zum Glossar mit Abbildungsverweisen über:

Cestoidea, Echte Bandwürmer

1 Was macht sie so unverkennbar

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Vervielfachung ihrer Geschlechtsorgane,

In Serie hintereinander im Band;

Scolices[1] unterschiedlicher Prägung zum Verankern

Und Neodermis[2], die mit Mikrotrichen[3] bedeckt;

Proterandrisch[4] ihre Segmente.

Einer tanzt aus der Reihe jedoch.

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Spermienschwänze typisch plathelminthisch[5],

Doch auf Mitochondrien verzichten sie ganz;

Eier mit Deckel, zum reibungslosen Schlüpfen der Larve,

Die mit sechs Häkchen sich hält.

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Coracidien[6] und Oncosphaeren[7] erscheinen,

Bevor zu Metacestoden[8] die Erstlarven[9] werden;

Überdauern oft in Erst-[10], und Zwischenwirt[11],

Bevor der Endwirt[12] an den Adulti[13] leidet, oder gar stirbt.

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Entscheidend ist ihr Halt in den Wirten:

Spielen phantasievoll mit der Scolices Form.

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Fußnoten

[1] Scolex: Kopfartiges, dünnes Vorderende mit Halteorganen (Saugnäpfe, Haken, etc.) der Bandwürmer

[2] Neodermis: Spezialisierte, syncytiale, sekundäre Körperbedeckung, deren zellkernhaltigen Partien unterhalb der Basallamina liegen, von parasitischen Plattwürmern wie Band-, Saug- und Hakensaugwürmern; ersetzt im Larvenstadium die ursprüngliche Epidermis.

[3] Mikrotrichen: Spezielle Mikroilli mit spitzen, elektronendichten, im TEM daher dunkleren, leicht gekrümmten Spitzen

[4] Proterandrisch, protandrisch: Vormännlich; zunächst werden die männlichen Gameten reif, dann erst die weiblichen, um Eigenbefruchtung zu verhindern

[5] Plathelminthische Spermienschwänze: Im TEM-Querschnitt zeigen sich zwei Axioneme, die von beiden Seiten mit einem Bogen aus Einzelmikrotubluli verbunden sind; Mitochondrien sind vorhanden und der langgezogene Zellkern ist quergeschnitten; das Ganze ist von außen vom Plasmalemma umgeben

[6] Coracidie (Cestoda): Kugelige Erstlarven mit syncytialer Epidermis und dichtem Ciliensaum

[7] Oncosphaera (Cestoidea): Kugelige Erstlarve mit sechs Häkchen

[8] Metacestoden: Präadulte, oder postlarval genannte Stadien mit bereits adultähnlichen Merkmalen und mit Neodermis

[9] Erstlarve (Cestoda): Entwickelt sich im Ei und besitzt eine syncytiale Epidermis

[10] Erstwirt (oft etwas ungenau als Zwischenwirt bezeichnet): Erster Wirt eines Parasiten, mit dem der Lebenskreislauf asexuell beginnt, um letztlich im Endwirt die sexuelle Fortpflanzung zu vollziehen

[11] Zwischenwirt (hier): Wirt zwischen Erst- und Endwirt

[12] Endwirt (Animalia): Wirt, in dem sexuelle Fortpflanzung (P! K! R!) erfolgt

[13] Adult, Adultus: Erwachsen, Erwachsener

Eingestellt am 20. Juni 2026

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Neodermis der Cestoidea (Tusche, Kreide; Reinhard Agerer)

Syncytiale Neodermis: Ausschnitt mit einem Zellkern (dunkelgrau strukturiert); Protoplast (rosagrau) unter die Basallamina (grau) versenkt; Mikrovilli mit elektronendichter, daher schwärzlicher (schwarz), leicht gebogener, langen Spitzen.

Nach Westheide & Rieger (2013), Abb. 332 C, Seite 219

Eingestellt am 20. Juni 2026

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Metacestoden der Cestoidea (Tusche, Bleistift, Fineliner, Kreide; Reinhard Agerer)

Oben links: von Diphyllobothrium latum. – Oben Mitte: von Diphyllobothrium latum. – Oben rechts: Cysticercus von Taenia saginata.

Mitte links: Cysticercoid von Taenia saginata. – Mitte rechts: von Taenia teniaeformis.

Unten links: von Multiceps multiceps. - Unten rechts: Hydatide von Echinococcus granulosus.

Rot: Befestigungshäkchen; braun: Saugnäpfe.

