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Orbiliomycetes, Knopfbecherartige

1 Einfallsreich

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Stickstoffmangel in umgebender Nahrung,

Brachte, aus Bequemlichkeit Energie zu sparen vielleicht,

Pilze[1], statt aus Ammonium[2] oder Nitraten[3] Aminosäuren[4] zu bauen,

Gebund‘nen Stickstoff von Tieren[5] zu stehlen, schon mehrfach dazu.

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Als Parasiten[6] an und in ihrem Körper,

Leben sie gleichsam wie Maden im Speck,

Sofern der Wirt sie nicht wieder,

Wenn er zu groß, zu abwehrmächtig, ganz einfach vertrieb.

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Wehrlose Tiere, zumal wenn sie klein,

Leben in mächtigen Massen im Boden,

Doch sind für viele Pilze sie zu flink,

Entwischt, bevor Sporen fanden den nötigen Halt.

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Wie konsequent, doch immer noch zufallsbedingt,

Das Problem dutzende Pilze vorzüglich lösten,

Zeigt uns Orbilia, einen Millimeter nur messend,

Mit seinen Konidien[7] in engem Verbund.

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Sie wählen als Opfer meist der Nematoden[8] unendliches Heer,                         

Zehren sie, wenn einmal gefasst, von innen her aus;

Nur die Cuticula[9] bleibt vielleicht noch besteh’n,

Doch des Hyphenpaketes Form verrät, wo einst der arme Wurm[10] lag.

Doch doppelstrategisch, wie raffiniert,

Wuchsen zuvor sie saprob[11].

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Fußnoten

[1] Pilze: Eine organismenreichübergreifende Bezeichnung für heterotrophe, mit Hyphen oder Hefen wachsende Lebewesen

[2] Ammonium (eigentlich Ammoniumion) [NH4+]: Ammoniak [NH3] mit drei Wasserstoffatomen, wird mit einem weiteren Wasserstoffatom versehen und bekommt dadurch eine positive Ladung

[3] Nitrat: [NO3−]

[4] Aminosäuren: Organische Säuren mit einer Amino-[–NH2] Seitengruppe. Biologisch bedeutend sind hauptsächlich jene Aminosäuren, die an dem der Säuregruppe benachbarten Kohlenstoffatom diese Gruppe besitzen

[5] Echte Tiere: Animalia (Opisthokonta – Eukarya)

[6] Parasit, Schmarotzer: Ein Organismus lebt auf Kosten eines anderen

[7] Konidie: Asexuell und nach außen gebildete Verbreitungseinheit, die mit einer Hyphe oder hefeartig keimt

[8] Nematoda: Fadenwürmer (Nematoidea – Cycloneuralier – Ecdysozoa – Protostomia – Bilateria –…)

[9] Cuticula (Arthropoden, Nematoden): Funktional als Außenskelett wirkende, von der Epidermis nach außen abgeschiedene Hülle eines Hochleistungsverbundstoffs aus Chitin und Strukturproteinen, die eine besondere Stelle, sich an Chitin zu binden, besitzen. Je nach Art und Struktur der Proteinkomponenten kann die Cuticula hart oder biegsam sein.

[10] Nematode

[11] Saprotroph, saprob: Von totem, organischem Material lebend

Eingestellt am 24. Oktober 2026

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Orbiliomycetes, Knopfbecherartige

2 Schlingenleger (HP,AP)

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Wo liegt der Anfang ihres Erfolgs?

Fertig war sicherlich bald das Klebstoffrezept!

Leim, als Exsudat[1] auf jeder Hyphe verschmiert,

Erwies sich nicht nachhaltig genug fürs knappe Budget.

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Auf bestimmte Partien der Hyphen verteilt,

Oder kopfige Stifte damit bezogen,

Müssten genügen, Nematoden[2] eine Zeitlang an sich zu binden,

Zu verhindern, dass sie wieder entflieh‘n,

Sie am Ort zu fixieren,

Bis in den Körper sich die Hyphen bemüh‘n.

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Gelingt es, den teuren Leim nur dort zu verwenden,

Wo er mit Sicherheit hocheffektiv,

Bleibt der Einsatz gering, doch

Hoch der geschätzte Gewinn. –

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Nahrungssignale erkannten Pilze seit uralten Zeiten.

