
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Ein Mittelzahn teilt die Balken in spiegelbildliche[6] Hälften,
Links und rechts jeweils von drei Zwischenplatten flankiert,
Zur Seite hin mit anderen Platten besetzt,
Prägt sich ihre Struktur als Abbild in den Nahrungsrest ein.
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Fräsen sie messerscharfe Rinnen in Algenmatten.
Werden die Zähne stumpf mit der Zeit oder brechen Balken entzwei,
Sorgen Bildungstaschen für raschen Ersatz.
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Ob jeweils zwei Seitenzähne den Radulaflanken und den
Mittel- und Zwischenplatten entlang,
Oder lediglich drei Platten nebeneinander,
Mehr und bessere Nahrung erbringen, bliebe zu prüfen.
Den Schnecken scheint es egal,
Leben sie doch mit jedem Design zufrieden und gut.
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Räuberisch leben Conoidea[9]:
Injizieren Toxin mit pfeilartigen Zähnen den Opfern,
Lähmen Beute mit peptidischen[10] Giften,
Behindern Informationswege so zwischen Muskel und Nerv.
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Streifen mit langen, engstehenden Zähnen
Riesige Mengen von Zellen wie Früchte von Polstern und Sträuchern,
Auf dem Weideweg ab.
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Fußnoten
[1] Kambrium-Zeit: vor 542 – 488 Millionen Jahren
[2] Präkambrium-Zeit: von 4,6 Milliarden bis 542 Millionen Jahren, wobei der letzte Abschnitt, das Ediacarium, vor 635-542 Millionen Jahren liegt; der vorletzte Abschnitt ist das Cryogenium vor 720-635 Millionen Jahren
[3] Ediacarium-Zeit: vor ca. 635 – 542 Millionen Jahren
[4] Algenmatten: Meist dicht geschlossene Flächen aus Algen
[5] Radula (Mollusca): Spezialisiertes Mundwerkzeug als Bildung des Pharynx von Weichtieren (Mollusken), das dem Abraspeln, Zerkleinern und Aufnehmen von Nahrung dient. Sie besteht aus einer chitinartigen Membran mit zahlreichen, in Reihen angeordneten Zähnchen
[6] Spiegelbildlich: in der Art eines Spiegelbildes; durch eine gedachte Ebene in zwei seitenverkehrte Teile gegliedert
[7] Opal: Mineral, das durch hydratisiertes Siliziumdioxid (SiO2 · nH2O) charakterisiert ist und oft für sein schillerndes Farbenspiel, die Opaleszenz, bekannt ist. Im Gegensatz zu kristallinen Mineralien hat Opal eine amorphe Struktur, was bedeutet, dass sie keine definierte Kristallstruktur aufweist. Opale kommen deshalb in verschiedenen Farben und Mustern vor.
[8] Goethit, Nadeleisenerz, [α-Fe 3+O(OH)]: Häufiges, Eisen-Hydroxid-Mineral, bekannt als Nadeleisenerz oder Brauner Glaskopf, bildet braune bis schwarze, oft nadelige oder traubenförmige Kristalle
[9] Conoidea: Giftzüngler, Pfeilzüngler (Sorbeoconcha; nicht separat behandelt – Caenogastropoda – Gastropoda – Mollusca – Schizocoelia –…)
[10] Peptide: Kurze Ketten aus (verschiedenen) Aminosäuren
[11] Nesseltiere: Cnidaria (Animalia – Opisthokonta – Eukarya)
[12] Epitoniidae; nicht separat behandelt: Wendeltreppenschnecken (Sorbeoconcha; nicht separat behandelt – Caenogastropoda – Gastropoda – Mollusca – Schizocoelia –…)
[13] Schwämme: Porifera (Animalia – Opisthokonta – Eukarya)
[14] Phyllidiidae; nicht separat behandelt: Warzenschnecken (Nudipleura; nicht separat behandelt – Euthyneura – Heterobranchia; nicht separat behandelt – Gastropoda – Mollusca –…)
Eingestellt am 20. Juni 2026
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Fraßspuren einer Landschnecke im Algenrasen
Autor: Chiswick Chap
Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license; unverändert
Eingestellt am 20. Juni 2026
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Radulatypen bei Gastropoda
Jeweils drei Reihen dargestellt, die vorderste farbig
Oben: Docoglossische (engl. docoglossan) oder stereoglossische (engl. stereoglossan) Radula: In jeder Reihe sitzt nur ein zentraler schmaler Zahn (rot), von 1-3 seitlichen (grün) flankiert (der äußere ist jeweils betont) und von ein paar (höchstens 3) hakenfömigen lateralen Zähnen (gelb). Der zentrale Zahn kann fehlen. Die Zähne sind an der Radulahaftschicht fixiert. Dies ist der einfachste Radula-Typ, und wir können annehmen, dass dies auch die ursprünglichste (plesiomorphe) Radula darstellt. Sie besitzen die frühesten Mollusken (also Polyplacophora und Patellogastropoda). Aus dem Englischen.
