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Helotiaceae, Stielbecherlinge
1 Sensibilisiert (AP)
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Sprecht ja nicht von Eschensterben!
Unsere Eschen[1] sterben nicht,
Sondern nur ihre jüngeren Triebe.
Zum andern schürt ihr damit Hysterie!
Denn noch sind die Leute vom Begriff
Waldsterben[2] so sehr sensibilisiert,
Dass sie das Ärgste nur
Für unsere Eschen befürchten.
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Anfangs der Achtziger[3] hieß es landauf landab: So stirbt der Wald,
Zweige verkahlten,
Ihre Form in zunehmender Weise bestimmten!
Heute stehen – wie lange? – die Wälder wieder wie früher.
Der Forschung sei es gedankt, nicht ohne Grund:
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Gerade die Forschung an Pilzen[10] zeigte recht bald,
Sie sind es, die unter Stickstoffstress mittelbar leiden, denn
Litten nach ständigem Düngen mit Stickstoff aus unserer Luft[14]:
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Den Bäumen schien es günstig, mehr Stickstoff zu finden, mehr noch
Als sie am Anfang der Evolution[15] um Stickstoff noch buhlten und
Dann mit Symbiontenhilfe[16] an festverpackten organischen kamen,
Fanden, nun ohne Partner sogar, ziemlich leicht
Je nach Typus der Böden Ammoniumionen oder Nitrat;
Bunkerten rasch in Protein[17] das kostbare Gut.
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Doch zum Nachsehen der hilfreichen Partner![18]:
Folglich bekamen sie weniger Zucker[19],
Der zuvor für sie war bestimmt!
Ihn brauchte der Baum, den Stickstoffsegen als Proteine zu speichern.
Den Pilzen blieb zu wenig, damit Stickstoffbeschaffungsstrukturen[20] zu bilden:
Ihre Mykorrhizen[21] nahmen in ihren Mengen zusehends ab.
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Ist doch nicht übel, wendest du ein.
Der Baum spart sich Zucker, den der Pilz ihm entnimmt!
Doch bedenke, nicht Stickstoff allein transportieren die Hyphen heran,
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Unausgewog’ne Ernährung nennen Fachleute,
Treibt ein Nährstoff das Wachstum voran.
Bleiben die andern aber in nötiger Menge zurück,
Vergilben Nadeln und Blätter, der Baum wirft sie ab.
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Auch Pilze litten darunter.
Sie verloren zum Fruchtkörperbilden[25] die Kraft.
Der Waldfreund aber wunderte sich,
Warum manche der Wälder an Pilzen so arm. –
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Doch Eschen stehen, wie jedermann weiß,
Auf weniger sauren, auf besseren Böden.
Phosphat gilt hier als wachstumsbegrenzend,
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Das Eschentriebsterben[28]
– So könnt ihr es nennen –
Hat einen anderen Grund:
Ein Ascomycot[29] hat die Triebe verheert!