Nach Westheide & Rieger (2013), Abb. 342, Seite 225

Eingestellt am 20. Juni 2026

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Verschiedene Scolices der Cestoidea (Tusche, Kreide; Reinhard Agerer)

Oben Mitte und rechts: Pseudophyllidea. – Unten rechts: Cyclophyllidea

Nach Westheide & Rieger (2013), Abb. 343 und 344 B, Seite 226

Eingestellt am 20. Juni 2026

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Cestoidea, Echte Bandwürmer

2 Nur Wiederholungen (AP)

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Im Dünndarm[1] kurz hinter dem Magen

Beginnt ihr Revier:

Saugen sich fest, vierfach am Kopf mit Näpfen[2] bestückt,

Manche ergänzen noch ein bis zwei kronenartige Kränze mit Häkchen

Auf einem Muskelpolster rundum geordnet

Für aktives Verkrallen an der Wandung des Darms.

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Eine Wachstumszone am Hals

Verlängert ununterbrochen bandartig den Körper,

Wohl wissend, dass sein hinteres Ende

In lauter Einzelstücke[3] zerfällt.

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Wozu braucht der abgeplattete Wurm einen Darm,

Wenn nächstgelegen Verdauungsenzyme

Nahrung in Kleinstmoleküle zerlegen,

Die nur noch der Aufnahme harren doch?

.

Gewonnener Raum wird sinnvoll genutzt,

Mit Samenbläschen verdoppelter Testis[4],

Protonephridialkanälen[5] für Entsorgung nicht brauchbarer Substanzen,

Einer Vagina[6] mit kurzem,

An einer Stelle zum Samenspeicher[7] geblähtem Rohr[8].

Zunächst proterandrisch[9] agierend,

Bedeuten undifferenzierte Dotterstöcke[10], Ovarien[11] und Uteri[12] keinen Verzicht.

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Erst nach Übertragung der Samen[13], der Testis Entleerung,

Übernehmen, mehr und mehr sich vergrößernd und differenzierend,

Ovarium, Uterus und Vitellarium den freiwerdenden Raum,

Um das Receptaculum seminis gruppiert.

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Zu groß würden, wenn das Band am Ende zu lang,

Transportwege und Probleme der Koordination,

Ohne den Bandwurm in wiederholte eigenständige Teile zu gliedern

Mit gleicher Verantwortung für jedes Segment[14].

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Nach und nach vom Hals produziert,

Reihen sich, des Gliedes Alter gemäß,

Jüngste, kaum differenzierte Portionen,

An mittig gelegene, männlich agierende Teile,

Die weiter distal, allmählich weiblich firmierend, zur Fortpflanzung[15] schreiten,

Bis endständige Glieder ein prall mit Eiern[16] gefüllter Uterus prägt.

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Ring[17]- und Transversalmuskulatur[18]

Schnüren, sich mehr und mehr kontrahierend,

Reife, fast nur aus Eiern bestehende Endglieder ab,

Übergeben sie des Darms Peristaltik[19]

Für Kotransport mit Exkrementen nach außen;

Ungeduldige finden mit eigener Muskelkraft

Durch den Anussphinkter[20] den Weg in die Freiheit,

Bleiben meist juckend im Poschlitz stecken jedoch.

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Abgesetzt mit Fäkalien[21],

Versprengt sie der Bauer

Beim Odeln[22] auf Wiesen[23] und Felder.

Noch zuckeln die Proglottiden etwas voran,

Bis sie, vertrocknend, als Bandwurmeier-Container zerfallend,

In Mägen und Därme von Rindern[24] und Schweinen[25] gelangt.

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Taenia saginata[26], ohne Häkchen am Scolex[27],

Mit beweglichen Gliedern dafür, wartet auf grasende Rinder,

Taenia solium[28], mit dornenbekränztem Köpfchen,

Verzichtet auf wandernde Plättchen,

Wartet hingegen auf ein schmatzendes Schwein.

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Fußnoten

[1] Dünndarm: Darmbereich zwischen Magen und Dickdarm

[2] Saugnapf: Ein bei Unterdruck sich anheftendes, randlich dichtschließendes Organ

[3] Proglottiden: Die einzelnen, segmentähnlichen Fortpflanzungsglieder eines Bandwurms

[4] Testis, Hoden: Paarig angelegtes, inneres männliches Geschlechtsorgan sich geschlechtlich fortpflanzender Gewebetiere; Spermien produzierende männliche Gonaden.