Darunter: Rhipidoglossische (engl. rhipidoglossan) Radula: Ein großer zentraler und symmetrischer Zahn (rot), an beiden Seiten flankiert von mehreren (gewöhnlich fünf) seitlichen Zähnen (grün) und zahlreichen eng gepackten fächerförmigen Randzähnen. (Vetigastropoda, Neritiomorpha). Aus dem Englischen.
Mitte: Taenioglossische (engl. taenioglossan) Radula: Sieben Zähne in jeder Reihe: Ein Mittelzahn [zusammengesetzt aus zentralem (rot) und je zwei benachbarten (grün)], an beiden Seiten flankiert von einem Nachbarzahn (grün) und zwei Randzähnen (grün), (charakteristisch für die Mehrheit der Caenogastropoda). Aus dem Englischen.
Zweitunterst: Stenoglossische (engl. stenoglossan) oder rhachidoglossische (engl. rachidoglossan) Radula: Jede Reihe weist einen zentralen (rot) und beidseits einen Seitenzahn (grün) auf (oder: in einigen Fällen fehlen die Seitenzähne) (die meisten Neogastropoda). Aus dem Englischen.
Zuunterst: Toxoglossische (engl. toxoglossan) Radula: Die zentralen Zähne fehlen vollkommen. Jede Reihe hat lediglich zwei Zähne, von denen jedes Mal nur einer verwendet wird. Diese gerillten Zähne sind sehr lang, zugespitzt und mit Giftkanälen (für Neurotoxine) und Widerhaken versehen; sie sind nicht stark an der Radulahaftschicht fixiert. Die Zähne können einzeln zum Rüssel transferiert, ausgestoßen und in die Beute hineingestoßen werden (typisch für Conoidea). Aus dem Englischen.
Autor: Debivort
Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license; unverändert
Eingestellt am 20. Juni 2026
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Oben: Epitonium scalare: Epitoniidae
Autor: Steve Jurvetson
Lizenz: Creative Commons Attribution 2.0 Generic license; unverändert
Unten: Phylidiidae
Gehäuselose Familie
„Links der Kopf mit gelber lamellierter Rhinophore”
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Phyllidia.jpg
Autor: Nhobgood Nick Hobgood
Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license; unverändert
Eingestellt am 20. Juni 2026
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Filmchen
Eingestellt am 20. Juni 2026
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Gastropoda, Schnecken
7 Und wieder genügen Cilien nicht
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Solange Gastropa[1] noch leichten Gewichts
Mit cilienpelzigen[2] Füßchen ins Leben sich wagt,
Kein schweres Haus den Rücken bedrückt,
Kommt sie mit Tausenden Cilienrudern genügend voran.
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Wenn schwerer das Haus[3], Fuß und Kopf mächtig,
Presst sich der Körper dem Unterrund an,
Verhindert der Cilien rudernde Wirkung,
Dann folgt Gleiten mit Fußmuskulatur[4],[5].
