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Lecanoraceae, Schüsselflechten
1 Amyloide Kalotte mit variierender Porenanlage (TP)
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Die dünne Wand des Scheitels, unbeeindruckt von Jodbehandlung,
Unterfüttert eine Kalotte intensiven Blaus,
Unterschiedlich mächtig zwar in der Dicke,
Doch die Porenanlage bleibt ungefärbt, so wie die Wand,
Ein kurzer Protoplasmafinger drängt sich noch vor in der Mitte,
Darüber, was Porus wird, sticht kurz hinein in das Balu wie der Kopf eines Pfeils;
Andere, mit weniger dicken Kalotten,
Durchringt der geplante Porus als Pfeil bis an die Wand,
Doch abgestutzt, stumpf, ist seine Spitze;
Symmetrisch das bleiche Trapez, das den dritten Fall ziert.
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Meist krustig[1], fest verbunden mit dem Substrat,
Mit Apothecien prahlend bestückt;
Rund, lagerberandet[2], mit hellen, kaum schwärzlichen Farben die Scheibe.
Nicht wählerisch ist Lecanora[3] als Gattung, welchen Ort sie belegt,
Doch die Arten nischten hochspezifisch sich ein[4]:
An Gesteinen, sauer oder basisch, neutral, bisweilen mit Stäuben belegt, zudem an Borke;
Bevorzugen feuchte, auch trockene Stellen, niedere Lagen, hohes Gebirge;
Siedeln mitunter artenreich, oft auch individuenstark.
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Nahmen sie den richtigen Partner, um gedeihlich zu Beider Vorteil zu leben.
Brauchen nicht mehrere Zellen pro Spore,
Eine einzige reicht, sich mit Algen zusammenzutun.
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Fußnoten
[1] Krustenflechten: Flechten, bei denen der Thallus flächig, krustenartig und lückenlos fest mit der Unterlage verwachsen ist
[2] Flechtenthallus: Algenumgebendes Hyphengeflecht unterschiedlichster Formen, auf/in dem die Fruchtkörper der Flechte (des Pilzes) entstehen
[3] Lecanora spp. (Lecanoraceae – Lecanorales – Lecanoromycetes – Apothecienascomycota – Inoperculate Ascomycota – …)
[4] Einnischen: Ein Organismus, der sich allmählich in einer neuen ökologischen Nische ausbreitet
[5] Trebouxia: Flechtenalgen (Trebouxiales; nicht separat behandelt – Trebouxiophyceae – Chlorophyta – Plantae – Eukarya)
[6] Grünalgen i.e.S.: Chlorophyceae (Chlorophyta – Plantae – Eukarya)
Eingestellt am 24. Oktober 2026

Der Ascusscheitel der Lecanoraceae, verdickt, wie bei allen austrocknungsresistenten Lecanoromycetes, zeigt erhebliche Unterschiede:
Die dünne Ascuswand unterfüttert bei manchen eine sehr dicke, bei anderen eine dünnere, stark amyloide Kalotte, mit inamyloider Porenanlage; eine fingerförmige Aussackung des Protoplasten in die Kalotte hinein kann vorkommen. Unterschiedlich sind die Porenanlagen ausgeprägt: kurz pfeilkopfförmig, nur etwas in die Kalotte reichend; abgestutzt pfeilkopfförmig, an die Ascuswand reichend; und symmetrisch trapezoid mit erweiterter Stelle an der dünnen Ascuswand.
Nach Rambold & Triebel (1994), Fig. 19 a, Seite 57
Eingestellt am 24. Oktober 2026

Oben: Lecidella carpathica
Autor: Ed Uebel
Lizenz: GNU Free Documentation License; unverändert
Mitte: Lecanora muralis
Autor: Ed Uebel
Lizenz: GNU Free Documentation License; unverändert
Unten: Rhizoplaca chrysoleuca
Autor: Daryl Thompson (woobs) at Mushroom Observer
Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license; unverändert
Eingestellt am 24. Oktober 2026

Oben: Zeora confusa
Autor: J-Dar at Mushroom Observer
Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license; unverändert
Unten: Protoparmeliopsis muralis
Autor: Jason Hollinger
Lizenz: Creative Commons Attribution 2.0 Generic license; unverändert
Eingestellt am 24. Oktober 2026
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