[5] Protonephridie (Plathelminthes): Primitive, meist paarige Exkretions- und Osmoregulationsorgane bei wirbellosen Tieren ohne Coelom (z.B. Plattwürmer, Rädertiere). Sie bestehen aus einem feinen, verzweigten Kanälchensystem, das im Körper blind endet. Der Endbereich, wird aus einer Cyrtocyte (Flammenzelle) und einer primären Kanälchenzelle gebildet, die sich mit zwei konzentrischen Fingerkreisen überlappen und eine Reuse bilden; im Innern mit einem Bündel aus flammengleich schlagenden Geißeln (Flammenzellen) 

[6] Vagina (Plathelminthes): Öffnung zum inneren, schlauchförmigen, weiblichen Begattungsorgan (Laurerscher Kanal)

[7] Receptaculum seminis: Organ im weiblichen oder zwittrigen Genitaltrakt vieler Wirbelloser (Insekten, Krebse, Schnecken) sowie einiger Wirbeltiere. Es dient der Aufnahme, Lagerung und Ernährung von Spermien nach der Paarung, um Eizellen über längere Zeiträume gezielt zu befruchten

[8] Laurerscher Kanal: Hinter der Vagina beginnender weiblicher Begattungskanal

[9] Proterandrisch, protandrisch: Vormännlich; zunächst werden die männlichen Gameten reif, dann erst die weiblichen, um Eigenbefruchtung zu verhindern

[10] Dotterstock, Vitellarium: Spezialisiertes Organ bei bestimmten wirbellosen Tieren, insbesondere Plattwürmern (Plathelminthes) und Insekten, das Dotter für die Eizellen produzieren und in separaten Zellen abspeichern können

[11] Ovar, Ovariole: Weibliches Geschlechtsorgan, Produktionsort der Eizellen

[12] Uterus (Plathelminthes): Eileiter – nicht Eizellleiter! – zwischen Ootyp und Genitalöffnung

[13] Spermatozoide, Spermatozoen, Spermien: Reife, männliche, haploide Keimzellen; Gameten, die im Normalfall zu eigenständiger Bewegung fähig sind

[14] Proglottiden

[15] Sexuelle, geschlechtliche Fortpflanzung: Dafür sind drei Vorgänge miteinander gekoppelt, Meiose (abgekürzt mit R!), Plasmogamie (Zellen vereinen sich, abgekürzt mit P!) und Karyogamie (Kerne verschmelzen, abgekürzt mit K!) verbunden, wobei P! und K!, mit Ausnahme bei Dikarya, unmittelbar aufeinander folgen. Bei Dikarya (Unbegeißelte Chitinpilze – Fungi – Opisthokonta – Eukarya) sind beide Vorgänge unterschiedlich lang (weit) voneinander getrennt. Da bei Animalia und Plantae P! und K! unmittelbar aufeinander folgen, werden beide Vorgänge häufig zu Befruchtung (B!) zusammengefasst.

[16] Ei: Besteht aus einer (befruchteten) weiblichen Keimzelle (Eizelle), Nährstoffen (Dotter) und schützenden Hüllen

[17] Ringmuskeln: Muskeln rund um den Körper eines Nichtwirbeltiers oder generell um Öffnungen

[18] Transversalmuskeln: Muskeln Quer durch einen Nichtwirbeltierkörper

[19] Peristaltik: Fortschreitende, wellenförmige Bewegung des Darms, um den Nahrungsbrei voranzudrücken

[20] Anussphinkter: Ringförmiger Schließmuskelapparat, der den Analkanal umschließt und für den kontrollierten Verschluss des Enddarms zuständig ist

[21] Fäkalien: Von Menschen und Tieren ausgeschiedener Kot

[22] Odeln: Odel, Jauche, auf Felder und Wiesen ausbringen

[23] Wiese: Meist vom Menschen durch Mähen geschaffene, offene Grünfläche, die überwiegend mit Gräsern und Kräutern und bewachsen ist

[24] Kuh, Hausrind: Bos taurus (Bovini – Boodontia – Bovidae – Pecora – Ruminantia –…)

[25] Hausschwein: Sus scrofa domesticus (Suidae – Suina – Artiodactyla – Übrige Cetartiodactyla – Cetartiodactyla –…)

[26] Taenia saginata: Rinderbandwurm (Cyclophyllidea; nicht separat behandelt – Cestoidea – Cestoda – Cercomeromorpha – Neodermata –…)

[27] Scolex: Kopfartiges, dünnes Vorderende mit Halteorganen (Saugnäpfe, Haken, etc.) der Bandwürmer

[28] Taenia solium: Schweinebandwurm (Cyclophyllidea; nicht separat behandelt – Cestoidea – Cestoda – Cercomeromorpha – Neodermata –…)

Eingestellt am 20. Juni 2026

 .