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Fußnoten
[1] Gewöhnliche Esche: Fraxinus excelsior (Oleaceae – Lamiales – Lamianae – Asteridae – Superasteridae -…)
[2] Waldsterben, Neuartige Waldschäden: Schädigungen des Waldes, die seit etwa 1980 großflächig auftraten. Das Verbreitungsgebiet umfasste Mittel-, Nort- und Osteuropa. Charakteristisch war, dass sich die Schadensbilder im Wald unabhängig von Klima, Standort und waldbaulichen Praktiken zeigen. Die Symptomatik differierte zwischen Holzarten, Regionen und Forstorten
[3] Des 20. Jahrhunderts
[4] Weißtanne: Abies alba (Pinineae – Pinales – Conifera – Coniferopsida – Spermatophytina –…)
[5] Gemeine Fichte: Picea abies (Pinineae – Pinales – Conifera – Coniferopsida – Spermatophytina –…)
[6] Stieleiche: Quercus robur (Fagaceae – Fagales – ZyFaRoFaCu-Verwandtschaft – Rosanae – Rosidae –…)
[7] Rotbuche: Fagus sylvatica (Fagaceae – Fagales – ZyFaRoFaCu-Verwandtschaft – Rosanae – Rosidae –…)
[8] Emission: Ausstoß von Schadstoffen (z. B. Abgase, Feinstaub), Treibhausgasen (wie CO₂ oder Methan), Lärm oder elektromagnetischer Strahlung von einer Quelle in die Atmosphäre, das Wasser oder den Boden
[9] Als NO3– und NH4+
[10] Dikarya: Zweikernpilze (Unbegeißelte Chitinpilze – Fungi – Opisthokonta – Eukarya)
[11] Ektomykorrhiza: Eine Symbiose, Mykorrhiza, aus Pilzen (-myko-) und Pflanzenwurzeln (-rhiza). Bei dieser Mykorrhiza wachsen die Hyphen ausschließlich in den Zellwänden der Wurzel (Ekto-; außerhalb des Zellinneren). Der Molekültransfer (Wasser und Nährionen vom Pilz zur Wurzel; Zucker und andere Substanzen von der Wurzel zum Pilz) erfolgt über ausgedünnte Zellwände (Restzellwände) beider Partner. Hyphen bilden außerdem eine dichte Hülle (Mantel) um die Wurzel, aus der Hyphen in den Boden hineinreichen, über die Wasser und Nährionen an die interzellulär wachsenden Hyphen und letztlich an die Wurzel gehen; oftmals stehen vom Mantel auch Cystiden (Mantelcystiden) ab
[12] Boletus edulis: Gemeiner Steinpilz (Boletineae – Boletales – Boletanae – Agaricomycetidae – Der Stinkmorchelverwandten Schwester –…)
[13] Tuber spp.: Echte Trüffel (Tuberaceae; nicht separat behandelt – Pezizomycetes – Pezizomycotina – Ascomycota – Dikarya –…)
[14] Immission: Einwirken von Schadstoffen, Lärm, Erschütterungen, Strahlung oder Wärme auf Umwelt
[15] Evolution: Stammesgeschichtliche Entwicklung von niederen zu weiterentwickelten (zu oft höheren) Formen des Lebendigen
[16] Symbionten: Organismen, die wechselseitig zu beiderseitigem Vorteil dem anderen nehmen; auch als wechselseitige Parasiten verstehbar
Proteine: Aus Aminosäuren aufgebaute, komplexe Moleküle. Die [–NH2]-Gruppe einer Aminosäure wird mit der Hydroxylgruppe [–OH] der Säurefunktion [–COOH] unter Wasserabspaltung verknüpft, dabei entsteht eine charakteristische Abfolge von Atomen: [–C–N–C–C–N–]n, wobei das unmittelbar dem [N] benachbarte [C] einen doppelbindigen Sauerstoff [–C=O] trägt, das zweite der beiden benachbarten den Aminosäurerest
[18] Symbiotische Pilze
[19] Glucose
[20] Extramatrikales Mycel (Mykorrhiza): Mycel außerhalb der Wurzel, bzw. außerhalb des Hyphenmantels um die Wurzel
[21] Ektomykorrhiza
[22] Bor (5B) besitzt 5 Protonen und meist noch 5 Neutronen¸(5B, Anzahl der Protonen = Ordnungszahl 5); Bor: Wird als Borsäure [H3BO3] aus Gestein freigesetzt; aufgenommen wird es als [B(OH)3]
[23] Magnesium, Mg: Als Ion doppelt positiv geladen, das im Zentrum des Chlorophylls von Stickstoff des Purinringsystems festgehalten wird; es ist für Fotosynthese und Kohlenstofffixierung von entscheidender Bedeutung; (12Mg), besitzt zwölf Protonen; 14 Neutronen kommen noch hinzu. (12Mg, Anzahl der Protonen = Ordnungszahl 12); als Ion doppelt positiv geladen, Mg2+ und wird als solches aufgenommen
[24] Phosphat, [PO43−]: Als Ion vorliegend, oder an andere Atome oder Moleküle gebunden
