zum Glossar mit Abbildungsverweisen über:

Protostomia, Urmünder

1 Furchung

.

Inäqual teilt[1] sich meiotisch[2] die Eimutterzelle[3]:

Zunächst der Chromosomen doppelten Satz reduzierend,

Überlässt sie nur einer der Töchter

Beinahe vollständig ihr Organellen- und Stoffreservoir,

Nimmt die winzige Zelle, einem Käppchen fast gleich,

Als Markierung des achsenbestimmenden Pols[4].

.

Auch der nächste Schritt

Verkleinert der Eizelle Größe nur kaum;

Des Überlebensvorteils willen

Wird alles auf eine einzige, riesige Zelle gesetzt[5].

.

Um der Eizelle Hülle punktförmig zu lösen,

Bringt, an der Spitze positioniert,

Das Spermatozoid[6] ein Bohrorganell, das

Ausschließlich Tieren zu eigen, das Akrosom[7].

.

Durch die Achse erfolgt der Zygote[8],[9] primäre Teilung.

Zum Quartett nebeneinander liegender Zellen

Verhilft ein zweiter, verdoppelnder Schritt.

Acht Zellen, zu zwei Etagen geordnet,

Zwängen als Kleinstexemplare

Sich in die enge Hülle des nun mehrzelligen Eis.

.

Als Folge der nächsten Vermehrungsaktion

Separiert sich, schräg ihre Kernteilungsspindel nun stellend,

Eine große Verwandtschaft mit schraubig geordneten Blastulazellen[10],

Überlässt Konservative ihrem eigenen Zellteilungsweg.

Fußnoten

[1] Inäquale Teilung (Animalia): Zwei ungleiche Tochterzellen entstehen aus einer Mutterzelle, die sich in Größe, Form oder Inhalt unterscheiden. Dieser Prozess ist essenziell für die Differenzierung, etwa bei der Eizellbildung (Oogenese) oder der Ontogenese. 

[2] Meiose, meiotisch: Meiose dient der Reduktion eines diploiden Chromosomensatzes zu haploiden Sätzen. Dabei werden einander entsprechende Chromosomen, im Kern sich dann mittig in einer Ebene gegenüberstehend, gepaart und anschließend in entgegengesetzter Richtung („polwärts“) separiert. Dieser Vorgang wird auch als Reduktionsteilung (oft abgekürzt als R! und zugleich stellvertretend für die ganze Meiose verwendet) bezeichnet. Da die voneinander getrennten haploiden Chromosomen schon zu Chromatiden verdoppelt sind, schließt sich an die Reduktionsteilung noch eine mitotische Teilung an, so dass vier haploide Kerne letztlich vorliegen; abgekürzt mit R!.

[3] Eimutterzellen: Diploide Zellen, die nach Meiose vier haploide Zellen bilden

[4] Polkörperchen, Richtungskörperchen (Animalia): Kleine, funktionslose Zellen, die während der Eizellreifung (Meiose) entstehen und überflüssige Chromosomen enthalten. Sie entstehen durch asymmetrische Teilungen, um die Eizelle plasmareich zu halten und degenerieren in der Regel; bestimmen die Achse der Eizelle, wobei der Polkörper meistens den animalen Pol bestimmt.

[5] Zweites Polkörperchen bei der zweiten meiotischen Teilung

[6] Spermatozoide, Spermatozoen, Spermien: Reife, männliche, haploide Keimzellen; Gameten, die im Normalfall zu eigenständiger Bewegung fähig sind

[7] Akrosom: Kappenartige, lysosomenähnliche Struktur an der Spitze des Spermienkopfes. Es entsteht während der Spermiogenese aus dem Golgi-Apparat, enthält hydrolytische Enzyme

[8] Zygote: Diploide Zelle, die nach der Verschmelzung zweier haploider Kerne, im Zuge der sexuellen Fortpflanzung entstand

[9] Zygotenachse (Animalia): Animaler Pol – Vegetativer Pol

[10] Blastula: Zunächst einzellschichtiges Hohlkugelstadium während der Ontogenese von Animalia

Eingestellt am 20. Juni 2026

.