Erklärung erscheint, wenn auf Entwicklungszyklus gedrückt wird

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Proglottiden (Tusche, Bleistift, Kreide, ppt; Reinhard Agerer)

Oben: Taenia saginata (Rinderbandwurm). – Unten: Diphyllobothrium latum (Fischbandwurm)

Ovar und Eizellenleiter (hellgelb); Vitellarium und Dotterzellleiter (dottergelb); Hodenvesikel und Vas deferrens (rosabräunlich); Uterus (dunkelgrau); Vagina und Laurerscher Kanal (dunkelrot); Receptaculum senimis (rosa); Genitalhügel und Atrium (violett); Ootyp (hellgrau).

Entscheidende Unterschiede: Lage von Genitalatrium mit Atrium (auf der Fläche bei D. latum; seitlich bei T. saginata); Ovar (stark verästelt bei T. saginata; einheitlich bei D. latum); Vitellar (relativ kompakt bei T. saginata, stark verästelt bei D. latum); Uterus (in Schlingen gelegt bei D. latum; zunächst als ziemlich gerade Röhre bei T. saginata, doch wird im Laufe der Eierproduktion dieser Uterus sich stark verästeln und letztlich die ganze Progottide ausfüllen)

Nach Westheide & Rieger (2013), Abb. 340, Seite 224

Eingestellt am 20. Juni 2026

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Cestoidea, Echte Bandwürmer

3 Oncosphaera

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Schon im menschlichen Darm, vielleicht etwas später,

Nutzt die Zygote[1] die Zeit,

Meist wenige Dotterzellen[2] verwendend,

Zum Wandel in eine Larve[3],[4].

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Geschützt von der elastischen Schale des Eis,

Teilt sich die diploide Zygote fortlaufend mitotisch,

Ordnet peripher die Zellen zur Hohlkugel an

Und bereitet differenzierend sich auf die Zukunft vor.

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Braucht nicht viel für ihr weiteres Leben,

Keine Sinneszellen, keine Wimpern[5],

Denn sie sucht nicht selbst den Wirt[6],

Wartet vielmehr bis sie gefressen und im Darm freigesetzt.

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Sechs Häkchen zum Verankern,

Zwei Drüsenzellen[7] gleich in der Näh,

Wenige Nervenzellen[8], eine Protonephridie[9] nur

Und teilungsfähige Zellen für die verheerende Tour.

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Der Eihülle Deckel rundherum lösend,

Schlüpft Oncosphaera aus dem Behälter hervor,

Fest verhakend im Zottengewirr[10],

Bringt sie der Drüsen Sekrete nah an die Wandung des Darms.

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Enzyme, sparsam an eng begrenzter Stelle verwendend,

Perforiert sie mit dünnem Kanal

Die elastische Wandung und

Lässt sich willenlos im Blutstrom der Vene[11] treiben.

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In kleinen Kapillaren[12] gut durchbluteter Muskeln

Wird sie gestoppt – macht nichts –,

Denn hier lässt sie wohlversorgt

Sich für weiteres Werden nieder.

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Mit einer Kapsel fest umschlossen,

Beginnt Oncosphaera den Umbau.

Stülpt am Ende, aus dicker Wandung ragend,

Ins Lumen hinein den einsatzbereiten, halstragenden Scolex[13].

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Geduldig, vielleicht über Jahre hinweg,

Als Finne[14] den plötzlichen Tod des Wirts erwartend,

Bricht sie, wenn roh das Fleisch wird verzehrt,

Im Dünndarm[15] aus der Behausung hervor

Und setzt sich saugend, Solium[16] zusätzlich mit Häkchen,

An des Darms Mikrovilli[17] für dauerndes Wachstum endgültig fest.

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Selbst mit speziellen, solide bespitzten Mikrovilli[18] bekleidet,

Nimmt der Bandwurm verdaute Nahrung zu sich,

Wehrt zugleich bedrohliche Nähe des

Wirts Verdauungsenzyme ohne Weiteres ab.