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Dreidimensional durchziehen Fasern den sich verformenden Fuß,
Pressen sich gegen der Hämolymphe[6] schwellende Macht,
Ordnen sich dennoch zu querverlaufenden Wellen,
Bringen, ob vorwärts oder rückwärts gerichtet, zukünftige Schnecken voran.
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Drüsen[7] besorgen dem Fuß das haftende Bett,
Umhüllen kantige Körner, die Sohle[8] zu schützen,
Als Schmiere, der Widerstände Wirkung zu mildern,
Verbrauchen jedoch horrend Energie.
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Sohlendrüsen sezernieren[9], synchronisiert mit dem Wellenverlauf,
Bieten in flüssiger Form ideale Bedingung zum Gleiten,
Um, Sekundenbruchteile später, das Drücken nach vorn zu befördern.
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Spurtartiges Gleiten bedurfte zweifellos einer Langzeitentwicklung,
War wohl ursprünglichen Arten noch völlig verwehrt,
Brachte damit aber Landschecken ausgesprochen Gewinn
Für Partnerfindung und Nahrungsakquise[12]. –
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Den Fuß beidseits zu Flügeln erweitert,
Verlassen Pteropoden[13] Grund und Abhang des Meeres,
Erobern den endlosen Raum,
Neue Dimensionen dem Leben.
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Rudernd gewinnen sie Fahrt.
Manche optimieren das neue System,
Schlagen die Ränder empor zur elastischen Röhre,
Pumpen, muskulöse Säume verwendend, Wasser hindurch.
Mit Rückstoß jagen sie Beute,
Entfliehen Feinden rasch, die Ferne im Blick.
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Fußnoten
[1] Gastropa: Bezeichnung für hypothetischen Vorfahren der Gastropoda
[2] Cilie, Wimper, Flagellum, Geißel, Flimmer (Eukaryageißel): Charakterisiert durch ihren internen Bau aus 9 peripheren, etwas schräg nach innen gestellten Doppelmikrotubuli (Querschnitt durch die Geißel) und einem zentralen Tubulipaar, das etwas Abstand voneinander hält. Dyneinarme verbinden die Mikrotubuli. Die Geißel ist von der Zellmembran umgeben und gefüllt mit Cytosol. Am Übergang der Geißelbasis in den Zellkörper treten spezielle Verstrebungen, Verstärkungen, auf; eine dünne Querplatte trennt oft den untersten, in die Zelle integrierten Teil, der in seiner Struktur einem Centriol entspricht: Es fehlen die beiden zentralen Mikrotubuli und die peripheren Zwillinge wurden zu Drillingen. Die in der Zelle gelegenen Teile der Geißel sind noch durch verwandtschaftsabhängig gestaltete Haltestrukturen verwurzelt.
[3] Schneckenhaus: Spiralförmig gewundenes, aus Kalk bestehendes Gehäuse vieler Schnecken, das fest mit dem Körper des Tieres verwachsen ist und als lebenswichtiger Schutz vor Fressfeinden, Austrocknen und negativen Umwelteinflüssen dient
[4] Fuß (Gastropoda): Muskulöses, bauchseitiges Organ, dient primär der kriechenden Fortbewegung, kann aber je nach Art auch als Schwimmorgan, zum Graben oder als Kletterhilfe angepasst sein
[5] Bewegungsmechanismen (Weinbergschnecke)
Fortbewegung im Schneckentempo (Weinbergschnecke)
[6] Hämolymphe: Zirkulierende Körperflüssigkeit von Tieren mit einem offenen Blutkreislaufsystem (wie Gliederfüßer und Weichtiere). Sie ist eine Mischung aus Blut und Lymphflüssigkeit und erfüllt ähnliche Aufgaben wie das Blut bei Wirbeltieren
[7] Drüsen: Organe aus mehreren Drüsenzellen
[8] Kriechsohle (Gastropoda): Unterseite des Fußes, die flach auf dem Untergrund aufliegt
[9] Sezernieren: absondern, ausscheiden
[10] Schneckenschleim: Ein von Schnecken gebildetes überlebenswichtiges Sekret; besteht hauptsächlich aus Wasser, Proteinen, Mucopolysacchariden und Antioxidantien; dient der Fortbewegung, dem Schutz vor Austrocknen, der Abwehr von Feinden sowie der Heilung ihrer Verletzungen
[11] Viskosität: Zähflüssigkeit oder Zähigkeit von Flüssigkeiten. Sie resultiert zu einem Teil aus den Anziehungskräften zwischen den Teilchen der Flüssigkeit; je niedriger die Viskosität, desto flüssiger die Substanz
[12] Akquise: Beschaffung
[13] Pteropoda; nicht separat behandelt: Flügelschnecken (Euthyneura – Gastopoda – Mollusca – Schizocoelia – Spiralia –…)
Eingestellt am 20. Juni 2026
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Filmchen:
Eingestellt am 20. Juni 2026
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Clione limacina (Nackter Seeschmetterling; Meeresengel)
Autor: Matt Wilson/Jay Clark, NOAA NMFS AFSC
Lizenz: Public domain; unverändert
Eingestellt am 20. Juni 2026
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Mediterrane Pteropoden
Arten wurden an verschiedensten Stellen entlang der katalanischen Küste (NO Spanien) gesammelt.