[25] Fruchtkörper (Fungi): Komplexe Hyphengeflechte, die Überdauerungsorgane, Konidien oder Sporangien enthalten oder diese oberflächlich tragen
[26] Glomeromycota: Urlandpilze (Multikarya – Unbegeißelte Chitinpilze – Fungi – Opisthokonta – Eukarya)
[27] Arbuskuläre Mykorrhiza: Wurzelsymbiose der Glomeromycota; Pilzhyphen dringen in die Zelle ein, Haustorien in Form dichter Bäumchen zu bilden, ohne die letzte Schranke der Pflanze, das Plasmalemma zu überwinden; wegen der Bäumchenform der Haustorien wird diese Endomykorrhiza (weil Hyphen in die Zelle einwachsen) Arbuskuläre Mykorrhiza genannt
[28] Eschentriebsterben, Eschenwelke: Die Baumkrone der Gewöhnlichen Esche lichtet sich stark, Blätter welken, die Rinde an den Trieben verfärbt sich braun oder orange
[29] Ascomycota: Schlauchpilze (Dikarya – Unbegeißelte Chitinpilze – Fungi – Opisthokonta – Eukarya)
Eingestellt am 24. Oktober 2026

Eschentriebsterben, Eschenwelke
Links: Habitus eines befallenen Baumes
Autor: Jonas Barandun
Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license; unverändert
Rechts: Symptome
“Eschentriebsterben an ca. fünf Jahre alten Jungeschen (Fraxinus excelsior) aus natürlicher Aussaat. Beachte die auffällige Farbveränderung der Rinde gegenüber den gesunden Trieben“
Autor: Fdcgoeul
Lizenz: GNU Free Documentation License; unverändert
Eingestellt am24. Oktober 2026
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Helotiaceae, Stielbecherlinge
2 Der Neuankömmling (AP)
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Von Japan kam er herüber, Anfang des dritten Jahrtausends!
Lebte recht gut und friedlich
Auf abgestorbenen Blättern und Rhachen[1]
Der Mandschurischen Esche[2].
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Wie er es schaffte, nach Europa zu kommen,
In Deutschland frische Triebe unserer Eschen[3] zu kapern,
Am Grund sie vom Saftfluss zu trennen,
Dass Zweige und Blätter verderben?
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Fünf Jahre schon litt die Erhab‘ne[4] unter welkenden Frühlingstrieben.
Doch nicht nur dies; das Jahr über hingen sie traurig
Bis Phytopathologen[5] zur Erkenntnis gelangten,
Hymenoscyphus[6], ein kleines Apothecienpilzchen,
Einer Art sehr ähnlich,
Wie sie auch hierzulande in Mengen bekannt,
Wächst im Frühling auf Eschenblättern, gefallen im vorigen Jahr,
Und schießt ihre Sporen der Esche erwachenden Knospen entgegen. –
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Verdächtigt schon wurden eingesessene Pilzchen
Bis DNA ihn als Zuwanderer hatte entlarvt[7],
Aus einer Verwandtschaft, deren übrige Glieder
Kaum als Schmarotzer[8] bekannt. –
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In zart noch behäutete[11] Blättchen,
Strebt der Hauptader, der Rhachis, entgegen,
Stößt in Leitbündel[12], von dort aus überall vor.
Erreicht der Triebe saftigen Grund,
Verbreitet sich, die Fülle des Angebots nutzend, überall hin,
Verstopft, den Zustrom verhindernd, Wasserkanäle[13],
Nimmt frischzellliefernden Zellen[14] das Leben.
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Genug hat er nun an zartfrischer Kost,
Verholzte Teile verdau’n sich so schwer!
Fallen die traurigen Blätter zu Boden,
Dienen sie, wie ihre Vorgänger auch,
Winzige, weiße, Teleomorphen[15] zu bilden,
Für der frischen Blättchen Dauerbeschuss.
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Wenn nur einzelne Sporen der Grund für der Blättchen Welke,
Fehlt ihnen meist der richtige Partner, sich sexuell zu vermehren;
Doch der Eschenverderber sorgte vorausschauend vor:
Konidien[16], zum Keimen auf Blättchen nicht mehr geeignet,
Aus tiefen Hälsen von Hyphen geboren[17],
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Immer neu mit Trieben besetzt,
Verbuscht[20] der Esche sonst lichte, wohlgeordnete Krone;
Wenn zu jung die Bäume befallen,
Entwertet der Pilz durch interne Verkrümmung den Stamm.