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Fußnoten

[1] Zygote: Diploide Zelle, die nach der Verschmelzung zweier haploider Kerne, im Zuge der sexuellen Fortpflanzung entstand

[2] Dotterzellen, Vitellocyten: Dotterhaltige, spezialisierte Zellen, die bei vielen Wirbellosen der Eizelle (oder der Zygote) beigegeben werden und deren Ernährung dienen

[3] Erstlarve (Cestoda): Entwickelt sich im Ei und besitzt eine syncytiale Epidermis

[4] Oncosphaera (Cestoidea): Kugelige Erstlarve mit sechs Häkchen

[5] Wimpern (Zellen): Eukarya-Flagellen, -Geißeln, Cilien

[6] Wirt (Parasiten, Symbionten): Opfer eines Parasiten, Partner eines Symbionten

[7] Drüsenzellen: Zellen, die der Produktion und Abgabe (Sekretion) bestimmter Substanzen dienen

[8] Nervenzellen: Hochspezialisierte, für Reize sehr sensible Zellen, die für Aufnahme und Weiterleitung von Informationen entlang der Kommunikationswege des Nervensystems zuständig sind

[9] Protonephridie (Cestoda): Primitive, meist paarige Exkretions- und Osmoregulationsorgane. Sie bestehen aus einem feinen, verzweigten Kanälchensystem, das im Körper blind endet. Der Endbereich, wird aus einer einzelnen, zylinderförmigen Zelle gebildet 

[10] Darmzotten: Kleinste finger- bis blattförmige Ausstülpungen der Darmschleimhaut; stellen Fortsätze der Lamina propria dar, die von einer dünnen Schleimhautschicht bedeckt sind und ins Darmlumen ragen

[11] Venen: Blutgefäße, die das Blut zum Herzen führen

[12] Blutkapillaren: Feinste Verästelungen der Arterien und Venen, verbinden arterielles und venöses Gefäßsystem.

[13] Scolex: Kopfartiges, dünnes Vorderende mit Halteorganen (Saugnäpfe, Haken, etc.) der Bandwürmer

[14] Finne, Blasenwurm, Cysticercus (Cestoidea): Zumindest ein Scolex liegt eingestülpt in einer großen, oft mit Flüssigkeit gefüllten Blase

[15] Dünndarm: Darmbereich zwischen Magen und Dickdarm

[16] Taenia solium: Schweinebandwurm (Cyclophyllidea; nicht separat behandelt – Cestoidea – Cestoda – Cercomeromorpha – Neodermata –…)

[17] Mikrovilli (Cestoidea): Enden mit leicht gebogenen, spitzen, elektronendichten Enden

Eingestellt am 20. Juni 2026

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Cestoidea, Echte Bandwürmer

4 Erhöhte Vorsicht

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Fuchs-[1] und Hundebandwürmer[2] missbrauchen unvorsichtige Menschen,

Aber nicht nur sie als nützlichen Nebenwirt[3],

Verkapseln sich nach Transport

Über der Pfortader[4] Röhrensystem,

Fest in der Leber,

Selten in Lunge und im Gehirn.

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Echinococcus granulosus, der Hundebandwurm,

Gibt sich kaum weniger unheilsvoll

Als Echinococcus multilocularis,

Der Füchse als Hauptwirt[5] wählende Bruder.

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Granulosus[6], einmal als Finne[7] im Körper versteckt,

Vergrößert unter Wasseraufnahme beständig sich,

Nutzt den erweiterten Raum

Für wandständige,

Oberflächenvergrößernde Schicht teilungsaktiven Gewebes,

Um Tochtersphären ins Lumen zu knospen.

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Jede der Hohlkugeln treibt Scolices[8] ins Lumen.

Sich weiter vermehrend, die Bläschen vergrößernd,

Bläht sich die Finne zur Hydatide[9],

Zu Golf-, Tennis- und Handballgrößen auf.

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Schmerzalarmiert, entfernt der Chirurg

Prall gefüllte Hydatiden der Leber,

Vermeidet, behutsam hantierend, jedes Ritzen der dünnwandigen Blase,

Denn entkommen Tochtercysten ins Nachbargewebe,

Gilt dies, auch sie werden größer, als ärztlicher Fehler und

Führt zur nächsten Operation. –

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Des Fuchsbandwurms[10] Finne erweist sich als inoperabel.

Fingergleich nach allen Richtungen greifend, dringt sie labyrinthartig vor,

Bildet, sich ständig verzweigend,

Schwammartiges, tochterblasenträchtiges Röhrengeflecht.

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Kein Medikament kann den Eindringling töten,

Wird er entdeckt, ist es zu spät,

Operationen überleben Patienten kaum,

Vielleicht eine Lebertransplantation. 