A: Cymbulia peronii. – B: Peracle reticulata. – C: Pneumodermopsis canephora. – D: P. canephora. – E: Creseis acicula. – F: Creseis conica. – G: Hyalocylis striata. – H: Styliola subula. – I: Cavolinia inflexa. – J: Clio pyramidata.
Caption from: Vidal-Miralles, J., Kohnert, P., Monte, M., Salvador, X., Schrödl, M., & Moles, J. (2024). Between sea angels and butterflies: A global phylogeny of pelagic pteropod molluscs. Molecular Phylogenetics and Evolution, 201, 108183. https://doi.org/10.1016/j.ympev.2024.108183
Autor: Vidal-Miralles, J., Kohnert, P., Monte, M., Salvador, X., Schrödl, M., & Moles, J.
Lizenz: Creative Commons Attribution 4.0 International license; unverändert
Eingestellt am 20. Juni 2026
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Gastropoda, Schnecken
8 Lichtsinn
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Wohl dem, der wenigstens Licht und Schatten kann unterscheiden!
Der wird kaum der Sonne zuwandern,
Vielmehr das Düstere suchen,
Um Nahrung zu finden und Schutz.
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Lichtempfindliche Zellen, am ganzen Körper verteilt,
Genügen nicht, sich gesichert zu wissen,
Denn nur Richtung und Form dunkler Gestalten zu seh‘n,
Gewähren dringend benötigte Information.
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Der Veliger[1] Larvenaugen
Halfen den Jüngsten bereits,
Sich durchs Leben zu manövrieren.
Adulte[2] zehren noch heute davon.
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Melden, wenn einseitig der Lichtstrahl die Innenwand trifft,
Richtung und Intensität des einfallenden Scheins.
Besonnte Lichtsinneszellen,
Signalisieren dem noch kleinen Gehirn ein Abbild der gegenwärtigen Welt.
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Welch einen Vorsprung erzielen solcher Augen Besitzer
Gegenüber augenlosen Verwandten,
Gilt es, bessere Aufenthaltsorte zu suchen,
Nahrung zu finden, zu meiden des Feindes Feld!?
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Schon geringtiefe Mulden mit Randbeschirmung
Helfen Generationen zu höherem Wohlbefinden.
Setzen über längere Zeiten hinweg zahlreichere Nachkommen ins Leben:
So bleiben, wenn auch hoch die Verluste, mehr als genug.
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Mit Glaskörper[7], farblos und hyalin,
Füllen spätere Gastropoden den engmündigen Becher,
Gewinnen Klarheit durch Bündeln der Strahlen
Ein deutliches Bild des zu bekriechenden Raums.
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Noch ist kein Ende der möglichen Schritte!
Überzieh‘n es mit durchsichtigen Zellen,
Lassen Licht, keine Schmutzteilchen aber durch.
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Versenkt wird der verschlossene Krug.