Wachsen, wenn lohnend die Quelle, sich mehrfach verzweigend, direkt darauf hin,

Formen, wenn Spitzen mit Flanken sich treffen, ein alles durchziehendes Netz;

Schmiegen der Nahrung engstens sich an, um rasch aus dem Vollen zu schöpfen,

Bevor genau auf die gleiche Idee andere kommen und

So dem Erstentdecker nur ein kleinerer Teil davon bleibt.

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Bogig nach rückwärts sich wendende Hyphen,

Um mitzuverwerten den glücklichen Fang,

Führt nicht selten zum Ursprung zurück:

Ein Spitze-mit-Seite-Verschmelzen mitunter zum Ring!

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Bleiben im Ring, wenn klebrig die Schlinge,

Noch weitere Opfer unbefreit hängen,                                                                   

Nimmt Arthrobotrys[3] gehörig zu an strotzender Kraft;

Wenn er den Zufall wählt und weiter bemüht,

Erhöht er ohne Zweifel, der guten Ernährung wegen, die

Zahl seiner Nachkommenschaft.

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Ring um Ring addiert Arthrobotrys,

Kombiniert sie zum räumlichen Netz,

Aber nur wenn Nematoden in der Nähe er spürt;

Spart so sich Ressourcen, weil er nachhaltig lebt!

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Noch optimiert er unaufhörlich sein Fallensystem.

Lockt mit anziehenden Stoffen Nematoden heran,

Lässt sie in Ringen eine Zeitlang noch zappeln:

Bald sind sie für immer geleert und verzehrt.

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Fußnoten

[1] Exsudat: Flüssige Ausscheidung an die Oberfläche eines Organs

[2] Nematoda: Fadenwürmer (Nematoidea – Cycloneuralier – Ecdysozoa – Protostomia – Bilateria –…)

[3] Arthrobotrys (Orbiliomycetes – Apothecienascomycota – Unitunicate Ascomycota – Inoperculate Ascomycota – Pezizomycotina –…)

Eingestellt am 24. Oktober 2026

Arthrobotrys sp. als Schlingenleger (Original; Reinhard Agerer)

Hyphen mit mehreren Schlingen, z. Teil raumförmig angeordnet. In einer Schlinge verfing sich ein Nematode, der in ihr festklebte und nicht mehr entkam. Von dieser Schlinge aus wurde der Körper infiziert und intern bewachsen. Angefärbt mit Baumwollblau.

Eingestellt am 24. Oktober 2026

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Orbiliomycetes, Knopfbecherartige

3 Schlagfallen (AP)

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Drechslerella[1] ging einen anderen Weg, Nematoden[2] habhaft zu werden!

Baut einzelne Ringe, nicht im Verbund, in dichter Reihe dafür

Gezielt aus drei Zellen: Wenn sich die rückwärts gebogene Spitze

Knapp über dem unteren Septum[3] der drittletzten Zelle verklebend trifft,

Damit anastomosierend, eine feste Verbindung erzielt und die entstandene

Plasmabrücke[4] mit einem Septum danach wieder schließt.

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Im Durchmesser nehmen alle drei etwas zu,

Statten intern für den Ernstfall sich aus:
Falten, es vielfach vergrößernd, ihr Plasmalemma[5] hundertfach ein,

Erhöhen Wasserkanäle[6], noch sind sie verschlossen, enorm in der Zahl,

Horten schnell verfügbare Zucker vakuolär,

Verdicken dem Ringlumen zugewandte Zellwände mit

Doppelter, starrer, leicht zerreißender Schicht.

Klebstoffe brauchen sie nicht!

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Keine Sensillen belegen die Hyphen,

Keine Nerven leiten Signale

Und doch reagieren hochempfindlich die Drei,

Berührt ein Nematode im Innern den Ring!

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Plötzlich schwellen in blitzschneller Weise

Die Bäuche der Zellen dem Armen entgegen,

Schnüren dort, wo sie ihn treffen, unentrinnbar

– Was hilft all sein Zappeln – für immer zur Wespentaille[7] ein.

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Unbeirrt nach Nahrung lechzend,

Bohren sich Hyphen, den Ringen entspringend, hinein in die Beute,

Lassen den Armen, ihn nach vorne und hinten durchziehend,

Noch einige Zeit, dem Schicksal sich zu ergeben,

Bis er, von Hyphen mehrfach durchzogen, sich endlich begibt zur ewigen Ruh. –

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Eine Signalkaskade[8] nach dieser kurzen Berührung,

Mit Proteinen, Calciumionen, Triphosphaten und Calmodulin[9],

Öffnete blitzschnell Tausende Wasserkanäle;

Verdünnt wurde plötzlich der Zucker Konzentration,

Wölbten die Zellen zum mächtigen Bauch,

Bestens geplant für diesen Fall,

Blieb das Plasmalemma, es brauchte sich nur zu entfalten, intakt.