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Pech für den Menschen, der davon betroffen,

Denn ihn als Beute wollten Füchse sicherlich nicht,

Aber Mäuse, von Finnen befallen, und anderes Nagegetier,

Kommen ihnen, wenn infiziert, als leichter jagdbare Opfer geradezu recht. –

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Losung[11] von Füchsen in Wäldern,

Nun auch in Städten, Wiesen und Gärten,

Kontaminieren umliegende Blätter, Gräser und Früchte,

Werden Gefahrenherde für Neuinfektionen von Beutetieren jeglicher Art.

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Erst im Endwirt stülpt Echinococcus multilocularis

Hunderte Scolices aus seinen Blasen hervor.

Nur wenige Millimeter lang,

Sich mit doppelten Kränzen im Dünndarm verhakend,

Mit Saugnäpfen zusätzlich haftend,

Produzieren sie, obwohl proglottidenarm[12], Abertausende Eier.

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In Wäldern verseuchter Gebiete

Lauert für Beerensammler Gefahr

Wenn roh sie die Früchte verzehren,

Dann wandern oncosphärenhaltige[13] Eier womöglich über den Magen mit.

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Fußnoten

[1] Fuchsbandwurm: Echinococcus multilocularis (Cestoidea – Cestoda – Cercomeromorpha – Neodermata – Plathelminthes –…)

[2] Hundebandwurm: Echinococcus granulosus (Cestoidea – Cestoda – Cercomeromorpha – Neodermata – Plathelminthes –…)

[3] Erstwirt (oft etwas ungenau als Zwischenwirt bezeichnet): Erster Wirt eines Parasiten, mit dem der Lebenskreislauf asexuell beginnt, um letztlich im Endwirt die sexuelle Fortpflanzung zu vollziehen

[4] Pfortader: Großes Blutgefäß, das nährstoffreiches, sauerstoffarmes Blut aus den unpaaren Bauchorganen (Magen, Darm, Milz, Bauchspeicheldrüse) direkt zur Leber transportiert

[5] Endwirt (Animalia): Wirt, in dem sexuelle Fortpflanzung (P! K! R!) erfolgt

[6] Echinococcus granulosus

[7] Finne, Blasenwurm, Cysticercus (Cestoidea): Zumindest ein Scolex liegt eingestülpt in einer großen, oft mit Flüssigkeit gefüllten Blase

[8] Scolex: Kopfartiges, dünnes Vorderende mit Halteorganen (Saugnäpfe, Haken, etc.) der Bandwürmer

[9] Hydatide (Cestoidea): Flüssigkeitsgefüllte Blase, in der wieder eine Blase hängt, in die mehrere Scolices stehen

[10] Fuchsbandwurm: Echinococcus multilocularis

[11] Losung: Kot von Wild und Hund

[12] Proglottiden: Die einzelnen, segmentähnlichen Fortpflanzungsglieder eines Bandwurms

[13] Oncosphaera (Cestoidea): Kugelige Erstlarve mit sechs Häkchen

Eingestellt am 20. Juni 2026

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Erklärung erscheint, wenn auf Entwicklungskeislauf gedrückt wird

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Cestoidea, Echte Bandwürmer

5 Um- und Rückbau

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Ökologischer Nischen[1] spezielle Struktur,

Konstante, nicht variable Lebensumwelt,

Fordern ehedem nötige Anlagen nicht mehr heraus,

Verlieren sich, gesparter Energie und nötigen Aufwands wegen

Kaum noch benutzt,

Allmählich im Dunkel der Evolution.

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Andere Fähigkeiten,

Abverlangt durch neue besondere Welt,

Erfordern Rekonstruktionen von Apparaturen,

Anpassung ihrer Funktion Verlauf.

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Ob abgewandelt für neue Funktionen

Oder der Modernisierung zum Opfer gefallen,

Lässt sich durch Lebensstilvergleiche

Weniger spezialisierter Verwandter erschließen. –

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Was kennzeichnet diese Verwandtschaft,

Deren Glieder im Einzelnen doch recht verschieden,

Bei aller Gleichheit wegen des saugend haltenden Kopfs[2]?

Auch ein Hakenkranz ist nicht allen gegeben;

Der Scolex, ob keulig, lappig oder nur grubig,

Zeigt bei gleichgearteter Rolle erhebliche Divergenz.

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Alle Larven[3] heften häkchenversehen sich an lebende Wirte.

Primitive Verwandte, heute noch lebend,

Schwimmen mit Cilien[4] gezielt auf sie zu,

Ersetzen, in passende Wirte glücklich gelangt,

Wie ihre Verwandten, die Monogenea[5],

Durch Neodermis[6] ihr Cilienkeid.

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Wozu die Ciliendecke noch aufwendig bilden,

Wenn ihr Träger,

Von des Eies beengender Hülle umgeben,

Ihrer nicht mehr bedarf?