Sein Pfropf wird zur einfachen Linse[10],
Vermitteln dem Träger ein räumliches Bild. –
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Dort, wo die dunkle Kugel sein Ende[15] markiert,
Merkst du erstaunt, wie rasch in die Tiefe das Auge entflieht!
Kommt darauf kurzentschlossen teleskopartig[16] wieder hervor.
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Das höchstentwickelte Gastropoden-Auge mit Rundumblick findest du hier!
Mit Auflösungsvermögen[17] von vier bis fünf Grad! –
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Was waren die treibenden Kräfte
Für der Schnecken hunderttausendfältige Pracht?
Ihr schützendes Haus, ihre sichernden Augen, der Nahrung, der Lebensräume Diversität?
Bestimmt brachte von Allem etwas diese Wundertiere voran.
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Fußnoten
[1] Veliger-Larve (Gastropoda): Im Gegensatz zu früheren Larvenstadien (wie der Trochophora-Larve) besitzt die Veliger-Larve bereits eine erste, oft winzige Embryonalschale auf dem Rücken sowie die Anlage zum Fuß; sowie ein bis vier lappenartige, bewimperte Fortsätze, deren Cilien dienen sowohl der Fortbewegung als auch der Nahrungsaufnahme dienen.
[2] Adult, Adultus: Erwachsen, Erwachsener
[3] Becheraugen, Becherocellen: Die Fotorezeptoren befinden sich in einer becherförmigen Vertiefung, die Richtung, aus der das Licht einfällt, kann damit wahrgenommen werden.
[4] Fühler, Tentakel (Gastropoda): Biegsame Auswüchse am Kopf, die als Hauptsinnesorgane zum Tasten, Riechen und Sehen dienen
[5] Cyten: Zellen
[6] Pigmentbecheraugen, Pigmentbecherocellen: Bestehen meist aus 20 bis 30 Sehzellen (Fotorezeptoren), die in einer halbkreisförmigen Vertiefung angeordnet sind und in einem von lichtundurchlässigen Zellen (Pigmentzellen) ausgekleidetem Becher liegen. Je nach Richtung des einfallenden Lichtes werden daher nur wenige Fotorezeptoren angeregt, sodass es dem Organismus damit möglich ist, die Richtung des Lichtes wahrzunehmen
[7] Glaskörper (Auge): Der Glaskörper ist eine gelartige Substanz, die meist den größten Teil des Auges ausmacht. Er füllt den Raum zwischen Linse sowie Netzhaut und ist normalerweise klar und durchsichtig.
[8] Epidermis (Animalia, allgemein): Außenschicht eines Tieres
[9] Augapfel: Fast kugelförmiges Hauptorgan des Sehvermögens
[10] Linsenaugen: Augen mit meist linsenförmiger, glasklarer, lichtbündelnder Struktur, die eine lichtstarke und gleichzeitig scharfe Abbildung im Auge ermöglicht. In Abhängigkeit von Tierverwandtschaften können Linsenaugen hinsichtlich Funktionalität in unterschiedlicher Weise optimiert werden. Linsenaugen sind evolutiv mehrfach konvergent entstanden
[11] Everse Linsenaugen (Pectinidae, Cephalopoda): Linsenaugen mit vom Pigmentbecher weg, nach außen orientierten Sehzellen
[12] Retina, Netzhaut: Lichtempfindliche Gewebeschicht im hinteren Teil des Auges, mit Hauptaufgabe, einfallendes Licht einzufangen und in elektrische Nervenimpulse umzuwandeln
[13] Weinbergschnecke: Helix pomatia (Helicoidea – Stylommatophora; nicht separat behandelt – Eupulmonata – Euthyneura – Gastropoda –…)
[14] Stielaugen (Gastropoda):
[15] Auge
[16] Teleskopartig: Ein Ineinandergreifen von mehreren Elementen, die sich wie ein Fernrohr ausziehen oder zusammenschieben lassen
[17] Auflösung (Optik): Fähigkeit eines optischen Systems, zwei eng beieinanderliegende Strukturen oder Punkte als getrennte Objekte abzubilden und wahrnehmbar zu machen
Eingestellt am 20. Juni 2026
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Grundtypen planktischer Trochus-Larven der Mollusca (Tusche, Bleistift, Kreide; Reinhard Agerer)
Links: Einfache Trochus-Larve, Polyplacophora. – Mitte: Rotiger (planktotroph) mit Embryonal- wie Larvalschale und vorgestrecktem Fuß, Bivalvia-Autobranchia. –Rechts: Vierlappiger Veliger (planktotroph) mit Larvalschale und vorgestrecktem Fuß, Caenogastropoda.