Eine zehntel Sekunde nur brauchte Drechslerella dafür.SL

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Fußnoten

[1] Drechslerella (Orbiliomycetes – Apothecienascomycota – Unitunicate Ascomycota – Inoperculate Ascomycota – Pezizomycotina –…)

[2] Nematoda: Fadenwürmer (Nematoidea – Cycloneuralier – Ecdysozoa – Protostomia – Bilateria –…)

[3] Septum (Algen, Pilze): Querwand eines einzellreihigen Fadens, eines Trichoms, eines Zellausläufers, einer Hyphe

[4] Anastomosen (allgemein): Stellen sekundär miteinander verbundener Röhren oder hohler Trichome

[5] Plasmalemma: Zellmembran (Lipiddoppelmembran) von Organismen; wird oft als Gegenstück zum Tonoplasten betrachtet, der im Zellinneren eine größere Saftvakuole umgibt

[6] Kanäle, Membrankanäle: in den Lipiddoppelmembranen werden von bestimmten Proteinen feine Kanäle gebildet, durch die verschiedene Substanzen transportiert werden können

[7] Wespentaille: Engstelle der Wespe zwischen Brust und Hinterleib; mancher Frauen sehr enge Einschnürung an entsprechender Stelle, wird deshalb Wespentaille genannt

[8] Signalkaskade: Mehrstufige Abfolge biochemischer Reaktionen, bei der ein primäres Signal (z. B. Hormon, Wachstumsfaktor) im Zellinneren weitergeleitet und meist verstärkt wird.

[9] Calmodulin: Calciumbindendes regulatorisches Protein, das in allen Eukarya hochkonserviert vorkommt, spielt als Sekundärer Botenstoff eine wichtige Rolle, indem es selbst nicht enzymatisch aktiv ist, sondern für die Aktivierung anderer Proteine verantwortlich ist

SL Rubner A (1996) Revision of predacious hyphomycetes in the Dactylella-Monacrosporium complex, Studies in Mycology 19: 1-134. – Scholler M, Hagedorn G, Rubner A (1999) A reevaluation of predatory orbiliaceous fungi. II. A new generic concept. Sydowia 51(1): 89-113

Eingestellt am 24. Oktober 2026

Fangapparate der Orbiliomycetes

Oben: Klebknöpfe und Seitenzeige (Stapel und Schlingen) von Dactylellina und Gamsylella von Orbilia sect. Arthrobotrys. – a: mit gefangenem Nematoden. – a-f, j (links): gestielte Klebknöpfe (c-e: mit dickem klebrigem Schleim). – g, k, j (rechts): Zellen intern gefüllt. – p: sitzende Klebknöpfe. – h, i, l, n, q-s: übereinanderliegende Klebknöpfe oder klebrige Säulen. –  m, o, t, u-v: klebrige Schlingen (v: leiterförmig). Bemerke unscharfe Trennung zwischen gestielten und sitzenden Klebknöpfen, oder zwischen Klebknöpfen, Säulen und Schlingen.

Baral et al. (2020), Fig. 106, Seite 117.

Autoren: Baral H-O, Weber E, Marson G

Lizenz: Creative Commons BY-NC-ND 4.0 (Attribution-NonCommercial-NoDerivatives) International License; unverändert

Links unten: Klebrige Netze in Orbilia sect. Arthrobotrys. – a, d: Arthrobotrys eudermatus. – b: Arthrobotrys thaumasius. – c. Arthrobotrys musiformis. – e: Arthrobotrys cladodes mit gefangenem Nematoden

Baral et al. (2020), Fig. 108, Seite 118.

Autoren: Baral H-O, Weber E, Marson G

Lizenz: Creative Commons BY-NC-ND 4.0 (Attribution-NonCommercial-NoDerivatives) International License; unverändert

Rechts unten: Nicht-schließende Ringe in Orbilia sect. Arthrobotrys series Dactylellina. – a-b: Dactylellina leptospora. – c-f: Dactylellina lysipaga. – f: ein Nematode häufte 8 Ringe an, die er vom Stiel trennte.