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Wenn gezieltes Suchen des Wirts nicht mehr nötig,

Der Zufall zunächst die Treffer bestimmt,

Vergrößern hohe Propagulenmengen[7]

Der Erfolgreichen Zahl!

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Der Zufall allein, trotz höherer Quote,

Bringt zuweilen dennoch nicht den erhofften Erfolg:

Leben Wirte vereinzelt, weit noch gestreut,

In vollkommen anderem Milieu.

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Wer Vektoren[8],[9] gewinnt, hungrige Larven zu hegen,

Näher zum Endwirt[10] zu bringen,

Oder zunächst zum Erstwirt zu führ‘n,

Hat, fast wie im Lotto, den Sechser gezogen.

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So werden Zufälle beschränkt,

Erfolge aus der Tiefe gehoben,

Nachkommenzahlen und Fitness[11] drastisch erhöht,

Chancen zur Weiterentwicklung vermehrt. –

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Einmal den passenden Ort aufgetan,

Gilt es, Reproduktivität zu erhöh‘n,

Eizellen und Spermatozoide massiv zu vermehren,

Doch ist dafür der Raum erheblich beengt.

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Das Band zu verlängern,

Ovarien[12] und Hoden[13] zu multiplizieren,

Eigenverantwortung ihnen zu geben,

Am Ende in selbstständige Glieder[14] zu teilen,

Vom Hals her beständig Nachschub zu liefern,

Erweist sich als zukunftsträchtig, bleibt jedoch nicht der einzige Weg.

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Echinococcen[15] beschreiten ganz andere Routen:

Der Körper bleibt weiterhin klein, das Band mit den Gliedern nur kurz.

Hunderte Köpfe stülpen Finnen[16] dafür ins

Lumen zum Angriff vor.

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Eine einzige Finne von Echincoccus multilocularis im Endwirt[17] gelandet,

Verseucht mit Hunderten Würmern den Darm,

Ersetzt durch Vielzahl, was Taenia[18]

Durch Länge des trächtigen[19] Bandes erzielt. –

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Wirte zu wechseln[20], erfanden Cestoden[21] sicherlich bald.

Ursprünglich – anderes bot sich ihnen nicht an –

Nahmen sie Wassertiere aufs Korn,

Wie auch heute Vertreter der älteren Zunft.

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Ihren Darm haben freilich alle völlig verloren,

Keinen After braucht er mehr,

Denn verdaut wird schon durch die Umgebung[22],

Abfallentsorgung ist nicht mehr.

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Mikrovilli[23] versteifen sie nach und nach an der Spitze,

Zum Schutz vor des wandernden Breies Druck,

Dünnwandig bleibt der basale Bereich
Für ununterbrochene Nährstoffresorption.

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Bauchwärts noch liegen bei frühen Vertretern

Empfangs[24]- und Begattungsorgan[25];

Je dünner das Band, so beschränkter der Platz:

Konsequent rückt des Atriums[26] Öffnung an des Segmentes Rand [27].

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Fußnoten

[1] Ökologische Nischen: Meist kleine Gebiete, Habitate, mit relativ einheitlichen Lebensbedingungen

[2] Scolex: Kopfartiges, dünnes Vorderende mit Halteorganen (Saugnäpfe, Haken, etc.) der Bandwürmer

[3] Erstlarve (Cestoda): Entwickelt sich im Ei und besitzt eine syncytiale Epidermis

[4] Cilie, Wimper, Flagellum, Geißel, (Eukaryageißel): Charakterisiert durch ihren internen Bau aus 9 peripheren, etwas schräg nach innen gestellten Doppelmikrotubuli (Querschnitt durch die Geißel) und einem zentralen Tubulipaar, das etwas Abstand voneinander hält. Dyneinarme verbinden die Mikrotubuli. Die Geißel ist von der Zellmembran umgeben und gefüllt mit Cytosol. Am Übergang der Geißelbasis in den Zellkörper treten spezielle Verstrebungen, Verstärkungen, auf; eine dünne Querplatte trennt oft den untersten, in die Zelle integrierten Teil, der in seiner Struktur einem Centriol entspricht: Es fehlen die beiden zentralen Mikrotubuli und die peripheren Zwillinge wurden zu Drillingen. Die in der Zelle gelegenen Teile der Geißel sind noch durch verwandtschaftsabhängig gestaltete Haltestrukturen verwurzelt.