Nach Westheide & Rieger (2013), Abb. 440, Seite 300
Eingestellt am 20. Juni 2026
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Evolution des Auges bei Mollusken
Autor: user Fakten; I made it myself, according to "What evolution is" 2001 by Ernst Mayr, Page 206
Lizenz: Gemeinfrei; Teile daraus, unverändert
Eingestellt am 20. Juni 2026
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Linsenauge der Weinbergschnecke
„Semidünnschnitt des Auges einer Weinbergschnecke. VK vordere Augenkammer, L Linse in der hinteren Augenkammer, R Retina aus Lichtsinnes- und Pigmentzellen, SN Sehnerv. Toluidinblau-Färbung, Phasenkontrast“.
Zwischen Linse und Retina homogene Schicht des Glaskörpers; vor der vorderen Augenkammer Epithel als Schutzschicht des Auges.
Autor: P. Stanka
Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license; unverändert
Eingestellt am 20. Juni 2026
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Gastropoda, Schnecken
9 Vom Meer zur Wüste
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Ohne Zweifel im Meer liegt der Ursprung der Schnecken.
Ernähren sich äsend von Algen[1], von Abfall jeglicher Art,
Nehmen Besitz von vielerlei Nischen[2],
Offen am Grund ihres Hauses, in sich aber gekehrt.
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Der Fuß[3] bleibt für immer ihr Meisterstück:
Allzweckorgan für Gleiten, Graben, Haften und Formen,
Zum Wehren, Schwimmen und Partner Umarmen,
Viel essenzieller als jeder Schalenumgang.
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Er bringt sie wie Muscheln[4] zum Graben im Sand,
Zwingt den Mantel zur Röhre hervor,
Um filternd sich zu ernähren,
Nutzt so der Muscheln Patent;
Geh‘n aber noch einen Schritt weiter:
Einzelne bauen mit zwei Valven[5],[6] ihr Haus;
Manche graben zur Gänze sich ein,
Lassen durch Sandkanäle Wasser flottieren. –
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Fleischfressende Schnecken haschieren raspelnd ihr Opfer,
Bohren mit Rüssel und Säure
Muscheln ein Loch in die Schale,
Biegen wie einen Schlauch ihr Rohr um die Ecke,
Lassen nichts verderben, nehmen mit Allem Vorlieb.
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Extreme lieben es dunkel,
Hausen in Karsthöhlen[10], Grundwasser und tieferen Seen,
Finden Nahrung dort nur noch chemorezeptiv[11],
Sind sie doch vollkommen blind.
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Raffinierten sind Cnidarier[12] nícht allein Nahrung!
Verdauen Nesselzellen[13],[14],[15] nicht,
Transportieren sie vielmehr über Lakunen zu Kolben[16] am Rücken,
Sammeln dort sie am Ende dicht:
Wehren sich – nicht ohne Erfolg – wie ihre Opfer,
Schleudern sie ab, rührt der Räuber daran.
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Warum alles zerlegen, was Algen so bieten?
Sind Chloroplasten[17] nícht ein wertvoller Schatz,
Zu kostbar, sie zu verdauen?
Tarnen, eingelagert nahe der Haut, Schnecken als Blatt[18].
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An Land lieben Eierfresser der Regenwürmer[19] Gelege
Und anderer Schnecken kostbarstes Gut,
Zwängen durch Risse des Bodens sich, durch Gänge und Poren,
Die Millimeter nur groß.