Baral et al. (2020), Fig. 109, Seite 118.

Autoren: Baral H-O, Weber E, Marson G

Lizenz: Creative Commons BY-NC-ND 4.0 (Attribution-NonCommercial-NoDerivatives) International License; unverändert

Eingestellt am 24. Oktober 2026

Verengende Schlingen in Orbilia sect. Arthrobotrys series Drechslerella unter dem Lichtmikroskop (s: SEM)

Ausgangsstadium in a, c, e, i, k, m-r, t, v; mit vergrößerten Zellen in b, d, f (mit gefangenem Nematoden. – j, l, s, w: teilweise vergrößert, aber die Enden der Zellen blieben unverändert in g-h, u. Beachte dreieckige bis linsenförmige Wandverdickungen an den Septen (a-b, g, m-r, t-w). – Vorübergehende ringförmige Wandverdickungen während der Ausdehnung (h). – Innere beulenähnliche Vorsprünge von nichterweiterten Ringzellen (e). – In intakten Vakuolen gebildeter Schleim nach Färbung mit Cresylblau (i). – Große Vakuolen in gedehnten Ringzellen (j, l, u). – Zerreißen äußerer Zellwandschichten an einer Grenzline während des Ausdehnens (s). – a. D. bembicodes; b. D. dactyloides; c-d, f. D. aphrobrocha; e. D. heterospora; g-h. D. doedicoides; i-j, m-q. D. polybrocha; k-l. D. doedicoides; r. D. cf. bembicodes; s. D. anchonia; t-u. D. dactyloides; (Mutante mit riesigen Fallen); v-w. D. dactyloides (mit normalen Fallen).

Baral et al. (2020), Fig. 110, Seite 119.

Autoren: Baral H-O, Weber E, Marson G

Lizenz: Creative Commons BY-NC-ND 4.0 (Attribution-NonCommercial-NoDerivatives) International License; unverändert

Eingestellt am 24. Oktober 2026

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Orbiliomycetes, Knopfbecherartige

4 Auch einfacher geht's. auch ohne Alles (AP)

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Wer Hunderte Klebknöpfe[1], so wie Dactylella[2],

Möglichen Opfern entgegenstreckt,

Erreicht meist seines Lebens sehnsüchtige Ziele;

Doch keiner noch hat sich bis jetzt beschwert,

Wenn die vermeintliche Beute – weil sie zu wenig verhaftet –

Dem Pilz wieder den Rücken zukehrt. –

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Viele Orbiliaceen[3] begnügen sich mit Stickstoff,

Den sie in Abfall und Abgestorbenem finden!

Nicht diese Weise zu leben, kennzeichnet ihre Verwandtschaft,

DNA und ihrer Sporen interne Struktur entscheiden dabei:

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Ganz Ungewöhnliches wird von den Sporen berichtet!

Lichtbrechende Körper mit fadendünnem Kanal

Scheinbar der Wand angebunden,

Hängen tief ins Lumen der Zelle hinein

Als Vakuole, zum Sack eingestülpt[4];

Noch mit Plasmalemma[5] verbunden,

Hebt sie sich, solange die Spore noch lebt,

Im Lichtmikroskop deutlich hervor.

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Ihre Asci,

Apical ohne Ring und Amyloidie[6],

Öffnen sich,

Mit weitem Porus oder wie Erysiphales[7] mit Schlitz. –

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Als aller übrigen Pezizomycotina[8] Schwester

Erweist sie der ribosomalen Gene[9] Sequenz.

Überdauerten womöglich schon mannigfaltig die Zeit

Aufgrund ihres Lebens vielfältigen Stils?

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Doch als Schwester der Leotio-[10] und Lecanoromycetes[11]

Behandeln wir hier recht konservativ unter Apothecienascomycota[12] sie noch.SL

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Fußnoten

[1] Klebknöpfe: Knopfartige oder langgezogene klebrige Fortsätze

[2] Dactylella (Orbiliaceae; nicht separat behandelt – Orbiliomycetes – Apothecienascomycota – Unitunicate Ascomycota – Inoperculate Ascomycota – –…)

[3] Orbiliaceae; nicht separat behandelt (Orbiliomycetes – Apothecienascomycota – Unitunicate Ascomycota – Inoperculate Ascomycota – Pezizomycotina –…)