Schwächung der ständig belästigten Opfer
Öffnet Holzparasiten Tür und Tor.
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Fußnoten
[1] Blattrhachis: Mittlere Achse von gefiederten Blättern; sind Blätter mehrfach gefiedert, unterscheidet man Rhachiden 1., 2. und dritter Ordnung
[2] Mandschurische Esche: Fraxinus mandshurica (Oleaceae – Lamiales – Lamianae – Asteridae – Superasteridae -…)
[3] Gewöhnliche Esche: Fraxinus excelsior (Oleaceae – Lamiales – Lamianae – Asteridae – Superasteridae -…)
[4] Fraxinus excelsior
[5] Phytopathologe: Wissenschaftler, der sich mit Pflanzenkrankheiten und der Lehre davon befasst
[6] Hymenoscyphus: Stengelbecherchen (Helotiaceae – Helotiales – Leotiomycetes – Apothecienascomycota – Unitunicate Ascomycota –…)
[7] Hymenoscyphus fraxineus: Falsches Weißes Stengelbechrchen; Erreger des Eschentriebsterbens (Helotiaceae – Helotiales – Leotiomycetes – Apothecienascomycota – Unitunicate Ascomycota –…)
[8] Schmarotzer, Parasit: Ein Organismus lebt auf Kosten eines anderen
[9] Blattfieder: Kleines Blättchen, das entlang einer Blattrhachis steht
[10] Keimhyphe: Hyphe, mit der eine Spore oder Konidie keimt
[11] Junge
[12] Leitbündel: In Achsengewebe oder in Blättern von Pflanzen verlaufende Bündel von Leitgewebe für Zucker und andere Substanzen einerseits (Phloem) und getrennt davon für Wasser mit Nährsalzen (Xylem)
[13] Tracheen: Abgestorbene Wasserleitelemente von Eudicotylen, deren Längszellen trennende Querwände vollkommen oder zum Teil aufgelöst sind
[14] Kambium: Dünne, zylindrische Wachstumsschicht in Bäumen und anderen holzigen Pflanzen; liegt als Meristem (Bildungsgewebe, Stammzellengewebe) zwischen der Rinde (Bast) und Holzkörper
[15] Teleomorph: Hauptfruchtform der Pilze zur sexuellen Fortpflanzung
[16] Konidie: Asexuell und nach außen gebildete Verbreitungseinheit, die mit einer Hyphe oder hefeartig keimt;
[17] Chalaraartige Konidienbildungsweise: Enteroblastische, phialidenartige Bildungsweise, bei der die konidienbildende Zelle einen langen Zellwandhals bildet, in dessen Tiefe wiederholt Konidien entstehen und aus deren Tiefe sie in Reihe zur und aus der Öffnung gelangen
[18] Spermatien: Unbegeißelte männliche Fortpflanzungszellen (Gameten, bei Rhodophyta, bei manchen Pezizomycotina und Pucciniomycetes)
[19] Empfängnishyphen (Pezizomycotina, Pucciniomycotina): Treten bei Pezizomycotina oft an die Stelle von Trichogynen, ragen dabei weit über die Oberfläche hinaus, besitzen dann kein typisches Ascogon, oder es fehlt von vorneherein (Pucciniomycotina); sind in der Lage, in ihrer Basis mit dem vom Spermatium eingespeisten männlichen Kern ein Dikaryon zu bilden.
[20] Dichte Büschel bildend
Eingestellt am 24. Oktober 2026

Hymenoscyphus fraxineus; Erreger des Eschentriebsterbens
Autor: Mushroom Observer
Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license; unverändert
Eingestellt am 24. Oktober 2026
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Helotiaceae, Stielbecherlinge
3 Was die Familie uns zeigt
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Scheiben- oder schüsselförmig sind ihre Fruchtkörper[1],
Auffällig gefärbt oft noch dazu;
Glatt die Außenseite, Excipulum[2] nur aus dicht verwobenen Hyphen bestehend,
Seltene Querwände gliedern die Fäden kaum;
Nur seine inneren Schichten
Erscheinen gelegentlich gelatinös.