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Wird es bestimmten Häuschenschnecken zu trocken an Land, zu heiß,
Kleben in luftiger Höhe sie mit Schleimen sich fest.[20]
Ließen den Deckel vor Millionen Jahren schon irgendwo liegen,
Damit bleibt als Ausweg nur, das Häuschen anderweitig zu schließen.
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Wüstenschnecken[21],[22], oft weiß wie Schnee,
Reflektieren ruhend erhitzende Strahlen bei Tag,
Wandern und suchen nach Nahrung
Nur in feucht-kühler Nacht.
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Fußnoten
[1] Algen: Eine organismenreichübergreifende Bezeichnung für überwiegend im Wasser lebende, grüne Thallophyten, deren Vegetationskörper also nicht in Wurzel, Sprossachse und Blätter organisiert ist
[2] Nischen (ökologische): Meist begrenzte Gebiete mit ziemlich einheitlichen Lebensbedingungen; durch spezifische abiotische und biotische Faktoren bestimmt
[3] Fuß (Gastropoda): Muskulöses, bauchseitiges Organ, dient primär der kriechenden Fortbewegung, kann aber je nach Art auch als Schwimmorgan, zum Graben oder als Kletterhilfe angepasst sein
[4] Muscheln: Bivalvia (Mollusca – Schizocoelia – Spiralia – Protostomia – Bilateria –…)
[5] Valven (Bivalvia): Die beiden den Muschelkörper bedeckenden Schalen
[6] Berthelinia spp.: Zweiklappenschnecken (Saccoglossa; nicht separat behandelt – Euthyneura – Heterobranchia; nicht separat behandelt– Gastropoda – Mollusca –…)
[7] Quallen (Nesseltiere): Schirm- oder glockenförmige Nesseltiere
[8] Polychaeta: Vielborster (Annelida – Schizocoelia – Spiralia – Protostomia – Bilateria –…)
[9] Schwämme: Porifera (Animalia – Opisthokonta – Eukarya)
[10] Karsthöhle: Natürlicher, unterirdischer Hohlraum, der durch die chemische und mechanische Auflösung von wasserlöslichem Gestein – vorwiegend Kalkstein, aber auch Gips oder Salz – durch Niederschlagswasser entstanden ist
[11] Durch Chemorezeptoren: Auf Moleküle reagierende Sinneszellen
[12] Cnidaria: Nesseltiere (Animalia – Opisthokonta – Eukarya)
[13] Nesselzellen, Cnidocyten: Zellen in der Epidermis der Cnidaria, zum Beutefang und zur Abwehr dienend; bei Reizung wird ein Nesselschlauch ausgeschleudert, der häufig ein hochwirksames Gift in das Opfer injiziert
[14] Flabellinia iodinea: Spanischer Schal (Nudipleura; nicht separat behandelt – Euthyneura – Gastropoda – Mollusca – Schizocoelia –…)
[15] Glaucus atlanticus: Blauer Drache, Seeschwalbe (Nudipleura; nicht separat behandelt – Euthyneura – Gastropoda – Mollusca – Schizocoelia –…)
[16] Cerata, Kolben (Gastropoda): Hautfortsätze, die verschiedene Meeresschnecken bzw. maritime Hinterkiemerschnecken auf ihrem Rücken oder an den Seiten ausbilden
[17] Chloroplast (allgemein): Zur Fotosynthese befähigter, grüner Chromatophor
[18] Elysia chlorotica: Solarschnecke (Saccoglossa; nicht separat behandelt – Euthyneura – Heterobranchia; nicht separat behandelt – Gastropoda – Mollusca –…)
[19] Regenwürmer: Lumbricidae (Oligochaeta – Clitellata – Annelida – Schizocoelia – Spiralia –…)
[20] z. B. Bänderschnecken: Cepaea spp. (Helicoidea – Eupulmonata – Euthyneura - Heterobranchia; nicht separat behandelt – Gastropoda –…)
[21] Clydonopoma poloense (Litorinoidea; nicht separat behandelt – Sorbeoconcha, nicht separat behandelt – Caenogastropoda – Gastropoda – Mollusca –…)
[22] Sphincterochila boissieri: Steppenschnecke (Stylomatophora; nicht separat behandelt – Eupulmonata – Euthyneura - Heterobranchia; nicht separat behandelt – Gastropoda –…)