[4] Sporebody, Sporenkörperchen (Orbiliomycetes): Vakuoläres, stark lichtbrechendes Organell hoher Diversität in lebenden Ascosporen; durch Einstülpung des Plasmalemmas entstanden, noch unbekannt in anderen Klassen der Ascomycota

[5] Plasmalemma: Zellmembran (Lipiddoppelmembran) von Organismen; wird oft als Gegenstück zum Tonoplasten betrachtet, der im Zellinneren eine größere Saftvakuole umgibt

[6] Amyloid: Blau nach Jodbehandlung

[7] Erysiphales: Echte Mehltaupilze (Helotiales – Leotiomycetes – Apothecienascomycota – Unitunicate Ascomycota – Inoperculate Ascomycota –…)

[8] Pezizomycotina: Becherlingsartige i. w. S. (Ascomycota – Dikarya – Unbegeißelte Chitinpilze – Fungi – Opisthokonta –…)

[9] Ribosomale Gene: rDNA (5,8S rDNA, 18S rDNA und 28S rDNA) für die Bildung von rRNA

[10] Leotiomycetes: Gallertkäppchenartige i.w.S. (Apothecienascomycota – Unitunicate Ascomycota – Inoperculate Ascomycota – Pezizomycotina – Ascomycota –…)

[11] Lecanoromycetes: Flechten schlechthin (Apothecienascomycota – Unitunicate Ascomycota – Inoperculate Ascomycota – Pezizomycotina – Ascomycota –…)

[12] Apothecienascomycota: Becherschlauchpilze (Unitunicate Ascomycota – Inoperculate Ascomycota – Pezizomycotina – Ascomycota – Dikarya –…)

SL Baral H-O, Weber E, Marson G (2020) Monograph of Orbiliomycetes (Ascomycota) based on vital taxonomy. Part I + II. National Museum of History Luxembourg, 1752 pp. Creative Commons BY-NC-ND 4.0 (Attribution-NonCommercial-NoDerivatives) International License; https://mnhn.public.lu/dam-assets/publications/publications-scientifiques/monographie-des-orbiliomycetes/baral-et-al-2020-monograph-orbiliomycetes-part-i.pdf; https://mnhn.public.lu/fr/recherche/publications-scientifiques/autres-publications/monographie-des-orbiliomycetes-p2.html

Eingestellt am 24. Oktober 2026

Fruchtkörper und Sporentypen (mit Sporenkörpern) der Orbiliomycetes

Farbbildleiste, oben: Diversität der Fruchtkörper (verschiedene Arten)

Baral et al. (2020), Titelseite.

Zweite Zeile links: Helicoide Ascosporen kommen in sehr verschiedenen Gruppen der Orbiliomycetes vor (lebende Stadien, außer e-f). – a Orbilia pseudbrevistipitata; b. O. nemaspora; c. O. jugulospora; d. O. spirillispora (a-d sect. Aurantiorubrae); e. Hyalorbilia macrohelicospora; f. O. spirospora (sect. Orbilia), g. O. helicovinosa (sect. Hemiorbilia).

Baral et al. (2020), Fig. 48, Seite 66.

Zweite Zeile rechts: Außerordentliche Typen mit bilateraler Sporensymmetrie (herzförmig bis dreieckig, Sporenkörper apikal bis lateral stehend). –  a. ser. Heserideae, b-d ser. Hemiorbilia.

Baral et al. (2020), Fig. 50, Seite 66.

Dritte Zeile: Ähnliche Sporenformen in unterschiedlichen ser. und sect. Der Gattung Orbilia (lebend, außer e, k-l)

Baral et al. (2020), Fig. 49, Seite 66.

Vierte Zeile, TEM: Ascosporen mit Sporebodies (Sporenkörperchen) im Transmissionselektronenmikroskop (TEM, Pfeile in b und d zeigen auf Sporenkörper) – a. Orbilia sarraziniana, b. O sarraziniana; c. O. tenuispora; d. O. aristata; f. schematische Darstellung von e. – Besonders e verdeutlicht, dass die Sporenkörperchen druch Einstülpung des Plasmalemmas als extraplasmatische Organelle entstanden sind und an der apikalen Sporenwand hängen.

Baral et al. (2020), Fig. 71, Seite 77.

Autoren: Baral H-O, Weber E, Marson G

Lizenz: Creative Commons BY-NC-ND 4.0 (Attribution-NonCommercial-NoDerivatives) International License; unverändert

Eingestellt am 24. Oktober 2026

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Endpunkt erreicht!