zum Glossar mit Abbildungsverweisen über:

Pucciniomycotina, Rostpilzverwandte i.w.S.
1 Worauf es ankommt, sind alle gleich
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So, wie Pezizomycotina[3] sie ebenfalls zeigen,
Doch Woroninbodies[4] wollen sie nicht!
– Nein! Eine Ausnahme gibt es davon! –
Der Spindelpolkörper[5] hängt als Doppeltscheibe am Kern,
Nicht selten geschichtet intern,
Ascomycoten[6] ist dies egal,
So lange zur richtigen Zeit er sich teilt[7].
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Die Zellwand, zumindest wenn Hefen[8] geprüft,
Besteht zum größeren Teil aus Mannose[9], ein Kohlenhydrat,
Ein Zucker, der, verglichen mit Glucose[10] als Sechserring,
Ein zweites –OH, dem –CH2OH gegenüber, zu ihm, nicht weg von ihm streckt.
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Xylose[11] fehlt hingegen.
Glucose ist wieder das Opfer:
Sie büßte die Hydroxylgruppe[12],
Der Aldehydgruppe[13] benachbart, ein.
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Und mit jenen einer Menge Basidiomycota verglichen,
Wird zweifellos evident:
Sie alle sind genealogisch verknüpft,
Doch Unterabteilungen lassen sich abgrenzen anhand
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Pucciniomycotina setzen – so der Eindruck – viel auf Harmonie.
Freilich, wer auf Teilverwandtschaften schaut,
Merkt nicht sehr viel davon:
Mit ihnen hat die Evolution voll Fantasie gespielt.SL
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Fußnoten
[1] Septum (Algen, Pilze): Querwand eines einzellreihigen Fadens, eines Trichoms, eines Zellausläufers, einer Hyphe
[2] Septenporen, Querwandporen: Septen, Querwände, von Hyphen (auch Trichome von Rotalgen) sind meist mit einem Porus versehen, der benachbarte Zellen miteinander verbindet. Meist aber sind diese Öffnungen sekundär wieder verschlossen. Diese Verschlüsse sind geeignet, Verwandtschaften zu erkennen
[3] Pezizomycotina: Becherlingsartige i. w. S. (Ascomycota – Dikarya – Unbegeißelte Chitinpilze – Fungi – Opisthokonta –…)
[4] Woronin-Bodies: Organelle, deren im Transmissionselektronenmikroskop (TEM) zu erkennender interner Bau wegen regelmäßiger Anordnung kleinster kugelförmiger Proteinteilchen eine kristallgitterartige Struktur vortäuschen
[5] Spindelpolkörper als Mikrotubuliorganisationszentrum: Elektronendichte Körper besonderen Baus, dienen bei Rhodophyta, Bacillariophyeae und Unbegeißelten Chitinpilzen der Kernteilung; an ihnen setzt die Kernteilungsspindel an, um Chromosomen in die Tochterkerne zu ziehen
[6] Ascomycota: Schlauchpilze (Dikarya – Unbegeißelte Chitinpilze – Fungi – Opisthokonta – Eukarya)
[7] Ascomycetoider Spindelpolkörper: Liegt während der Interphase als Einzelstruktur vor; im Zuge der Kernteilung teilt sich der Spindelpolköroer, die beiden separieren sich, wandern zu den Kernpolen und wirken als MTOCs und liegen während der Interphase wieder als Einzelstruktur vor.
[8] Hefen i.w.S.: Von Fungi (Echten Pilzen) durch Knospung gebildete Einzelzellen unterschiedlichster Form; Knospungsstellen sind als Narben in der Zellwand erkennbar; im weiten Sinne können sie von Ascomycota (Schlauchpilzen) wie von Basidiomycota (Ständerpilzen) gebildet werden; als Hefen in engerem Sinne werden jene der Ascomycota bezeichnet
[9] Mannose: Einfachzucker ähnlich der Glucose, doch steht die [–OH]-Gruppe am C2 in die gleiche Richtung wie das [–CH2OH] am C5, damit auch in gleicher Richtung wie die [–OH]-Gruppe am C3 der Glucose
[10] Glucose, Traubenzucker: Ringförmiger Zucker mit sechs [C]-Atomen [C6H12O6]; der Ring besteht aus fünf [C]-Atomen und einem Sauerstoffatom; das restliche [C]-Atom hängt als [–CH2OH]-Gruppe an einem dem Sauerstoff benachbarten [C]-Atom; vier [–OH]-Gruppen stehen an [C]-Atomen des Rings, wobei [–CH2OH] und die dem Sauerstoff benachbarte [–OH]-Gruppe in gleicher Richtung stehen, alle anderen wechseln sich richtungsmäßig ab
[11] Xylose: Ein Zucker mit fünf Kohlenstoffatomen
[12] Hydroxyl-Gruppe: [–OH]
[13] Aldehydgruppe, Aldehydfunktion: [–CHO]
[14] 18S rDNA: Diese rDNA, bildet nach Transkription als 18S rRNA zusammen mit Proteinen die kleine Untereinheit der eukaryotischen Ribosomen; das betreffende Gen des Chromosoms wird nach seinen Basenfolgen für Verwandtschaftsvergleiche analysiert
[15] 28S rDNA: Diese rDNA, bildet nach Transkription als 28S rRNA einen Teil der eukaryotischen ribosomalen 60S-Untereinheit; das betreffende Gen des Chromosoms wird nach seinen Basenfolgen für Verwandtschaftsvergleiche analysiert
[16] 5,8S rDNA: Diese rDNA, bildet nach Transkription als 5,8S rRNA einen Teil der eukaryotischen ribosomalen 60S-Untereinheit; das betreffende Gen des Chromosoms wird nach seinen Basenfolgen für Verwandtschaftsvergleiche analysiert
[17] 5,8S-rRNA, Typ A (Pucciniomycotina): Basenausstattung an den Positionen 2/118: U/G; 14/65: C/G; 63: A
[18] 5,8S-rRNA, Typ B (Agaricomycotina, Ustilaginomycotina): Basenausstattung an den Positionen 2/118: U/U; 14/65: G/C; 63: G
SL Gottschalk M, Blanz PA (1983) Untersuchungen an %S ribosomalen Ribonucleisäuren als Beitrag zur Klärung von Systematik und Phylogenie der Basidiomyceten. Z Mykol 51(2): 205-243. – Bauer R, Begerow D, Sampaio JP, Weiß M, Oberwinkler F (2006) The simple-septate basidiomycetes: a synopsis. Mycol Progress 5: 41-66.
Eingestellt am 24. Oktober 2026

Generelle Merkmale der Pucciniomycotina
Hierher gehören Basidiomycota mit einfachen Septenporen, mit doppelscheibigem, geschichtetem, bandverbundenem Spindelpolkörper
Eingestellt am 24. Oktober 2026
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