[5] Monogenea: Hakensaugwürmer, Hakenplattwürmer (Neodermata – Plathelminthes – Spiralia – Protostomia – Bilateria –…)

[6] Neodermis: Spezialisierte, syncytiale, sekundäre Körperbedeckung, deren zellkernhaltigen Partien unterhalb der Basallamina liegen, von parasitischen Plattwürmern wie Band-, Saug- und Hakensaugwürmern; ersetzt im Larvenstadium die ursprüngliche Epidermis.

[7] Propagulen: Allgemeine Bezeichnung für Verbreitungseinheiten

[8] Vektor (Organismen): Transporteur, Überträger, Ausbreiter

[9] Erstwirt (oft etwas ungenau als Zwischenwirt bezeichnet): Erster Wirt eines Parasiten, mit dem der Lebenskreislauf asexuell beginnt, um letztlich im Endwirt die sexuelle Fortpflanzung zu vollziehen

[10] Endwirt (Animalia): Wirt, in dem sexuelle Fortpflanzung (P! K! R!) erfolgt

[11] Fitness (biologische): Je mehr nachkommenerzeugende Nachkommen entstehen, umso fitter ist ein Organismus

[12] Ovar, Ovarium, Ovariole: Weibliches Geschlechtsorgan, Produktionsort der Eizellen

[13] Hoden, Testis: Paarig angelegtes, inneres männliches Geschlechtsorgan sich geschlechtlich fortpflanzender Gewebetiere; Spermien produzierende männliche Gonaden.

[14] Proglottiden: Die einzelnen, segmentähnlichen Fortpflanzungsglieder eines Bandwurms

[15] Echinococcus granulosus und E. multilocularis

[16] Finne, Blasenwurm, Cysticercus (Cestoidea): Zumindest ein Scolex liegt eingestülpt in einer großen, oft mit Flüssigkeit gefüllten Blase

[17] Rotfuchs: Vulpes vulpes (Vulpini; nicht separat behandelt – Canidae; nicht separat behandelt – Cynoidea – Caniformia – Carnivora s.s. –…)

[18] Taenia saginata und T. solium

[19] Eierbefüllt

[20] Wirtswechsel: Im Zuge eines Entwicklungskreislaufes regelmäßiger Wechsel von einem Wirt zum anderen; oft mit Kernphasenwechsel gekoppelt

[21] Cestoda: Bandwürmer (Cercomeromorpha – Neodermata – Plathelminthes – Spiralia – Protostomia –…)

[22] Darmenzyme und Darmmikrobiom

[23] Mikrovilli (Cestoidea): Enden mit leicht gebogenen, spitzen, elektronendichten Enden

[24] Vagina (Plathelminthes): Öffnung zum inneren, schlauchförmigen, weiblichen Begattungsorgan (Laurerscher Kanal)

[25] Cirrus, Penis

[26] Genitalatrium (Wirbellose Tiere): Gemeinsamer, sackartiger Vorraum, in dem die Ausführgänge der weiblichen und männlichen Geschlechtsorgane münden, bevor sie nach außen führen

[27] Proglottide

Eingestellt am 20. Juni 2026

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Cestoidea, Echte Bandwürmer

6 Cui oculi videat

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Sieh doch ein, oh Creationist,

Auf welchem Holzweg du bist,

Wenn du glaubst,

Gott hätte den Wurm erschaffen zu

Deiner und seiner Tiere Qual!

Vielleicht erspähst du bei dir einen Grund,

Warum du vielleicht eine Strafe hättest verdient,

Warum aber sollte er seinen Geschöpfen dies tun?

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Ist nicht Gott die Liebe, die vollkommene Liebe,

Ohne Dunkel und Schatten,

Nur barmherzig mit dir,

Wenn du willst – am Ende der Zeit?

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Nicht hier, dort hast du Gelegenheit,

Durchzufühlen in dir, was du an Schlechtem getan,

Vor Gottes Blick dich zu schämen, dich innerlich freizubrennen,

Damit du befreit in die ewige Seligkeit kannst.

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Ließ er nicht jegliche Freiheit dir, das Gute zu tun?

Das Schlechte, das Leid, das du schufst, nimmt er in Kauf,

Seiner ganzen Schöpfung zuliebe,

Die er zur Freiheit erschuf.

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Von Beginn an schenkte er allen die Freiheit,

Sich zu Neuem zu wandeln,

Doch im Auge hatte er immer

Dich und deinen Verstand,

Deine Liebe zu ihm,

Damit du am Ende für immer in seiner Liebe wohnst.

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Eingestellt am 20. Juni 2026

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Endpunkt erreicht