Eingestellt am 20. Juni 2026
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Schematischer Längsschnitt einer Weinbergschnecke
„1 Gehäuse, 2 Leber, 3 Lunge, 4 Darmausgang, 5 Atemöffnung, 6 Auge, 7 Fühler, 8 Schlundganglion, 9 Speicheldrüse, 10 Mund, 11 Kropf, 12 Mitteldarmdrüse, 13 Geschlechtsöffnung, 14 Penis, 15 Vagina, 16 Schleimdrüse, 17 Eileiter, 18 Pfeilbeutel, 19 Fuß, 20 Magen, 21 Niere, 22 Mantel, 23 Herz, 24 Samenleiter“
Autor: Al2
Lizenz: GNU-Lizenz für freie Dokumentation; unverändert
Eingestellt am 20. Juni 2026
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Außergewöhnliche Schnecken 1
Oben links: Berthelinia typica (Tyische Zweikalppenschnecke)
Autor: djnugent
Lizenz: Public domain; unverändert
Oben rechts: Flabellina iodinea (Spanischer Schal)
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Spanish_shawl.JPG
Autor: Magnus Kjærgaard
Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 2.5 Generic license; unverändert
Unten: Flabellina funeka (Violette Fadenschnecke)
Autor: Seascapeza
Lizenz: Creative Commons Attribution 3.0 Unported license; unverändert
Eingestellt am 20 Juni 2026
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Außergewöhnliche Schnecken 2
Oben: Glaucus atlanticus (Blauer Drache)
Büschel von Cerata am Ende von gliedmaßenähnlichen Ausstülpungen, in die Nesselzellen der Beute eingelagert werden; treibt im Pelagion mit Hilfe von Gasblasen mit Bauch nach oben
Autor: Glaucus_atlanticus_1.jpg: Taro Taylor from Sydney, Australia; derivative work: dapete
Lizenz: Creative Commons Attribution 2.0 Generic license; unverändert
Unten: Elysia chlorotica (Solarschnecke)
Autor: Karen N. Pelletreau et al.: http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0097477
Lizenz: Creative Commons Attribution 4.0 International license; unverändert
Eingestellt am 20 Juni 2026
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Außergewöhnliche Schnecken 3
Oben: Sphincterochila boissieri (Boissiers Steppenschnecke)
“Eine Erdschnecke in der nördlichen Negev des Südliches Israel. Größe: 2,1 cm.”
Autor: Wilson44691
Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license; unverändert
Unten: Sphincterochila candidissima (Weiße Steppenschnecke)
Autor: Xvazquez
Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license; unverändert
Eingestellt am 20 Juni 2026
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Nachschlagewerke:
Schneckenvielfalt entdecken
„Die meisten Schüler und Eltern mit eigenem Garten kennen das Problem der „Schneckenplage“ im Gemüsebeet. Von den 500 Schneckenarten in Bayern verursachen nur wenige Fraßschäden an Nutz- und Gartenpflanzen. Die meisten Schnecken sind (aus Gärtnersicht) harmlos beziehungsweise als Kompostverwerter und mit ihrem Beitrag zur Bodenbildung sogar von Vorteil. Die Probleme werden vor allem durch zu Massenvermehrung neigenden Arten, vor allem der Spanischen Wegschnecke (Arion lusitanicus) verursacht.“
Hier werden verschiedenste Schnecken-Arten (und Muscheln) in Farbe, in ihrem Vorkommen und mit ihren vielfältigen Häuschen dargestellt, beschrieben und benannt.
Willkommen in der Welt der Schnecken
Die Lebende Welt der Weichtiere
Alf A, Brenzinger B, Haszprunar G, Schrödl M, Schwabe E (2020) A Guide to Marine Molluscs of Europe.
ConchBooks, ID 47232)
Eingestellt am 20. Juni 2026
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Fortsetzung Juni 2027