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Als einfache Hyphen steh‘n Paraphysen[3] zwischen den Asci,
Deren Apex kaum etwas verdickt,
Als Apikalapparat[4] einen kleinen Ring nur besitzen,
Der nicht bei allen Arten amyloid, doch wenn, dann deutlich sich zeigt.
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Kleine, ellipsoide, auch leicht verlängerte Sporen,
Die farblos, bei manchen Arten septiert,
Charakterisieren ihre Verwandtschaft;
Nur bei wenigen sind Anamorphe[5] bekannt,
Treten mit abweichenden Konidienbildungsweisen[6]
Bei Parasiten[7] besonders gern auf.
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Leben meist in krautigen oder verholzten Substraten[8]
Weit überwiegend saprotroph[9],
Kaum parasitisch, manche bilden ericoide Mykorrhiza[10],
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Weil meist sie recht winzig, bleibt ihre Artenzahl sicherlich noch lange ein Rätsel.
So liegt der Taxonomen[13] Hoffnung auf Informationen der DNA,
Wie auch der Systematiker[14], intern die Familie zu gliedern.
Ob anatomische Merkmale helfen, steht dahin.
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Fußnoten
[1] Apothecium, Schüsselförmiger Fruchtkörper (Pezizomycotina): Fruchtkörper mit weiter Öffnung für das Hymenium (wie die konkave Seite einer Schüssel), so dass Asci ihre Sporen ungehindert in die Umgebung schießen können
[2] Excipulum: Becherförmiges, steriles Gewebe, das das Hymenium in den Fruchtkörpern von Schlauchpilzen umschließt
[3] Paraphysen (Pezizomycotina): Sterile, gametophytische (haploide), zum Teil speziell gestaltete, zwischen den Asci stehende Hyphen, die mitunter an ihrem apikalen Ende verbreitert sind und so eine Schutzschicht über den sich entwickelnden Asci bilden, die von ihnen bei Reife durchstoßen wird, um die Sporen unbehindert abschießen zu können
[4] Apikalapparat (Pezizomycotina): Vorrichtung der Ascusspitze, um die Sporen zu befreien
[5] Anamorph: Nebenfruchtform der Pilze zur asexuellen Vermehrung
[6] Konidie: Asexuell und nach außen gebildete Verbreitungseinheit, die mit einer Hyphe oder hefeartig keimt
[7] Parasit, Schmarotzer: Ein Organismus lebt auf Kosten eines anderen.
[8] Substrat: Allgemeine Bezeichnung für feste, unterstützende, tragende oder nährende Substanz
[9] Saprotroph, saprob: Von totem, organischem Material lebend
[10] Ericoide Mykorrhiza: Endomykorrhiza der Ericaceae mit Haarwurzeln, wovon ausschließlich die wenigen, großen Rhizodermiszellen und je einzeln von außen besiedelt werden.
[11] Temperate Klimazone, Gemäßigte Klimazone: Erstreckt sich parallel zu den Breitenkreisen vom 45. Breitengrad bis zu den Polarkreisen.
[12] Tropen, tropisch: Klimazone zwischen Äquator und Wendekreisen
[13] Taxonom: Wissenschaftler, der Arten erforscht, identifiziert und beschreibt
[14] Systematiker: Wissenschaftler, die sich mit Verwandtschaftssystemen, mit Abstammungsgemeinschaften, befassen und entscheidende Merkmale dafür erschließen
Eingestellt am 24. Oktober 2026

Häufiger Ascustyp der Helotiaceae
Apikalapapat als kleiner amyloider Apikalring; Sporen länglich ellipsoid, farblos, glatt
Eigenem Vorlesungsmanuskript entnommen
Eingestellt am 24. Oktober 2026

Oben: Bisporella citrina; Zitronengelbes Reisigbecherchen
Autor: Mushroom Observer
Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license; unverändert
Unten: Hymenoscyphus calyculus, Kelchförmiges Stengelbecherchen
Autor: Mushroom Observer
Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license; unverändert
Eingestellt am 24. Oktober 2026
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Endpunkt erreicht!
